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Animorphs - Die letzte Mission (Denn alles wird anders...)

von Kikoro
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Aximili-Esgarrouth-Isthill Cassie Jake Marco Rachel Tobias
25.07.2008
25.07.2008
5
5.156
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25.07.2008 1.767
 
-Aus der Sicht von Jake-

Hallo, ich heiße Jake Berenson und bin 13 Jahre alt.
Es ist nun schon einige Zeit her, dass die Yirks, eine ausserirdische, nacktschneckenähnliche Rasse, die Erde besetzt hat. Sie benutzen die Menschen als Wirte, nisten sich ihn ihre Gehirne ein und kontrollieren die Menschen.
Ihr Ziel ist es, die Welt zu beherrschen. Meine Cousine Rachel Berenson, meine besten Freunde Marco, Cassie und Tobias und ich, wir 5, haben eine ganz besondere Fähigkeit. Der Andalit Prinz Elfangor-Sirinial-Shamtul, genannt Prinz Elfangor hat uns nämlich mit der Fähigkeit, uns in jedes Tier, das uns beliebt, zu morphen, beschenkt. Ein Andalit könnt ihr euch so vorstellen: Einen blauen Hirsch mit menschlichen Oberkörper. Neben zwei normalen Augen hat er zwei Stielaugen.
Er läuft auf vier Hufen und hat keinen Mund. Und er hat einen Skorpionschwanz. Einen GEFÄHRLICHEN Skorpionschwanz. Zusammen mit dem Andaliten Ax müssen wir die Welt retten und Visser 3, einen von einem Yirk kontrollierten, andalitischen Controller, sowie Visser 1, ein Yirk der den Körper von Marcos totgeglaubter Mutter kontrolliert, besiegen. Das ist leichter gesagt als getan.
Denn ständig begegnen wir Feinden, wie zum Beispiel den Taxxons, riesige Tausendfüßler, Hork Bajirs, furchtbare Monster, mit Klingen an Armen und Beinen, einem Schlangenhals, einem Schnabel und Hörnern, sowie den Controllern, von Yirks kontrollierte Menschen.
Selbst mein großer Bruder Tom ist ein Controller.
Und dann gibt es da noch viele andere unheimliche Gestalten.
So ich hoffe, die Vergangenheit ist euch jetzt einigermaßen bekannt.
Kommen wir nun zur Gegenwart.

~~

Ich schaute zu den Anderen. Wir saßen ringsum um einen Tisch und besprachen uns.
"Was sollen wir bloß tun?", fragte Rachel und biss sich auf die Unterlippe.
Wir hatten ein Problem. Ein gewaltiges Problem.
Zwar wussten wir jetzt, wie wir die Menschheit retten können, aber irgendwie war das alles zu verwirrend.
"Okay, nichts von dem, was wir bisher versucht haben, klappte. Deshalb schlage ich vor, dass wir erstmal Visser Dreis Festung stürmen und ihn besiegen. Dann kommen wir zu Visser 1", schlug ich vor.
Ich hasste es, der Anführer der Animorphs zu sein. Immer hing alles von mir ab. Ich hatte sämtliche Entscheidungen zu fällen und trug die Konsequenzen, wenn mal irgendetwas schiefging.

Alle nickten - bis auf Tobias. Er zögerte und wandte sich schließlich an Ax.
"Was meinst du Ax?", fragte er den Andaliten und klopfte ihm auf die Schulter. Sogleich zog Ax diese hoch. "Es wird sehr gefährlich werden, wie alle unsere Missionen. Aber wir müssen alles versuchen.", meinte er und lächelte uns mit seinen Augen an. Cassie griff meinen Arm.
"Und wie stürmen wir Visser Dreis Festung?", fragte sie und sah mich erwartungsvoll an. Ich musste lachten. Das war wirklich eine dumme Frage.
"Wir morphen natürlich", sagte ich und grinste. Alle lachten.

