Just Friends - No Sex!

GeschichteRomanze / P18 Slash
22.06.2008
27.05.2009
32
123412
 
Dieses Kapitel
24 Reviews
 
 
 
Autor(en): BlueButterfly; BrokenWings
Titel:
Just Friends – No Sex!
POV:
Bill (BlueButterfly); Tom (BrokenWings)
Pairing:
Bill x sämtliche Mädels; Tom x sämtliche Mädels; Bill x Tom [?]
Rating: P 18 - Slash
Warnings:
Slash; Lemons; übermäßiger Alkoholverbrauch
Disclaimer:
Bill und Tom gehören nicht uns. Ihre Handlungen sind frei erfunden, wir wollen nicht andeuten, dass die beiden schwul sind oder den jeweils anderen begehren. Wir verdienen kein Geld mit dieser Story.
Claimer:
Die Idee zu dieser Story, auch wenn sie vielleicht anderen ähnelt, gehört uns, genauso sämtliche frei erfundene Personen. Falls die Story kopiert wird, stoppen wir sie.
Story:
Bill und Tom. Beste Freunde seit Kindergartentagen leben zusammen in einer Art WG und genießen ihr Single-, oder besser gesagt Aufreißerleben. Wirkliche Probleme haben sie beide nicht, doch eine Strandparty und ein Besuch bei ihrer Lieblingspizzeria ändern dies.
Anmerkung:
Bill und Tom sind keine Brüder. Dies ist eine Partner-FF!
Cover: http://img329.imageshack.us/img329/3140/justfriendsnosex3yo2.jpg


Zusammenfassung:

Manchmal suchst du ewig nach der großen Liebe...

'Verliebt war ich auch noch nie...nicht das ich damit ein Problem häte. Aber einmal 'ne feste Beziehung...so schrecklich ist der Gedanke ja jetzt auch nicht...'

...obwohl du eigentlich denkst, du brauchst sie nicht...

"Tom, wofür brauch ich 'ne Partnerin, wenn ich alle Chickas in ganz Spanien haben kann? Und seit wann denkst du darüber eigentlich nach?" - "Keine Ahnung, kam mir halt so in den Kopf, als ich nachgedacht hab." - "Dann hör auf zu Denken, mein Lieber."

...und manchmal steht deine große Liebe direkt vor der Haustür…

"Bill?" - "Mein Name." - "Warum klingelst du?"

...besser noch, sie wohnt manchmal sogar bei dir...

"Du wohnst hier Bill." - "Ich weiß Tom, so blöd bin ich auch nicht." - "Und wieso klingelst du dann jetzt?" - "Na, weil ich meinen Schlüssel vergessen hab."

...manchmal scheint dann auch einfach alles scheiße zu sein, obwohl du so kurz vor deinem Ziel stehst...

"Ich will diese Affäre nicht mehr Tom!" - "Aber wieso nicht?" - "Verdammt Tom, ICH LIEBE DICH!"

...und manchmal können Männer echt scheiße sein.

'So ein Arschloch. Jetzt geht der mir auch noch aus dem Weg. Was denkt er sich nur dabei? Er muss doch was dazu sagen...'




. Uno .


Bill

[BlueButterfly]


