If you want to I can save you

von Sheron
GeschichteAllgemein / P16 Slash
15.06.2008
25.07.2008
7
24365
2
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61 Reviews
Dieses Kapitel
15 Reviews
 
 
 
If you want to I can save you

I can take you away from here


Disclaimer: Gehören tut mir bei dieser Story nichts *heul*, alles J.K.R ihrns... –an Dray klammer-

Genre: Allgemein, ich konnte mich wieder mal nicht festlegen...

Rating: Slash, R16.  

Pairing: DM/HP (wenn ihr kein Slash mögt, da oben rechts ist ein X)

Kapitelanzahl: Wahrscheinlich 5 + Epilog. Aber ich bin mir noch nicht sicher

Seitenanzahl pro Chap: ca. 5 Seiten

Bücher: Ich gehe nicht strikt  nach den Büchern, den 6ten & 7ten Band lasse ich ganz weg

Zeitraum: Siebtes Jahr

Beta: Keiner, daher dürft ihr Fehler behalten, bin mal so nett und schenk sie euch :)

Updates: Versuche ich regelmäßig zu machen, also wöchentlich ein Chap, aber ich kann nicht versprechen das immer zu schaffen, wenn dann lade ich samstags oder sonntags hoch.

Vorwort
Das hier ist nicht meine erste FF, trotzdem die erste die ich hochlade und euch zum Lesen gebe. Wollte eigentlich die FF erst zuende schreiben bevor ich sie hochlade, aber ich war wohl doch zu ungeduldig x) Seid bitte nicht zu hart, uah ich werde versuchen die Charas so wenig wie möglich OOC werden zu lassen, aber sie verändern sich im Laufe der Geschichte, dass steht fest. Die Idee für diese FF kam mir, als ich den Song All you Wanted von Michelle Branch gehört habe, sehr empfehlenswert übrigens. Und jetzt viel Spass beim Lesen, könnt mir ja mal ein Review dalassen *glubsch*
Knuddel euch
Sheron


Kapitel 1: Die Gestohlene Nacht
Der Sommer war nach Hogwarts gezogen, seit Wochen schon gab es nichts anderes als die pure Sonne, kein Tropfen Wasser war seit her mehr vom Himmel gefallen.
Madam Sprout verzweifelte fast, denn viele ihrer Beete lagen außerhalb der Gewächshäuser, normalerweise gediehen alle Pflanzen dort prächtig, doch durch die andauernde Hitze gingen die Pflanzen der Kräuterkundelehrerin eins nach dem anderen ein.

Die Mädchen in Hogwarts dagegen nutzten die Hitze zu ihrem Vorteil, fast alle Schüler gingen in den Pausen und nach Unterrichtsschluss an den See. Die Mädchen ließen ihre Reize spielen, wollten eingekremt werden und nutzten somit die letzte Chance vor den großen Sommerferien ihren Schwarm noch zu erobern voll aus.
Für die Quidditchspieler von Gryffindor und Slytherin war es ein Fluch. Denn ihr Spiel hatte verschoben werden müssen, es war das letzte Spiel der Saison und die Teamkapitäne, Harry Potter in Gryffindor und Draco Malfoy in Slytherin, mieteten ununterbrochen das Quidditchfeld.  

Mehr als einmal gerieten die beiden aneinander, weil das Feld von ihnen beiden gebucht war. Die Lehrer bissen sich an diesen beiden Streithähnen die Zähne aus, nur Professor Snape schien ausgesprochen zufrieden zu sein, dass Harry Potter um vieles öfter Nachsitzen und Strafarbeiten erledigen musste, als sein blonder Rivale.
Doch heute würde zumindest dieses Thema abgeschlossen werden, heute fand das Spiel Slytherin gegen Gryffindor statt.

Beim Frühstück in der großen Halle herrschte reges Treiben, Gryffindors und Slytherins riefen ununterbrochen die Namen ihrer Sucher, Draco Malfoy und Harry Potter. Jedes Haus versuchte die anderen zu übertönen. Die Lehrer waren dagegen machtlos, doch eigentlich wollten sie auch gar nicht eingreifen, denn sie selbst konnten es nicht mehr erwarten bis das Match der schon seit Jahrhunderten verfeindeten Häuser anfing.
Als die morgendliche Post kam, wurde es etwas ruhiger, denn die meisten Schüler erhielten Briefe von ihren Freunden und Verwandten oder auch den Tagespropheten, den die meisten abonniert hatten. An der Spitze flogen ein schwarzgefiederter Uhu und eine Schneeeule.

