Zum Leben verdammt!

GeschichteAbenteuer / P16
23.06.2008
09.11.2009
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Die Befreiung

Mit einem lauten Knall öffnete Nightmare die Pforten der alten Bergkirche. Er ließ  seinen Blick einmal umherschweifen. Er war allein. „ Du hast mich hierher geführt Soul Edge, also öffne das Portal zu Inferno! “ fuhr er sein monströses Schwert an. Doch noch bevor dies geschah schrie jemand: ,, HALT! Du hast zwar versucht unserem Kampf zu entgehen, aber nichts wird dich vor meinem Flambert retten.“ Dabei fuchtelte Raphael imposant mit seinem Degen in der Luft herum. ,,Du eingebildeter, erbärmlicher Mensch! Wenn du unbedingt sterben willst, dann werde ich dir diesen Wunsch erfüllen.“ brüllte der Azurritter und hob dabei bedrohlich die verflucht Klinge. Raphael versuchte Ruhe zu bewahren. Er stürmte los, um das vor ihm stehende Monster zu erschlagen. Nightmare parierte ohne Mühe Raphaels Angriff und verpasste ihm im selben Augenblick einen Schlag mit seiner grotesken rechten Hand. Der mutige Franzose ging blutend zu Boden. Benebelt von der Wucht der Attacke, hörte Raphael wie sein Gegner zu ihm kam. Nightmare blieb kurz vor ihm stehen und holte mit beiden Händen zum finalen Schlag aus. „ Mach dich bereit zu sterben!“ bellte er schnippisch.

Doch kurz bevor er zuschlagen konnte erschien ohne Vorwarnung Soul Calibur, flog durch die Luft und streifte Nightmare am rechten Arm. Ein kurzer Schrei entfloh dem Ungetüm und er ließ Soul Edge fallen. Der am Boden liegende Raphael, durch den Schrei aus seiner Trance gerissen, konnte dem Schwert noch in letzter Sekunde ausweichen. Allerdings verletzte ihn die Schneide am Arm. Er schaute kurz zum Azurritter und sah wie dieser sich den Kopf, scheinbar vor Schmerzen, hielt und wie wahnsinnig schrie. Das war seine Chance! Raphael nahm sein Flambert und stach es Nightmare in die Schulter. Sobald wie sich die Klinge durch das verdorbene Fleisch des Monsters gebohrt hatte, wurde Raphael von einer Druckwelle an eine Wand geschleudert und blieb dort bewusstlos liegen. Im nächsten Augenblick fiel die azurblaue Rüstung krachend zu Boden und dort wo eben noch Nightmare stand, war nun ein junger Mann mit langen blonden Haaren und in voller silberner Rüstung zu sehen.

Siegfried blickte sich etwas verwirrt in der Kirche um. Sie kam ihm seltsam vertraut vor. Dann entdeckte er Raphael, der regungslos an der Wand lag. „ Er ist wahrscheinlich tot.“ dachte er bei sich. Nun sah er hinab auf die verstreut liegenden blauen Rüstungsteile und das wenige Meter entfernt liegende Soul Edge. Hass stieg in ihm auf. Instinktiv griff er hinter sich und zog Soul Calibur aus der Wand. Das heilige Schwert nahm sofort die Gestalt eines Zweihänders, Siegfrieds bevorzugte Waffe, an. Langsam schritt er Richtung Soul Edge. Dort angekommen sah er ein letztes Mal auf die verfluchte Klinge die ihn so lange in das Monster Nightmare verwandelt hatte. Das Siegfried zugewandte Auge suchte nach einer Möglichkeit dem ihm bevorstehenden Schicksal zu entgehen. Noch während der Augapfel von einer Richtung in die nächste blickte, hob Siegfried schon das Schwert, mit nach unten gerichteter Spitze, zum finalen Schlag. Das Auge hielt inne und sah zu dem Ort an dem noch vor kurzem der Mann stand der es nun auslöschen wollte.

In diesem Augenblick durchstach das heilige Schwert sein verkommenes Gegenstück. Wie von Geisterhand richtete sich Soul Edge auf und stand auf seiner Schwertspitze. Auch Soul Calibur drehte sich und zwar mit der Klinge in Richtung des Griffs von Soul Edge. Als letztes Mittel umklammerte das böse Schwert seinen guten Zwilling mit Tentakeln um ihn zu zerstören. Doch es war zu spät. In dieser Pattsituation waren beide am Ende ihrer Kräfte und begannen zu schrumpfen. Auf einmal wurde Siegfried klar woher er diesen Ort kannte. Hier hatte er, in einem Moment in dem er nicht unter dem Einfluss von Soul Edge stand, seine Waffe Requiem versteckt. Er ging zu dem Ort an den er das Schwert gelegt hatte, nahm es sich und ging zurück. Die beiden Soul-Klingen waren jetzt zusammen nur noch so hoch wie ein gewöhnliches Schwert. Siegfried streifte sich den neben Requiem liegenden Umhang über, versteckte die heiligen Waffen darunter, schnallte sich seinen Zweihänder auf den Rücken und verließ die Kirche. Kaum war er verschwunden näherte sich eine Gestalt aus den Schatten. „Ich weiß, dass du noch am Leben bist Soul Edge!“ sagte die Gestalt mit einem diabolischen Lächeln und begab sich zu der Rüstung Nightmares.
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