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Spatz und Kater

von Lirun
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
22.06.2008
24.08.2008
16
21.859
1
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
22.06.2008 1.109
 
So das letzte Kapitel. Vielen lieben Dank an Red Angel und Kanchana für eure Reviews. ch hoffe die Geschichte hat euch gefallen.
Liebe Grüße
Lirun


Sie schauten sich eine Weile an und dann verwandelte sich Julie in sich selbst zurück.
„Du warst da, in der Nacht als ich das erste Mal aufwachte. Du hast auf meiner Bettdecke geschlafen. Und als ich das letzte mal aufwachte warst du auch da und hast mir alles erzählt, was ich später noch mal von dir zu hören bekam. Eigentlich hätte ich da schon erkennen müssen, wer du bist. Die Sache mit gestern Abend und da im Krankenhaus tut mir leid. Ich hatte nur Angst, das du dir alles ausgedacht hast und jedem gesagt hattest, das ich wie ein Trottel auf dich hereingefallen bin. Ich wusste ja nicht, warum du geweint hast.“, sprach Josh dann endlich aus, was er dachte.
„Du warst wach? Und hast kein Wort gesagt? Oh man ist mir das jetzt peinlich.“, sagte sie daraufhin.
„Aber warum denn? Ich fand es… ähm …sehr … hm… nett.“, er wurde rot.
„Nett? Ich saß da über fünf Tage jede Nacht und du findest das nett?“, erwiderte sie spitz.
Er beugte sich zu ihr hin und sagte: „Na gut, wenn du die ungeschminkte Wahrheit hören willst. Ich finde es“, er holte noch mal Luft „hmibeelwim“
Prustend lachte sie los: „Wie findest du das? Hmibeelwim?“ Sie lachte und stellte erst nach einer Weile fest. Das er sie nur still musterte.
„Was ist?“
„Mir ist gerade wider eingefallen, wie oft du mich beleidigt oder gepeinigt hast. Zum Beispiel die Sache mit dem Tierarzt.“
„Oha, der Tierarzt. Konntest du ihn etwa nicht leiden? Er war doch sehr nett, oder?“
„Abgesehen davon, dass er mir meine Gedärme zerquetschte und mich einschläfern lassen wollte. Aber auch nett, war die Sache mit der Wurst. Ich denke ich guck nicht richtig, als du mir da so eine nackige Wurst hinhältst.“
„Ich musste dich doch wie einen richtigen Hund behandeln. Und der hätte auch kein Ketschup bekommen. Außerdem war das noch lange kein Grund mich umzuwerfen. Und mit dem was du danach getan hast hätte ich auch nicht gerechnet.“
„Ach du meinst meinen Hundekuss? Ich musste mich doch wie ein richtiger Hund benehmen, und deine Beleidigung hat mich auch sehr gekrängt.“
„Welche Beleidigung?“
„Ich hätte Mundgeruch.“ Julie prustete wieder los.
„Aber alle Hunde haben Mundgeruch.“
„Ich nicht.“
„Beweis es.“, forderte sie ihn heraus. Er schaute sie nur von der Seite her an, um zu prüfen, ob ihr bewusst war, was sie gerade gesagt hatte. Dann überging er ihre Herausforderung und fragte: „Wie ist es?“
„Wie ist was?“
„Na du hast doch mit dem Kater in mir gesprochen. Wie ist er?“
„Ich weiß nicht wovon du redest.“
„Okay, dann muss ich dir wohl auf die Sprünge helfen. Du warst in der Nacht, in der ich mich zurückverwandelte in meinem Zimmer. Du kannst es ruhig zugeben. Und du hast mit dem Kater gesprochen. Nur deshalb habe ich mich zurückverwandelt. Ich habe mit meiner Mutter gesprochen. Sie meinte, das bis jetzt nur mein Vater mich aus diesem Zustand zurückholen konnte. Und er hatte sich in seiner zweiten Verwandlung in einen Kater verwandelt. Also, ist deine zweite Verwandlung auch eine Katze?“
