Eine Pfarrerin, Eichhörnchen und andere Probleme

GeschichteHumor / P12
30.07.2008
30.07.2008
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Diese vollkommen sinnlose Story ist für Inaka, von der ich auch ein paar Ideen gekriegt hab...

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„Verdammtes Mistvieh“, knurre ich, als mir ein Eichhörnchen eine Nuss auf den Kopf wirft. Dann klettert es am Baum hoch. Schon seit drei Stunden versuche ich, eins dieser bescheuerten Nagetiere zu fangen. Soll Mrs. Lovett doch die neue Füllung für ihre Pies selbst fangen. Immerhin habe ich, der gefürchtete Sweeney Todd, besseres zu tun. Außerdem sieht es wahrscheinlich ziemlich bescheuert aus, wenn ich den Eichhörnchen hinterher renne. Seufzend setze ich mich auf den Boden.

Während Sweeney sich als Eichhörnchenjäger versucht, halten die Zombie- Bauern eine Versammlung ab.

„Wie sollen wir ohne Waffen die Weltherrschaft bekommen?!“
„Wir könnten unsere Schaufeln als Waffen benutzen.“
„Oder unsere Frauen.“
Die Diskussion ist in vollem Gange als plötzlich die Tür aufgeht und die örtliche Pfarrerin, Mrs. Kulla, hereinkommt.
„Mehr Rechte für Eichhörnchen, mehr Rechte für Eichhörnchen!“
Genervt verdreht Bauer Hubertus , dessen Frau mit der Pfarrerin befreundet ist, die Augen. Dann hat er eine Idee: „Wir benutzen unsere Eichhörnchen als Waffen!“
Alle Augen werden auf ihn gerichtet.
„Wir könnten uns die Eichhörnchen- Invasion zunutze machen, um die Weltherrschaft zu bekommen!“
Die Bauern finden die Idee gut und beginnen, das Vorhaben zu planen.


Zurück zu Sweeney, der gerade in Mrs. Lovetts laden kommt.

„Sweeney- Schätzchen, hast du mir Eichhörnchen mitgebracht?“
„Ach, fang deine Eichhörnchen doch selbst!“
Wütend stapfe ich in meinen eigenen Laden. Vor der Tür wartet ein Kunde. Allerdings kein gewöhnlicher Kunde, denn vor meiner Tür steht ein Eichhörnchen.
„Du sein Sweeney Todd?“ Ich nicke leicht verwirrt. „Ich wollen werden rasiert von dich.“
Ein sprechendes Eichhörnchen, das rasiert werden will...Sachen gibt’s...
Als ich beginne, das Nagetier von seinem zotteligen Fell zu befreien, denke ich an Mrs. Lovett, die dringend Fleisch braucht. Also setze ich die Klinge an den Hals des Eichhörnchens, um diesen zu durchtrennen.

Allerdings habe ich nicht damit gerechnet, dass das Eichhörnchen sich wehren könnte. Es schlägt mir die Klinge aus der Hand, springt auf meinen rechten Oberschenkel und beißt in mein „bestes Stück“.
Was ich jetzt denke spreche ich lieber nicht aus...es ist nämlich ein nicht ganz jugendfreier Fluch. Ein paar Sekunden später höre ich Schritte auf der Treppe, dann sehe ich Mrs Kulla und einige andere Frauen.
„Mr Todd, was sagen sie zu der politischen Unterdrückung der Eichhörnchen? Diese armen Geschöpfe dürfen nicht wählen...das ist doch keine Demokratie!“
Vermutlich darf ich mir das die nächsten paar Stunden anhören.

Die seltsamen Landwirte sind bei den Eichhörnchen.
„Eichhörnchen dieses Waldes, hört mir zu!“ Bauer Hubertus ist nervös, denn er soll die Eichhörnchen mit einer Rede von den Plänen der Bauern überzeugen.
„Wir, die Bauern des Umkreises, möchten euch in unsere Pläne zur Eroberung der Welt einbeziehen:“ Hubertus ist sich nicht sicher, ob dieser Satz grammatikalisch richtig ist.
„Ihr werdet rießige Wälder euer Eigen nennen können und wir werden euch vor euren Feinden schüttzen!“
Plötzlich kommt ein Eichhörnchen angerannt. „Schützt vor Sweeney Todd uns, denn wollte er töten mich!!!!“
Natürlich finden die Bauern das nicht wirklich toll. Sie mutieren zu Zombies.
Ihre Augen färben sich rot und ihre Stimmen werden tiefer.
„Wir werden ihn tööööööttteeeeeeennnnnn!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“
Sie machen sich, gefolgt von den Eichhörnchen auf den Weg zu Sweeney.

Was denkt Sweeney eigentlich gerade?

Toll. Wirklich ganz super. Ich werde immernoch von den Weibern zugelabbert, die politische Rechte für Eichhörnchen fordern. Und Mrs Lovetts Pies fressen. Dann kommen plötzlich Bauern auf mich zugerannt,gefolgt von ungefähr 2000 Eichhörnchen.
Irgendwie sehen die Landwirte aus wie Zombies.
„Wir, die Zombie-Bauern, werden uns im Namen der Eichhörnchen an dir rächen!“
Sie sehen also nicht nur aus wie Zombies...sie SIND Zombies.
„Will noch jemand Pies?“
Die Landwirte schlingen ein paar Pies runter, dann drängen sie mich an die Wand.
Ein Bauer will mir gerade ein Messer an die Kehle drücken, als die Tür aufgeht und schwer bewaffnete Gartenzwerge reinkommen. Sie nehmen die Bauern mit, die Eichhörnchen folgen ihnen. Auch die Frauen, die mit Mrs Kulla gekommen sind, gehen. Zurück bleiben Mrs Lovett, die Pfarrerin und ich. Kopfschüttelnd geht Mrs Lovett in ihren Laden.
Mrs Kulla beginnt, wirre Worte zu schreien und dabei durch die Gegend zu hüpfen.
Tja...Gottes Wege sind unergründlich...
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