Überleben

von Kazuu
GeschichteAbenteuer / P16
Brin Colonel D. M. Lydecker Jondy Zack
22.06.2008
16.11.2013
13
21130
 
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Charaktere:
Zack: 18 Jahre
Zane: 17 Jahre
Syl: 17 Jahre
Krit: 16 Jahre
Brin: 15 Jahre
Ray: 15 Jahre
Jondy: 15 jahre

Zu Ray: Ray ist eine X5 und zeitgleich Zack's  leibliche Schwester (als Bestandteil der Serie wäre sie von Alexis Bledel - Rory Gilmore - gespielt worden - nur zur optischen Hilfe)

Dark Angel gehört nicht mir sondern James Cameron und Fox. Ich will kein Geld mit der Story verdienen.

Viel Spaß beim Lesen ^_^

15.05.2015-22.43 Uhr
Eine dunkle Nacht. Die Straßenlichter brannten dumpf. Die riesigen Villen bereicherten den Anblick und zeigte das Nobelviertel der Stadt. Das größte Gebäude bestand fast nur aus Glas. Man konnte die vielen Porzellan- und Kunstgegenstände bewundern. Weit oben auf den Dächern kletterten vier ganz in schwarz gekleidete Gestalten. Sie stoppten auf einem Dach gegenüber dem Gebäude. Ein braunhaariger Jugendlicher deutete den anderen, was sie zu tun hatten. Seine Hand zeigte auf zwei Seile und anschließend hob er Zeige- und Mittelfinger. Er machte den anderen drei klar, wie sie auf das andere Dach kamen. Die nickten und machten sich auf die Arbeit. Der Anführer und der andere schwarzhaarige Junge knoteten das eine Ende der zwei Seile an einem Ring, gebunden am Gebäude, das andere banden sie sich um ihren Körper. Die zwei Mädchen klammerten sich jeweils um einen und schon flogen sie zur anderen Seite. Die Klettertour ging weiter, als sie bei einem Fensterspalt landeten. Die Mädchen stiegen das Abflussrohr empor, während die anderen Beiden, sich um die Seile kümmerten und anschließend mit denen folgen. Auf dem Dach angelangt, knieten sie sich und beobachteten die wertvollen Gegenstände. Das blonde Mädchen zog ein Kopfhörer hervor und setzte es sich auf. „ Zack?!“ – „ Wo seit ihr“ Die männliche Stimme wurde von einem Rauschen unterbunden. „ Am Ziel. Jetzt liegt´ s an euch.“ ...........................................

Etwa sechs Meilen entfernt auf einen fast leeren Campingplatz. Der schwarz- blaue Trailer erschien so dunkel wie die Nacht. Doch darin war es alles andere als das. Von Innen war der Trailer groß. Über dem Fahrer- und Beifahrersitz war ein Doppelhochbett. Es war mit drei Schlafsäcken besetzt. An der linken Seite befand sich die Küche, bestehend aus einem Herd mit Ofen, einem Kühlschrank mit Gefrierfach und einer Mikrowelle. Teller und Besteck waren aufgestapelt. Rechts war ein großer Seitentisch, auf dem sich Akten, Stifte und andere Dinge befanden. Überall waren Hochschränke, die überfüllt waren. Auf dem Boden lagen noch vier weitere Schlafsäcke. Medizin lag auf einer der zwei Bänke. In der Mitte spaltete sich die Stube, die durch einen Vorhang getrennt wurde. Dahinter befand sich ein Raum, der ganz anders war. Er war wie ein Arbeitszimmer gestaltet. Eine Liege stand in der linken Ecke. Über ihr noch weitere Wandschränke. Ihr gegenüber stand ein großer Holztisch, versehen mit zwei Computern und einem Steuerbord. Ein blonder Jugendlicher saß auf dem Stuhl und starrte in dem Bildschirm, währen eine schwarzhaarige Asiatin den Computer benutzte. Ein weiteres Mädchen saß auf der Liege. Der Blonde hatte einen Kopfhörer auf. „ Wartet noch. Wir sind gleich soweit.“ – „ Okay!“ Die Mädchenstimme hallte durch den Raum. Auf dem Monitor sah man die vier Jugendlichen. Auf dem anderen konnte man das Gebäude von innen beobachten. Die Asiatin tippte heftig auf der Tastatur. „ Okay, Zack. Ich bin in ihr System.“ – „ Beeil dich.“ – „ Da, die Überwachungskameras. Ich kann sie für fünf Minuten ausschalten. Fünf Minuten.“ – „ Gut, Brin.“ Die Stimme aus der Sprechanlage schien zufrieden.“ Zack gefiel das nicht. „ Hör zu, Jondy. Unsere Mission hat äußerste Priorität. Das gilt auch für Ray. Keine Fehler, keine Ablenkungen.“ Diese Anmerkung sorgte dafür, dass das braunhaarige Mädchen auf dem Monitor ihre Faust kurz hob. Zack schüttelte ärgerlich den Kopf. „Macht euch an die Arbeit.“ ...................

