Gruß aus der Vergangenheit

von KonnyFan
GeschichteAbenteuer / P16
Demir Azlan Gebhard Schurlau Konny von Brendorp
25.06.2008
16.09.2008
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25.06.2008 579
 
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Er hatte einen Moment nicht aufgepasst…
Entsetzt registrierte er nun von seinem Beobachtungsposten aus, wie der Terrorist eine Waffe aus der Jacke zog und sie auf Geb richtete.
Von nun an lief für Konny alles in Zeitlupe ab: Frank, der ebenfalls registriert hatte, was geschah, schrie eine Warnung an Geb und dieser ließ sich sofort zur Seite fallen. Im gleichen Moment löste sich ein Schuss aus der Waffe des Terroristen und traf den Set-Führer. Sekundenbruchteile später schoss auch Konny. Geb und der Terrorist gingen zu Boden, Frank stürzte zu Geb, Demir rannte quer über die Landebahn auf den am Boden liegenden Terroristen zu, trat seine Waffe zur Seite und beugte sich über ihn. Und Geb rührte sich nicht…
Konny ließ sich mit einem erstickten Keuchen zu Boden sinken. Was war mit Geb? Wie hatte das passieren können? Es war ein Routine-Einsatz: Verhinderung eines Terroranschlages am Flughafen Tegel. Das BKA hatte eine perfekte Aufklärung abgeliefert, der Einsatz war bis ins Detail geplant gewesen, alles lief erwartungsgemäß, und die Terroristen konnten einer nach dem anderen von den Sets der GSG9 ausgeschaltet werden. Und auch der letzte Mann hätte kein Problem dargestellt, hätte Konny nicht sträflicher Weise seine Gedanken abschweifen lassen: Zu seinem Vater, zu den Ereignissen der letzten Tage, zu dem Geheimnis, dass er bislang niemandem anvertraut hatte – aus Sorge um seine Kollegen. Und nun war Geb getroffen worden…und es war allein seine Schuld. Am liebsten wäre er einfach sitzen geblieben, um sich der Situation nicht stellen zu müssen. Aber von draußen hörte er bereits den wütenden Ruf Demirs: „Konny!“

Langsam erhob sich Konny und machte sich auf den Weg aus dem Gebäude über die Landebahn. Das Bild, was sich ihm bot, ließ eine Welle von Panik und schlechtem Gewissen über ihn herein brechen: Frank beugte sich noch immer über den am Boden liegenden Geb, und Caspar und Demir standen mit betretenen Gesichtern daneben. Letzter funkelte ihn nun böse an: „Was, bitte, war das denn, von Brendorp? Hast du ein Nickerchen gemacht da oben, oder was? Wie konnte das passieren, verdammt?“
Konny ignorierte die Fragen, wandte sich an Frank und warf einen fragenden Blick auf Geb: „Wie geht es ihm?“
„Es ist nicht so schlimm. Ein glatter Durchschuss am Arm. Er hat sich aber gewaltig den Kopf angeschlagen bei seinem Sprung. Ich denke aber, er kommt jeden Moment wieder zu sich.“
Als hätte Geb dies gehört, regte er sich und schlug die Augen auf. Allgemeine Erleichterung machte sich auf den Gesichtern der Kollegen breit. Insbesondere Konny fiel ein Stein vom Herzen, dass Geb nichts ernsthafteres zugestoßen war.
Während die ersten Sanitäter nun am Ort des Geschehens eintrafen, wandte sich Konny an Geb:
„Geb, es tut mir leid“, stammelte er mit erstickter Stimme. „Ich…“
„Du,“ unterbrach ihn Demir wütend, „hast gepennt und das Leben Deines Kollegen auf´s Spiel gesetzt. Was, verdammt noch mal ist los mit Dir in den letzten Tagen. Du bist ein echtes Risiko für uns alle, Konny.“
Konny zuckte unter den Worten zusammen, warf einen letzten entschuldigenden Blick auf Geb, der beschwichtigend die Hand hob, und drehte sich weg. Fluchtartig entfernte er sich von den anderen, verstaute seine Ausrüstung im Wagen und fuhr, ohne einen Blick zurück zu werfen, Richtung Lagezentrum. Die Rufe von Frank, stehen zu bleiben, nahm er nur dumpf war. Er musste allein sein und die Konsequenzen seines Fehlverhaltens überdenken. Demir hatte recht: Er war ein Risiko für seine Kollegen.
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