‚Das war doch..‘, Draco folgte der weißen Eule mit den Augen, ‚Potters Eule.‘, dachte er sich resigniert und wandte sich an seinen Uhu, der vor seinem Teller gelandet war. „Du hast einen wirklichen eigenwilligen Geschmack, Inari.“, murmelte der Blonde ihm zu, als er den Brief von seinem ausgestreckten Bein entfernte. Er spießte mit der Gabel ein paar Speckstreifen von Blaise auf und gab sie Inari. Die Proteste seines Hauskameraden überhörte er dabei einfach.
Draco brach das Siegel und rollte das Pergament auf.

Unglaublicher Zorn stieg in ihm auf, der Brief enthielt nur ein einziges Wort.
„Nein“, knurrte der Slytherin, zerknüllte das Pergament in der Hand und hätte es am liebsten gleich in Brand gesteckt. Er wusste, dass sich sein Vater immer kurz fasste, außer wenn er wieder mal einer seiner Reden hielt. Doch nur Nein? Er hatte wenigstens einige erklärende Sätze erwartet. Er sollte sich einfach so seinem Schicksal fügen? Niemals. Nicht mit ihm.

„Was bringt dich den so in Rage, Draco? Denkst du etwa daran, dass du meine Lippen noch nie auf deinen gelegen haben?"“, gurrte Cathrine ihm ins Ohr.
Cathrine Zabini war die Zwillingsschwester von Blaise Zabini. Einen der beiden musste Draco heiraten (Homosexualität war in der Zaubererwelt etwas ganz normales und toleriert, auch Männer konnten schwanger werden und ein gesundes Kind bekommen). Seit dem Dracos Eltern, dies mit denen der Zabinis beschlossen hatten, umwarben beide ihn heftig und ließen ihm fast keine freie Minute mehr. Vorher hatten sich die Geschwister schon nicht sonderlich ausstehen können, doch seit dem ihre Eltern diese Vereinbarung getroffen hatten, hatte sich das Verhältnis der Zwillinge noch drastisch verschlechtert. Sie ließen keine Gelegenheit aus um den anderen vor Draco schlecht zu machen.

„Wenn ich daran gedacht hätte, hättest du ein Würgen gehört.“, antwortete Draco genervt und sah seinem Uhu nach, wie er zusammen mit Potters Eule aus der großen Halle flog. Links neben Draco fing Blaise an gehässig zu lachen da war seine Schwester wieder mal in ein Fettnäpfchen getreten. „Hör auf zu Lachen, du Ratte.“, zischte sie ihren Bruder an. „Bei deiner Dummheit kann man einfach nichts anderes machen, als Lachen.“, konterte Blaise fies grinsend. Ein heftiger Streit entbrannte zwischen den 2 Geschwistern, bis Draco einfach aufstand und den Tisch verlies.
Wieder waren Jubelrufe von den Slytherins zu hören, die Gryffindors buhten was das Zeug hielt, doch sie konnten ihre Gegner nicht übertönen.

„Heute hat Potter kein Glück, du machst ihn platt.“, grinste Blaise, als er Draco an den Flügeltüren der Großen Halle eingeholt hatte. Der Blonde gab nur ein unverständliches Knurren von sich, er war immer noch stocksauer.
„Aber nur mal so am Rande..“
Eine Vorahnung habend, was jetzt kam, schaute Draco zu Blaise.
„.. ich weiß ja, dass du mich lieber magst, als meine dumme Schwester und das du dich schon längst für mich entschieden hast. Aber ich würde es gerne von dir auch hören. Das würde mich so richtig für das Spiel motivieren.“

Er.hatte.es.gewusst.

Sie waren mittlerweile schon in den Umkleiden angekommen und Draco hatte immer noch nicht geantwortet. Der Sucher verschloss die Tür und fing an sich auszuziehen, er spürte Blaise Blick deutlich in seinem Rücken.
„Begaff mich nicht, Zabini. Sondern zieh dich endlich um!“, schrie Draco ohne Nerven, diese beiden raubten ihm noch das letzte bisschen Verstand.
Nicht ohne noch mal einen verstohlenen Blick auf Draco zu werfen, machte sich Blaise daran, seine Schulkleidung gegen seine Quidditchroben auszutauschen.  

