Masken

von Pandora02
GeschichteHumor / P18 Slash
Clark Kent Lex Luthor Martha Kent
01.09.2008
23.10.2008
8
29435
 
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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Pairing: Clark/Lex
Rating: ab 18 (wenn auch nicht für alle Kapitel)
Disclaimer: wären die Figuren mein, hieße das hier nicht „FanFiction“ sondern „Drehbuch“ (insbesondere am Dialog der ersten Szene besitze ich keinerlei Rechte! will sagen, der ist direkt aus der Serie übernommen)
Spoiler: Ende 2. Staffel
Warnung: Crossdressing! Lex in Frauenkleidern
Inhalt: Eine Hochzeit, ein Maskenball und eine Limousine, was braucht man mehr?

A/N:
Aloha!

Weil sich hier so viele liebe Clex-Fans tummeln, will ich noch ein altes Werk ausbuddeln und hier einstellen. Das Ganze ist ziemlich lang, ich glaube, das längste, was ich bisher fabriziert habe. Ursprünglich waren es 4 Kapitel, aber ich denke, der Übersichtlichkeit halber mache ich hier ein paar mehr draus.

Inspiration für „Masken“ war eine Szene aus der Episode “Für immer...” vom Ende der 2. Staffel. (Erinnert sich noch jemand an die Zeit?)
Canon: Lex’ Hochzeit mit Helen Bryce steht kurz bevor. Im Rahmen der Sitzplanbesprechung sagt Clark zu Lex: „Wir sind füreinander bestimmt.“  
Ich: *squeeeeeeee * (und zwar lautstark!)

Gut, er meinte (vermutlich) Lana damit, aber das schrie so was von nach mehr. Also hab ich losgesponnen… Was ursprünglich nur eine kleine fehlende Szene werden sollte, entwickelte sich zu einer ca. 50-Seiten Story, weil ich der Idee von Lex in einem Kleid nicht widerstehen konnte... (diejenigen, die etwas gegen Männer in Frauenkleidern haben, sollten daher besser Abstand nehmen)

Art der Story: größtenteils humorig, hier und da leicht kitschig, romantisch, auch eine Prise Drama ist dabei, die ich leicht an den Canon anlehne. Und: Es gibt sogar einen Gastauftritt eines hochaktuellen Kinohelden, den ich absolut verehre! Yes! Aber dazu später…

Oh, und für Feedback gilt natürlich wie immer: Das ist fast so schön, wie mit Lex Walzer zu tanzen! ;-)

~ ~ o ~ ~



Kapitel 1: In welchem die Sitzordnung beim Hochzeitsbankett besprochen wird.

Lex Luthor brütete gerade über der von Helen detailliert und in mehreren Farben strategisch ausgearbeiteten Gästeliste für die bevorstehende Hochzeit, als Clark sein Arbeitszimmer betrat.

„Clark, ah“, er gestikulierte mit einer Hand. „Komm. Komm und setz dich.“ Clark näherte sich schlurfend dem Schreibtisch. „Einen Moment noch, dann bin ich für dich da“, sagte Lex ohne aufzublicken. Helens Akribie wäre eines Luthors durchaus würdig gewesen, doch seine sogenannte Verlobte hatte nicht einmal gefragt, ob und wie viele Plätze sie für Verwandte oder Freunde von ihm mit einplanen sollte. Aber mit seinem Vater sollte er sich versöhnen. Ha! Dieser Vorschlag wunderte Lex nicht im Mindesten. Er wusste seit langem, dass Helen und Lionel mehr als eine Passion fürs Tauben füttern verband. Eine Tatsache, die gar nicht mal schlecht in seine eigenen Pläne passte. Aber jetzt störte ihn einfach alles. Miserables Timing. Als ob er nicht schon genug Ärger mit Walden und seinem Vater hätte, der ihm klammheimlich die Aufsicht über die von Clark entdeckte Höhle entzogen hatte.

Sein Besucher ließ sich mit einem so abgrundtiefen Seufzer in den Stuhl gegenüber sinken, dass Lex die Papiere aus der Hand legte und ihm einen fragenden Blick zuwarf. Clark war eindeutig nervös, so wie er auf dem Sitz umherrutschte und unstet seine Augen schweifen ließ. Lex gab ihm alle Zeit der Welt und wartete ab.  

