Tekin und Chris eine Freundschaft bis in den Tod

von Meitschi
GeschichteAllgemein / P16
Christian Storm Sandra Nitka
05.06.2008
23.08.2008
16
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Chris kam mürisch die letzten Treppen hoch in die Kanzlei. Draussen war das geilste Wetter und er musste Akten sortieren. Und sein bester Freund Tekin hatte heute frei. Er musste an Tekins Gesicht denken als dieser ihm das gestern Mitteilte . So schadenfreudig hat er ihn noch nie gesehen. Er musste grinsen. Als er die Tür öffnete, lächelte er Julia an die wie immer am Schreibtisch sass. Julia dachte sich huch was hat der geraucht. Sonst ist er immer so Miesepetrig wenn er kommt.
In seinem Büro wartete schon sein Schatz Schnitti auf ihn.

"Hallo mein Schatz. Na, hast Du gut geschlafen?" fragte sie ihn. Er konnte immer noch nicht glauben das dass mit ihnen so gut klappte. Obwohl sie noch nicht so lange zusammen waren, war es als würden sie sich ein ganzes Leben lang kennen.
"Hallo noch jemand da? Oder spreche ich mit mir selber?"
Erschrocken schaute er auf. Er war wieder mal in seinen Tagträumen gefangen gewesen.
"Naja ganz gut war nur zu heiss. Und du warst nicht da." Er lächelte Sandra an. Oh mein Gott dachte diese. Wie kann ein Mann nur so heiss aussehen? Sie konnte ihm nie lange böse sein. Den er schaffte es immer mit seinem Hundeblick alles wieder hinzubiegen.

Chris zog sie in die Arme und küsste sie heiss. Er hatte sie gestern Nacht arg vermisst.
Er hielt sie noch ein wenig im Arm. Er konnte sich net vorstellen wie ein Mensch einem so ans Herz wachsen konnte. Dasselbe galt für Tekin. Er erinnerte sich.
Tekin hatte den 1. Arbeitstag bei LuP. Er kam rein mit Anzug und Krawatte. Chris dachte was ist den das für ein Looser? Weiss er den nicht was man anziehen sollte? Und er wurde auch noch zum Aufpasser von ihm abbestellt. Das kann es doch net sein. Aber in all den Jahren wuchs im Tekin immer mehr ans Herz. Mit grauen dachte er an den Moment wo einer auf Tekin geschossen hatte und er dann gelähmt in die Reha musste. Katja war damals mit ihm gegangen. Er fühlte die Angst immer noch. Er sah auch noch Monate nach dem Vorfall immer wieder wie der Gangster seine Waffe hob und erst auf ihn zielte, aber dann auf Tekin schoss. Er konnte nichts tun. Er erwachte immer wieder schweissgebadet aus diesem Albtraum. In einigen langen Gesprächen versuchten er und Tekin mit dem ganzen fertig zu werden.
Aber heute war zum Glück  alles wieder gut. Tekin war wieder gesund und arbeitete wieder für LuP. Mit Basti zusammen. Den Katja und Tekin waren verheiratet und hatten einen Sohn.

Urplötzlich schrak Chris hoch. "Ach du scheisse!!" Sandra sah ihn an. "Was ist den nun schon wieder?" "Lukas hat doch heute Geburtstag, und ich habe vergessen ein Geschenk zu kaufen. Ich bin ein schlechter Patenonkel. Ich werde ihm einwenig Geld geben das er auf sein Konto einzahlen kann oder sich selber was kaufen."

Sandra ging lächelnd zum Schreibtisch und zog 2 Taschen heraus. "Das hast du ihm gekauft, und das ich." Die Geschenke waren mit buntem Papier eingepackt und mit riesigen Maschen beklebt.

Chris sah zerknirscht auf die Pakete. Ihm war das so peinlich. Warum passierte ihm das immer? "So, nun lass uns an die Arbeit gehen, damit wir Pünktlich gehen könnnen heute Abend." Sandra drehte sich von Chris ab, und ging an den Schreibtisch und fing an Akten zu sortieren. Chris lächelte schief und hauchte ihr einen Kuss auf den Nacken. "Wenn du so weitermachst kommen wir nie vorwärts, und Lukas muss ohne uns feiern. Du weisst wie Ingo ist." Schnell setzte sich Chris an seinen Schreibtisch. Aber immer wieder schielte er zu Sandra rüber. Sie war keine der Tussis, die sich mit Tonnenweise Schminke zuspachteln. Sie war natürlich schön. Wenn die Sonne auf ihre braune Haare schien, sah man goldene Strähnen schimmern. Ach wie liebte er sie .... So Chris nimm dich zusammen ermahnte er sich.
Sandra ging es nicht anders. Auch sie betrachtete immer wieder Chris. Er war der Mann ihrer Träume. Für ihn würde sie alles tun. Wenn er mit seinem bubenhaften Grinsen sie anschaute dann war es um sie geschehen.