Lautlos zog der schwarzhaarige Junge sein Seil hervor und warf ein Ende durch die Dachlukenöffnung in den schwarzen Raum. Jondy machte es ihm gleich. Die anderen beiden nahmen ein Seil und kletterten, von den anderen festgehalten, durch die Luke und befanden sich nun im Zimmer. Sie hielten sich an den Seilen fest und beobachteten den Raum. Das Mädchen sah sich um. „ Ziemlich große Wahl.“ – „ Halt die Klappe, Ray.“ Ray sah ihren Partner finster an. Der jedoch blickte sich um und deutete mit dem Arm auf ein Kästchen. Ray nickte. Sie schwang sich vorsichtig auf eine Wand mit Regalen zu. Als sie nah genug dran war und springen wollte, spürte sie einen festen Druck auf ihren Arm. Das Mädchen blickte wütend zu den älteren. „ Was soll das, Zane? Hast du sie noch alle?“ – „ Du spinnst doch. Nicht so.. Ich.... Hey, hör auf mich zu schlagen.“ Ray hatte mit ihrem Fuß in Zane´ s Magengegend getreten. Der wurde jetzt wütend und hielt sie an ihrer Jacke fest. „ Du hast wohl ein Knall.“ – „ Lass mich los, Zane.“ – „ Nein, das kommt nicht in Frage.“ – „ Lass mich endlich los.“ – „ Nein.“ – „ Idiot!“ Die beiden fingen an auf sich einzudreschen. Jondy wurde nervös. „ Krit, tu irgendwas.“ – „ Was denn? Hey. Zane! Ray! Hört auf! Ihr fallt schon!“ ......................

Brin tippte angespannt auf die Tastatur. „ Sie haben nur noch zwanzig Sekunden. Das gibt Ärger.“ – „ Zack, sag, dass sie aufhören sollen.“ – „ Keine Angst, Syl. Das mach ich.... Jondy! Sorg dafür, dass sie aufhören.“ – „ Wie denn?“ – „ Zieht sie rauf. Sie...“ Syl unterbrach ihn. „ Zu spät. Sieh doch, Zack!“ Sie tippte auf den Bildschirm. Ray und Zane waren von den Seilen gestürzt und landeten hart auf den Boden. Sofort wurde der Alarm ausgelöst. Zack reagierte sofort „ Rückzug! Sofort! Los, Rückzug!“ – „ Roger! Sind schon auf den Straßen. Kommen gleich.“ Dann war nur noch ein Rauschen zu hören. Zack setzte seinen Hörer ab. Sein Gesicht verriet alles, wie man durch Brin feststellen konnte. „ Zack. Beruhig dich!“ – „ Ich bin ruhig.“ – „ Bist du nicht. Ich sehe es doch.“ Der blonde Junge stand auf und schritt mit wutverzerrten Gesicht auf und ab. Syl war davon nicht begeistert. „ Was hast du vor? Du wirst doch nicht....“ – „ Darauf kannst du wetten. Sobald sie da ist!“ – „ Hey, keep cool!“ – „ Ich bin okay. Ich bin....“ – „ Nur sauer. Und genau das ist das Problem.“ Zack sah die Asiatin mit düsterer Miene an. „ Wie meinst du das?“ – „ Immer wenn du......“ – „ Sie kommen!“ – „ Zack!....Zack, bleib ruhig! Zack!“ Doch es war zu spät. Wütend stieg der Anführer aus dem Trailer und schritt auf die vier zu. Ray merkte schnell, wen er so wütend ansah. Sie blieb stehen. Syl und Brin stürmten aus dem Trailer. „ Zack, mach das nicht!“ Der Junge ignorierte sie. Er ging an Zane, Krit und Jondy vorbei zu Ray. Die versuchte noch zu entweichen, doch Zack war schneller. Er stürmte auf sie zu und warf sie auf den Boden. „ Du bist wohl verrückt geworden, oder was sollte das?“ – „ Zack, das ist unfair. Zane....“ Ray war aufgestanden, aber der Anführer griff sie wieder an. Er schlug dreimal mit den Knie in ihren Magen, formte seine Hand zu einer Faust und stieß sie auf ihr Kreuz. Das Mädchen fiel keuchend auf den Boden. Zack ließ ihr keine Zeit sich auszuruhen. Er setzte sich auf sie und verpasste ihr einige Haken. Ray fing an sich zu wehren. Sie schnappte sich seinen Kragen und zog Zack von sich weg. Ray bekam die Oberhand und schlug auf den Blonden ein. Ihre Nase blutete inzwischen; nach den Schmerzen zu urteilen, war sie gebrochen. Zack bekam eine Hand frei und nutze sie. Schnell war er wieder frei und schlug seine Schwester wieder zu Boden. Ray blieb mit schmerzverzerrenden Gesicht liegen. Zack wollte wieder zuschlagen, doch jemand packte ihn an den Schultern. Krit redete auf ihn ein. „ Das reicht, Zack. Sie hat genug.“ – „ Krit hat Recht. Ray muss versorgt werden.“ Es entstand eine kurze Pause, während Zack mit sich kämpfte. Nach einer kleinen Weile hatte er sich entschlossen. „ Ich geh auf Route. Verbindet sie.“ Mit einem verärgerten Blick auf seine Schwester, verschwand er. Ray stand auf und befühlte ihre Nase. „ Oh, Scheiße.“ Jondy trat zu ihr. „ Komm mit. Du musst versorgt werden.“ – „ Glaubst du, dass er sich wieder beruhigt? Sonst macht er mir die Hölle heiß. Und darauf stehe ich wirklich nicht.“ – „ Kann ich mir gut vorstellen. Krit, Syl. Haltet ihr Wache.“ – „ Okay.“ - „ Brin, suchst du Zack.“ Brin nickte und verschwand. Jondy wandte sich an den Zweitältesten. „ Du kommst mit uns. Und keine Widerrede. Auch nicht von dir.“, Ray verstummte und sah Zane bitter an. Der blickte genauso entgeistert zurück. Jondy bemerkte das. „ Hört bloß auf damit. Kommt endlich.“ Die Drei verschwanden in den Trailer und ließen Syl  und Krit zurück. .............

