Stephens Geburtstag

von Selene19
GeschichteAllgemein / P6
Stephen Hart
23.06.2008
23.06.2008
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So, melde mich mit einer kleinen Shortcut!!!
Die Idee dazu beruht quasi auf eigenen Erfahrungen und ich musste sie einfach aufschreiben!!!!

Es ist einfach mal was lustiges und ich hoffe, es gefällt euch!!!

Ich wil jetzt auch gar nicht lange labern!!!

Viel Spaß!!!!!

*Kekse, Saft und Kuchen für alle hinstell*

Endlich hatte Lester es aufgegeben und die Besprechung für den heutigen Tag beendet. Mit einem letzten „den Rest holen wir morgen nach!“ war er, ein wenig beleidigt aus dem Büro gerauscht.
Erleichtert sahen ihm die Mitglieder um Cutters Team hinterher. Was konnten sie schon dafür, wenn diese „wichtigen Besprechungen“ immer derart langweilig waren, dass selbst Claudia nach spätestens fünf Minuten auf kompletten Durchzug schaltete?
Aber jetzt hatten sie es ja geschafft. Zumindest für heute. Und wer weiß, vielleicht kamen ihnen ja am nächsten Tag eine Anomalie und ein paar Urzeitviecher zu Hilfe?

Stephen war der erste aus der Runde der sich verabschiedete und so unauffällig wie möglich aus dem Büro schleichen wollte. Das hatte schon seinen guten Grund. Er war heute Morgen schließlich nicht umsonst 10 Minuten zuspät gekommen. Vielleicht schaffte er es tatsächlich dem Ganzen dieses Jahr zu entgehen.
Er schaffte es nicht. Er hatte die Türe noch nicht einmal erreicht, als sich ihm sein Vorgesetzter und bester Freund Nick Cutter auch schon breit grinsend in den Weg stellte.
„Stephen! Du wolltest doch nicht einfach wieder verschwinden oder?!“ Der Beschuldigte kam noch nicht mal dazu, sich eine passende Antwort, die nicht sehr freundlich ausgefallen wäre, auch nur zu überlegen, da wurde er von dem Professor auch schon in eine halsbrecherische Umarmung gezogen.
„Alles Gute zum Geburtstag, Stephen!“
So viel zum Thema, das restliche Team muss es ja nicht erfahren. Zu spät. Alle sahen ihn überrascht und auch fast ein wenig beleidigt an.
Er warf seinem „besten Freund“ ( ob er diese Bezeichnung tatsächlich beibehielt musste er sich noch stark überleben ) einen finsteren Blick zu: „Vielen Dank auch, Nick!“ Doch dieser kannte die Launen seines Laboranten nur zu gut und grinste unschuldig in die Runde.

„Geburtstag? Heute?“ Abby hatte zuerst ihre Stimme wieder gefunden. Empört knuffte sie das Geburtstagskind in die Seite: „Und wann hattest du vor uns davon zu erzählen?!“
`Eigentlich gar nicht` schoss es ihm durch den Kopf, doch die anschließende Umarmung der Blondhaarigen liesen ihn seinen Groll fast vergessen. Ja, dafür war es das Ganze doch sogar mal richtig wert.
Leider legten natürlich auch die anderen Wert darauf, Stephen ihre Glückwünsche auszurichten und so fand er sich gleich nach Abby in einer herzlichen Umarmung mit Claudia wieder und selbst Connor warf sich ihm förmlich um den Hals. Gott sei dank beließ es zumindest Ryan bei einem freundschaftlichen Handschlag, bevor er sich von der Gruppe verabschiedete, schließlich musste seine Männer noch ein wenig quälen.

