Polizeialltag - Mit Hindernissen

von Lunita
GeschichteAllgemein / P16 Slash
10.07.2008
10.07.2008
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Vorne weg möche ich anmerken, dass ich mich sprüche-mäßig wirklich häufig an den Gilmore Girls orintiert habe. nicht einmal absichtlich, aber die gehen mir so in fleisch und bliut über, dass sie einfach drin sind. sorry leute ^^°
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„Kaffee, Kaffee, Kaffee!“, stieß Willow heraus als sie ins Büro im Revier kam, knallte ihre Tasche hin und warf einen Blick zur Seite, wo Diana grade selbst damit beschäftigt war, sich eine Tasse voll zu kippen. „Ich wünsch dir auch einen schönen guten Morgen! “ , frohlockte diese.
„Ach, komm mir nicht so...“, stöhne Willow und ließ sich auf dem Schreibtisch von JJ nieder. Dieser grinste zu ihr auf. „Lange Nacht gehabt?“
„Undercover – Einsatz.“, bestätigte Willow.
„Oha! Erfolg gehabt?“
„Oh ja.. sie sind ganz vernarrt in mich. Sie fordern mich zum Tanzen auf, laden mich zum Essen ein, geben mir so viel Kaffee wie ich will ... und machen mir unmoralische Angebote. Warum hab ich sie eigentlich nicht angenommen? Ach ja... Sie waren Kriminelle!“
„So ein Pech!“, witzelte Diana und stellte Willow drei Tassen Kaffee hin. „Lateinamerikaner? Mafia?“, fragte sie lächelnd, mit hochgezogener Braue nach.
„Ja, ganz genau! Ähm.. was soll das?“ Willow deutete auf die drei Tassen Kaffee.
„Ja, du hast doch gesagt >Kaffee, Kaffee, Kaffee!<, also hab ich dir deine 3 Tassen gebracht.“
„Ähm... Nein.. Süße, ich hab gesagt > Kaffee, Kaffee, Kaffee!<! Das heißt > Los, ich brauch n Kaffee, schnell schnell! < Verstehst du?“
„Nicht so richtig... Keine drei Tassen Kaffee?“
„Äh... nein, weißt du, drei Tassen sind perfekt!“, lächelte Willow ehe sie in schallendes Gelächter ausbrach und dann noch lediglich feststellte, dass sie morgen doch lieber wieder im Diners vorbei schauen würde um einen Kaffee zu trinken.
Als Carol und Ray gerade da von Streife zurückkamen, war aber Ray’s erste Frage an Willow: „Was machst du denn hier?“
„Ich find dich so charmant!“, witzelte sie.
„So meinte ich das nicht... Ich dachte nur, du hast n Undercover – Einsatz gehabt?“, sagte Ray beschwichtigend.
„Hatte sie auch. Mitsamt wilder Romanzen oder zumindest Angeboten dazu.“, grinste Diana.
„Lateinamerikaner!“, lachte Carol auf als sie diese Feststellung machte.
„Was... Wieso wissen das immer gleich alle?“, fragte Willow fast empört auf.
„Weil nur diese Latino – Kriminellen sich tatsächlich unwiderstehlich und charmant finden... und eigentlich jeder ein unsittliches Angebot machen.“, antwortete Carol prompt.
„Aha! Danke schön! Du meinst also, dass nur schmierige Latinos Interesse an mir haben.... alles klar! Das war das letzte Mal, dass ich mit dir abends weggegangen bin.“
„Nein Will, so meinte ich das doch nicht ....“, lächelte Carol, wohl wissend, dass Willow ihr das nicht krumm nahm.
„Ja, ja... „, winkte Will ab, war tatsächlich ein wenig zerknirscht und trank ihren Kaffee.
„Und was ist nun draus geworden? Wieso bist du hier auf dem Revier? Du weißt, dass sie dich beschatten lassen könnten?“, fragte JJ nach.
„Können sie nicht.“
„Klar können sie das!“
„Nein, nicht aus dem Gefängnis!“
„Was?“, fragte er ungläubig. Da kam gerade Dee aus dem Büro, ihr Chef, auch wenn man an ihren Umgangsformen oft nicht merkte, dass er dies war. Er klopfte Willow auf die Schulter. „Gute Arbeit gestern. Rekordzeit!“, nickte er anerkennend, sah kurz verwirrt auf die drei Kaffeetassen, die vor Willow aufgereiht waren und nahm sich dann selbst einen. Willow nickte nur.
„Du hast das schon erledigt?? Sollte das nicht n Job über mehrere Wochen hinweg werden?“, fragte Ray.
