Happily Ever After

von Mamodo
GeschichteRomanze / P12 Slash
23.07.2008
21.10.2008
4
23744
6
Alle
30 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 
 
Hi meine Süßen!!!
Hier ist sie also, die zweite Übersetzung aus dem Hause Mamodo.
Das Pairing ist dieses Mal nicht ganz so selten, wie bei „Soul-Bound Ball“, jedoch auch keines der Standartpairings.
Aber ich will euch nicht zutexten! XD Jetzt gibt es noch die Infos zur FF und dann geht es direkt los. Viel Spaß!!!

Titel: Happily Ever After
Autor: bananacosmicgirl

E-Mail: bananacosmicgirl@hotmail.com
Homepage: www.cosmicuniverse.net
LiveJounal: bananacosmic.livejounal.com

Original: http://www.fanfiction.net/s/2968836/1/

Rating : PG
Status : Komplett
Teil : 1/4
Pairing: Harry/Percy (Ich weis, dass ist bestimmt nicht jedermanns Geschmack, aber die Story ist echt süß!!!!)
Warnungen: keine

Beta: darkcookie (Danke, meine Süße!!!! *knuddel*)

Disclaimer: Weder die Charakter und Orte, noch die Idee und Handlung gehören mir. Alles Eigentum von J.K. Rowling und bananacosmicgirl. Aber alle Rechtschreib und Grammatikfehler sind mein Eigentum und können bei mir abgegeben werden!! XD

_________________________________________________________________________________________


Happily Ever After


By Cosmic


_________________________________________________________________________________________


-- - --

1. Kapitel

-- - --



„„Hätte ich doch ein Kind so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das Holz der Fensterahmen!" Schon bald nachdem sie ihren Wunsch ausgesprochen hatte, bekam die Königin eine kleine Tochter, deren Haut so weiß war wie Schnee, mit Lippen so rot wie Blut und Haaren schwarz wie Ebenholz. Sie wurde Schneewittchen genannt.“  

Molly Weasley blickte auf ihren Sohn. Percy hatte sich über das Bild der Königin am Fenster gelehnt, den gemalten, schwarzen Ebenhaltrahmen nachfahrend.

Molly fuhr fort zu lesen, ihr Sohn blickte konzentriert auf die Bilder, obwohl er sie schon tausende Male zuvor betrachtet hatte. Molly dachte dass Percy jede Linie der Bilder kennen musste. Ihn sanft anlächelnd, fuhr sie fort. „Und als das Kind geboren wurde, starb die Königin. Nachdem ein Jahr vergangen war, nahm der König  sich selbst eine andere Frau."

„Nun wuchs Schneewittchen auf und wurde immer und immer schöner und als sie sieben Jahre alt war, war sie so schön wie der Tag und noch schöner als selbst die Königin. Als die Königin ihren Spiegel fragte: "Spiegelein, Spiegelein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?" Antwortete dieser: „Frau Königin, ihr seid die Schönste hier, aber Schneewittchen ist noch tausend Mal schöner, als ihr!““

„Sie ist so schön, Mummy.“, sagte Percy, das Bild des jungen Schneewittchens betrachtend. Er lächelte Molly an. "Wenn ich groß bin, werde ich meine eigene Prinzessin haben."

Molly lächelte zu ihrem kleinen Sohn. "Ich bin sicher, dass wirst du, Herzchen."

Nach Abschluss der Geschichte, schloss Molly das Buch und küsste Percys Stirn. "Jetzt ist es an der Zeit für dich zu schlafen. Gute Nacht, Baby! "

"Gute Nacht, Mummy!", sagte Percy schläfrig.

Molly zog die Decke über Percy und blies die Kerze neben dem Bett aus, dann verließ sie den Raum, das abgenutzte Buch `Schneewittchen und die sieben Zwerge´ sicher unter ihrem Arm verstaut.

-- - --


Der Ministeriumsbeamte führet Mr. und Mrs. Weasley in einen kleinen Raum. Sie nahmen alle Platz, der Beamte hinter dem Schreibtisch, Arthur und Molly auf den anderen beiden Stühlen. Arthur nahm die Hand seine Frau und drückte sie leicht.