„Und, feierst du?“ Diese Frage konnte ja nur von Connor kommen. Seufzend rollte Stephen mit den Augen. „Nein tu ich …“ „Natürlich tut er das!“ Fassungslos sah er Nick an. Er tat bitte was? Warum wusste er davon noch nichts?
„Nick“ seine Stimme nahm einen gefährlichen Unterton an. Der wie immer von Nick ignoriert wurde: „Keine Chance, Stephan! Ich hab schon alles geplant! Heute Abend um 18.00 Uhr bei dir! Ihr kommt doch alle?!“ Abwartend sah er in die Runde und zu Stephens Verdruss nickten alle begeistert. Hatten die an ihren Abenden denn nichts Besseres zu tun? Anscheinend ja wohl nicht.
Nick hingegen schien sehr erfreut über diese Tatsache zu sein: „Sehr schön! Also, dann sehen wir uns ja alle heute Abend!“ Schwungvoll und irgendwie erschreckend gut gelaunt öffnete Cutter die Türe. Bevor er das Büro allerdings verlies, wandte er sich noch mal an seinen Freund: „Und mach dir keine Umstände, Stephen! Ich koche!“ Und weg war er.

Für den Bruchteil einer Sekunde stand Stephen einfach nur da und starrte die nun wieder geschlossene Türe an, bevor er nach vorne hechtete, sie aufriss und in den Gang brüllte: „NICK!!! Komm sofort zurück! Das kannst du nicht machen!“
Natürlich erhielt er keine Reaktion. Zumindest nicht von Nick. Dafür sahen ihn einige, oder besser gesagt alle im Blickfeld befindlichen Mitarbeiter entsetzt an.
Das durfte doch alles nicht wahr sein!

„Also ich finde es sehr nett von Nick, dass er ihre Feier organisiert! Was haben Sie denn für ein Problem damit?“ Es war natürlich Claudia, die hier Partei für den verschwundenen Professor ergriff. Allerdings waren auch die Blicke der anderen eine gesunde Mischung aus Unglauben und Verwirrung.
Mitleidig seufzend schloss Stephen wieder die Türe. Mehr musste das restliche Haus ja nun wirklich nicht mitbekommen.
„Es geht eigentlich nicht so sehr um die Tatsache, dass er das alles organisiert. Auch wenn ich weiß Gott kein Fan von Geburtstagsfeiern bin und das weiß er auch ganz genau. Es macht mir viel mehr Angst, dass er kochen will!“
Die fragenden Gesichter wurden noch größer. „Kocht er denn so schlecht?“ Connor konnte sich einfach nicht vorstellen, dass es etwas gab, was nicht essbar war.
„Sagen wir es mal so. Nach den letzten beiden Malen habe ich die kompletten Tage danach mehr Zeit im Badezimmer über meiner Toilette verbracht als sonst wo. Danach habe ich es dann erfolgreich vermieden mir von Nick wieder was zu Essen andrehen zu lassen, von dem ich wusste er hat seine Finger im Spiel.“

Im ersten Moment sahen ihn alle leicht geschockt an. Wahrscheinlich wurde ihnen gerade bewusst, dass sie an heutigem besagtem Essen ebenfalls teilhaben würden. Nur Abby schlug Connor auf die Schulter: „Na wenigstens du wirst heute Abend satt und glücklich ins Bett gehen! Du isst ja schließlich alles!“
Das empörte „Hey!“ von Connor, ging in einem erneuten Seufzer von Stephen unter: „Glaubt mir wenn ich sage, dass selbst Connor heute Abend seine Schmerzgrenze weit überschreiten wird!“
Dezent wütend schlug Claudia mit der Hand auf den Tisch: „Also schön! Wenn das Essen das einzige Problem ist, dann bringt eben jeder von uns etwas mit und wir machen eine Art Büffet. Wir werden Nick schon irgendwie dazu bringen zu begreifen, dass wir ihn und seine Bemühungen sehr zu schätzen wissen, aber eben auch noch an unserem Leben hängen! Also, wer bringt was mit?“

Stephen wusste gar nicht wie ihm geschah, als die anderen um ihn herum anfingen, irgendwelche Namen von Salaten oder Fleischgerichten in die Runde zu werfen und fühlte sich einfach nur hoffnungslos überfordert.
Verdammt! Dabei hatte er sich alles so einfach vorgestellt! Nick aus dem Weg gehen, was zur Folge gehabt hätte, das keiner gewusst hätte, dass er heute Geburtstag hat, was wiederum keine Feier nach sich gezogen hätte. Jetzt hatte er den Salat. Im wahrsten Sinne des Wortes!
Irritiert sah er auf, als Claudia ihm einen Zettel unter die Nase hielt: „Hier! Du musst nur noch Brot und ein paar Getränke besorgen! Um den Rest kümmern wir uns! Keine Angst, das wird ein richtig schöner Abend!“ Oh ja, die Befürchtung hatte er auch!
Für langwierige Proteste hatte er allerdings keine Gelegenheit mehr, denn die anderen hatten bereits mit einem „Bis heute Abend“ das Büro verlassen. Himmel, das konnte ja was werden.