"Tock, tock, tock". Das kam von der Tür. "Was war das?", flüsterte Rachel.
Ich konzentrierte mich und morphte mich in meinen Lieblingsmorph, einen sibirischen Tiger. Ich wurde kleiner, mir wuchsen Pfoten und ich sackte auf alle Vieren. Fell bedeckte mein Körper, in meinem Maul sprossen messerscharfe Zähne und ein Schwanz spross aus meinem Hinterteil.
In Gedankensprache kommunizierte ich mit den Anderen.
"Wartet hier", meinte ich und schlich durch den Raum auf die Tür zu.
Leise stieß ich sie mit dem Kopf aus und lugte nach draußen. Meine Tigerklappe fiel herunter und erstaunt riß ich die Augen auf. Vor mir stand ein sibirischer Tiger. Ich hob eine Pfote, um sicherzugehen, dass dieses Wesen nicht ein Spiegelbild oder eine Art Abbild von mir war. Der andere Tiger rührte sich nicht. Vorsichtig trat ich auf den Tiger zu. Er war merkwürdig steif und schaute mich mit leeren Augen an. Dann sprang ich auf ihn und landete im Nichts.
Ich rappelte mich auf und stellte fest, dass der Tiger nur ein Hologramm war. Cassie hatte sich in ihrem Wolfsmorph ebenfalls zu mir gesellt.
"Was ist passiert, Jake?", hörte ich es in meinem Kopf.
"Keine Ahnung. Aber ich habe ein ungutes Gefühl. Sag den anderen, sie sollen sich morphen", befahl ich ihr. Cassie nickte und lief zurück in die Küche.

"Groaaaaar". Irgendetwas hatte mich von hinten gepackt.
Ich schaute über meine Schulter und entdeckte einen Hork-Bajir.
Er hielt mir einer seiner mörderischen Klingen an die Kehle. Ich wollte die Anderen warnen, aber dafür war es schon zu spät.
Cassie sprang dem Hork-Bajir auf den Rücken und verbiss sich in seine Schulter. Schmerzerfüllt schrie der Hork-Bajir auf, ließ seinen Griff aber nicht locker. Auch Marco eilte als Gorilla herbei. Ein Handgemenge zwischen dem Hork-Bajir und Marco entstand. Cassy biss noch fester zu. Endlich ließ der Griff locker und ich biss dem Hork-Bajir in die Hand. Er zog sie zurück und winselte.
Zumindestens hielt ich es für ein Winseln.

Gerade wollte ich dem Monster an die Kehle springen, als ich bemerkte, wie sich etwas hinter mich gestellt hatte und mir einen Sack über den Kopf zog.
Ich wand mich, aber das Etwas knotete den Sack zu. "
Cassy, Marco, helft mir"
Ich wartete auf eine Antwort. Cassy antwortete als Erste.
"Ich bin auch gefangen", erklärte sie zu meinen Entsetzen.
Und auch Marco hatte nichts Besseres zu erzählen. Rachel kam mir in den Sinn. Gerade wollte ich die Drei warnen, als ich hörte wie eine mir bekannte Person die Tür aufschlug. "Hier ist niemand", antwortete die Person.
Es war kein Geringerer als Tom. Mein eigener Bruder hatte mich verraten.
Nun gut, er war ein Controller und eine glibberige Nacktschnecke kontrollierte sein Gehirn. Aber irgendwie war ich doch enttäuscht.

Ein Schauder wanderte meinen Rücken entlang und ich wusste sofort:
Visser Drei war hier.
Er ging ebenfalls zur Tür und öffnete sie.
"Mist, ich wette sie haben sich schon gemorpht. In ein Insekt oder einen Vogel", hörte ich es in meinem Kopf. Ich spürte seine Wut. Genauso deutlich wie tausende von Nadelstichen. Ein Winseln. Es kam aus Richtung Tür.
Aber zum Glück war es nur Cassy. Nicht, dass ich toll fände, dass sie Angst hatte. Nein, ich wollte nur darauf hinaus, das ich froh war, dass es nicht Rachel, Tobias oder gar Ax war. Liebevoll tröstete ich Cassy und dann nahm ich allen Mut zusammen. Ich morphte zu einem Hork-Bajir.
Mit ganz viel Glück war Visser Drei nicht mehr im Raum und kein Taxxon in der Nähe. Hork-Bajirs waren nämlich fast blind. Mein Körper wurde größer.
Meine Beine bogen sich nach außen. Mir wuchsen Klingen an Armen und Beinen und mein Hals schoss in die Höhe. Ich spürte, wie mir ein Schnabel wuchs.
Der Sack hing in Fetzen von meinem Körper.

Mit schweren Schritten gesellte ich mich zu den Anderen.
Unbemerkt, verkündete ich Marco und Cassy, dass sie sich in Mäuse morphen sollten. Ebenfalls in der Gestalt einer Maus huschte ich zu den anderen beiden Säcken und knabberte die Seile durch. Es dauerte nicht lange und die Anderen waren befreit. Als Mäuse schlichen wir in die Küche.
Dort verwandelten wir uns schnell in Adler und flogen durch das Fenster ins Freie. "Geschafft", rief ich überglücklich. Aber da irrte mich gewaltig.