Gelangweilt kaue ich auf meinem Kaugummi herum, während ich mir eine meiner langen, schwarzen und weichen Haarsträhnen um meinen Zeigefinger wickel.
13:55 Uhr.
In genau fünf Minuten habe ich Mittagspause. Ich seufze einmal, drehe mich dann leicht auf meinem Stuhl. Weil ich nichts Besseres zu tun habe, blättere ich in einem der Kataloge, die eigentlich für unsere Kunden bestimmt sind, während ich mir mit einem Flyer Luft zufächele.
Und da soll nochmal jemand sagen, Spanien im Sommer ist angenehm…
13:56 Uhr.
Hach ja…jetzt im Meer, Spaß haben und abkühlen. Erneut seufze ich leise. Naja, gleich ist ja Mittagspause. Dann schau ich mal bei Tom am Strand vorbei. Der hats ja gut. Muss nicht in so einem stickigen Reisebüro sitzen. Vor allem beginnt mein Kaugummi so langsam den Geschmack zu verlieren, was ich echt gar nicht abkann. Boah, unsere Kunden haben es aber echt gut. Ungläubig beuge ich mich über den Katalog, als mir ein sauteures Appartement mit Pool und Sauna ins Auge fällt, dass ich noch nicht kenne. Ist wohl von der neuen ‚Kollektion‘. Wow…da würd ichs mir ja gefallen lassen.
13:57 Uhr.
Drei Minuten. Drei endlose Minuten. Ich lehne mich wieder in das Polster meines Sitzes zurück. Nebenbei greife ich mir noch eine etwas größere Broschüre, mit der ich mir nun Luft zufächele. Heute ist es aber auch wieder extrem heiß. Und dabei hab ich schon die kurze Hose an. Ja, die neue. In schwarz und dazu meine weißen Vans und das weiße T-Shirt mit dem grauen ‚I’m a Bitch‘ Aufdruck. Heute Morgen hab ich schon wieder Ärger gekriegt, weil ich wegen den „kleinen Kindern die mit ihren Eltern mitkommen nicht solche unsozialen und unmoralischen T-Shirts“ tragen kann. War mir dann aber auch egal.
13:58 Uhr.
Ich drehe meinen Stuhl leicht, so dass ich aus dem Fenster gucken kann. Allerdings an meiner Arbeitskollegin vorbei, die gerade etwas in ihren Computer eingibt. Mit der hatte ich mal eine Affäre. War aber nicht wirklich geil, nach zwei Mal hab ichs gelassen. Dabei sieht man ihr gar nicht an, dass sie so eine Lusche im Bett ist. Wirklich enttäuschend…
13:59 Uhr.
Eine Minute. Möglichst unauffällig greife ich zu meiner Tasche, aus der ich meine Sonnenbrille zieh. Sie ist riesig, so dass sie locker mein halbes Gesicht verdeckt. Unten ist sie eher hellbraun, wird aber nach oben hin immer dunkler und ein paar Steine zieren ihren Rand. Ich liebe sie. So wie ich alle meine überdimensionalen Sonnenbrillen liebe.
Ich setzte sie mir auf die Nase, zupfe dann meine Haare ein wenig zu Recht. Kurz sehe ich noch mal auf meinen Bildschirm, dort prangt jedoch nur mein Bildschirmschoner, der – wie sollte es anders sein? – das Zeichen des Reisebüros inne hat.
14:00 Uhr.
Raus hier.

„Tschau Melli“, grinse ich meine Arbeitskollegin und Ex-Affäre an.
„Tschau Bill. Schöne Mittagspause“, murmelt sie, dann bin ich auch schon nach draußen auf den Bürgersteig getreten und strecke mich einmal seufzend. Endlich.


Aber jetzt richtig Mittagessen? Nee, da hol ich mir lieber ein Eis.
Keine fünf Minuten später schlendere ich in Richtung Strand, wo sich mein bester Freund aufhalten müsste. Es ist echt komisch, ich sehn mich immer so nach meinen Mittagspausen, weiß dann aber nie was ich machen soll. Gut, wenn der beste Freund in der Nähe arbeitet.
Tom und ich kennen uns seit dem Kindergarten und haben uns schon immer gut verstanden. Okay, es gab ziemlichen Krach und dreimonatige Funkstille, als ich meinen Stil so drastisch geändert habe, aber danach wars auch wirklich wieder gut. Wir kennen uns wirklich in und auswendig. Zusammen wohnen wir jetzt in einem Loft in der Nähe vom Strand. Das haben uns meine Eltern finanziert, die sind jedoch zurzeit nicht in Spanien, sondern auf Weltreise. War ihnen einfach zu einfältig hier und wenn man das Geld nun mal hat. Genüsslich lecke ich an meinem Eis, während ich jetzt den schmalen Holzweg einschlage, der hinunter zum Strand führt. Mir kommen zwei braungebrannte Mädchen entgegen – garantiert keine Spanierinnen, aber was solls. Sie beide tragen nur einen Bikini und Flip Flops. Grinsend zwinkere ich ihnen zu, als sie an mir vorbeikommen, woraufhin sie mich strahlend anlächeln. Ich drehe noch mal den Kopf und blicke den beiden unverhohlen auf den Arsch. Ja, die sind wahrlich zwei Prachtstücke. Ob sie wohl englisch können?
Herr Gott nochmal, ich bin 21, okay? Ich hab noch mein ganzes Leben vor mir, wieso also nicht genießen? Und so lange sie einem One-Night-Stand gegenüber nicht abgeneigt sind, werde ich diese einmalige Chance garantiert nicht vertun.