Sich selbst noch einen Moment bemitleidend stand Stephen im verlassenen Büro, Claudias Zettel in der Hand. Warum zum Teufel war er heute Morgen überhaupt aufgestanden?
Das würde Rache geben. So viel stand schon mal fest. Oh ja, Nick konnte sich auf so einiges gefasst machen!
Dennoch steuerte er, nachdem er endlich in seinem Auto saß, den nächst bestem Supermarkt an. Wer weiß, vielleicht wurde es ja doch ein ganz netter Abend. Vorausgesetzt er würde es schaffen Nicks Essen aus seiner Wohnung fernzuhalten.

Wieder in seiner Wohnung angekommen, schaffte es Stephen, trotz mangelnder Lust, tatsächlich alles ein wenig herzurichten. Ok, es beschränkte sich darauf, dass er einmal den Staubsauger durch die Wohnung schwang, ein paar Kissen auf dem Sofa richtete und den Tisch deckte.
Aber hey, er hatte nicht um diese „Party“ gebeten und er würde hier auch sicherlich nicht anfangen zu dekorieren. Wäre ja noch schöner.
Aber duschen gehen konnte er schon. Und etwas anderes anziehen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass er noch massig Zeit hatte, es war gerade mal 15 Uhr und so schlenderte er gemütlich ins Badezimmer.
Er war gerade dabei sich abzutrocknen, als es an der Türe klingelte. Verwirrt warf er einen Blick auf die Uhr. Nein, seine „Gäste“ konnten es noch nicht sein. Sie hatten 18 Uhr ausgemacht und es war erst kurz nach halb vier. Wer zum Henker läutete also da an seiner Türe?
Er brüllte ein „Moment!“ nach draußen, schmiss sich eiligst in eine Boxershorts und eine Jeans, was mit noch halbnassen Beinen gar nicht so leicht war, stellte fest, dass er kein T-Shirt mit ins Bad genommen hatte, ging oben ohne zur Türe, riss diese förmlich auf, bereit dem Übeltäter so richtig die Meinung zu geigen und hielt perplex inne. Es war doch einer seiner Gäste. „Abby?!“
Die Blonde grinste ihn breit an. „Hi Stephen!“ und ihr Grinsen wurde noch breiter, als sie ihren Gegenüber genauer musterte. Kein Shirt, noch feuchte Haut und kleine Wasserperlen die von den Haaren tropften und langsam über die Brust und den wohltrainierten Bauch rannen. Kurz um: ein Bild das puren Sex ausstrahlte!