Sie trafen um 6 Uhr bei den Kurtulus ein. Der kleine Lukas hüpte schon im Vorgarten hin und her. Sie bewohnten ein kleines Reihenhäuschen mitten im grünen. Sie hatten es kurz nach der Hochzeit gekauft. Alles war so richtig gemühtlich eingerichtet. Chris fühlte sich sofort wohl hier. Obwohl er das Leben als Familie nicht so kannte. Den seine Eltern waren beide Berufstätig gewesen und er war oft alleine gewesen. Aber sie haben ihm ein tolles Leben geschenkt. Den er konnte vieles machen was seine Mitschüler nicht konnten weil das Geld knapp war.

Lukas sprang schon wie ein Gummiball hoch und runter vor dem Tor. "Hallo Onkel Chris und Tante Sandra. Was habt ihr mir den mitgebracht? Kann ich es sehen?" Der kleine war schon so nervös. Er war ein kleiner schlanker Kerl. Seine schwarzen Haare waren raspelkurz geschnitten und er spielte für sein Leben gerne Fussball. Er war Tekin wie aus dem Gesicht geschnitten.
Der tauchte hinter seinem Jungen auf. Er hinkte immer noch ein wenig. Aber nur wenn er Stress hatte und nicht viel sitzen konnte. Liebevoll legte er die Hand seinem Jungen auf die Schultern und sagte: "Lukas gehe rein und hilf deiner Mama bei dem Essen. Den Onkel Chris und Tante Sandra wollen erst reinkommen, bevor du sie bestürmst." Er grinste seinen Jungen an. Seine Augen leuchteten vor Stolz. Chris fragte sich wie ein Kind von ihm und Sandra wohl aussehen würde. Eigentlich war es ihm egal. Solange er aussah wie Sandra. Er war sich sicher das es ein Junge sein würde.

Nicht allzu begeistert ging Lukas ins Haus. Tekin lief ans Gartentor und begrüsste Sandra und Chris. Er umarmte beide und klopfte Chris auf die Schultern. Sie waren seine und Katja`s beste Freunde. Er konnte sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Sie waren immer für ihn und Katja da. Egal wie oder wann. Er wusste ein Anruf und sie kamen.

"Schön das ihr das seid. Lukas spinnt schon den ganzen Tag. Er kann es kaum erwarten seine Geschenke aufzumachen." Tekin grinste. "Das haben wir gesehen," meinte Sandra."Aber man wird ja nur einmal im Leben 6 Jahre alt."
"Ja nächstes Jahr geht er schon in die Schule. Ich kann mir das gar nicht mehr vorstellen. Das ist so schnell gegangen. Wo ist die Zeit nur hin?"

Sie betraten das kleine Holzhaus. Es strahlte wärme und ruhe aus. Man konnte gar nicht anders als sich wohlfühlen.
Katja kam aus der Küche und umarmte ihre Freunde.
Sandra sah sie an und fragte: "Kann es sein das du wieder Schwanger bist?" Katja fing an zu strahlen. "Wie hast du das den schon wieder bemerkt?" Sandra sah sie nur an und meinte: "Den Blick kenne ich. Den hattest du das letzte mal als du mit Lukas schwanger warst." Sandra fing an zu grinsen und zog ihre Freundin in die Arme. "Mensch ich freue mich so für euch. Hoffentlich gibt es diesmal ein Mädel."
Auch Chris nahm sie in die Arme. "Was habt ihr Frauen nur immer mit den Mädchen? Das wird ein Junge. Und ich gehe dann mit ihm und Lukas Fussball spielen." "Sicher nicht das gibt ein Mädel das ich dann so richtig verwöhnen kann." Die kabeleien zwischen Chris und Sandra gingen weiter. Bis Tekin lachend abwinkte. "Lass es zuerst geboren werden."
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