„Ich halte es für keine gute Idee, dass du Lana direkt neben mich setzt“, rückte Clark endlich mit der Sprache raus.

Der besorgte Ton wunderte Lex, denn eigentlich hatten sie doch alles perfekt geplant. Neugierig hob er eine Augenbraue und fragte: „Was ist passiert?“

„Das wüsste ich auch gern.“ Ein noch tieferes Seufzen.

Aha. Die Art von Problemen. Hier kannte Lex sich aus. „Clark“, begann er in verschwörerischem Tonfall, „keiner von uns versteht die Frauen. Sie sind ein faszinierendes Mysterium.“ Womit er sich zufrieden in seinem Ledersessel zurücklehnte, als sei alles gesagt.

Clark schnaubte abfällig, Lex’ Verharmlosungstaktik durchschauend. Statt darauf einzugehen stand er auf und ging ein paar Schritte im Raum umher, während er überlegte, wie, und vor allen Dingen, wie genau er Lex seine kleine Geburtstagsfeier mit Lana schildern sollte. Er blieb stehen. Ein leicht verschämtes Grinsen lag auf seinem Gesicht, als er zugab: „Ich bin gestern auf Ganze gegangen.“

War dass jetzt ein schuldbewusstes oder ein stolzes Grinsen?, fragte Lex sich. Laut meinte er: „Sag mir nicht, sie hat dir ´nen Korb gegeben.“ Als ob irgendjemand bei klarem Verstand Clark Kent einen Korb geben würde! Andererseits... sie sprachen immerhin von Lana.

„Nein! Ganz im Gegenteil! Es war unglaublich schön. Und dann... heute morgen...“

„... war sie plötzlich wieder abweisend“, beendete Lex nickend den Satz, als sei das die zu erwartende Reaktion bei einer Frau. Er bemerkte, dass Clark ihn überrascht ansah und rückte mit seiner psychologisch fundierten Erklärung raus, die zu einem nicht unerheblichen Teil auf eigener Erfahrung beruhte: „Es wird langsam ernst, und sie hat Angst... sie befürchtet, dass sie die Sache vielleicht bereuen könnte.“

„Aber wir beide sind füreinander bestimmt, Lex. Daran habe ich überhaupt keinen Zweifel!“

„Das musst du mir nicht sagen.“ Lex sah ihm schmunzelnd in die Augen. Natürlich musste er es ihm nicht sagen, trotzdem tat es gut, es zu hören. Jedes Mal.

„Sag’s ihr.“

Wenn Clark diesen Satz Lana gegenüber mit nur halb soviel Feuer und Überzeugung herausbringen konnte, war sie ihm sicher. Und ihre Tarnung wäre perfekt.

„Hm... du hast ja recht...“ Clark sah auf die Spitzen seiner Turnschuhe. „Aber Lana ist meine Freundin. Ich fühle mich nicht ganz wohl dabei.“

Jetzt nahm Lex Clarks Hände in seine. „Clark...“

„Ja, ich weiß!!“, unterbrach dieser aggressiv und riss seine Hände zurück. Dann atmete er tief durch. „Ich weiß es, Lex, es fällt mir nur eben nicht leicht, sie zu hintergehen.“

„Ich erinnere dich nur ungern daran, aber in gewisser Hinsicht hintergehst du sie seit Jahren. So wie du alle anderen hintergehst. So wie du mich lange hintergangen hast.“ Lex sprach vorsichtig, weil er wusste, wie schwer dieses Thema auf Clarks Seele lastete. Er wollte ihn nicht provozieren, indem er schlafende Hunde weckte, doch seiner Ansicht nach sollte Clark nicht die Zeit damit verschwenden, Schuldgefühle zu kultivieren, sondern aktiv sein Erbe erforschen. Nicht nur zu seiner eigenen Sicherheit musste er hin und wieder lügen. „Und du handelst vollkommen richtig damit, Clark. Nun, abgesehen davon, dass du mir viel früher die Wahrheit hättest sagen müssen, aber darum geht es jetzt nicht.“

„Ich komme mir so falsch vor, Lex. Sie wird sofort merken, dass ich nicht ehrlich bin.“

„Spiel ihr nur ein klein wenig vor. Du musst es ja nicht übertreiben. Kein Schmierentheater.“