Ok, Abby schimpfte sich innerlich einmal selbst und hoffte, dass ihr Stephen nichts von ihren Gedankengängen mitbekommen hatte.
Hatte er nicht. Er wartete viel eher auf eine Erklärung über ihr plötzliches und zugegeben reichlich zu frühes Erscheinen.
„Ich weiß, ich bin zu früh, aber ich habs bei mir einfach nicht mehr ausgehalten! Connor macht mich wahnsinnig! Er hat doch eine neue Freundin, Janine! Und die ist im Moment da. Und ich will gar nicht wissen, was die da jetzt in meiner Wohnung treiben!“ sie schüttelte sich selbst bei dem Gedanken. „Also hab ich mir gedacht, ich komm einfach ein wenig früher und helf dir beim dekorieren!“ demonstrativ hielt sie eine Tasche nach oben, die wohl verschiedene Deko-Artikel enthielt.
Stephen seufzte innerlich auf. Heute blieb ihm wohl nichts erspart.
„Hör zu Abby. Du kannst gerne rein kommen. Das stört mich überhaupt nicht. Aber Deko? Muss das sein?!“
„Ja es muss!“ entschlossen schob sich die junge Frau an ihm vorbei und begutachtete erstmal die Wohnung. Sie gefiel ihr außerordentlich gut. Soviel Geschmack hätte sie dem Laboranten gar nicht zugetraut. Auch wenn hier eindeutig die Hand einer Frau fehlte, was die Gemütlichkeit anging. Aber dafür war sie ja jetzt da.
„Ach ja, hier ist übrigens mein Salat! Passt der noch in deinen Kühlschrank?“ Stephen nickte. Er fühlte sich gerade irgendwie überfordert. Nichts desto trotz verstaute er die Schüssel im Kühlen und musste dann hilflos mit ansehen, wie Abby Kerzen und kleine Schälchen und sonst was aus ihrer Tasche zauberte. Aber er hatte bereits erkannt, dass Widerspruch vollkommen zwecklos war.
Während er Abby dabei zusah, wie sie hier und da Kerzen und kleine Gestecke verteilte - zwischendurch hatte er sich endlich sein Hemd angezogen - musste er zugeben, dass es gar nicht mal so schlecht aussah. Oh klasse, er mutierte zum Duftkerzenjunkie. Soweit war es also schon mit ihm gekommen.
Abby hantierte eine halbe Stunde herum, bis sie mit ihrem Werk zufrieden war.
„Und, wie findest du es?“ Abwartend sah sie ihn an. „Ähm, sehr schön.“ Schon verzog sie schmollend den Mund: „Es gefällt dir nicht, hab ich recht?!“ Abwehrend hob Stephen die Hände: „Doch es ist sehr schön, wirklich! Ich muss mich einfach nur erst daran gewöhnen! Diese Wohnung hat noch nie Deko gesehen!“
Schon war das Lächeln auf Abbys Gesicht zurückgekehrt und sie warf einen Blick auf die Uhr. Kurz nach 17 Uhr. Sie hatten also noch Zeit und …
Es klingelte ein weiteres Mal an der Türe. Fast schon genervt, ok, nicht nur fast, schritt Stephen zu Türe. Diesmal war es Claudia. Bepackt mit zwei Körben voll mit Salaten und Schüsseln voll anderen Sachen.
„Hallo Stephen! Ich dachte ich komm ein wenig früher und helfe Ihnen schon mal und … oh, hallo Abby! Na da hatten wir ja fast dieselbe Idee.“

Irgendwie war Stephen ja sogar gerührt, dass sich alle so um seinen Geburtstag mühten. Also sollte er sich vielleicht doch ein wenig mehr anstrengen.
Mit einem Lächeln nahm der Claudia die Körbe ab: „Kein Problem, kommen Sie rein!“
Staunend sah sie sich in der Wohnung um. Ihr gingen ähnliche Gedanken wie Abby durch den Kopf, nur dass ihr natürlich sofort die Deko auffiel.
„Das geht auf Abbys Konto. Ich habs nicht so mit dekorieren!“ entschuldigte sich der Schwarzhaarige mit einem schiefen Grinsen.
„Also ich finde das sehr schön, wirklich! Ach ja, noch mal alles Gute zum Geburtstag!“ Sie zog ein Päckchen aus ihrer Handtasche und überreichte es dem verdutzt aussehenden Geburtstagskind.
„Aber das wäre noch nicht nötig gewesen! Ich meine, es langt doch schon, dass Sie kommen und das Essen und..:“ er war sichtlich mit der Situation überfordert.
„Bedanken Sie sich und freuen Sie sich darüber und gut ist, ok?“ Claudia lächelte ihn an. „Ok, also vielen Dank!“
Immer noch zögernd öffnete er das Papier und starrte überrascht auf den Gegenstand, den er in den Händen hielt. Es war ein Buch.
„Nick meinte, Sie würden sich für Altertumsgeschichte interessieren. Ich hoffe Sie haben es noch nicht.“
„Nein, das ist toll! Viele Dank!“ Er wollte gerade die erste Seite aufschlagen, als Abby ihm das Buch förmlich aus den Händen riss: „Nichts da! Lesen kannst du auch, wenn wir alle wieder weg sind!“
Stephens Gesichtsausdruck konnte man in diesem Moment gut und gerne als schmollend bezeichnen. Auch wenn er bald einsehen musste, dass er damit nicht weit kommen würde. Na schön, der Abend war ja noch lang und irgendwann würde schon noch an SEIN Geburtstagsgeschenk rankommen. Das war ja lächerlich. SEIN Geburtstagsgeschenk und er konnte es sich noch nicht mal ansehen! Was hatte er sich da nur für Gäste angelacht?!
Aber gut. Es waren Gäste und solche wollten schließlich auf bedient werden.
„Wollt ihr was trinken?“