Jetzt komm ich am Sand an und sehe schon von hier aus das Netz und die Jugendlichen, die spielen. Ich komme dem Geschehen näher, so dass ich die einzelnen Personen jetzt auch ausmachen kann. Eine von ihnen – groß, schlank, braun gebrannt, Muskeln und Dreadlocks – löst sich aus der Gruppe, schnappt sich im vorbeilaufen eine Wasserflasche und kommt grinsend auf mich zu. Unmittelbar vor mir bleibt Tom stehen. Wie immer trägt er nur Badeshorts. Tom trainiert hier nämlich Beachvolleyball, was ganz Feines.
„Na“, grinst er mich an, ehe er einen großen Schluck aus der Flasche nimmt.
„Na“, erwidere ich ebenfalls grinsend.

„Mittagspause?“, fragt Tom mich, während er einmal prüfend zu seinen Schützlingen sieht.
„Jawohl. Endlich“, grinse ich, wende mich dann aber wieder meinem Eis zu.
„Nina!“, brüllt Tom plötzlich, so dass ich erschrocken zusammen zucke. Ein junges Mädchen in Badeshorts und Bikinioberteil wirbelt erschrocken herum.
„Lass Patrick in Ruhe und konzentrier dich auf den Ball“, fügt Tom hinzu, woraufhin sie hastig nickt. Dann wendet sich mein bester Freund wieder mir zu.
„So Mittagspause also. Und vermutlich weißt du wieder nicht, was du machen sollst?“
„Doch, doch. Ich schau gleich mal im Loft vorbei“, sage ich mit einem eindeutigen Blick, der Tom noch breiter grinsen lässt.

„Sag bloß, du hast’s auf die beiden Französinnen abgesehen“, meint er, nimmt dann noch einen Schluck Wasser. Huh, dem ist bestimmt auch heiß.
„Französinnen sind das, ja?“, frage ich grinsend, was Tom mir nickend bestätigt.

„Du sorry, ich hab keine Mittagspause. Und irgendwie kriegen die das nicht auf die Reihe“, meint Tom mit gequältem Gesichtsausdruck.
„Jaja“, nicke ich leicht.
„Wir sehen uns“, füge ich noch hinzu, klopfe Tom leicht auf die Schulter, ehe ich mich umdrehe und den Weg wieder anpeile.

Natürlich treffe ich die zwei Französinnen. In gebrochenem Englisch kann ich den beiden ihre Handynummern entlocken. Joél und Zoé. Sind das denn typische Französische Namen? Ich hab echt keine Ahnung. Wobei mein Name nun mal auch gar nicht typisch spanisch ist.
Grinsend und um zwei Handynummern schwerer schwinge ich meinen Luxuskörper in Richtung Loft, wo ich auch kurz darauf ankomme. Mein Eis ist mittlerweile weg, so dass ich problemlos die Tür öffnen kann. Ist mir schon passiert, dass ich mich dabei mit dem Eis total zugesaut habe. Ich drücke die Tür auf und betrete ein wirklich edles Loft.
Wenn man reinkommt ist genau in Blickrichtung die Küche. Die meisten Geräte sind glänzend schwarz, inmitten der Küchenzeilen befinden sich ein weißer Tisch und eine kleine Bar weiter an der Wand. Eher rechts von dem Ganzen, befindet sich das ‚Wohnzimmer‘. Weiße Ledermöbel und ein riesiger Plasmafernseher, noch dazu eine riesige Glastür die auf eine Terrasse führt. Links befinden sich ein Tisch mit Computer, sowie eine Kommode mit Telefon und eine riesige Musikanlage. Eine Tür führt ins Badezimmer – sehr groß übrigens – eine weitere in mein Zimmer und eine in Toms Zimmer. Zufrieden überschaue ich das Ganze. Ich bin wirklich stolz auf das Loft, auch wenn es meine Eltern gekauft haben.

