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Urmel und die Liebe

von Jlein
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Tim Tintenklecks Urmel
13.07.2008
27.07.2009
6
5.152
 
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13.07.2008 737
 
Ping war, wie immer, als Erster wach. Er konnte einfach nicht schlafen, bei den Liedern, die Seele-Fant immer sang. Er fand es scheußlich. Schließlich stand er auf und ging in die Küche. Dort fand er aber nicht das Frühstück, was er sich erhofft hatte. Es stand nur ein leerer Tisch in der Mitte. Außenrum eine schlichte Einrichtung: fünf Stühle, ein kleiner Schrank, der an der Wand aufgehangen wurde, und ein Wasserbecken. Habakuk hatte nur das Nötigste mitgenommen. Nun gut, was sollte man auch mit einer Spülmaschine auf einer Insel, die überhaupt keinen Strom besaß?
Ping stellte sich vor den Schrank. Er war viel zu hoch für ihn gebaut. Dennoch bemühte er sich immer wieder aufs Neue, daran zukommen. Er stellte sich auf die Zehenspitzen. Er kam nicht dran. Er streckte seinen Flügelchen. Doch wieder kam er nicht an den Schrank. >>Vielleicht sollte ich es mal mit Fliegen versuchen!?<< dachte er. Natürlich wusste er, dass Pinguine nicht fliegen konnten, dennoch wollte er es ausprobieren. Er nahm Anlauf, rannte los, sprang UND.... prallte gegen die Wand. Sein Kopf schmerzte, als er sich aufsetze. Es war doch keine so gute Idee gewesen.
Plötzlich kam Wawa herein. "Was machst du denn hier ,Ping?" fragte er. Ping sah ihn an. Auf seinem Kopf prangte eine große Beule. Doch das störte ihn nicht weiter. "Wawa, kannst du mir den Pfrank aufmachen? Ich muss eine Pfüssel und Tassen rausholen...." fragte Ping bittend. Wawa ging sofort auf den Schrank zu, streckte sich, und holte Tassen und Schüsseln für jeden heraus. Dann nahm er noch Tibatongs eigens hergestelltes Müsli aus dem Schrank. Wawa mochte dieses Müsli besonders gerne. Tibatong hatte so gut wie alles Essbares hineingetan, was man auf der Insel finden kann: Kokosnüsse, Ananas, Bananen, Äpfel, Kiwi, Nüsse, und noch vieles mehr. Dazu gab es Kokosmilch. Er nahm sich ein Schälchen und setzte sich an den Tisch.
Als Wutz hereinkam, saßen schon alle am Tisch. Ping und Wawa aßen genüsslich ihr Müsli, Tibatong aß Brot mit Bananenmarmelade und Tim.... ja.... Tim.... wo war Tim?! Es war ungewöhnlich, dass er so lange schlief. Aber... vielleicht schlief er ja gar nicht mehr! "Wisst ihr, wo Tim schon wieder steckt, öfföff?" fragte Wutz besorgt. Niemand antwortete. Sie drehte sich beleidigt um und ging auf Tims Zimmer zu. Wieso waren heute morgen alle so leise? Vielleicht war es wegen gestern, dachte Wutz. Wegen Schusch. Er fehlte ihnen sehr. Gerade ging sie an der Haustür vorbei in Richtung Tims Zimmer, als es plötzlich klopfte. Wutz wusste nicht, wer um diese Zeit morgens etwas von ihnen wollte. Zudem, weil es eigentlich niemanden außer ihnen auf dieser gottverdammten, einsamen Insel gab! Dennoch war sie neugierig und machte die Tür auf.
Herein kam ein völlig munterer, vielleicht etwas ungekämmt aber dennoch quicklebendiger Schusch! "Schusch!??" Wutz konnte es nicht fassen. Was war passiert? Schusch war doch gestern von dem Felsen hinuntergefallen, wieso lebte er noch? Dieser aber ging geradewegs, ohne ein Wort zu sagen, in Richtung Küche. Wutz folgte. Sie war noch nicht hereingekommen, da hörte sie schon das wilde Durcheinandergerede der Anderen. Sie war froh, dass Schusch wieder da war. Dennoch war sie misstrauisch. "Wutz! Wutz! Sieh dir das an! Schusch lebt!! Er ist gar nicht die Felsspalte hinuntergefallen, er hat sich aufgefangen mit seinen Flügeln! Ist das nicht grandios!?" fragte Tibatong übermütig. Jetzt verstand auch Wutz. Schnell ging sie zu Schusch und umarmte ihn, holte ihm eine Schüssel und ging wieder in Tims Zimmer.

Dort angekommen klopfte sie. Einmal. Zweimal. Dreimal. Dann ging sie hinein. Und tatsächlich: Da lag TIm in seinem Bett, seelenruhig schlafen. Wutz hörte wieder den schrecklichen Gesang Seele-Fants "Ohh.... was ist das Löbön doch so traurög.... öch bön traurög.... du böst traurög... alle sönd trauröög....!"  Sie hatte noch nie seine negaitive Lebenseinstellung verstanden. Nun wandte sie sich zu Tim. Sanft stupste sie ihn an. Er erschrak. Wutz wich zurück und betrachtete ihn. Müde sah er aus. "Tim, öfföff, warst du heute Nacht irgendwo weg?" fragte Wutz aufgeregt. Tim wusste, dass er nie hätte  die Wahrheit sagen können. Deshalb log er "Nein Wutz, ich war die ganze Zeit hier." Dann gähnte er ausgiebig und ging mit Wutz aus dem Zimmer. Er hoffte, dass Wutz die Lüge annehmen würde. Doch diesen Gefallen tat sie ihm nicht. Sie wusste, irgendetwas hatte dieser Junge ihr zu verheimlichen.... nur was??
 
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