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~Rache - Ein Zeichen Der Vergeltung~

GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Demir Azlan Freddy Sedlack Gebhard Schurlau Konny von Brendorp Petra Helmholtz
04.08.2008
20.03.2010
17
10.561
 
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04.08.2008 851
 
Demir schloss den Klettverschluss seiner kugelsicheren Weste. Dann zog er sein Hemd wieder an und knöpfte es zu. Anschließend nahm er seine Anzugjacke vom Bügel und knallte die Spindtür zu.
„Warum muss ich ständig meine freien Tage opfern, damit andere ihren Spaß haben?“, murmelte er schlecht gelaunt vor sich hin. Dann verließ er den Umkleideraum und ging durch die Eingangshalle der Zentrale nach draußen zu den Parkplätzen.
Konny saß schon in seinem schwarzem Cabrio und wartete. Genau wie Demir trug er ein weißes Hemd und einen Anzug. Er hatte das Radio angeschaltet und trommelte mit den Fingern im Takt der Musik auf das Lenkrad. „Guten Morgen, Kollege!“, begrüßte er Demir übertrieben freundlich, als sich dieser neben ihn auf den Beifahrersitz fallen ließ.
„Morgen.“, murmelte der Türke und schnallte sich an, „Okay, wir können.“
Konny startete den Motor, parkte aus und folgte dem Verlauf der Straße.
„Sag mal, warum bist du eigentlich so schlecht drauf? Hat Anhoff dich nächste Woche zur Büroarbeit verdonnert?“, fragte er, nachdem sie schon einige Minuten gefahren waren.  
„Haha. Sehr witzig. Falls du es vergessen hast: Heute wäre mein freier Tag gewesen. Und nur weil Geb spontan zu dieser Geburtstagsfeier eingeladen worden ist, darf ich jetzt als seine Vertretung an meinem freien Tag diesen Personenschutz übernehmen.“, maulte er und fuhr sich durch die immer noch etwas zerzausten Haare.
„Ach ja, stimmt. Aber du weißt doch schon seit drei Tagen, dass Geb zu dieser Feier geht.
Außerdem glaube ich nicht, dass es unserem netten Auftraggeber gefällt, von schlecht gelaunten Bundespolizisten beschützt zu werden. Vielleicht solltest du die zwei Minuten bis wir da sind nutzen, um deine Laune etwas zu verbessern.“, erwiderte Konny ruhig.
Demir schwieg. Das war jetzt schon das zweite Mal, dass er an seinem freien Tag arbeiten musste. Warum immer ich?, dachte er, Ständig muss ich irgendwen vertreten oder ...  
„Wir sind da.“, wurde er plötzlich von Konny aus seinen Gedanken gerissen.
Der blonde Neuner lenkte das Auto in die Hofeinfahrt und stellte den Motor ab.
Während Demir ausstieg, ging er zum Kofferraum und holte einen silbernen Metallkoffer heraus.
Wenn man ihn zum ersten Mal sah, hätte man glauben können, dass es ein ganz normaler Aktenkoffer war. Doch das war nur Tarnung, denn im Inneren des Koffers befand sich Konnys und Demirs Ausrüstung. Diese beinhaltete zwei geladene Pistolen, zwei Ersatzmagazine, zwei Paar Handschellen und zwei Funkgeräte.
Die beiden Neuner gingen zur Tür und klingelten.
Nach einiger Zeit öffnete ein großer, braunhaariger Mann die Tür.
„Guten Tag, Herr Leitner.“, grüßte Konny höflich. „Guten Tag. Kommen Sie doch herein.“, meinte Herr Leitner und trat zur Seite, um seinen Besuch herein zu lassen.
Die drei Männer gingen ins Wohnzimmer und setzten sich auf das Sofa.
 
„Angefangen hat alles mit diesen Telefonanrufen. Zu jeder Tageszeit hat das Telefon geklingelt und wenn ich dann abgehoben habe, sagte eine Stimme: Du wirst der nächste sein.“, klärte Herr Leitner die Neuner über seine Situation auf.
„Konnten Sie die Stimme erkennen?“, fragte Demir hoffnungsvoll.
„Nein, leider nicht. Sie war verzerrt. In den nächsten Tagen kam es mir dann immer so vor, als ob jemand in meinem Haus wäre.“
„Wieso dachten Sie, dass jemand im Haus gewesen ist?“, erkundigte sich Konny.
„Viele Sachen standen nicht mehr auf ihren Platz und...“
Er verstummte.    
Plötzlich flog ein Stein mit einem weißen Zettel umwickelt durch das Fenster. Der Stein landete zwischen den vielen, kleinen Glasscherben am Wohnzimmerboden.
Konny löste vorsichtig den Zettel und las ihn laut vor: „Ich bin da. Komm raus wenn du dich traust.“
„Oh Gott. Das kommt bestimmt von diesem Irren, der mich schon seit ein paar Tagen terrorisiert. Was wollen Sie jetzt tun?“, fragte Herr Leitner ängstlich. Sein Gesicht war bleich.
„Bleiben Sie ruhig. Ich werde jetzt hinausgehen und nachsehen.“, meinte Konny. Er holte eine Pistole aus dem Koffer und ging zur Tür. „Demir, du bleibst mit Herrn Leitner hier. Ich bin gleich wieder da.“
Dann verschwand er im Flur und gleich darauf hörte man die Haustür zufallen.  

Nachdem Konny schon seit einer Viertelstunde verschwunden war und immer noch nicht zurückgekehrt war, beschloss Demir nach seinen Freund zu suchen.
„Egal was passiert, bleiben Sie immer hinter mir!“, meinte Demir. Dann holte er seine Waffe hervor und öffnete die Haustür.
Er ging, gefolgt von Herrn Leitner, die drei Stufen hinunter und wandte sich dann nach links.
Alles war friedlich. Mit ein paar großen Schritten war Demir an der Hausecke angelangt.
Er spähte in Richtung Terrasse. Da lag jemand! „Konny!“, murmelte der Türke, als er die Person erkannte. „Warten Sie hier!“, rief Demir Herrn Leitner zu, bevor er ohne jegliche Vorsicht zu dem leblos am Boden liegenden Körper lief.
Er steckte seine Pistole in das Halfter und kniete sich neben seinen Kollegen.
Behutsam tätschelte der Neuner Konnys blasse Wangen. „Konny, aufwachen. Na los, komm...“
´Komm schon´ wollte der Türke sagen, doch da wurde ihm ein Tuch auf Mund und Nase gedrückt.
Er wollte sich wehren, doch der andere Mann war stärker.
Demir merkte noch wie er von hinten gepackt wurde, doch dann entfaltete das Chloroform seine Wirkung und es wurde schwarz um ihn herum.

Über Rewies würde ich mich sehr freuen!^^
 
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