„Es wäre trotzdem gelogen.“

„Darüber haben wir doch schon gesprochen“, besänftigte Lex, „du musst ihr ja nicht ewige Liebe schwören, sondern sie nur in dem Glauben wiegen, dass sich eventuell etwas entwickeln könnte.“

„Hmm...“

„Denkst du, dass du das schaffst, Clark?“

Eine Idee nahm in Clarks Kopf langsam Gestalt an. Er sprach, ohne den Blick zu heben: „Könntest du es wenigstens mit mir üben? Dann wäre ich sicherer, dass ich es Lana sagen kann.“

Lex unterdrückte ein Lächeln und schüttelte missbilligend den Kopf. „Ein Rollenspiel, um Lana zu verführen? Ich weiß nicht... Geht das nicht etwas weit?“

Clarks Augen flammten auf. „Ach? Aber eine gefakete Hochzeit geht deiner Meinung nach nicht zu weit!?“

„Das ist etwas völlig anderes“, versuchte Lex sich zu wehren.

„Ja sicher! Wenn es um dich geht, ist es immer etwas anderes!“ Clark ballte die Hände zu Fäusten und machte einen schnellen Schritt auf Lex zu, was bedrohlich wirkte. „Lex! Was willst du eigentlich? Das war verdammt noch mal deine Idee! Ich hab dir gleich gesagt, dass es mir nicht gefällt!“

Lex zuckte nicht vor dem Ausbruch von Clarks Aggression zurück. Er sah sein Gegenüber aus schmalen Augen an. Clark wiederum schien sich in seine Rage hineinzureden. „Meinst du, das macht mir Spaß? Dass ich das gerne tue? Gott, Lex! Ich kann nicht fassen, dass du jetzt plötzlich einen Rückzieher machst! Und ich soll ruhig zusehen, wie du Helen... Oh verdammt, Lex, du... du...“ Offensichtlich gingen ihm die Worte aus.

Lange konnte Lex die ernste Maske nicht länger aufrechterhalten. Die Mundwinkel zuckten schon auf verräterische Weise und nun brach das Grinsen an die Oberfläche.

Clark runzelte seine Stirn. Ihm schien ein Licht aufzugehen, doch das Feuer blieb in seinen Augen.

„Clark, du bist einfach zu schön, wenn du dich aufregst.“ Lex’ Gesicht brachte reine Freude zum Ausdruck, als aus dem Grinsen ein strahlendes Lächeln wurde.

Clarks Augen wurden noch schmaler, sie schienen beinahe Funken zu sprühen. Lex konnte sehen, wie die Kinnmuskeln arbeiteten, wie Clarks Lippen vor Anspannung blasser wurden, während auf seinen Wangen rötliche Flecke erschienen. Er hörte förmlich das Zähneknirschen. Nur gut, dass er inzwischen nicht mehr fürchten musste, aus Versehen von Clarks Hitzeblick geröstet zu werden. Es hatte sie einige Übung gekostet, ihn unter Kontrolle zu bringen. Übungen, an die Lex, trotz diverser Brandlöcher in der Holzvertäfelung seines Schlafzimmers, immer wieder gern zurückdachte.

„Und sagte ich schon, wie hinreißend du bist, wenn du schmollst?“

„Du bist ein hinterhältiger, manipulierender Bastard!“, knurrte Clark durch zusammengebissene Zähne.

Jetzt schnurrte Lex nahezu: „Hmm... danke für das Kompliment. Und wenn du aggressiv wirst, bist du unglaublich sexy.“

Clarks Hände waren noch immer geballt, als er einen weiteren Schritt auf Lex zu machte. Dieser wich nun zurück, nur um festzustellen, dass kein Platz zum Zurückweichen vorhanden war, als er mit seinem Hintern an die Schreibtischkante stieß.

Clark wiederum baute sich über ihm auf. Lex biss sich in gespielter Verzweiflung auf die Unterlippe, als er herzerweichend blauäugig zu Clark aufblickte. „Ups... sollte ich nun um Hilfe rufen?“ Ein Gedanke blitzte auf. Clark war sicher, dass dieser Blick Lex in seiner Kindheit alles eingebracht hatte, was er begehrte. Sicherlich war weder seine Mutter noch Pamela dagegen immun gewesen.

„Ich bin größer und stärker als du. Du solltest zumindest den Anstand haben, ein wenig Angst vor mir zu zeigen.“

Stattdessen ergriff Lex Clarks Kopf mit beiden Händen, zog ihn zu sich hinunter und küsste ihn. Unfähig, diesen Gegenangriff abzuwehren, schwand Clarks Ärger unter den geöffneten Lippen in Sekundenbruchteilen dahin. Er erwiderte den Kuss, gewährte der fordernden Zunge Einlass, während sein angespannter Körper gegen Lex schmolz.
Mit einiger Willensanstrengung machte er sich los und fragte: „Küsst du jeden, der dich bedroht?“

Lex ließ sich nicht abschütteln. Er packte Clark bei den Haaren, brachte seine Lippen dicht an sein Ohr und flüsterte: „Lass deine Feinde möglichst nah an dich ran, das hab ich dir doch schon vor langer Zeit beigebracht.“ Und damit fand sein Mund wieder den von Clark. Seine Hände wühlten indessen in den dichten Haaren, er griff in die Strähnen, als wolle er sich daran festhalten. Dann zog er sich mit einem tiefen Atemzug ein wenig zurück. Stirn an Stirn gelehnt schwiegen beide eine Weile.

„Es tut mir leid, Clark.“ Ein Kuss auf dessen Mundwinkel. „Es tut mir...“ Ein Kuss auf den anderen Mundwinkel. „... wirklich leid.“ Lex’ Lippen berührten leicht Clarks Nase. „Ich weiß, dass es nicht leicht für dich ist.“ Seine Lippen streiften die Wange in Richtung Ohr. „Ich weiß, dass ich dies nicht von dir verlangen kann und darum...“ Die Stimme hauchte warm in Clarks Ohr hinein, flüsternd: „... darum bitte ich dich.“ Nun nahm Lex den Kopf soweit zurück, dass er Clark in die Augen sehen konnte. „Bitte, Clark“, sagte er leise und sanft. „Spiel dieses Spiel mit. Mir zuliebe. Uns zuliebe.“ Ein intensiver Kuss verstärkte die Wirkung der letzten Worte. „Denk daran, dass ich dich liebe, Clark. Denk an unseren Plan.“

Der „Plan“ sah vor, ihre Beziehung geheim zu halten, solange Clark noch die Highschool besuchte. Das würde Clark vor Hänseleien von Mitschülern und wahrscheinlich auch vor Benachteiligungen seitens der Lehrer schützen. Es war schwer genug, mit einem Geheimnis wie Clarks zu leben, aber außerdem der einzige Homosexuelle, zumindest offen Homosexuelle, an der Schule zu sein, würde zusätzlichen Druck bedeuten. Lex seinerseits fürchtete weniger die Publicity und möglicherweise daraus resultierenden Repressalien, denn er scherte sich nicht darum, was die Leute über ihn dachten, doch Clarks zartes Alter könnte ihn in Schwierigkeiten bringen.
Um den eh schon über sie kursierenden Gerüchten Einhalt zu gebieten, waren sie übereingekommen, dass Clark die Beziehung zu Lana verfolgte, während Lex sich eine Ehefrau zulegte. Zum Schein ging er auf die Avancen von Helen Bryce ein. Er genoss ihre Gesellschaft sogar. Die schöne Ärztin war amüsant, gebildet und klug, schien nahezu perfekt in jeder Hinsicht, bis ihr der dumme Fehler unterlief, sich von Lionel Luthor kaufen zu lassen. Zunächst war Lex verstimmt über diesen Vertrauensbruch gewesen, zumal er sie in eins seiner größten Geheimnisse eingeweiht hatte: Seine Besessenheit von Clark. Natürlich konnte sie glauben, er sei bloß neugierig und misstrauisch was die Kents anging, doch ihr war möglicherweise zuzutrauen, dass sie zwei und zwei zusammenzählte und erriet, was zwischen Clark und ihm wirklich war. Abgesehen von dieser kleinen Unsicherheit hatte sich schon bald herausgestellt, dass es nicht besser hätte laufen können. Lex gab vor, nichts zu merken, Helen glaubte, er liebe sie tatsächlich, und irgendwann, wenn ihr Verrat allzu offensichtlich wurde, könnte er problemlos die Ehe annullieren lassen.

„Halte durch, Clark...“ Jetzt schlich sich ein verschmitzter Ausdruck auf Lex’ ernstes Gesicht. „... und ich verspreche dir, ich mache es hinterher wieder gut.“

„So etwas nennt man Erpressung“, antwortete Clark mit vorgetäuschtem Schmollen.