Mein Blick bleibt an der Kommode mit dem Telefon hängen und sofort sehe ich das rot leuchtende Lämpchen. Verwirrt runzele ich die Stirn. Wer hat denn schon morgens auf unseren Anrufbeantworter gesprochen?
Die Vans streife ich mir von den Füßen und lasse sie stehen, dann gehe ich hinüber zum Telefon und drücke auf einen Knopf.


„Sie haben zwei neue Nachrichten.“

Gelangweilt schlendere ich zum Kühlschrank, um eine Flasche Cola herauszuholen.

„Nachricht eins - Hey Jungs, ich bins. Ähm, ich wollt eigentlich nur kurz Bescheid geben, dass Toms Wagen wieder in Ordnung ist. Du kannst ihn heut Nachmittag abholen, wenn du willst. Tschau.“

Okay. Ich ziehe einen Block sowie einen Kugelschreiber heran. Damit ich das nicht vergesse, Tom zu sagen. Dann jedoch, kommt auch schon die zweite Nachricht.

„Nachricht zwei – Huhu Schätzchen – Hi – Wir si~inds. Na, wie geht’s unserm kleinen Mausebär denn so? Wir sind grad in Australie~en. – Genau, deiner Mutter gefällt es hier – Jan, plappere mir nicht einfach so dazwischen. Also Spätzchen, wir wollten nur mal fragen, was du dir denn eigentlich zum Geburtstag wünscht? Ja~a, dass ist lange hin – sehr lange, deine Mutter hat Warnvorstell – Jan! Also, was du dir wünscht, weil auf einer Weltreise kriegen wir bestimmt alles was du dir wünscht. Toll nicht wahr? Na, wir rufen mal wieder an – garantiert nicht, sie vergisst das nur wie – Ach dein Vater meint das nicht so Mausi. Bis da~an. Tschaui. – Sie haben keine weiteren neuen Nachrichten.“

Genervt verdrehe ich die Augen. Meine Eltern. Mal wieder. Was die sich nur dabei denken. Seufzend stelle ich die Cola zurück in den Kühlschrank. Was mach ich denn jetzt noch mit meiner Mittagspause?


Tom

[BrokenWings]


Ich seufze auf und grinse fast die ganze Zeit. Ob Bill die beiden Französinnen mit in die Loft genommen hat? Denken könnte ich es mir. Oder dass er vorgegangen ist und sie nachkommen? Möglich. Oh man. Einen flotten Dreier schieben wäre zwar total geil, aber im Moment ist es doch etwas zu heiß für sexuelle Aktivitäten, weswegen ich mich mal mit meinem Beach-Volleyball-Team auseinander setze und sie weiter trainiere.

„Max, was ist denn los mit dir? Hast du was?“ frage ich einen meiner Jüngsten, den ich zur Seite geholt habe. Er ist 15 und mein Ass, wenn es darum geht, Bälle anzunehmen. Aber heute und auch gestern schon, spielt er, als wäre er total von der Rolle. Er sieht auch ein wenig blass und im Gesicht etwas eingefallen aus.

„Naja… es geht schon. Sorry, Trainer,“ haucht er, lässt seinen Kopf sinken und will schon wieder zum Team aufs Strandfeld zurück, was ich aber nicht zulasse und ihn am Handgelenk packe, um ihn zurück zu mir auf die Bank zu ziehen.

„Max ich seh doch, dass was nicht stimmt. Hast du Stress mit Lara?“ hake ich nach, da sein Verhalten mir dem eines liebeskummerkranken Teenagers ähnelt. So was, wie ich nie hatte, weil ich mich nie auf eine feste Beziehung eingelassen habe. Ich wollte einfach schon immer frei sein und vor allem der Enttäuschung entgehen, verlassen zu werden.

Sanft nehme ich meinen Schützling in den Arm, da ich so was wie ein großer Bruder für meine Mannschaft bin und auch ein familiäres Umfeld herrscht, wenn wir zusammen trainieren oder, wie nächste Woche Samstag, ein Lagerfeuer in Strandnähe machen. Wir unternehmen eigentlich schon sehr viel, auch wenn wir nicht trainieren.