Langsam füllte sich das Stadion  und auch alle Mitglieder des Teams erschienen und bereiteten sich alle auf ihre Weise für das Spiel vor. Vincent Crabbe und Gregory Goyle die beiden Treiber des Teams ließen sich von den Jägern kleine Steinchen zuschmeißen, die sie dann mit ihren Schlägern in einen geöffneten Schrank schossen. Ab und zu, wenn Draco vorbeiging –den er tigerte vor jedem Spiel in der Umkleide umher und ging jeden Spielzug noch einmal einzeln im Kopf durch- , fing er den Stein kurz bevor er in die Nähe der Treiber kam.  
Es herrschte Stille zwischen den Slytherins, als sie darauf warteten aufs Feld gerufen zu werden.
Blaise stand neben Draco, er war nicht aufgeregt, denn mit ihrer neuen Taktik, die Draco das Jahr über entwickelt hatte, steckten sie ihre Gegner mit Leichtigkeit weg.
Draco beugte sich zu Blaise, „Wenn du heute keinen einzigen Quaffel durch die Ringe lässt, werde ich dich vielleicht ein wenig mehr mögen, als jetzt.“, die grauen Augen des Blonden blitzten amüsiert auf.

Jetzt war Blaise nervös.

Die Türen öffneten sich, die Spieler beider Teams traten aus ihren Umkleiden, ohrenbetäubender Lärm schallte ihnen entgegen. Kein einziger Schüler ließ sich dieses Spiel entgehen, es gab einziges leeres Fleckchen mehr auf den Rängen, alle waren in den Farben ihrer Favouriten gekleidet. Überwiegend waren die Schüler in Rot Gold gekleidet, es wunderte Draco nicht.
Slytherin war immer noch als Haus der dunklen Magie und der Todesser verschrien. Ein Grund mehr um heute zu gewinnen.

Draco trat vor und Potter ebenso. Die Kapitäne mussten sich vor jedem Spiel die Hände geben, der Slytherin hielt das für unnötig. Vor allem bei Potter, eigentlich hatte er sich geschworen ihm nie mehr seine Hand anzubieten, seit er ihm in der ersten Klasse die Freundschaft ausgeschlagen hatte.
„Bereit zum verlieren, Potter?“, fragte Draco, als er seinem Rivalen die Hand reichte. „In deinen Träumen vielleicht, Malfoy.“, entgegnete Potter, ergriff die Hand des Blonden für einen Moment, ehe er sich wieder umwandte und genauso wie Draco zu seinem Team zurückkehrte.
Gespannte Stille lag über dem Stadion, alle warteten darauf, dass Madam Hooch zum Start pfiff und den Quaffel freigab. Als der Pfiff ertönte stieß Draco sich kräftig vom Boden ab und sah zu seinem Team, sie waren im Besitz des Quaffels.

„Nun da fliegen sie, wir alle wunderen uns darüber, wie Harry Potter es geschafft hat, mit diesem Team gegen Hufflepuff und Ravenclaw standzuhalten, wie es das Glück so wollte konnte Potter noch bevor sein Team keine Chance mehr hatte, den Schnatz fangen und das Spiel für Gryffindor entscheiden“
Im Stillen pflichtete Draco Zacharias Smith, der dieses Jahr die Spiele kommentierte, bei, während er seine Kreise um das Feld zog  und Ausschau nach dem Schnatz hielt, nebenbei sah er immer wieder zu seinem Team.
„Bolton verliert den Quaffel an die kleine Weasley, die wahrscheinlich auch nur im Team ist, weil sie die Schwester des besten Freundes von Harry Potter ist...“
Draco gab Vinc ein Zeichen, worauf er seinen Treiber Schläger zu ihm warf. Ein Klatscher raste nämlich geradewegs auf ihn zu, mit all seiner Kraft schmetterte er den Klatscher in Richtung der kleinen Weasley. Der Klatscher traf sie an der Schulter und warf sie vom Besen. Fenton fing den Quaffel und flog auf die gegnerischen Ringe zu.