Ein Pfeifen durchschnitt die Luft. Ich drehte mich um und sah einen riesigen Vogel hinter uns her fliegen. Visser Drei. Marco und Cassy hatten ebenfalls die Gefahr bemerkt und sahen mich entsetzt an.
"Wir müssen uns trennen!"
Cassy flog scharf nach rechts, Marco düste nach links und ich flog geradeaus weiter. Zum Glück verfolgte Visser Drei mich. Würde er einen meiner Freunde jagen, würden wohl Zwei ihr Leben verlieren.
So waren Cassy und Marco in Sicherheit. Ich bog scharf nach rechts.
Visser Drei war mir dicht auf den Fersen. Sicher hatte Tom uns verraten.

"Jake, bitte pass auf dich auf", dröhnte Cassys Stimme in meinem Kopf.
"Keine Angst", antwortete ich. Welchen Morph könnte ich wohl benutzen?
Unter mir erstreckte sich das Meer und ich hatte eine grandiose Idee.
So schnell wie ich konnte, morphte ich mich in einen Schwertwal.
Mit einer Mordsgeschwindigkeit raste ich aufs Meer zu.
Ich sah, wie sich Visser Drei ebenfalls in einen Schwertwal verwandelte.
Laut plätschernd landete ich im Wasser. Unbemerkt gesellte ich mich zu einer Schule von Schwertwalen. Visser Drei konnte nicht erkennen, welcher der Wale ich war. Umso besser. Aber Visser Drei war nicht dumm. Ebenfalls in Gestalt eines Schwertwales, schwamm er auf die Schule zu. Jake, lass dir was einfallen!
Dann kam mir die Idee.

Ich stieß ein Geräusch aus und sofort schwammen alle Schwertwale panisch durcheinander. Diesen Moment nutzte ich, um mich in einen winzigen Fisch zu morphen. In einen Schwarm von Millionen kleiner Fische würde selbst Visser Drei mich nicht wiederfinden. Ich schloss mich den Fischen an und schwamm ihnen hinterher. Die Fische vor mir trieben auseinander.
Ich schaute mich um und entdeckte voll Schreck, dass ein Pottwal auf und zustürmte. Ich war mir ziemlich sicher, dass es Visser Drei war.
Er musste meinen Plan durschaut haben. Im Eiltempo schwamm ich an die Wasseroberfläche und morphte mich in eine Möwe.
"Marco, Cassy, wo seid ihr?"
"Im Supermarkt", hallte es durch meinen Kopf. Im Flug schaute ich mich um.

Ich hatte Visser Drei wohl abgehängt. Ich segelte übers Meer, bis ich das Festland erblickte. Erleichtert seufzte ich auf und steuerte auf den Supermarkt zu. Im Sturzflug stürtze ich auf den Parkplatz des Supermarktes.
In einem unbemerkten Augenblick morphte ich mich zurück in meine menschliche Form. Cassy und Marco saßen an einem Tisch im Supermarkt.
Als Cassy mich sah, fiel sie mir um den Hals.
"Zum Glück ist dir nichts passiert", murmelte sie.
Ich packte mir an den Kopf und atmete tief ein.

"Aber morphen will ich heut nicht nochmal. Es ist unglaublich, aber ich konnte mich in binnen weniger Minuten in sechs Wesen morphen. Anscheinend klappt das in Notsituationen wirklich.", wisperte ich erschöpft. Wir lachten.
Aber die Gefahr war noch längst nicht vorbei.
Rachel, Tobias und Ax waren verschwunden. Wir hatten keinen Kontakt mit ihnen und wir wussten noch nicht einmal, ob sie überhaupt noch lebten.
Ich schüttelte mit dem Kopf, in der Hoffnung, so meine Gedanken vertreiben zu können. Sie bereiteten mir nur Kummer. Ich setzte mich an den Tisch und bestellte mir eine Cola. Während ich denn anderen von meinem Abenteuer erzählte, spürte ich Blicke in meinem Rücken. Blicke die mich durchbohrten...

Wer beobachtet Jake, Cassy und Marco? Ist es Visser Drei? Oder ein anderer, gefährlicher Feind? Und wo sind Rachel, Tobias und Ax. Leben sie überhaupt noch?
All das und viel mehr, erfahrt ihr im nächsten Kapitel.
 
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