Lydecker saß an seinem Computer, als die Tür auf ging. O´ Neill betrat den Raum. Er hatte eine DVD in der Hand. „ Colonel. Ich habe etwas Merkwürdiges entdeckt.“ – „ Ist es relevant?“ – „ Sicher, Sir. Es könnte sogar von großer Wichtigkeit sein.“ – „ Sprechen Sie weiter.“ – „ Vor etwa zwei Stunden gab es einen Einbruch im Nobelviertel von Chicago.“ – „ Und?“ – „ Sie sollten sich das hier ansehen.“ O´ Neill schob die DVD in den Rekorder und drückte auf Play. Darauf waren Ray und Zane nach den Sturz zu sehen. In dem Film sahen sie sich kurz um, kletterten wieder auf die Schränke und packten sich die Seile. Es gab einen Dialog. „ Das ist alles deine Schuld, Zane.“ – „ Ach, halt die Klappe.“ Anschließend verschwanden sie. Es gab eine Minute Stille, dann kamen die Polizisten und sahen sich um. Der Bildschirm wurde schwarz. O´ Neill sah seinen Vorgesetzten fragend an. Der lehnte sich nachdenklich an seinen Stuhl zurück. „ X5-439 und X5-205.“ – „ Ja. Die beiden wurden noch mit anderen Kindern gesehen. Und zwar in Beverly Hills, New York und San Franzisko. Es scheint, dass der älteste, ein blonder Junge, der Anführer sei.“ – „ X5-599. Wo könnten sie jetzt sein?“ – „ Es gibt sieben Campingplätze in der Stadt. Zwei davon sind geschlossen.“ – „ Das ist egal. Sucht sie.“ – „ Ja, Sir.“ – „ Und O´ Neill.“, der zwei Meter Mann drehte sich um, „ Nehmen Sie zwei Dutzend Ihrer besten Leute mit. Sie sollen mit äußerster Präzision arbeiten. Informieren Sie sich vorher über die Anzahl der Kinder und das geschätzte Alter. Aber bringen Sie sie lebendig zurück.“ – „ Ja, Sir.“ Lydecker war alleine. Er öffnete seine Schreibtischschublade und zog ein paar Akten heraus. „ Endlich. Nach sechs Jahren finde ich euch.“ Er öffnete ein Akten. „ Doch wer seid ihr?“ Er las eine. Zack´ s Akte. “ Du bist der Anführer, X5-599. Wie viele beschützt du? Ray und Zane. Wer noch? Jondy, Ben, Max? Ihr seid zu viele. Du kannst nicht über alle wachen. Und ich werde sie holen. Einen nach den anderen.“ .............