„Naja… jaaa. Ja ich hab ein wenig Stress mit ihr. Sie hat nicht Schluss gemacht aber… sie ist so komisch zurzeit. Und es gibt da einen Kerl bei uns in der Klasse… sie findet ihn schon auch niedlich aber… sie und ich… wir sind doch schon ein Jahr zusammen und ich liebe sie wirklich. Aber wenn ich sie auf den Kerl anspreche, wird sie immer so sauer.“

Ein Seufzen dringt an mein Ohr, ehe ich ein wenig überlege, meine anderen Teammitglieder dabei aber nicht aus den Augen verliere und nun auch Lea sage, was sie falsch gemacht hat. Ich bekomme ein Nicken als Antwort, ehe sie und ihre Partnerin diesen Ballaufschlag noch einmal üben, der diesmal auch klappt und sich Lea wieder mal so freut, wie sie es immer tut, wenn sie etwas richtig gemacht hat. Genau, wild im Sand herum hüpfen und quietschen, was das Zeug hält.

„Und du weißt jetzt nicht, ob sie sich in diesen anderen Kerl verliebt hat, oder?“ frage ich Max, der nur leicht traurig nickt. Ich verstehe das nicht. Naja, ich hab auch nie solche Probleme gehabt. Verliebt war ich auch noch nie. Aber ich weiß ja, dass ‚nicht jeder so ist wie ich’ – Zitat Bill, der aber ja auch nicht viel anders ist – weswegen ich Max so gut es geht versuche, zu helfen.

Ich grüble und überlege, auf der Suche nach einer Lösung. Finden tu ich keine. Und dennoch versuche ich, Max etwas aufzuheitern.

„Und wenn du sie mal mitbringst? Sie weiß ja, dass du Beach-Volleyball machst. Und soweit ich weiß und du mir von ihr erzählt hast, ist sie auch sehr sportlich. Dann könntest du sie doch mal mitbringen, anfangs könnte sie zusehen und irgendwann frag ich sie, ob sie mal mitspielen will. Und das wird sie, glaub mir.“

Ich grinse Max an, der ja noch nichts von meinen Überredungskünsten weiß – nein ich gehe nicht mit ihr ins Bett! – die ich anwenden würde. Charme spielen lassen und so Zeug, ne?

Plötzlich strahlen die Augen meines Teammitglieds auf, als er mich ansieht. Bitte nicht um den Hals fallen. Ist für Billy bei Horrorfilmen angucken und andere Chickas reserviert, wenn ich sie mal wieder schreiend zu ihrem Höhepunkt gebracht habe.

Apropos Höhepunkt. Was Bill wohl macht? Sicher vertreibt er sich die restlichen 1 ½ Stunden seiner Mittagspause damit, die beiden Schnecken aus Frankreisch zu verwöhnen und sich aber im Umkehrschluss auch von ihnen geil befriedigen zu lassen. Hach ja. Meine Gedanken driften mal wieder in die vollkommen falsche Richtung. Zumindest im Moment falsche Richtung.

„Das wäre super, wenn das gehen würde. Dann… bring ich sie morgen am Besten gleich mal mit, ja? Ich treff mich heute Abend eh mit ihr und dann könnte ich sie morgen mitbringen. Oh Tom du bist soooo super.“ Und bam. Hab ich nicht gesagt, der Hals ist nur für Chickas und Bill, wenn wir Horrorfilme gucken? Der ist eigentlich der einzige Kerl, den ich an meinen Hals ran lasse.

„Oh danke Tom.“ Nein, kein Küsschen! Danke…

Max löst sich wieder von mir, strahlt mich mit ein paar Tränchen in den Augen an und hüpft viel lebensfroher wieder weiter und spielt nun mit viel mehr Elan die Bälle. Tjaja. Sowas nennt man Mitarbeitermotivation. Management by Motivation. Hach ja. Englisch ist ja so geil. Nur, dass wir hier in Spanien sind. Und sorry, so viel Spanisch kann ich auch nicht. Auch wenn ich hier wohne…

Okay… ohh und ahhh und geil versteht man doch überall, oder?