"Sie müssen verstehen, der Junge wurde misshandelt.", sagte der Beamte und blickte vom einen zum anderen. "Deswegen reagiert er weder gut auf Berührungen, noch ist er sehr gut entwickelt. Ihn dazu zu bringen Ihnen zu vertrauen dürfte eine Herausforderung sein."

Molly nickte. "Wir verstehen das und es macht uns nur noch sicherer.", sagte sie leise.

“Das was alles noch schwieriger macht ist die Tatsache, dass der Junge ist, wer er ist", meinte der Ministeriumsangestellte, als ob die Weasleys in den letzten fünf Minuten vergessen hätten, wer das Kind war.

"Sein Ruhm ist uns gleichgültig.", stellte Arthur fest.

"Wir wollen ihm nur ein gutes Zuhause geben.", beendete Molly, sah von ihrem Ehemann zu den Mann hinter dem Schreibtisch. "Bitte Sir, wir wissen schon alles, was es zu wissen gibt, und wir wissen wir wollen diesen Junge. Bitte lassen Sie uns einfach die Papiere unterzeichnen. Ich bin mir sicher, je schneller wir zu ihm kommen, desto schneller wird er anfangen uns zu vertrauen."

Der Ministeriumsbeamte nickte. "Sehr gut!"

Er reichte ihnen einen Stapel Pergamente und ließ sie wissen, wo sie unterschreiben mussten. Mollys Hand zitterte, als sie mit ihren Namen auf dem letzten Papier unterzeichnete und es zurück reichte.

Der Beamte schaute durch die Papiere, um zu  sehen, ob alles seine Ordnung hatte, bevor er nickend und mit einem kleinen Lächeln sagte: "Herzlichen Glückwunsch, Sie sind jetzt die Eltern von Harry James Potter."

-- - --


Der Kinderhort im Ministerium hatte nicht viel Spaßiges für ein Kind zu bieten. Dennoch schaute der vierjährige Harry Potter, als glaubte er im Himmel zu sein. Er berührte das wenige Spielzeug vorsichtig und sichtlich ängstlich es zu zerbrechen.

Molly stand still und betrachtete ihn durch das Glas. Harry war sich ihrer Augen auf ihm nicht bewusst. Er begann absolut leise mit einem der Teddybären im Raum zu spielen.

"Molly, Liebes, wir sollten vielleicht hineingehen", sagte Arthur.

Molly wandte sich ihm besorgt zu. "Was ist wenn er uns nicht mag? Was ist wenn wir nicht gut genug für ihn sind? "

Arthur küsste ihre Stirn. "Er wird uns lieben. Wie könnte er dich nicht lieben? Und ich bin mir sicher, dass er denken wird, dass wir besser sind als diese Dursley-Personen. "

Mollys Augen verdunkelten sich bei der Erwähnung der Dursleys. "Wenn ich sie jemals in meine Hände -", versprach sie, brach aber mit einem Blick zurück zu Harry ab.

Arthur öffnete die Tür zu dem Kinderhort und ließ seine Frau zuerst hineingehen. Harry ließ den Teddybär sofort fallen und wich mit großen Augen zurück. Er reagierte, als wenn er glaubte etwas falsch gemacht zu haben, auch wenn er dies sicherlich nicht hatte.

"Harry, es ist alles in Ordnung!", sagte Molly zu ihm, sich auf ein Knie begebend um mit ihm auf einer Höhe zu sein.

Harry stand vollkommen still einige Meter entfernt. Seine Augen schossen von Molly zu Arthur und wieder zurück.

"Komm, Harry, ich werte dir nicht wehtun, ich verspreche es.", sprch Molly. "Du hast nichts Falsches getan."

Ihr Tonfall war weich und schmeichelnd und etwas in ihm schien Harry anzusprechen. Das kleine Kind ging langsam in Richtung von Molly. Er schickte zögerliche Blicke zu Arthur, der sich zurück hielt.

Zwei Meter von ihr entfernt stoppte Harry, sich auf die Lippen beißend.

"Hi, Harry." sagte Molly zu ihm. "Ich bin deine neue Mutter und ich bin gekommen um dich mit nach hause zu nehmen."

"Zuhause?", fragte Harry besorgt, einen schnellen Schritt zurück machend.