“ Ihr solltet euch langsam wieder vertragen. Zack ist sowieso wütend auf euch.“ – „ Falsch. Er ist wütend auf mich...... Autsch.“ Ray rieb sich den Ellenbogen. Auch ihr Arm hatte etwas mit abbekommen. Jondy tat etwas Desinfektionsmittel darauf. „ Du hast ihn nur verstaucht. Und die Schürfwunde heilt auch wieder. Nichts Schlimmes.“ Zane setzte sich auf einen Stuhl und startete den Computer. Ray blickte ärgerlich zu ihm. „ Eigentlich hättest du auch etwas abbekommen sollen.“ – „ Es war aber deine Schuld, Ray.“ – „ War es nicht. Hättest du mich nicht aufgehalten, wäre....“ – „ Hättest du den Alarm schon vorher ausgelöst. Und jetzt lass mich in Ruhe.“ Ray runzelte die Stirn. „ Was machst du eigentlich.“ – „ Ich glaube, wir waren länger als fünf Minuten drinnen. Ich check, ob die Überwachungskamera an war.“ Jondy ging zu ihm. „ Hast du schon etwas Relevantes entdeckt?“ – „ Nein, noch nicht. Aber wenn etwas ist, müssen wir weg von hier.“ Ray lag auf der Liege und sah zu ihren Leidensgenossen. „ Glaubst du, Lydecker könnte uns auf den Fersen sein?“ – „ Wenn uns die Kamera erfasst hat, dann schon. Und die Chancen stehen dank dir besonders hoch.“ – „ Weist du was, Zane. Du nervst mich. Halt einfach die Klappe und mach deine Arbeit.“ – „ Ich, an deiner Stelle, würde vorsichtig sein, mit dem was du sagst.“ – „ Wie lang muss ich noch dein Gelaber anhören? Denkst du, deine Drohungen würden etwas bringen?“ – „ Jetzt reicht´ s.“ Zane stürzte sich auf Ray. Die beiden Jugendlichen prallten gegen die Wand und stürzten auf den Boden. Ray schrie vor Schmerz auf und fing an Zane zu schlagen. Ehe der Kampf den Höhepunkt erreichte, schnappte sich Jondy den Älteren und schleuderte ihn von Ray weg. Die stand schwerkeuchend und mit einem Gesichtsausdruck, der Wut und Schmerz zeigte, auf. Zane verschränkte seine Arme und lehnte sich gegen die Wand. Jondy sah ihn an. „ Lass sie in Ruhe und geh an die Arbeit. Und du, Ray, legst dich hin und ruhst dich aus. Ich will keinen Streit mehr.“ Das braunhaarige Mädchen legte sich wieder hin. Zane wandte sein Interesse wieder dem Computer zu. Der piepte. Jondy sah auf den Monitor. „ Was hast du gefunden?“ – „ Die Videoaufnahme. Verdammt! Sie haben uns erwischt.“ Auf dem Bildschirm war der gleiche Film zu sehen, wie in Lydecker schon sah. Zane stand auf. „ Wir müssen die anderen holen.“ – „ Sieh vorher nach, ob schon Kopien gemacht wurden. Falls es schon welche gibt, versuch sie zu lokalisieren. Und lösch das verdammte Video.“ – „ Ja, ma´am.“ Der Junge machte sich wieder an die Arbeit. Plötzlich ging die Tür auf. Syl sah verwundert in den Raum. „ Was ist passiert? Zack und Brin sind noch nicht zurück.“ – „ Na toll. Syl, geh du sie bitte suchen. Und nimm das hier mit.“ Jondy warf ihr eine Pistole entgegen, „ Nur ein Warnschuss, wenn´ s gefährlich wird.“ Syl runzelte die Stirn, fragte aber nicht weiter. Ray hatte sich inzwischen aufgerichtet und wartete auf Befehle. „ Was soll ich.... au. Oh, Mist.“ Zane und Jondy sahen sie verwirrt an. Ray hatte ihre Hand auf den Kopf. Er fühlte sich an, als ob er jeden Moment explodieren könnte. Es war ein fieses Stechen. Ray löste ihre Hand vom Kopf und betrachtete sie. Die war voller Blut. Jondy trat näher an ihre Freundin und bemusterte die Wunde. „ Das ist eine Platzwunde. Die musst du dir beim Sturz zugelegt haben. Warte mal.“, Jondy tastete auf den Kopf. Ray zuckte zusammen. Für die vorläufige Anführerin war die Sache klar. „ Du hast eine Gehirnerschütterung.“ – „ Und was soll ich machen?“ – „ Setz dich lieber hin und ruh dich aus.“ – „ Aber ich kann doch nicht nichts tun.“ – „ So verschlimmerst du deinen Zustand.“ – „ Aber ich.....“ – „ Es ist zu gefährlich.“ – „ Aber....“ Jondy verdrehte die Augen und schüttelte leicht ärgerlich den Kopf. „ Okay. Setz dich an den Tisch und studiere die Karte. Such die beste Route für uns aus.“ – „ Gut.“ – „ Lass mich vorher deine Wunde desinfizieren. Dein Arm muss auch noch verbunden werden.“ Ray nickte. Jondy wandte sich zu ihr. Zane tippte derweil an der Tastatur. Nach kurzer Zeit hatte er es gefunden. „ Hier, Jondy. Zwei Kopien. Eine ging nach New Orleans zum Besitzer persönlich, die andere ist unbekannt.“ – „ Hört sich nach Manticore an.“ – „ Manticore ist in Wyoming. Es dauert mindestens drei Stunden bis sie hier sind. Und außerdem müssen sie uns erst noch suchen.“ Das Mädchen hatte gerade Ray verbunden. „ Dann müssen wir in spätestens eine Stunde fahren. Ray, nimm dir ein paar Karten und such eine ruhige Straße.“ – „ Okay.“ – „ Zane hilft dir dabei.“ – „ Was?“, Ray war weniger begeistert, „ Oh, nein. Nicht mit ihm?“ – „ Hey! Denkst du ich wäre davon begeistert? Du bist mir zu....“ – „ Ach, halt doch die Klappe.“ Zane stand drohend auf. „ Wag es ja nicht, so mit mir zu reden, oder.....“ – „ Oder was? Hast du ein Problem?“ – „ Darauf kannst du Gift nehmen.“ Jondy war nicht sehr begeistert. „ Hört sofort auf! Alle beide!“ – „ Er hat.....“ – „ Ray! Macht euch an die Arbeit.“ Zane und Ray starrten sich finster an, wagten es aber nicht zu widersprechen. Sie setzten sich an den Tisch und holten ein paar Karten heraus. Jondy seufzte und wandte sich zum Computer. Die Trailertür ging auf und die anderen betraten den Raum. Zack sah noch etwas wütend aus. „ Was ist los?“ – „ Lydecker. Er hat eine Spur von uns.“ – „ Wie konnte das passieren?....... Moment mal.“ Der älteste sah die beiden am Tisch Sitzenden finster an und verschränkte die Arme. Zane sah erst zu seiner Kumpanin, dann zu dem Anführer. „ Nun ja. Ich denke, wir waren über fünf Minuten drin.“ Ray nickte zaghaft. „ Und da wir länger als die besprochene Zeit am vereinbarten Ort waren, wurde die Manipulation der Sicherungssysteme aufgehoben und bevor wir das Ziel verlassen konnten, waren sie schon vollends intakt und konnten ihre Tätigkeit exakt beobachten. Wir haben im Prinzip eine korrekte Analyse unsere äußerliche Identität zurückgelassen.“ Syl, Krit und Zane stöhnten. Das machte Ray immer, wenn sie vom Thema abschweifen wollte. Zack wollte eine Antwort. „ Du redest dich herum. Und jetzt das Ganze präzise, bitte.“ Ray zögerte. Dann gab sie es auf und wurde deutlich. „ Sie haben uns mit der Überwachungskamera erfasst.“ Eine kurze Pause entstand. Zack sah seine Kameraden ungläubig an. Er schüttelte den Kopf. „ Das habt ihr super gemacht.“ – „ Okay, wir haben Mist gebaut, aber es....“ – „ Mist gebaut? Das ist noch harmlos ausgedrückt.“ Zack lachte sarkastisch, dann wurde er wieder ernst und griff Zane am Kragen. „ Ich würde sagen, ihr habt ein großes Problem. Ihr werdet den Trailer nicht mehr verlassen, nur dann, wenn ich es sage. Ihr werdet euch in der nächsten Zeit mit dem Papierkram beschäftigen. Noch fragen?“ Keiner sagte was. Zack stieß seinen Partner nach hinten. Er wandte sich zu den anderen. „ Jondy, du wirst versuchen immer auf dem Laufenden zu bleiben. Syl, Krit, bereitet die Waffen vor. Brin, du kommst mit mir. Ich will immer den neuesten Stand.“ Dabei sah er immer noch sauer zu seiner Schwester und Zane. Die blieben lieber stumm...............