„Draco Malfoy hat tatsächlich die kleine Weasley vom Besen geholt, dieses Jahr wurde sein Team noch nie geschlagen und heute werden sie auch keine Niederlage davontragen. Doch was macht Weasley da? Er lässt die Ringe unbewacht und jagt Malfoy hinterher..“
„RON ZURÜCK ZU DEINER POSITION!“, schrie Potter außer sich, als Draco dicht gefolgt von Weasley an ihm vorbeifetzte. Der rothaarige Gryffindor dachte gar nicht daran auf Potter zu hören. Er verfolgte weiter den Sucher der Slytherins.
„10 zu Null für Slytherin, 20 zu Null! Wenn das so weiter geht, nützt es nicht mal etwas, wenn Potter den Schnatz vor Malfoy fängt. Weasley kehrt zu seiner Position zurück und Gryffindor ist wieder im Besitz des Quaffels, die kleine Weasley ist wieder auf ihrem Besen und rast auf Zabini zu. Sie wirft, doch er fängt den Quaffel und gibt ihn an Bolton weiter.“

„Malfoy!“, rief Potter, während er näher an seinen Feind heranflog.

„Ein gezielter Schlag von Goyle und Katie Bell ist außer Gefecht gesetzt...“

„Was Potter? Willst du mich dafür verantwortlich machen, dass Smith kein Gryffindor Anhänger ist? Oder dafür, dass dein Team nichts weiter, als ein Haufen nutzloser Müll ist?“, Draco ließ seine Augen über das Feld schweifen, auf sein Zeichen hin formierten sich die Jäger von Slytherin neu und rasten zusammen auf die andere Seite des Feldes.

„50 zu Null für Slytherin, Zabini lässt keinen einzigen Quaffel durch die Ringe, damit ist er noch ein besserer Hüter, als Vaisey...“

„Nein! Ihr bescheißt, mit euren miesen kleinen Tricks, doch du wirst den Schnatz sowieso nicht vor mir zu fassen kriegen, Malfoy.“, Potter war noch näher gekommen, doch Draco blieb unbeeindruckt.
„Das nennt man Taktik, Potter“, sagte der Blonde und wich geschickt dem Klatscher aus, den Cooper in seine Richtung geschmettert hatte, „Du kannst es einfach nicht ertragen, dass du verlieren wirst.“
Potter wollte gerade zur Antwort ansetzten, als Draco einen goldenen Schimmer nicht weit hinter Potter erblickte. Er lehnte sich vor und ohne ein weiteres Wort zischte er an Potter vorbei. Der Schnatz flog zickzack einige Meter
vor ihm, Draco flog ihm in der gleichen Bahn in rasendem Tempo hinterher.

„Malfoy hat den Schnatz gesehen, es sieht so aus, als würde er ihn vor Potter fangen. Doch der holt auf..“

Potter war nun gleich auf mit ihm, Draco wusste, dass sein Besen nicht so schnell war, wie der des Potter und er sah schon vor seinem Inneren Auge, wie der Gryffindor ihm wieder mal den Schnatz vor der Nase wegschnappte. Der Schnatz war nur noch knappe 4 Meter von ihnen entfernt, dem Slytherin fiel die rettende Idee ein.

So könnte es klappen.

Er zog seine Beine auf den Besen und stellte sie auf den Stiel seines Besens und sprang.

Die Zuschauer und auch die anderen Spieler hielten für einen Moment die Luft an, unterbrachen sogar das Spiel, als sie den Platinblonden sahen.

Draco bekam den Schnatz gerade noch mit seiner Rechten zu fassen, die anderen streckte er aus und rief nach seinem Besen. Er war nicht mal 5 Meter in die Tiefe gefallen, da hatte er wieder seinen Besen unter sich und stieß in triumphierender Geste seine Faust mit dem Schnatz in die Höhe.
Einige Sekunden hatte noch Totenstille geherrscht, doch dann brachen die Slytherins in Jubelrufe aus, sprangen in die Höhe und schrieen immer wieder Dracos Namen.