Als es schließlich gegen 18 Uhr an der Türe klingelte, bereitete sich Stephen mental auf den Kampf vor, der folgen würde, sollte das Nick mit seinem gefürchteten Essen sein.
Es war tatsächlich Nick, der vor seiner Türe stand, allerdings ohne Essen, dafür mit einem reichlich betrübten Gesichtsausdruck und hinter ihm Connor, der zwischen einem Grinsen und schuldbewussten Aussehen hin und her schwankte.
„Ähm hi, ist alles in Ordnung?“
Fast schon deprimiert schüttelte der Professor den Kopf und betrat mit Connor die Wohnung.
„Nein, überhabt nicht. Es tut mir so leid, Stephen, aber ich fürchte, das mit dem Essen wird nichts!“
Nicht nur Stephen musste all seine Körperbeherrschung aufbringen um ein erleichterndes Aufatmen zu unterdrücken. Stattdessen brachte er eine halbwegs ernst gemeinte Frage zustande:
„Was ist den passiert?“
Leidtragende blaue Augen sahen ihn an:
„Ich wollte gerade alles über die Straße zu deiner Wohnung tragen, hab aber dabei nicht auf den Weg geachtet und bin Connor direkt vors Auto gelaufen. Oder eher gesagt, ich konnte noch stoppen hab aber das Essen verloren und er ist drüber gefahren!“

Die Blicke, die Connor von allen Seiten zugeworfen wurden, drückten mehr als nur Dankbarkeit aus und dessen war sich der Student sehr wohl bewusst. Auch wenn er fast einen Herzinfarkt bekommen hätte, als ihm sein Professor einfach vors Auto gelaufen war.
Stephen tat derweil sein Bestes um Nick überzeugend zu trösten:
„Ist doch nicht so schlimm, Nick! Sieh mal, Abby und Claudia haben auch etwas mitgebracht und ich habe auch noch etwas besorgt. Das sollte doch reichen!“
Schließlich brachte der Professor doch noch ein Nicken zu Stande und begrüßte erst mal die beiden Damen in der Runde bevor er einen anerkennenden Blick durch die Wohnung schweifen lies:
„Alle Achtung, ich wusste gar nicht, dass du dich mit so was auskennst!“
Mit einem Grinsen deutete Stephen auf Claudia und Abby:
„Das Lob geht nicht an mich, sondern an unsre beiden Damen hier. Du weißt doch, dass ich mit allem was mit Dekoration zu tun hat, hoffnungslos überfordert bin.“
Cutter nickte nur und zog schließlich noch ein Päckchen aus seiner Tasche:
„Hier, alles Gute zum Geburtstag!“
Zögernd nahm Stephen das Geschenk an.
„Danke Nick, aber du weißt doch dass…“
„…du keine Geschenke willst? Klar, aber wann hab ich mich schon mal daran gehalten? Jetzt pack endlich aus!“
Mit einem Grinsen im Gesicht beobachteten Claudia, Abby und Connor, wie Stephen schließlich doch noch das Papier entfernte und ein neues Handy in der Hand hielt.
„Weil dein altes doch vor ein paar Tagen gefressen wurde.“
„Danke Nick, dass ist toll! Und zur Abwechslung mal richtig praktisch!“
Der Laborant entging dem Ellebogenstoß seines Freundes mit einem Lachen und hob abwehrend die Hände in die Luft:
„Hey, ich sag nur die Wahrheit!“