Lydecker blickte auf dem Monitor. Die gleiche Szene. Immer und immer wieder. Er musste sich das Aussehen des Jungen einprägen. Ungefähr 1.75 groß, kurze braune Haare, braune Augen. X5-205, Zane. Er war der zweitälteste ´seiner Kinder`. Seine Geburt war am schwersten gewesen. Er wäre fast gestorben. Dann nach zwei Jahren hatte Lydecker ihn für ein Tag lang beobachtet. Zane hatte Fortschritte gemacht, sogar schon mit Kampfsport angefangen. Er war immer sehr gut gewesen. Deshalb wunderte es Lydecker, dass er und 439 erwischt wurden. Sie schienen ihre Vorsicht vergessen zu haben. Alles was Manticore ihnen gelernt hatte, schien auf die kalte Schulter genommen zu werden. Lydecker sah sich noch einmal die Aufnahme an. Er erwischte den Streit. „ Das ist alles deine Schuld, Zane.“ – „ Ach, halt die Klappe.“ Der Colonel stoppte die Aufnahme und lehnte sich zurück. Das Mädchen war wirklich X5-439. Lydecker erkannte es an ihrer Art. Sie hatte sich schon immer aufbrausend  gegenüber ihren älteren ´ Brüdern` verhalten. Sie hatte sich nie unterordnen lassen. Ray war einer der Anführer, sie hatte Manticore immer Schwierigkeiten bereitet. Lydecker wusste, dass es sehr schwer sein würde, die Gruppe der X5 einzufangen. Aber es würde ihm gelingen. Dieses Mal würde er es schaffen. ...........................