Julie schaute ihn an. Und anstatt sich weiter zu sträuben verwandelte sie sich gleich in die Katze. Sie war grau und Josh strich ihr sanft durchs Fell. Julie begann zu schnurren.
„Du bist eingebildet. Oder vielleicht besser der Kater in dir. Er war beleidigt, weil du dich so selten in ihn verwandelt hast und lieber auf den schwarzen Hund zurück gegriffen hast.“
„Also stimmt meine Vermutung doch. Ich schulde dir mein Leben. Sogar mehr als einmal.“ Julie verwandelte sich in einen Spatz und flog ihm auf die Hand.
„Du schuldest mir gar nichts. Ist das klar? Ich hätte das alles auch für jeden anderen getan.“
Er schaute dem Spatz nach, der zurück auf seine Jacke flog und dort wieder zu Julie wurde. Sie hatte eben wohl gar nicht mitbekommen, das sein Herz gebrochen war. Sein Blick versteinerte sich, und er schaute weg. Ihr jetzt in die Augen zusehen währe fatal gewesen. Da spürte er ihre Finger unter seinem Kinn und sie hob es soweit an, bis er ihr in die Augen sah.
„Für jeden anderen hätte ich das auch getan. Aber ich hätte mich nicht über jeden anderen so aufgeregt, wie über dich.“
„Danke, tolles Kompliment. Ich meine andere hätten jetzt gesagt, für deine Augen würde ich mein Leben geben, aber nein, das mit der Aufregung passt schon ganz gut.“, blanker Spott schoss ihr entgegen. Julie verstand nicht, warum er so auf ihre Aussage reagierte.
„Du verstehst es nicht. Das Leben von jemanden zu retten ist bei uns doch schon fast eine alltägliche Sache. Neulich wäre ich fast von einem Auto überfahren worden, hätte ein alter Mann mich nicht zurück gezogen, ich hab mich bedankt und bin weiter gegangen. Aber ich kenne weder seinen Namen, noch seine Adresse.
Sich über jemanden aufzuregen, sich Sorgen um denjenigen machen, so äußert es sich, wenn man jemanden… mag, ihn gern hat.“
„Also willst du mir jetzt gerade sagen, das du mich magst und du mir jederzeit wieder das Leben retten würdest?“, sagte Josh recht kühl.
„Wie fandest du es, das ich noch volle fünf Tage nachdem ich dir das Leben gerettet habe dablieb? Und ich warne dich, wenn du noch einmal mir gegenüber diesen Ton anschlägst, dann werde ich…“
Josh schaute überrascht zu ihr herüber. Sie machte sich etwas daraus, wie er mit ihr sprach?
„Warum stört dich das?“, fragte er sie statt zu antworten. Julie antwortete nicht, sondern stand auf. Auf ihren Wangen zeigte sich eine leichte Rötung. Schnell sprang auch Josh auf.
„Ich werde jetzt gehen. Es ist dunkel geworden und außerdem friere ich.“, sagte Julie und stand still vor ihm. Ihre Augen waren auf einen Gegenstand hinter ihm gerichtet.
„Kommst du morgen Abend wieder um die Geschichte über uns weiter zu erzählen?“, Josh erfasste ihren Blick mit seinen Augen.
„Das weiß ich noch nicht. Kommst du?“, fragte sie zurück.
Er nickte nur. Dann drehte sie sich um und wollte gehen, doch etwas hielt sie am Arm zurück.
„Du hast mich gefragt, wie ich es fand?“ Julie schaute Josh in die Augen. Josh kam näher an sie heran und flüsterte ihr dann ins Ohr: „Zauberhaft schön“
Bevor sie noch etwas sagen konnte erklärte er ihr auch schon:
„Und jetzt werde ich dir beweisen, das ich keinen Mundgeruch habe.“

Ende


Ach ja und weils so schön ist zum Abspann:

Alles von mir frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen, oder schon geschriebenen Geschichten ( so es denn welche gibt) nicht beabsichtigt.
Kein Tier kam dabei zu schaden. :)

Liebe Grüße
Lirun
 
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