„Nö, nur solang, bis ich sie in den Knast bringen kann. Und das ging gestern Abend schon.“
„Wie?“
„Ich hab sie mit meinem unwiderstehlichen Charme bezirzt, doch einfach in die Zelle zu gehen, damit ich hinter ihnen abschließen kann.“, zwinkerte sie.
„Klar!“, gab Ray ironisch zurück. „Was frag ich auch.“
Willow zündete sich eine Zigarette an, zuckte in Richtung Ray mit den Schultern, als wolle sie sagen „Das frag ich mich auch“ und grinste dann nur.
„Das war ganz undramatisch... bis dieser Typ ihr zu nahe gekommen ist.“, ertönte plötzlich Zane’s Stimme. Willow drehte sich zur Tür, wo dieser am Rahmen gelehnt dastand.
„Oh, du erinnerst dich offensichtlich noch an unsere Unterhaltung, dass das niemanden was angeht, schön.“, gab sie sarkastisch von sich.
Zane schaute sie kurz abschätzend an, kam dann in den Raum geschlendert, nahm sich eine Tasse von denen, die vor Willow aufgereiht waren und sagte salopp: „Stell dich nicht so an. Hast die Situation doch noch gut gerettet.“  Er verschwieg wohlwollend, wie knapp es gewesen war und was für ein Zufall eigentlich auch, dass er in dem Fall involviert war und da sein konnte. Willow wusste dieses Schweigen zu schätzen. Niemand würde ihr irgendeinen Vorwurf daraus machen, das nicht. Aber ihr verdammter Stolz!
„Entschuldige mal...das ist meine Tasse!“, sagte sie mit gespielter Empörung. Zane sah sie an und deutete auf die Tasse in ihrer Hand. „ Du hast deine doch.“
„Das dort ist auch meine. Und diese da auch!“
„Was willst du denn mit drei Tassen?“
„Trinken!“
„Das tut kein Mensch!“
„Ich schon!“
„Alles klar... wer dumme Fragen stellt...“, resignierte Zane. „Die wievielte ist das?“
„Ähm...“ Willow fühlte sich erwischt. Zane war Kaffeetrinker, aber nur in Maßen. Er wusste, dass zu viel Kaffee auch schädlich sein konnte. Willow wusste das auch, so war es nicht, nur hielt einer von beiden sich auch an diesem Wissen... und Willow war nicht diejenige.
„Die erste.“, lächelte sie und Zane sah daran genau, dass sie log. Na ja, und er kannte sie einfach zu genau, um zu wissen, dass es einfach nicht sein konnte.
„Und in Wahrheit?“
„Die Vierte.“
„Oh man.. du hast n Problem!“
„Der hier ist besser! Diana ist eine wahre Meisterin im Kochen von Kaffee. Du müsstest den mal kosten, wenn JJ ihn gemacht hat – wah, der ist zum Kotzen!“
„Den hat JJ gemacht.“, warf Diana ein.
„Tschuldige JJ!“, lächelte Willow verlegen zu eben diesen und versuchte ihn mit einem Augenaufschlag zu versöhnen.
„Das zieht nicht!“, gab JJ von sich, musste aber den Kopf senken, damit Will sein Grinsen nicht sehen konnte.
„Du bist n Junkie!“, gab Zane kopfschüttelnd von sich und hielt ihr den Kaffee unter die Nase.
„Und du bist ein Engel. Du müsstest Flügel haben. Dann könnt ich dir auch ne Hymne singen. Ähm.. Ähm.. verdammt, mir fällt grad kein Beispiel ein.“
„Oh man...“, gab Zane von sich, verdrehte die Augen und zündete sich auch eine Zigarette an. Das war sein Laster. Eigentlich komisch, dass er bei Kaffee auf seine Gesundheit achtete, bei Zigaretten aber nicht aufhören konnte, sie zu rauchen.
„Leute, ich will euren Smalltalk und zweifellos sinnvollen Gespräche ja nicht unterbrechen, aber... „ erst jetzt merken die anderen, dass Dee vor dem Fax – Gerät gestanden hat und eine Nachricht gelesen hatte, „wir haben was reinbekommen. Mord im Washington – Square – Park, Ende der Fünften.“ Sofort wurden alle Tassen weggestellt, die Waffen angelegt und die Uniformsjacken drüber gezogen. Willow und Zane waren noch in Zivil vom Einsatz der letzten Nacht, hatten aber jetzt wieder ihre Marken dabei.
„Carol kommt mit mir, Ray und JJ fahren zusammen und Zane und Will.“, gab Dee Anweisungen. Dabei sah er zu den beiden Letztgenannten. „Es ist ein Mehrfachmord. Wir brauche euch alle.“
Und dann waren sie schon auf dem Weg.