Nick beließ es dabei und gesellte sich zu Abby und Claudia, während nun Connor wie verrück in seiner Tasche wühlte.
„Also ähm, mir ist in der Kürze der Zeit nichts Richtiges eingefallen und das ist jetzt vielleicht ein wenig einfallslos, aber ich hoffe du kannst was mit Anfangen.“
Mit diesen Worten zog der Student einen Umschlag aus der Tasche und reichte ihn an Stephen weiter.
„Alles Gute!“
Lächelnd nahm Stephen den Umschlag entgegen – er hatte es inzwischen aufgegeben zu beteuern, dass er keine Geschenke wollte – und öffnete ihn. Es war ein Gutschein für das Trainingscenter, welches er immer besuchte.
„Danke Connor, das ist wirklich toll!“
Der Student strahlte ihm entgegen und war sichtlich erleichtert, dass sein Geschenk gut angekommen war.

Der restliche Abend verlief sehr ausgelassen. Das Essen, welche alle – bis auf Nick – mitgebracht hatten, schmeckte hervorragend und alle hatten sehr viel Spaß. Stephen genoss den Abend mit seinen Freunden und war Nick im Nachhinein doch dankbar, dass der ihn zu dieser Feier gezwungen hatte.
Stillschweigend hatten sie vereinbart, das Thema Arbeit ruhen zu lassen und so wurden Geschichten von früher erzählt und zum Besten gegeben, wobei immer wieder herzlich gelacht wurde.
Es war schon spät, als sich die Gruppe schließlich auflöste und schlussendlich nur noch Abby da war, die ihm beim Aufräumen helfen wollte. Allerdings war Stephen auch der verschwörerische Blick entgangen, den sich alle hinter seinem Rücken zugeworfen hatten.
Jetzt stand er also in der Küche und befüllte die Spülmaschine, während Abby das schmutzige Geschirr hereintrug.
„Abby, ich finde es ja wirklich toll, dass du mir hilfst, aber das musst du nicht! Du bist doch schließlich ein Gast!“
Doch wieder bekam er nur dieses entwaffnende Lächeln geschenkt:
„Ich sags dir jetzt zum aller letzten Mal Stephen! Ich helfe dir gerne! So und jetzt lass uns hier fertig werden!“

Zu zweit ging die Arbeit viel schneller von der Hand und eine gute Stunde später, war von der Feier, bis auf Abbys Dekoration, nichts mehr zu sehen.
„Vielen Dank, Abby! Ohne deine Hilfe, währe ich wahrscheinlich morgen Abend noch mit aufräumen beschäftigt gewesen!“
„Kein Problem! Ich sagte doch, ich helfe dir gerne!“
Die beiden standen im Wohnzimmer und sahen sich ein wenig befangen an. Abbys gesamter Körper kribbelte und sie hoffte, dass der Plan, den sie mit Nick, Claudia und Connor ausgearbeitet hatte auch wirklich funktionieren würde!
Ein wenig unsicher blickte sie in Stephens Augen:
„Ich habe dir dein Geschenk noch gar nicht gegeben!“
Stephen blinzelte, ein wenig irritiert und wusste nicht so recht, was er darauf erwidern sollte, doch das brauchte er auch nicht.
Abby trat noch einen Schritt auf ihn zu, überwand die letzten Meter zwischen ihnen, stellte sich auf die Zehenspitzen und dann berührten ihre sanften Lippen die seinen. Es war nur ein zaghafter Kuss. Zurückhaltend, fast wie eine Frage. Doch in Stephens gesamten Körper breitete sich ein wohliges Kribbeln aus und sein Herz machte einen freudigen Hüpfer, als er begriff, was hier gerade geschah.
Die Frau, die er seit der ersten Sekunde, seit er sie gesehen hatte, liebte, küsste ihn. Und das, wo er gedacht hatte, niemals eine Chance zu haben.
Vorsichtig, fast als hätte er Angst den Augenblick zu zerstören, legte er die Arme um sie und zog sie ein wenig näher zu sich.
Fragend sah sie zu ihm hoch. Sah die Freude und das Strahlen in seinen Augen und lächelte glückselig.
„Happy Birthday, Stephen!“ hauchte sie ihm entgegen, bevor beide in einem sinnlichen Kuss versanken.


The End


Und, wie wars??? Krieg ich das ein oder andere Komi???