„Draco Malfoy fängt den Schnatz. 200 zu Null für Slytherin! SLYTHERIN GEWINNT DEN QUIDDITCHPOKAL! Na Potter wie schmeckt dir das?“, Zacharias Smith lachte und fing an zu klatschen.
Als Draco unten auf dem Feld ankam wurde er schon von seinem ihm zujubelnden Team begrüßt, sie machten erst Platz, als Madam Hooch mit dem Quidditchpokal in den Händen auf sie zukam.
„Glückwunsch, Mister Malfoy. Sie haben ihr Team weit gebracht.“, sie nickte Draco respektvoll zu, ehe sie ihm den Pokal überreichte.

~*~+_+~*~

Der nächste Tag kam, nach Dracos Meinung, viel zu schnell. Er wollte sich einfach auf die andere Seite rollen und weiterschlafen. Doch..

Verstört öffnete Draco die Augen, hier roch es nach Sex!

Völlig perplex schlug er die Bettdecke zur Seite. Super, er war nackt. „Was zur..“, murmelte der Blonde, seine Müdigkeit völlig vergessend, tapste er in sein angrenzendes Bad. Er wusch sich sein Gesicht und versuchte sich daran zu erinnern, was am letzten Abend gewesen war.
Doch statt seinem Gedächtnis kamen nur stechende Kopfschmerzen zurück. Er würde das Frühstück schwänzen, vielleicht kamen dann seine Erinnerungen wieder. Entnervt ließ er sich Wasser ein, er konnte doch nicht einfach alles vergessen haben!

Aufeinmal hörte er donnernde Schläge , die von draußen her an seine Tür hämmerten. „DRACO! BEWEG DEINEN HÜBSCHEN HINTERN AUS DEN FEDERN! DU VERPASST NOCH DAS FRÜHSTÜCK!“

Blaise.

Draco seufzte, schlang sich sein Handtuch um die Hüften, ging zurück in sein Zimmer, nahm seinen Zauberstab von seinem Nachttisch und öffnete die Tür.

„Legilimens!“, Draco sah, wie Blaise im Gemeinschaftsraum saß und zusammen mit Crabbe und Goyle ein Butterbier nach dem anderen leerte. Dann sah er sich, wie er aufstand und den Raum verlies. Blaise verbrachte einen unspektakulären Abend, der damit endete, dass er stockbesoffen in seinem Bett landete.
„Draco, was?“, fragte Blaise verwirrt, als der Blonde von ihm abgelassen hatte.
„Oblivate“, murmelte dieser noch, ehe er seinen Zauberstab senkte und dem Schwarzhaarigen den Rücken zuwandte. Blaise war es schon mal nicht gewesen, es war auch nicht sein Stil, doch er wollte sicher gehen.
Was verdammt noch mal war in der letzten Nacht passiert und vor allem mit wem?

„Draco, kommst du mit zum Frühstück“, sagte Blaise nun, dem der Grund warum er eigentlich hier war wieder eingefallen war. Er schaute sich ein wenig im Zimmer um, Klamotten lagen überall verstreut, die Bettdecke lag zerknüllt auf dem Boden und schließlich noch Draco. Der nur mit einem Handtuch bekleidet war, mitten im Raum stand und in seinen eigenen Gedanken versunken zu sein schien.

„Jetzt kannst du noch deinen Spaß haben, aber wenn wir dereinst verheiratet sind. Geht das nicht mehr.“, mit einem Grinsen ließ er sich auf die Couch , die vor einem kalten Kamin stand, fallen.
„Ich geh nicht mit zum Frühstück. Ich werde ein Bad nehmen. Verschwinde jetzt!“

Blaise nahm seinerseits seinen Zauberstab heraus, damit entfachte er das Feuer des Kamins wieder, während er herzhaft gähnte, „Ich bestell uns das Frühstück hier her, bis du wieder da bist ist das Essen dann bestimmt schon da.“

Leise Verschwörungen vor sich hin murmelnd, ging Draco wieder zurück ins Bad und ließ mit deinem einem lauten Knall die Tür hinter sich ins Schloss fallen.

