Erinnerungen sterben nicht

von Utopia
GeschichteAllgemein / P12
Marguerite Krux
10.08.2008
17.02.2010
19
20270
 
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Diese ff habe ich vor langer Zeit mal geschrieben. Es gibt ca. über 20 Teile, aber bedauerlicherweise habe ich diese Geschichte nie zu Ende geschrieben, um ehrlich zu sein. Trotzdem möchte ich sie hier veröffentlichen, auch wenn sie einige schon gelesen haben.
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Es war mitten in der Nacht und drei Jugendliche standen vor einem großem, verlassenem Haus. Das Haus befand sich ein wenig abseits, da es ein riesiges, verwachsenes Grundstück um sich hatte.

„Ich weiß nicht ob wir dort wirklich hinein gehen sollten,“ meinte das Mädchen zu ihren beiden Begleitern. „Du willst jetzt doch nicht kneifen, oder Jenny,“ erwiderte einer der beiden stichelnd. „Lasst uns endlich rein gehen,“ wurde der andere langsam ungeduldig und machte sich schon einmal daran über den Zaun zu steigen. „Frank hat Recht, wir sollten uns beeilen, bevor uns noch jemand sieht,“ entgegnete er und machte sich ebenfalls auf den Weg. „Warte Andy,“ rief Jenny, während sie den beiden nach ging.

Durch eins der alten Fenster gelangten sie in das Innere des Hauses. Alle drei waren mit Taschenlampen ausgerüstet und sahen sich staunend um.

„Ich möchte zu gerne wissen was auf dem Dachboden so herum liegt,“ fragte sich Frank und begab sich zur Treppe. Die andern Beiden folgten ihm vom ihrer Neugier angetrieben.

Als sie oben ankamen stellten sie fest dass dort noch mehr Staub lag, als es unten schon der Fall war. Es lagen dort sehr viele Kartons herum, die unbeschriftet waren.

„Was dort wohl überall drin ist?“ fragte sich Jenny. „Finde es halt heraus,“ erwiderte Frank und öffnete schon einmal den ersten.

„Kleidung,“ gab er von sich und nahm eines davon heraus. „Das muss ja schon uralt sein. Dass die früher in so was herum liefen, einfach grässlich,“ meinte Jenny. „Vielleicht wird das in hundert Jahren auch mal jemand über unsere Kleidung sagen,“ entgegnete Frank ginsend.

„He, schaut mal hier rüber, was ich gefunden habe,“ rief Andy und hob ein Buch in die Höhe.

„Was ist das?“ fragte Frank neugierig. „Ich bin mir nicht sicher, aber es sieht fast wie ein Tagebuch aus,“ rief Andy zurück.

„Was steht denn darin?“ fragte Jenny, als sie mit Frank bei Andy standen.

Andy schlug das Buch auf und blickte hinein. „Es sieht wirklich so aus als währe es ein Tagebuch und zwar das Tagebuch von... Marguerite Krux. Weiß jemand von euch wer das war?“ „Keine Ahnung. Schau doch mal in welchem Jahr sie dies geschrieben hat?“ fragte Jenny zurück.

Er blätterte eins weiter, wo auch schon der erste Eintrag begann. „Hier steht der 29.09.1919.“

„Au man, das ist aber schon ganz schön lange her, immerhin haben wir jetzt April 2008,“ erwiderte Frank.

„Was schreibt sie denn so?“ wollte Jenny wissen.

„Also gut, ich lese mal einen Teil vor,“ gab Andy nach und begann zu lesen.

„29.09.1919. Gestern hatte ein gewisser Professor George Challenger eine Vorlesung über die verlorene Welt gehalten. Dies war die Gelegenheit um endlich auf das Plateau zu gelangen. Sofort bot ich an die Expedition zu finanzieren, unter der Bedingung diese ebenfalls zu begleiten. Lord John Roxton, ein Jäger welcher ebenfalls an der Expedition teil nahm, meinte dass dies kein Ort für eine Frau wäre. Nachdem ich ihm aber direkt zwischen die Beine, nur ein paar Zentimeter unterhalb seiner Männlichkeit, mit einem Gewähr schoss, verstummte sein Gelächter.
An unserer Reise nehmen zudem noch ein Reporter Namens Ned Malone und Professor Arthur Summerlee teil, was bedeutet dass ich wohl die einzige Frau sein werde, aber wenn es darauf ankommt werde ich mich zu wehren wissen.“

„Wow, ließ weiter,“ bat ihn Jenny, woraufhin er auch noch den nächsten Eintrag vorlas.