Grinsend schüttle ich den Kopf und blicke nach oben auf die kleine Erhebung, in dessen Mitte unsere Loft prangt. Da ich Bill nicht auf der riesigen Terrasse, die sogar noch größer ist als unser Spielfeld hier, stehen sehe, nehme ich an, dass er drinnen ist. Haha. Tom Kaulitz. Welche Logik? Nun ja, keine Logik ist doch auch eine Logik, oder wie war das? Ach, auch egal jetzt.

Denken ist so anstrengend. Vor allem, wenn es so heiß ist und man eigentlich an etwas ganz anderes denken will, an das man – sprich ich – immer automatisch denkt, wenn mir langweilig ist. So wie jetzt. Max spielt besser denn je – Management by Motivation – und die anderen machen größtenteils keine Fehler.

Ab und an verbessere ich etwas und teile das Team dann in zwei Mannschaften zu je sechs Leuten ein, die dann auch gegeneinander spielen. Reine Taktik, um mich von meinen Gedanken abzulenken. Ich seufze auf und stelle mich an den Pfosten des Netzes, um einem Teil der Mannschaft den Aufschlag zu geben, den sie auch ausführen.

Let the game begin!


~ Etwas später ~



„Dann bis morgen. Und einen schönen Abend noch. Max viel Spaß beim Date,“ rufe ich den anderen noch zu, als ich die Bälle noch aufräume. Mach ich immer, weil die anderen ja so fleißig trainieren. Meistens, so wie jetzt, kommt Bill auch zu mir, um mich abzuholen.

Schon als ich ihn hab kommen sehen, musste ich unwillkürlich grinsen. Ich kann mir auch nicht verkneifen, zu fragen, ob er denn was mit den Französinnen hatte, als er noch Mittagspause hatte, woraufhin er nur zu lachen beginnt und meint, dass Französinnen nicht immer gut französisch – Vorsicht, zweideutig – können.

Nun stimme auch ich mit in sein Lachen ein, ehe er mir, freundlicherweise, hilft, die Bälle einzusammeln und in den großen Korb zu werfen, der hier herum steht. Den müssen wir nicht mal irgendwo einsperren, da es hier ganz anders ist, als in Deutschland. Hier hegen nicht so viele Menschen Diebstahlabsichten. Ähnlich wie in Amerika, schätze ich mal. Deswegen werden die wohl auch nicht immer Zäune um ihre Häuser haben…

„Dann sollten wir uns wohl doch eher an die Spanierinnen halten, was?“ zwinkere ich meinem besten Freund zu, der mir nur zustimmen kann.

„Waren zwar zwei, aber so richtig gebracht hats das auch nicht,“ seufzt er theatralisch, was mich noch mehr zum Lachen bringt. Ich weiß schon, warum wir uns so gut verstehen. Wir ticken ähnlich und schon, als er in den Kindergarten gekommen ist – es war sein erstes und mein letztes Jahr dort – haben wir uns super verstanden. Seitdem sind wir unzertrennlich.

„Und wenn ich dich, als Entschädigung, auch wenn ich nichts dafür kann aber ich muss es ja wieder gut machen, dass du sie getestet hast, sonst wäre es ja für mich ein Reinfall gewesen, auf eine Pizza bei Franco’s einlade? Da waren wir schon lang nicht mehr.“ Okay, zwei Tage waren wir nicht dort. Aber hey. Wenn keiner von uns kochen kann und zudem noch keiner Zeit hat – Bills und meine Beliebtheit wächst von Tag zu Tag bei den Mädels – brauchen wir doch jemanden, der das für uns übernimmt.

Und, ich möchte mal klarstellen, dass es reiner Zufall ist, dass Bills und mein Lieblingsessen Pizza ist! Nur so nebenbei erwähnt. Grinsend stimmt mein bester Freund zu, wobei er meint, dass wir uns heute ja mal einen gemütlichen Abend bei Franco machen könnten und danach ein wenig TV, wahlweise DVDs, schauen könnten, was ich für eine sehr gute Idee halte.

Ich lächle meinen Kumpel an und bedanke mich noch, weil er mir die Bälle mit aufgeräumt hat, bevor wir uns auf den Weg in die Loft machen. Erst noch duschen, stylen in Bills Fall, und dann ab in die Pizzeria.