Molly verfluchte die Dursleys innerlich dafür einem Kind so etwa angetan zu haben. Kein Kind sollte auf das Wort `Zuhause´ in einer ängstlichen Art und Weise reagieren. Sie zeigte es Harry allerdings nicht, sie sagte: "Ein neues Zuhause. Ich werde deine Mama sein. Ist das in Ordnung für dich? "

Harry antwortete nicht. Er schaute verwirrt und verängstigt. Molly konnte es ihm nicht verdenken; zuerst für drei Jahre von den Dursleys missbraucht und dann plötzlich kamen einige seltsame Leute und brachten ihn weg und nun stand sie vor ihm, sagte sie sei seine neue Mutter.

"Willst mit uns kommen, Harry?", fragte Molly.

Harry blickte wieder zu Arthur, dann zu Molly. Schließlich schenkte er ihnen ein kleines Nicken. Molly lächelte ihn an und er lächelte zögernd zurück.

-- - --


Sie apparierten bis knapp außerhalb des Fuchsbaus. Molly trug den kleinen Harry, der den Teddybären festhielt, den er im Kinderhort gefunden hatte. Sein Kopf war an Mollys Schulter vergraben und sie spürte ihn zittern.

"Hier Harry,", sagte sie leise "das ist dein neues Zuhause."

Harry hob zögerlich seinen Kopf. Locken ebenholzschwarzen Haares wehten im Wind, offenbarten Harrys berühmte Narbe. Molly streichelte den Rücken des Kindes, versucht ruhig zu erscheinen. Sie war jedoch alles andere als das; an erster Stelle war sie wütend auf Du-weist-schon-wen, weil er  Harry die Eltern genommen hatte und ebenso wütend auf die Dursleys, weil sie ihn misshandelt hatten.  Zudem war sie nervös, was ihre Kinder zu einem weiteren Zuwachs ihrer Familie sagen würden und darüber, wie Harry sich an sein neues Leben anpassen würde.

"Nicht zu Hause.", sagte Harry, schüttelt den Kopf und runzelte leicht die Stirn.

Molly nickte. "Doch ist es. Das ist dein neues Zuhause."

In diesem Moment, wurde die Eingangstür geöffnet und die Zwillinge stürzten heraus. Fred und George rannte sofort zu ihrer Mutter und blickte auf das Kind in ihrem Arm.

"Ist das der Neue?", fragte Fred.

"Er ist nicht so klein wie Ginny es war, als sie nach Hause kam." George runzelte die Stirn.

"Er ist groß.", sagte Fred und nickte mit seinem Zwilling.

Arthur übernahm und triebt die Beiden vor sich zurück in Richtung des Hauses. "Dieses kommt nicht aus Mamas Bauch.", begann Arthur für die beiden rothaarigen Jungen zu erläutern.

Harry blickte aus großen Augen zu den Zwillingen. Er schien nicht in der Lage sich zu entscheiden, ob er von ihrem Verhalten beängstigt oder verwirrt sein sollte, sodass er nur leicht dir Stirn runzelte.

"Diese Beiden sind deine neuen Brüder, Fred und George.", erklärte Molly ihm. "Ich weis, sie sind sehr wild."

Harry nickte langsam.

"Lass uns hinein gehen, ja?", fragte Molly und Harry nickte noch einmal.

Arthur traf sie an der Tür. "Es sind alle im Wohnzimmer, ausgenommen Percy - er ist auf dem Klo", erklärte er mit einem Lächeln.

Molly lächelte ihrem Ehemann zu.

Sie gingen zusammen in das Wohnzimmer. Harry fest an Molly angeschmiegt, sein Gesicht wieder an ihrem Hals versteckt.

"Harry,", sagte Mrs. Weasley, seinen Rücken streichelnd um ihn zu beruhigen. "dies ist deine neue Familie."

Harry drehte sich zögerlich um, seine Hände weiterhin in Mollys Roben gekrallt. Er sah mit großen Augen auf die Gruppe der rothaarigen, überall im Raum verteilt sitzenden Kinder.

"Das ist Charlie,", sagte Molly, auf ihren ältesten Sohn zeigend. "mit der kleinen Ginny auf seinem Schoß. Sie ist noch jünger als du. "

Ginny war die einzige im Raum, die offenbar nicht besonders besorgt über den neuen Jungen war, der in die Familien eingeführt wurde. Die anderen Kinder saßen still und sahen Harry an. Die Zwillinge saßen, schienen aber in ihren Sitzen zu hüpfen.

