Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Urmel und die Liebe

von Jlein
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Tim Tintenklecks Urmel
13.07.2008
27.07.2009
6
5.152
 
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
13.07.2008 1.346
 
An einem schönen Tag auf der Insel Titiwu hatte Prof. Tibatong Lust, eine Wanderung zu unternehmen. Also rief er Wutz und Tim zu sich. "Was ist denn los, Professor?" fragte Tim "Ja, warum weckst du mich mitten am Tag bei meinem Schönheitsschlaf, öfföff?" fragte auch Wutz. Der Professor klärte die beiden sofort auf "Wie wäre es denn, wenn wir heute, bei diesem wunderschönem Wetter, eine kleine Wanderung unternehmen? Na, wie fändet ihr das?" Schnell antwortet Tim "Ja, das ist eine sehr gute Idee, ich werde alle benachrichtigen!" Wutz grübelte, sie hatte doch noch so viel vor an diesem Tag: Wäsche waschen, das Leck in der Tonne flicken, Habakuks Schreibtisch aufräume, und noch viel mehr! Hatte sie da noch Zeit für eine Wanderung? Doch bevor sie etwas erwidern konnte, sagte der Professor auch schon "Also los Wutz, auf was warten wir? Packen wir einen Picknickkorb!" Widerwillig folgte Wutz dem Professor in die Küche.
Sie packten Wurst ein, Brot, Käse, ein paar Äpfel und Bananen, und eine Kokosnuss, von denen es auf der Insel genug gab.
Kurz nachdem sie den Korb gepackt hatten, kam auch Tim wieder. Er keuchte und sagte "Wir können Urmel nirgendwo finden!" Wawa, Schuch und Ping kamen hinter dem Türrahmen zum Vorschein. "Was heißt, ihr >>könnt ihn nicht finden<<?" fragte Habakuk aufgeregt. "Wir haben überall gepfaut, aber er ist nicht da!" rief Ping. "Mein Gott, wo treibt er sich denn jetzt schon wieder herum? Das ist ja nicht auszuhalten mit ihm!" rief Wutz außer sich. Sie macht sich immer sehr viel Sorgen um Urmel, da sie ja seine Ersatzmutter war. "Wutz, beruhige Dich! Wir werden ihn schon finden!" sagte Habakuk schnell, bevor Wutz wieder mal vor sich hin grunzte. So wie sie es immer tat, wenn sie wütend war.
"Habt ihr denn überall nach gesehen?" fragte Habakuk noch mal nach. "Ja, wir haben keine Ahnung, wo er sich aufhalten könnte." antwortet Tim. "Überall! Nein, wir haben noch nicht überall geschaut..." sagte Wawa, wurde aber von Habakuk unterbrochen "Na, wo habt ihr denn noch nicht nach gesehen?" fragte dieser ungeduldig. "In meiner Muschel!". Habakuk sah Wutz an, Wutz sah Tim an, Tim sah Ping an und dieser sah zu Wawa. In dem Moment hatten alle den gleichen Gedanken.
Alle auf einmal wollten aus dem Haus heraus, deshalb gab es ein ziemliches Gedränge. Ping war der Erste, der heraus kam. Ihm folgten Tim, danach Wutz, und Habakuk und Wawa zwängten sich immer noch durch die viel zu kleine Tür.
Endlich hatten sie es geschafft und liefen schnell durch den Wald an den Strand, wo Wawas Muschel lag. "Dort vorne ist sie!" rief Wutz und lief schneller. So erreichte sie die Muschel und wollte sie öffnen. Sie schaffte es aber nicht, da sie zu klein war. Tim und Habakuk kamen noch dazu und gemeinsam öffneten sie die Muschel. Doch, nein, in der Muschel lag nicht das Urmel, sondern nur ein paar Blätter und ein Vorrat von Nüssen, Früchten, und Beeren. Allerdings fehlten die Äpfel, die Wawa und auch Urmel sehr gerne aßen. Sofort schrie Wawa auf "Neeeiiin, wer hat meine wertvollen Äpfel gestohlen?!? Das kann doch nicht wahr sein!" "Wawa, ganz ruhig, wir bringen dir andere Äpfel, ganz viele, ja?" sagte Habakuk, und war doch ein bisschen nachdenklich geworden, wo sich das Urmel jetzt noch rum treiben könnte.
"Los, wir können ja noch einmal im Wald und am Strand nachsehen, vielleicht nimmt es gerade ein Bad, oder sucht noch andere Äpfel!?" schlug Tim vor und ging voraus.