Ein Schulterzucken. „Was willst du? Ich bin ein Luthor.“

Ein überraschtes „Oh!“ entfuhr besagtem Luthor, als er spürte, wie er hochgehoben und auf den Schreibtisch gesetzt wurde. Den zuvor begonnenen Kuss fortsetzend, drängte Clark sich zwischen die Beine seines Freundes und bog dessen Oberkörper nach hinten. Eine Hand stützte Lex im Rücken, als er ihn immer weiter nach hinten drückte, während die andere Lex’ Bein fasste, das sich um ihn schlang.

Das dringende Bedürfnis nach Sauerstoff zwang Lex dazu, von Clarks Lippen abzulassen. Keuchend ließ er den Kopf in den Nacken fallen, jetzt nur noch von Clarks Hand in seinem Kreuz gehalten. Da Clark allerdings gar nichts von einer Beendigung des Kusses hielt, begann er sich der bloßgelegten Kehle zu widmen. Sanfte, saugende Küsse auf die zarte Haut über dem Puls, ein spielerischer Biss, eine feuchte Linie mit der Zunge hinauf bis hinter das Ohr.

„Hmm... Clark.“ Ein schwacher Protest. Lex’ Körper war überhaupt nicht mit Maßnahmen der Gegenwehr einverstanden. Dann eindringlicher: „Clark!“ Wenn er ihn jetzt nicht aufhielt, würde der Rest des Nachmittags verloren sein. Ein Jammer, dass er so denken musste, wo sie doch viel zu wenig Zeit füreinander hatten! Aber es war einfach noch zu viel zu tun.

„Jetzt nicht, Clark... Hochzeitsvorbereitungen... mmhh... Lana... Helen...“ Dass er in der Lage war, gegen Clarks Liebkosungen zu protestieren, bedeutete nicht, dass er vollständige Sätze formulieren konnte.

Grummeln. Helen und Lana. Perfekter Einsatz unfairer Mittel, um Clarks Libido im Zaum zu  halten, und nicht gerade förderlich für seine Laune. Da Lex dies genau wusste, ging er ohne weitere Umschweife auf Clarks Wunsch ein: „Ein Rollenspiel also? Hm?“

Clark zuckte zunächst bemüht unbeteiligt mit den Schultern.

„Nun, ich denke, das kriegen wir zwei hin. Heute Abend?“

Clark wollte alles andere als auf diesen gönnerhaften Ein-Luthor-kriegt-was-er-will-Ton eingehen, aber er hatte keine Chance. Nach höchstens fünf Sekunden brach das Lächeln an die Oberfläche, das Lex jedes Mal beinahe schmerzlich in seinen Eingeweiden spürte. Oder war es in seinem Herzen? Gott, was hatte Clark nicht schon alles erreicht! Nur mit diesem Lächeln... Lex sinnierte vor sich hin, bis ihm auffiel, dass er eingehend gemustert wurde.

Ein nachdenklicher Ausdruck lag auf Clarks Gesicht. Er taxierte Lex von oben bis unten, während er mit dem Zeigefinger gegen seine Lippen klopfte.

„Was?“

„Lex?“

Was!?

„Lana mag pink.“

„Ja, ich weiß. Irgendwer muss es ja mögen.“

„Uhm... Lex?“

„Ja, Clark?“

„Nun, weißt du... es würde mir unheimlich helfen... hm, nun... wenn du... wenn ich mir vorstellen könnte, es wäre wirklich Lana.“

Ein Moment der Stille.

„Vergiss es.“

„Lex! Wir tun das auch für dich! Und denk daran, wie schwer es mir fällt!“

Vergiss es, Clark!“

„Aber...“

„Und schmink dir den Hundeblick ab! Ich ziehe kein Kleid an! Auf jeden Fall ziehe ich kein Pink an. Ende der Diskussion.“

„Heißt das, über das Kleid können wir noch mal verhandeln?“

„Clark...“

Als Lex sich, um seine Position zu festigen, hinter den Schreibtisch setzte, fiel sein Blick auf ein regenbogenfarbenes Stück Papier mit silberner Schrift, das er schon auf den Stapel mit der für den Mülleimer bestimmten Post gelegt hatte. Er trommelte mit den Fingern gegen die Glasplatte, während sich in seinen Gedanken ein Plan formte.


tbc.
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