„26.10.1919. Wir sind nun endlich auf dem Plateau angelangt. Alle unsere Begleiter, die uns beim tragen halfen, sind unterwegs umgekommen. Es ist ein Wunder dass wir fünf noch Leben. Leider ging aber unser Ballon kaputt und wir wissen nicht wie wir diesen Ort wieder verlassen können.
Hier mitten im Dschungel sind wir einer jungen Frau Namens Veronika begegnet, die hier in einem bemerkenswertem Baumhaus lebt. Sie wohnt dort ganz alleine, da sie immer noch auf der Suche nach ihren Eltern ist, die vor 11 Jahren verschwanden.
Veronika war so gastfreundlich uns bei ihr aufzunehmen, so dass wir vor den Dinosaurier, welche es hier tatsächlich gibt, sicher waren.
Lord Roxton hatte vorhin versucht mich zu küssen. Sein Gesichtsausdruck, nachdem ich ihn gebissen hatte, werde ich nicht so schnell vergessen, einfach urkomisch. So schnell wird er es nicht noch einmal wagen.“

„Dinosaurier? So ein Blödsinn,“ meinte Frank. „Vielleicht aber auch nicht. Was ist wenn es dieses Plateau wirklich gibt und es einfach nur geheim gehalten wird?“ erwiderte Jenny. „Stimmt. Ich habe mal davon gehört dass ein Wissenschaftler behauptete dass es diesen Ort wirklich gibt, aber bewiesen wurde es nie,“ entgegnete Andy.
„Lies weiter. Ich will wissen was dann geschah,“ bat Jenny ihn, woraufhin Andy wieder zu lesen begann.

„27.10.1919. Heute lernten wir die Zangas kennen, wenn auch durch weniger glückliche Umstände.
Den Zangas war der Weg vom Plateau bekannt und da wir alle den Ort hier wieder verlassen wollen, bot ich an mit ihnen zu verhandeln. Wir sind uns dann schließlich einig geworden und ich konnte sogar noch einige Juwelen für mich heraus schlagen. Mir ist es egal was die Anderen von mir denken. Warum sollten sie auch was anderes von mir halten als all die anderen Leute, denen ich vor ihnen begegnet war. Deshalb war es mir auch egal dass sie so entsetzt waren, dass ich Veronika an Jakoba, den Stammeshäuptling, verkaufte, um den Weg vom Plateau, für uns alle, zu erhalten. Auch wenn es mir wohl keiner glauben mag habe ich eigentlich nur an unser aller Wohl gedacht und außerdem wäre es Veronika, als die was weiß ich wievielte Frau an seiner Seite, bestimmt nicht schlecht ergangen.
Irgendwie mag ich meine Mitbewohner hier, auch wenn ich es niemals zugeben würde, besonders Summerlee hat es mir mit seiner liebenswürdigen Art angetan. Aber ich sollte mich nicht zu sehr an sie gewöhnen, denn spätestens wenn wir diesen Ort hier wieder verlassen haben, werde ich wieder allein da stehen und dass sollte ich nie vergessen.“

Andy hörte auf zu lesen, aber auch nur um umzublättern.

„03.11.1919. Es ist fast unglaublich, aber es leben hier tatsächlich eine Art von intelligenter Echsenwesen. Es herrscht dort Diktatur und ihr Anführer nennt sich Tribun. Menschen werden dort als Sklaven gehalten. Wiedereinmal dachten alle ich hätte sie verraten und währe zu meiner Gunsten auf die andere Seite gewechselt, da weil wollte ich mich nur an Tribun heran machen um meine Freunde, kaum zu glauben dass sie so nenne, zu befreien.
Wie man sieht haben wir es geschafft, sonst könnte ich wohl kaum diese Zeilen hier schreiben.“

„13.11.1919. Wir hätten heute beinahe Summerlee verloren. Er wurde von einer riesigen Biene gestochen, deren Gift tödlich ist. Während Roxton, Veronika und Malone das Gegenmittel besorgten, blieben Challenger und ich zurück, um auf Summerlee aufzupassen. Challenger war hauptsächlich damit beschäftigt seinen ach so tollen elektrischen Zaun zu bauen, wofür ich einen Teil meiner Unterwäsche opfern musste.
Summerlee hat mir eins seiner wahrscheinlich größten Geheimnisse anvertraut, unter welcher er immer noch an Schuldgefühlen leidet. Seine Frau Anna ist damals ganz alleine verstorben, da Summerlee es nicht mit ansehen konnte wie sie leidete. Später hatte er Halluzinationen und hielt mich für seine verstorbene Frau und bat mich um Vergebung. Natürlich habe ich ihm an ihrer Stelle vergeben, wer könnte so einem Mann nicht vergeben.
Roxton, Malone und Veronika hatten es noch rechtzeitig mit dem Gegenmittel geschafft und Summerlee konnte gerettet werden.
Er hat mir eins seiner größten Geheimnisse anvertraut, vielleicht kann ich ihm auch mal eines von mir anvertrauen. Irgendwann, wenn der richtige Zeitpunkt da ist, aber noch nicht jetzt.“

„Ich frage mich, was das für Geheimnisse sind?“ fragte sich Jenny laut. „Vielleicht schreibt sie es ja einmal,“ erwiderte Andy. „Ich würde mal davon ausgehen, aber auf jeden Fall haben sie krasse Abenteuer erlebt,“ entgegnete Frank.

Jenny nahm jetzt das Buch um weiter zu lesen, da sie es kaum erwarten konnte zu erfahren wie es weiter ging und Andy damit beschäftigt war mit Frank darüber zu diskutieren, wie groß die Biene wohl gewesen war. Als Jenny aber begann zu lesen, verstummte ihre Argumentation, da auch sie den Verlauf ihrer Abenteuer wissen wollten.
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