In dem kleinen, aber doch geheimnisvollen Wald von Titiwu war es sehr kalt und dunkel. Die Augen der sechs mussten sich erst mal an das schummrige Licht gewöhnen. Sie hielten kurz inne, und gingen weiter, als sie genug sahen. Es war absolut still dort. Nur hier und da hörte man mal, wie einer auf einen Ast oder ein Blatt trat. Doch plötzlich sah Schusch, verschwommen aber eindeutig, einen Schatten von einem Baum zum anderen huschen. Sofort zeigte er auf die Stelle, und ging leise weiter. Als sie an dem Baum angekommen waren, blieben sie stehen. Niemand wagte hinter den Baum zu sehen. Doch Tim fasste sich ein Herz und schlich voran. Immer näher, und näher ging er. Er wollte sich vor den Baum stellen und dann blitzartig hinter ihn sehen. Er ging weiter. Nun stand er fast unmittelbar vor dem Baum. Er wagte nicht zu atmen, nicht einmal zu zwinkern. Er ging weiter, immer weiter. Zu weit, dass er einen Überraschungsangriff machen konnte. Doch dies merkte er erst jetzt. Er stand neben dem Baum. Er wusste nicht, ob die anderen noch da waren, nichts hatte er gehört. Langsam schob er seinen Kopf hinter den Baum und.... Nichts. Niemand war hinter dem Baum! Auch bei den gegenüberstehenden war niemand. Tim ging zurück zu den anderen. Tatsächlich standen sie noch so da, wie er sie verlassen hatte. Als er vor ihnen stand sagt er " Also, hinter diesen Bäumen ist niemand. Wahrscheinlich war es nur ein Blatt, das Schusch gesehen hat." Sofort brach Wutz in Tränen aus "Wo kann er denn nur, schluchz, sein? Ich meine, schluchz, er kann doch nicht so weit, schluchz, schwimmen, dass er auf das Festland,schluchz, schwimmen kann, oder, schluchz schluchz, öfföff!?" "Nein, er liegt bestimmt am Strand, oder ist bei Seele-Fant!" sagte Habakuk, glaubte aber selbst nicht so richtig daran. "Also, lasst uns doch zum Strand gehen. Da muss er doch sein, oder?" fragte Ping, erwartete aber keine Antwort.

Sie liefen aus dem Wald heraus. das Sonnenlicht blendete sie, dennoch liefen sie zügig weiter. Schließlich trennten sie sich: Habakuk ging mit Wutz und Tim, sie suchten die Nordinsel ab. Ping ging mit Wawa und Schusch die Südseite absuchen. Unterwegs sprach Ping wieder das Thema Muschel an "Wo hast du deine Mupfel noch mal gefunden, Wawa?" fragte er, obwohl er diese Frage schon mehrmals gefragt hatte. "Das habe ich dir doch schonmal gesagt, Ping. Ich habe die Muschel am Strand gefunden!" antwortete Wawa leicht genervt. "Ok, und warum willst du sie behalten?" fragte Ping weiter. "Weil das mein Schlafplatsch ist! Die Sonne geht auf, und unter, und tschieht über mich hinweg. Und der Mond geht auf, und unter, und tschieht über mich hinweg..." sagte Wawa verträumt. "Jaja, das kenne ich ja pfon. Aber, was machst du denn mit ihr?" sagte Ping. "Ich schlafe ihn ihr! Und ich lagere mein Essen darin. Es ist sehr gemütlich, aber du kannst dir selbst eine suchen!" erwiderte Wawa, und sah genervt weg. Damit war auch für Ping das Thema erledigt.

Mittlerweile waren Habakuk, Tim und Wutz an der Nordküste angekommen. "So, wie sollen wir nun vorgehen?" fragte Habakuk. "Wir suchen alle in verschiedenen Richtungen!" antwortet Wutz und fing an, sich am Strand umzusehen. Habakuk und Tim wechselten einen Blick, fingen dann aber auch an zu suchen.
Ping, Schusch und Wawa waren schon lange am suchen. Schusch flog über der Insel, und suchte von oben das Urmel, Wawa suchte an Land, und Ping nutze seine Fähigkeit, um unter Wasser nach ihm zu suchen. Erfolg aber hatte keiner von ihnen, denn Tim fand das Urmel am Strand in der Sonne liegen. Bei einem Kokosshake (sie hatten keine Ahnung, wie er dies alleine geschafft hatte) lies er es sich gut gehen.

Habakuk lief zu den anderen und richtete aus, sie hätten das Urmel wieder gefunden. Wutz rannte zu ihm hin, umarmte es, küsste es von oben bis unten, und sagte die ganze Zeit "Ach, wir haben und ja solche Sorgen um dich gemacht, öfföff!" und "Mein Gott, wieso hast du uns nicht gesagt wo du bist? Mein liebes Urmel, das müssen wir aber ändern, öfföff." Alle waren sehr froh, dass sie das Urmel wieder gefunden haben, und so konnte die Wanderung endlich beginnen.
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast