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Schwanengesang

von Atuarre
GeschichteDrama / P16 Slash
10.06.2008
10.06.2008
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436
 
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10.06.2008 436
 
Kommis, Reviews und Heiratsanträge willkommen, ha ha ^^

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Nix meins, kein Geld nur Spaß
BnD -> Kaory Yuki
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Sonnenstrahlen streicheln warm und tröstlich über mein Gesicht als ich in den wolkenlosen Himmel blicke.
Zwei Jahre ist es nun her....
Zwei Jahre voller Trauer und ohne ein Wort zu sprechen, nicht einmal ein "Hallo". Zu wem
auch; Besuch habe ich nie gekommen.
Ich bin der "Blindman", jener Mann, dessen grausame Morde die ganze Welt erschütterten. Die Welt hat mich nie verstanden, mein Sehnen nach einfacher, ehrlicher Liebe ohne große Worte. Schon meine Mutter damals...

Dann kamen die Prostituierten, die Stricher, ebenjene verabscheuungswürdigen Individuen die Nacht für Nacht ihre jungen Körper verkauften, nur für Geld, dieses lügnerische Element für das so viele Stolz und Moral wegwerfen....

Und dann, eines Tages, war da dieser Junge mit den Reptilienaugen.
Kalt und abweisend hat er gewirkt, wie ich hat auch er nur sein ganzes Leben nach der Liebe gesucht.

Er hat gewusst, das ich ihn töten würde.

Und doch war er mir gefolgt. Hat die Tage und Nächte mit mir geteilt, diese dunkle, unwirkliche Existenz die mit jedem Hauch seines Lächelns wieder mehr an Farbe gewann. Niemals werde ich diesen Anblick vergessen, als er inmitten der Menge stand, in der Hand diese riesigen Luftballons; er winkte mir zu und... lachte.

Ich habe ihn nie so fröhlich gesehen wie an diesem Tag, damals ahnte ich noch nicht, das es das letzte Mal sein würde.

Zwei Wochen blieb er verschwunden, zwei lange dunkle Woche die ich mit Selbstvorwürfen und Suizidgedanken verbrachte.

Dann war er plötzlich wieder da.
Zerschlagen und misshandelt, setzte er mir die Pistole auf die Brust und zerstörte mit wenigen Worten meine ganze Existenz: "Leb wohl... Es war schön mit dir. Wie zwischen Liebenden... Doch ich brauche dich nicht mehr."
Er hielt ein Blatt Papier, ein Brief seines Bruders. Er wollte gehen, ohne mir auch nur zu sagen, warum. Ich konnte es nicht ertragen...

Meine Mutter schien mir aus Lawrence leblosen Augen zuzulächeln, als ich das Messer in ihn bohrte...

Einen letzten Kuss hat er mir gewährt, dessen Geschmack sein Blut würzte, sinnlich und gleichzeitig erschreckend real.
Das Papier war leer, die Pistole ohne Magazin.

Sie fanden uns am nächsten Morgen.
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Zwei Jahre ist es her, das ich meine einzige Liebe verlor.
Nun steht er vor mir. Ich brauche nur die Hände nach ihm auszustrecken, er lächelt mich an, ein Lächeln, das sogar seine kalten Augen lebhaft strahlen lässt.
Er lacht...

Er nimmt mich zu sich und wir fliegen zusammen, inmitten der Luftballons, gen Himmel, jenem Ort, an dem das Glück auf uns wartet...
 
 
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