Molly stellte Harry den Rest der Kinder vor.

"Und ihr alle, das ist euer neuer Bruder, Harry.", sagte Molly.

"Harryyy", imitierten die Zwillinge miteinander lachend. Arthur und Molly schenkten ihnen beide strenge Blicke.

Molly platzierte Harry auf dem Boden und ließ ihn auf seinen eigenen Füßen stehen. Er stand ganz still, beobachtet die Gruppe der seltsamen Menschen sorgfältig, ja fast ohne zu blinzeln.

In dem Moment kam ein weiteres Kind in den Raum.

-- - --


Percy umrundete die Ecke zum Wohnzimmer. Sein Vater hatte ihm befohlen runter zu kommen; irgendetwas war los - sein Vater rief niemals die ganze Familie ins Wohnzimmer, es sei denn es war wegen etwas Besonderem wie Weihnachten.

Percy blieb wie erstarrt in  seiner Bewegung stehen.

Vor ihm stand eine Prinzessin - sie hatte ebenholzschwarze Haare, die sanft um ihr Gesicht fielen, die Haut so weiß wie Schnee und Lippen so rot wie Blut. Sie sah genau so aus wie Schneewittchen in dem Buch - und sie war zu ihm gekommen, genau so wie er immer gewusst hatte, dass sie es tun würde.

"Mum,", sagte Percy, ganz verzückt, "dies ist das Mädchen, das ich heiraten werde- das ist meine Prinzessin!"  

Molly bedeckt ihren Mund mit der Hand, während Fred und George vor Lachen brüllten. Charlie und Bill lachten beide ebenfalls, während Arthur kicherte.

"Er will sie heiraten!", schrie Fred zwischen Lachanfällen.

"Er will die Prinzessin heiraten!", sagte George verrückt kichernd.

"Fred, George, seid ruhig!", sagte Molly, Arthur und auch den älteren Jungen strenge Blicke zuwerfend. Sie wandte sich an Percy. "Percy, Liebling, das ist Harry - er ist ein Junge."

Percy blickte von dem Kind vor sich zu seiner Mutter. Er blinzelte - das konnte nicht wahr sein. Sie war seine Prinzessin - sie konnte kein Junge sein!

Harry sah hilflos im Raum umher. Er hatte Tränen in den Augen - was hatte er dieses Mal gemacht? Nervös machte er einen Schritt zurück, dann einen weiteren und dann drehte er sich herum und rannte aus dem Zimmer.

Percy blickte auch zu seiner Familie, die immer noch über ihn lachte. Seine Wangen wurden heiß und die Wut kochte in ihm hoch, er folgte dem Beispiel Harry und lief hinaus.

-- - --


Neun Jahre später

Percy eilte die Treppen von Hogwarts hinunter in Richtung der Großen Halle. Er hatte seine Hausaufgaben für die nächste Woche erledigt und war damit in der Lage sich an diesem Wochenende ein wenig zu entspannen. Er würde sogar noch Zeit für seine Freunde haben; er wusste, dass er sie in letzter Zeit vernachlässigt hatte, aber die Arbeit eines Schulsprechers war wichtig und kostete eine Menge Zeit.

Er öffnete die Türen der Großen Halle. Sobald er hinein ging, fanden seine Augen das verräterische ebenholzschwarze Haar.

Seine Prinzessin.

Er war niemals über ihn hinweg gekommen, diesen einzigen Satz, den er am dem Tag, als Harry in die Weasley-Familie aufgenommen wurde, geäußert hatte. Die Zwillinge hatten ihn daran bei jeder Gelegenheit erinnern und sogar seine Eltern und älteren Geschwister waren mehr als glücklich die Geschichte immer und immer wieder zu erzählen.