Ein dunkelhäutiger Mann mit schwarzen Anzug und Krawatte klopfte an der Tür eines unbekannten Raumes. Ihm wurde geöffnet. Der Mann trat ein und schüttelte einer älteren, grauhaarigen Frau die Hand. „ Ich habe Informationen für Sie. Ich glaube das dürfte Sie interessieren.“ – „ Das hoffe ich sehr. Sie wissen, ich möchte nicht gern gestört werden.“ –
„ Glauben Sie mir. Letzte Nacht um c. a. 22.50 Uhr gab es in einem Nobelviertel in Chicago einen interessanten Einbruch?“ – „ Einen Einbruch? Was ist daran ungewöhnlich?“ Der Mann lächelte und öffnete seinen Aktenkoffer. Er holte eine DVD heraus. „ Der Einbruch wurde von Kindern durchgeführt. Von besonderen Kindern....... Darf ich?“ Er deutete auf einen Fernseher. Die Frau nickte. Sie war verwundert und gespannt. Der Afroamerikaner schob die DVD in den Rekorder und schaltete den Fernseher ein. Das Überwachungsvideo erschien auf den Bildschirm. Die Frau starrte darauf. „ Sind das......?“ – „ Sie stammen aus der X5-Serie. Von Manticore.“ – „ Sind Sie sich sicher.“ Der Mann drückte den Pause-Knopf. Zane und Steph waren auf den Seilen und hatten der Kamera den Rücken zugedreht. „ Sehen Sie genau hin. Sie müssen sich auf ihre Nacken konzentrieren. Die alte Frau blickte genauer hin und erkannte, was ihr Besucher meinte: Zane´ s und Ray´ s Strichcodes waren deutlich zu sehen. Die Frau schien zufrieden. „ Diese beiden Kinder müssen wir haben. Wir brauchen sie lebend. Die Implantate sind noch zu unsicher. Ein X5 wäre hervorragend geeignet.“ – „ Nun, ich habe bereits Vorbereitungen getroffen. Zehn meiner besten Männer sind schon unterwegs nach Chicago.“ – „ Gut. Sind Sie sicher, dass es nur zwei sind?“ – „ Nicht ganz. Aber es sind noch Kinder. Meine Leute werden es auf jeden Fall schaffen, sie einzufangen.“ – „ Wenn Sie meinen. Mir reicht ein X5 aus. Wenn es geht ein weiblicher. Die männlichen brauchen wir nur zu Untersuchungszwecken und können entbehrt werden. Sie bekommen zwanzigtausend pro Kopf.“ – „ Ja, ma´ am.“ Der Mann nickte und ging mitsamt Koffer aus dem Zimmer. Die Frau lächelte gefährlich. „ Ich werde gewinnen, Deck. Deine Kinder gehören mir.“ .......................................

„ Möchtest du Tee, Syl?“ Krit setzte sich neben seiner Freundin auf das feuchte Gras. Syl schüttelte den Kopf. Sie hatte ein Gewehr in der Hand und betrachtete ihre Umgebung. Krit grinste. „ Wie wär´ s mit Kaffee. Du siehst aus, als hättest du einen nötig.“ – „ Wirklich nett. Du solltest deine Aufgabe ernster nehmen. Zack reißt dir sonst den Kopf ab.“ – „ Na, ich kann schon seinen Fußabdruck an meinen Hintern sehen. Er ist immer so ernst.“ Krit hielt nun ebenfalls Ausschau nach möglichen Feinden. Seine lockere Stimmung verflog langsam und er wurde etwas ernster. „ Was meinst du. Wie lange wird es dauern, bis sie hier sind? Es ist  immerhin noch ruhig.“ – „ Ja. Ich hasse diese Art von Ruhe. Sie macht mich immer nervös.“ – „ Wen nicht. Weist du, was ich hasse?“, Syl zuckte die Schultern. Krit fuhr fort, „ Immer fliehen zu müssen. Ich will endlich meine Freiheit genießen. Irgendwo hin. In einer Gegend, in der mich niemand kennt. Dort werde ich mir dann eine Wohnung suchen und soviel Blödsinn machen, wie es nur geht.“ Krit senkte leicht seinen Kopf, „ Genau das ist mein Traum. Und irgendwann wird er in Erfüllung gehen. Das weis ich.“ Syl hatte ihren Freund ruhig zugehört. Nun schüttelte sie traurig den Kopf. „ Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob wir das richtige gemacht haben. Ich glaube nicht, dass wir irgendwann wirklich frei sein werden. Ich werde wahrscheinlich immer Angst haben müssen. So etwas bekommt man nicht los. Sie werden uns immer jagen.“ Krit sah erst in den Himmel, dann zu Syl. „ Du musst keine Angst haben. Ich werde dich beschützen. Wir können schließlich auch zusammen in eine Stadt gehen, in der wir frei sind........... Und sei es in unseren Träumen.“ Syl lächelte hoffnungsvoll. „ Das wäre wirklich wunderbar.“ ...........................