„So wie war die letzte Nacht denn so?“, fragte Blaise, nachdem er einen kräftigen Schluck von seinem dampfenden Kaffee genommen hatte.
Draco gab keine Antwort und schenkte auch dem Essen keinerlei Beachtung.
„Nicht so berauschend oder? Mit mir hättest zu viel mehr Spaß“, Blaise kam näher, doch als Dracos Blick sah, brachte er lieber wieder Abstand zwischen sie.
Er räusperte sich, „Aber du hast dich jetzt für mich entschieden und magst mich um einiges mehr, als Cathrine. Ich hab schließlich keinen einzigen Quaffel gestern durch meine Ringe gelassen.“
„Das hab ich nicht gesagt. Du bist bei meiner Beliebtheitsskala nun auf dem gleichen Rang, wie deine Schwester.“

Als Draco zum Mittagessen in der Großen Halle saß, hatte er seine Gedächtnislücke immer noch nicht füllen können. Niemand wusste was dannach geschehen war, als er den Gemeinschaftsraum verlassen hatte. Seine Erinnerung war teilweise auch wieder zurückgekehrt. Er wusste, dass er ein wenig allein sein hatte wollen, als er den Gemeinschaftsraum verließ. Er war ein wenig im Schloss herumgelaufen, als er um eine Ecke bog, wurde alles schwarz. Er wollte wissen, wer das zu verantworten hatte, wer ihm eine Nacht gestohlen, wer...

Draco sah auf, er hatte seinen Blick gespürt und Recht gehabt. Strahlend grüne Augen sahen ihm entgegen. Was wollte der denn jetzt schon wieder?  
Genervt hielt er dem Blick stand, er war nie der, der aufgab.

Doch etwas verwirrte den blonden Slytherin.

Die Augen von Potter. Sie sprühten nicht wie gewöhnlich vor Zorn & Hass, sondern etwas anderes verhalf ihnen zum üblichen Glanz. Gerade als Draco seine Stirn in Falten legte, sprach Finnigan Potter an und der schwarzhaarige Gryffindor wandte den Blick ab.

„Scheiß Tag..“, murmelte er, schob den vollen Teller von sich, stand auf und verlies die Große Halle.

**-**

„AHHH!“, mit einem Krachen brach der Tisch aus Ebenholz auseinander.

Fast nichts mehr in Dracos Zimmer war ganz.  Seine ganze Einrichtung hatte er bei seinem Wutanfall demoliert. Er wusste nicht was er tun sollte, was er denken sollte. Völlig außer sich starrte er sein Spiegelbild an.
Draco streckte seine Hand in die Richtung von seinem Spiegel und schrie aus vollem Leib. Mit zornesverschleierten Augen sank er in den Scherbenhaufen.

Plötzlich verschob sich das Bücherregal nach rechts und der schwarzhaarige Zaubertränkelehrer, Severus Snape, trat ein.
„Gryffindors lernen wirklich nie was dazu, selbst beim 10ten mal Nachsitzen ist..“, er stoppte, als er sah in was für einem Zustand sich das Zimmer seines Patensohns befand.  Sein Blick fiel auf den Blonden.

„Was ist passiert?“, es kam nicht oft vor, dass Draco derart ausrastete. Es stimmte, dass der Malfoy Erbe öfter mal kleinere Wutanfälle hatte, aber das war dann auch nur auf bestimmte Personen fokussiert. Meistens war Potter der Grund, aber in diesem Fall wohl eher nicht.

„Das hat nichts mit dir zutun.“, Draco stand auf. Dann zog er sich mit spitzen Fingern die Scherben aus den Knien. Blut rann aus den Wunden und hinterließ dunkle Spuren auf seiner schwarzen Hose.

„Draco.“, Severus rollte mit den Augen. Das war mal wieder typisch. Wenn Draco ein Problem hatte, dachte er gar nicht daran, sich an jemand anderen zu wenden. Er regelte das allein. Der Professor seufzte und setzte sich auf Dracos Bett –welches unversehrt geblieben war-. Der Malfoy hatte früh lernen müssen allein klar zu kommen, er wusste nicht wie es war sich von jemanden anderen helfen zu lassen. Teamwork, war ein Fremdwort für den Slytherin. Das machte es umso schwerer an ihn ranzukommen. Doch der Schwarzhaarige hatte sich geschworen, seinen kleinen Blonden nicht aufzugeben.

Aufeinmal pochte es laut gegen die Tür.
„ICH BIN NICHT DA, VERDAMMT!“, das Pochen verstummte und es waren Schritte zu hören.

„Es ist..“, der Blonde machte eine wirkungsvolle Pause, „nichts.“

Severus seufzte resigniert, es hatte keinen Sinn.
„Das würdest du auch sagen, wenn du mit dem Kopf nach unten von der Decke hängen würdest.“