So hatte sich die Erinnerung daran Harry seine Prinzessin genannt zu haben, die Frau, die er heiraten wollte, bei ihm gehalten und jedes Mal, wenn Percys Augen auf ihm lagen, kam der Gedanke unaufgefordert zurück zu ihm – `Das ist das Mädchen, das ich heiraten werde.´

Es war unwichtig, dass Harry kein Mädchen war. Percy fühlte eine Regung in seiner Leistengegend, als er Harry mit seinen Freunden lachen sah. Seine Haut war nun gebräunt und nicht mehr weiß wie Schnee, wie es einst gewesen war. Harrys Lippen waren allerdings immer noch so rot wie Blut und seine Haare schwarz wie Ebenholz.

"Percy, kommst du jetzt oder nicht?" Penelope Clearwater sah ihn erwartungsvoll an.

Percy schüttelte sich aus seiner Träumerei und setzte sich neben sie. Sie waren jetzt nur noch Freunde; sie hatten es miteinander versucht, aber er hatte letztendlich mit ihr Schluss gemacht - er liebte jemand anders. Sie war überraschend verständnisvoll gewesen, vielleicht war auch sie in jemand anderes verliebt, auch wenn sie bisher noch mit keinem anderen zusammen gekommen war.

Percy aß still, Harry aus dem Augenwinkel heraus beobachtend. Er wusste er würde bald handeln müssen, bevor ein anderer Harry bekam. Der Junge war erst dreizehn Jahre alt, aber Percy hatte über seinem jüngeren Bruder Ron von Harrys Verliebtheit in Cho Chang gehört. Percy konnte nicht erkennen, was an diesem Mädchen attraktiv sein sollte - sie schien mehr mit sich selbst beschäftigt, als irgendjemand sonst, allerdings war er grundsätzlich nicht an Mädchen interessiert.

"Du solltest etwas essen, Percy!", sagte Penelope. "Ansonsten wirst du noch vor Ende des Jahres ein wandelndes Skelett sein."

Percy zuckte mit den Schultern. Er war nicht besonders hungrig.

-- - --


Percy machte seinen Abschluss an Hogwarts diesen Frühling. Er hatte dabei gemischte Gefühle; ihm war eine Stelle im Ministerium angeboten worden, wofür er bereits zugesagt hatte, so war sein Einkommen gesichert. Er war in der Lage sich eine Wohnung in London zu nehmen, was bedeutete, dass der Luxus ein Ort ganz für sich alleine zu haben, an den er sich in seinem siebten Jahr als Schulsprecher gewöhnt hatte, fortbestehen würde.

Dennoch, an das alleine Leben und seine Arbeit an einem neuen Ort zu denken, machte ihn nervös. Zudem würde er nicht mehr in der Lage sein Harry jeden Tag zu sehen, woran er sich in den letzten drei Jahren auch gewöhnt hatte.

Seine Eltern holten ihn, die Zwillinge, Ron, Ginny und Harry am Bahnhof ab. Harry war ungewöhnlich ruhig. Percy hatte herausgefunden, dass Harry dank Ron von seinem verrückten Paten erfahren hatte, aber es schien, als ob noch etwas anderes geschehen sei, kurz bevor die Schule geendet hatte.

Percy appariert nach Hause, während seine Eltern mit seinen Geschwistern das Flohnetzwerk nutzten. Apparieren war eine Kunst die Percy überraschend leicht gemeistert hatte. Es war eine Freiheit überall hin zu können, wohin er wollte.

Er brachte seinen Koffer auf sein Zimmer und zögerte, bevor er auspackte. Dies war wahrscheinlich das letzte Mal, dass er hier auspackte; das nächste Mal würde er in einer eigenen Wohnung auspacken.

Er hörte die Familie unten ankommen und dachte für eine Sekunde daran hinunter zu gehen. Ein Moment später hörte er Ron und Harry die Treppen hoch in Richtung ihrer jeweiligen Zimmer eilen. Ein kurzes Aufwallen der vertrauten Eifersucht schoss durch ihn, als er  Ron und Harry laut miteinander reden hörte. Die beiden waren im gleichen Alter, aber Percy fragte sich immer noch, was es war, dass Ron zu Harrys bestem Freund gemacht hatte. Warum konnte er, Percy, nicht vier Jahre jünger sein? Es wäre so viel einfacher.

-- - --


Harry saß am Fenster und beobachtet den dunklen Nachthimmel. Sterne schienen die über den schwarzen Samt verstreut und der Halbemond leuchtete. Harry fragte sich wo Professor Lupin nun war- und wohin Sirius entkommen war. Er hoffte, es ging beiden gut.