„ Das ist eine schlechte Route. Wenn wir die fahren, erwischen sie uns sofort.“ – „ Ach ja. Und welche bevorzugst du dann, du Schlaumeier.“ – „ Die hier.“, Zane deutete auf eine Strecke, „ Die ist ziemlich abgelegen.“ – „ Idiot. Die ist viel zu eng. Ich bin für diese Strecke. Sie hat mehrere Abzweigungen und man kann sich leicht verfahren, wenn man sich nicht auskennt.“ Zane schüttelte den Kopf. Ray sah ihn ärgerlich an. „ Du willst nur nicht zugeben, dass meine Strecke besser ist als deine.“ – „ So ein Quatsch. Meine ist.....“ – „ Hört endlich auf zu streiten!“ Erschrocken sahen die beiden Streithähne die zornige Jondy an. Die fing an wütend zu reden. „ Während ihr euch gegenseitig bekriegt, kommt Lydecker immer näher! Ihr habt jetzt zwanzig Minuten lang euch Beleidigungen und dämliche Kommentare an den Kopf geworfen, statt den besten Weg zu suchen. Durch euren bescheuerten Streit, sind wir überhaupt in dieser Lage. Wenn ihr zwei in fünf Minuten keinen Weg gefunden habt, schleppe ich euch persönlich nach Manticore zurück. Und das ist mein verdammter Ernst. Also, haltet endlich die Klappe!“ Verärgert ging Jondy zurück zu dem Computer und ignorierte die beiden X5. Die waren nach der Strafpredigt sehr klein und versuchten so schnell und leise wie möglich die passende Route zu finden. ......................

Zack schlich vorsichtig durch den Wald. Er atmete ruhig und gab sich gelassen. Doch Brin, die eine Begabung für Menschenkenntnis hatte, bemerkte seinen glühenden Zorn. „ Was wirst du mit ihnen machen?“ – „ Ich habe keine Ahnung. Eins ist sicher, keiner von beiden sollte irgendetwas Neues anstellen. Ansonsten drehe ich durch.“ Die Asiatin seufzte und versuchte den Anführer etwas zu besänftigen. „ Beruhig du dich erst mal. Ich glaube nicht, dass es gut wäre, wenn du sie mit Gewalt bekämpfst. Egal was du machst, sie werden in der nächsten Zeit weiterstreiten.“ – „ Sie bringen uns damit in Gefahr.“ – „ Sie werden sich wieder vertragen, Zack. Lass ihnen Zeit. Es ist nur ein Machtkampf.“ Brin rannte zu Zack und sah ihn in die Augen. „ Lass sie in Ruhe. Ray und Zane werden sich wieder beruhigen. Das war bei dir und Krit genauso.“ – „ Das war etwas ganz anderes. Ich......“ – „ Nein, Zack. Es war das Gleiche. Und es ist gut ausgegangen. Oder etwa nicht.“ Bestürzt nickte Zack. Er wusste, dass Brin Recht hatte. Doch sie waren seine Schützlinge. In einem Streit wurde man unachtsam. Unachtsamkeit verleitete zu Fehler. Fehler führte wieder zu Manticore. Und Zack wollte niemals jemanden aus seiner Familie an Manticore verlieren. ...................................

Lydecker bekam einen Anruf. Er nahm sein Handy und hörte eine dunkle, männliche Stimme. „ Colonel. Wir sind jetzt in Chicago. Haben noch keine Spur.“ – „ Sie müssen alle Straßen und Wege absuchen. Hören Sie? Diese Kinder sind verdammt schwer zu fangen.“ – „ Aber, Sir. Es sind doch nur Kinder.“ – „ Das sagte Ihr Vorgänger auch zu mir. Sie wissen was mit ihm passiert ist?“ Ein Zögern, dann die bestürzte Antwort, „ Ja, Sir.“ – „ 599 und 439 sind gefährlich. Und die anderen X5 werden genauso sein. Sie sollten wirklich gut vorbereitet sein. Das ist kein Fang- das- Kind- Spiel, O´ Neill, das ist eine Fang – gentechnisch – verbesserte – Killermaschinen – Aktion. Schreiben Sie sich das hinter die Ohren. Sonst werden Sie sterben.“ – „ Ja, Sir.“ Lydecker schaltete sein Handy aus. Im Geheimen war er sich seit ´09 nicht mehr so sicher. Er wusste, die X5 waren genetisch verbesserte Killermaschinen............ und sie waren Kinder. Ängstliche Kinder............................