Es Klopfte zögerlich an der Tür.

"Herein!", sagte Harry, darauf bedacht seine Stimme gerade laut genug zu halten, damit die Person vor der Türe ihn hören konnte. Er wollte den Rest des Hauses nicht aufwecken.

Percy stand in der Tür. Er war ebenso wie Harry mit seinem Pyjama bekleidet.

"Hey Percy.", sagte Harry, den Blick etwas verwirrt über den älterer Jungen schweifen lassend.

Percy sah unruhig aus und Harry fragte sich, was er wohl von ihm um ein Uhr Morgens wollen konnte.

"Du kannst rein kommen, wenn du möchtest.", sagte Harry, in Richtung des alten, gepolsterten Stuhl, der unter dem Fenster stand, winkend. Harry benutzte ihn, wenn er während des Sommers las und lernte.

Percy nickte kurz, durchquerte den Raum und setzte sich auf den Stuhl. Er sah nicht so aus, als ob er sich wohl fühlte. Harry fragte sich warum. Allerdings, Percy hatte sich in seiner Nähe nie besonders wohl gefühlt. Von allen Weasleys schien Percy immer derjenige zu sein, der ihn nicht mochte. Er blieb auf Distanz und sprach nur selten mit Harry. Also was wollte er jetzt, am Tag bevor er in seine eigene Wohnung zog, in Harrys Zimmer?

"Möchtest du etwas?", fragte Harry, wieder aus dem Fenster blickend. Das Licht der Sterne und des Mond beleuchtet das Gelände rund um den Fuchsbau in weichem Silberlicht.

"Ich wollte nur-" Percy zögerte. "Ich weiß es nicht. Es ist - nein, ich sollte gehen."

Er stand auf und ging in Richtung der Tür. Bevor er sie aber erreichte, hatte Harry ihn eingeholt, packte seinen Arm und drehte Percy herum, um ihn anzusehen.

"Percy? Ist etwas nicht in Ordnung?"

Percys Lippen verzogen sich zu einem Beinahe-Lächeln. Seine Augen wanderten nervös vom Fenster zu Harry. "Ich will nur-", wiederholte er noch einmal. "Ich werde dich nur vermissen. Wenn ich ausgezogen bin, meine ich.“

Harry lächelte ihn an. "Um mir das zu sagen kommst du um ein Uhr Morgens zu mir?"

"Ich, uh-", stammelte Percy "Ich dachte nicht, dass ich morgen die Chance haben würde."

"Wahrscheinlich nicht, bei dem allgemeinen Chaos, dass jedes Mal auszubrechen scheint, wenn etwas Großes passiert.", meinte Harry leicht lächelnd.

Eine Strähne von seinem schwarzen Haar fiel in Harrys Augen und Percy hob seine Hand, um sie hinter sein Ohr zu streichen. Die Geste war seltsam intime und Harry blickte Percy an. Er sagte nichts. Dieses Mitternachtstreffen schien alle Anforderungen zu erfüllen, um als seltsam bezeichnet zu werden.

Percy Hand sank an seine Seite. "Ich - ich sollte gehen!", sagte er, einen Schritt zurück machend. Als Harry nichts dagegen sagte, drehte Percy sich um und steuerte auf die Tür zu.

Gerade als er hinaus gehen wollte, sagte Harry leise: "Ich werde dich auch vermissen."

Percy blickte zurück, um Harry dort stehen zu sehen, das sanfte Mondlicht tanzte über sein Gesicht und Percys Atem stockte. Er wusste, dass Harry gerade mal dreizehn war, bald vierzehn Jahre alt, und es war ziemlich krank auf die Weise an ihn zu denken, wie Percy es gerade tat - dennoch in seinem Kopf, hörte er die Worte noch einmal.

"Dies ist das Mädchen, das ich heiraten werde - es ist meine Prinzessin!"

Die Worte fielen weg, eines nach dem anderen. "Meine Prinzessin."

"Mein Prinz."

"Mein."

"Meiner."


Erschrocken von der Intensität seiner eigenen Gefühle, floh Percy aus dem Raum.

-- tbc --


Na, einen Review wert?