Jondy bemusterte die von Ray und Zane ausgesuchte Route genauer. Sie nickte leicht zufrieden mit den Kopf. „ Die ist perfekt. Seht ihr. Fünfzehn Minuten ohne Streit und schon werdet ihr genial.“ Zane grinste verlegen. Ray lehnte sich an ihren Stuhl zurück. „ Lob uns lieber, dann, wenn wir in Sicherheit sind. Wir müssten spätestens in einer halben Stunde losfahren. Sonst finden sie uns.“ Jondy nickte. „ Ray. Hol Syl und Krit. Such anschließend Zack und Brin. Zane, du bereitest mit mir alles vor. Beeilt euch.“ Die zwei nickten. Ray stürmte aus den Trailer. Das Mädchen fand Syl und Krit sitzend auf der Wiese. Die starrten das Mädchen überrascht an. „ Ist was passiert?“ – „ Packt alles zusammen. Es ist bald soweit.“ Krit runzelte verwundert seine Stirn. Er sprang eilig auf und schrie Ray noch Fragen zu, die bereits einige Meter von ihnen entfernt war. „ Was soll das? Was machst du?“ – „ Was wohl! Ich suche Big Boss! Beeilt euch!“ Ray rannte weiter. Syl seufzte. „ Wie der große Bruder.“ Dann verschwanden die zwei in den Trailer. .................................

Zack lauschte gespannt. Er hörte ein paar Männerstimmen. Brin konnte sie ebenfalls hören.
„ Seit wann teilen sie sich auf.“ – „ Wie viele?“ – „ Vier oder fünf. Scheint ein Spähtrupp zu sein. Nicht wirklich intelligent, wenn du mich fragst.“ Zack nickte verächtlich. „ Lydecker war schon besser. Er wird.....“, plötzlich stockte der Anführer und deutete mit dem Zeigefinger auf ein Gebüsch, hinter den beiden X5. Brin nickte und schlich hinter Zack. Der lauschte in die Dunkelheit. Seine X5-Augen konnten, wie bei allen anderen, sehr gut in der Dunkelheit sehen. Er starrte gefährlich dem Gestrüpp entgegen. Dort war kaum ein Rascheln zu vernehmen. Es war unerträgliche Spannung in der Umgebung. Und dann griff Zack an. ......

„ Noch zehn Minuten. Sie brauchen zu lange. Vielleicht ist etwas passiert?“ Syl und Krit saßen erschöpft auf der Liege. Jondy versuchte sich an ihre Arbeit am Computer zu konzentrieren, doch fiel es ihr schwer. Offensichtlich nervös schritt Zane hin und her. „ Vielleicht haben wir die Zeit falsch eingeschätzt und Lydecker war schon da. Oder Ray ist.......“ – „ Dacht ich es mir doch?“ Krit grinste Zane an. Der stand da und sah verwundert zu seinen Kumpanen. „ Was ist?“ Auch Syl wunderte sich. „ Was hast du, Krit?“ – „ Du hast ein schlechtes Gewissen, Zane. Deshalb bist du so beunruhigt.“ – „ Schlechtes Gewissen? Warum sollte ich ein schlechtes Gewissen haben?“ Syl verstand. „ Du bereust den Streit mit Ray. Und jetzt machst du dir sorgen, dass ihr etwas passiert ist.“ – „ So ein Quatsch. Sie hat mit den Streit angefangen. Nicht ich. Sie sollte ein schlechtes Gewissen haben und nicht...“ – „ Du? Also hast du eins.“ – „ Nein.“ Krit lachte leise. „ Komm schon. Das kann jeder sehen. Du hast ein schlechtes Gewissen.“ – „ Nein! Hab i....“ – „ Ruhe jetzt!!“ Leicht zornig sah Jondy zu den anderen X5, „ Hättet ihr endlich mal die Ehre die Klappe zu halten. Ich muss mich konzentrieren. Und du, Zane, setz dich endlich hin. Sie werden schon rechtzeitig kommen. Heb dir dein schlechtes Gewissen für später auf.“ Zane brummte ärgerlich und ging nach vorne zu dem Fahrersitz. Krit und Syl mussten sich sehr beherrschen nicht laut loszulachen. Sie ließen es, als Jondy sie mit ihren Wagt- es- ja- nicht – Blick ansah.......................
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