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Your life in our hands...

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Blaise Zabini Draco Malfoy Harry Potter Severus Snape Sirius "Tatze" Black
31.05.2008
03.01.2009
34
127.195
77
Alle Kapitel
897 Reviews
Dieses Kapitel
53 Reviews
 
 
31.05.2008 3.345
 
Hallo liebe Leute!

Tehehehe! Erklärt uns von mir aus für verrückt, lasst uns einweisen und in schreibgeschützte Zwangsjacken stecken! Lach! Die Muse lässt uns, oder besser Jules, die fast schon ein wandelnder Ideenlieferant ist, nicht in Ruhe, also beehren wir euch nun mit einer weiteren Story!!!

Für alle, die 'Dream a little dream of me...' gelesen haben: Das ist keine Fortsetzung mit Piraten, vergesst das ganz schnell wieder!!! Das soll allerdings nicht heißen, dass es keine geben wird. Die Plot-Idee dafür steht, nur geschrieben werden muss es noch, aber lasst uns ein wenig Zeit dafür, ja? *g*

Wir wünschen euch viel Vergnügen beim lesen!!!

Rosenjules & Silvereyes


Nun aber wie immer zum Obligatorischen:

Disclaimer: Uns gehört gar nichts, außer der Idee. Charaktere und Orte gehören der über alles geschätzten JKR, wir leihen sie uns lediglich aus und geben sie nach Gebrauch wieder zurück! Wir berücksichtigen die Ereignisse aus den Büchern nicht, sondern drehen uns alles so, wie wir es brauchen! Verklagt uns doch! *g*

Eigencharakter: Lucas Keegan gehört uns und wird auch nicht verliehen!!!

Rating: Slash 18! Das ist unser Ernst, es geht um Liebe zwischen Männern und wer das nicht mag, braucht es nicht zu lesen.

Pairing: wer uns kennt, sollte das allmählich wirklich wissen! *g*

Summary: Manchmal wird alles zu viel, manchmal kann man sich selbst nicht mehr helfen, manchmal leidet man so sehr, dass die Seele schreit. Was passiert, wenn die Seele versucht sich selbst zu beschützen und sich gänzlich zurückzieht. Das und noch viel mehr erfahren im Laufe der Zeit drei Slytherins, die sich mit den Folgen des Krieges und einem vollkommen veränderten Harry Potter auseinandersetzen müssen. Wird ihnen dieser Balanceakt gelingen, zwischen Freundschaft, Liebe und Hass zu unterscheiden oder werden sie daran scheitern?

Länge: Mit 34 Kapiteln abgeschlossen!

Uploads: Jeweils Samstags ... sorry, aber da werden sämtliche Bestechungsversuche nichts nützen! *g*

So, genug gelabert, ab zum Chap!!!



Bitterer Sieg

Düstere Nebelschwaden zogen über das Schlachtfeld als Harry Potter in das überheblich grinsende Gesicht Lord Voldemorts blickte. Tränen rannen ohne Unterlass über sein verschmutztes Gesicht und hinterließen helle Spuren. Er hatte sie alle sterben sehen ... seine Freunde ... alle tot. Ermordet wie Schlachtvieh in diesem unsinnigen Krieg.

Lachend stand Voldemort vor ihm, ohne Zauberstab und verspottete ihn, schürte die Trauer und den Hass, der in Harry brodelte.
"Gib auf, Harry Potter ... du bist doch gar nicht fähig mich zu töten", zischelte er und breitete die dürren Arme aus. "Komm ... du hast einen Versuch ... überzeuge dich davon, dass du nicht fähig bist, es zu tun!"

Harry schloss die Augen und dachte daran, wie Hermine sich vor ihn geworfen hatte, als Bellatrix Lestrange einen Avada auf ihn abfeuerte, dachte daran, wie Ron von einem Riesen wie eine Fliege gegen die Mauern von Hogwarts geklatscht wurde, Seamus, Neville, Dean und Luna ... sie alle lagen auf diesem Feld. Mit starren Augen, die nie wieder strahlen würden, aus denen jedes Leben verloschen war. Hass auf diesen einen Mann stieg unsagbar heiß in ihm hoch und er brannte seine grünen Augen in die roten Voldemorts, als er leise zwei Worte flüsterte:

"Avada Kedavra!"

Ein giftgrüner Strahl schoss aus seinem Zauberstab, das Brausen des Todes erfüllte die Luft und mit aufgerissenen Augen verfolgte der Dunkle Lord die Flugbahn, die in seiner Brust ein jähes Ende fand.

~~~~~


Der Nebel, der auf dem Gelände Hogwarts lag, lichtete sich im Morgengrauen und drei Jungen, gerade achtzehn Jahre alt, gingen langsam, mit gesenkten Köpfen auf das Schloss zu. Ihre Kleidung war zerrissen, blutdurchtränkt und es war ein Wunder, dass sie sich noch auf den Beinen halten konnten. Die Erschöpfung hatte sie schon vor Stunden erreicht.

Vorsichtig stiegen sie über umgestürzte Bäume, Äste, Geröll und Schutt - den Resten des einst so prachtvollen Schlosses und seiner Umgebung.Ihre Hände umklammerten ihre Zauberstäbe und noch immer zitterten sie; ob aus Erschöpfung, Angst, Trauer oder vielleicht wegen allem.

Draco Malfoy wischte sich mit dem schmutzigen Ärmel über sein Gesicht, ließ den Blick schweifen und seufzte leise. Resignation machte sich in ihm breit, denn von den Menschen, die ihm etwas bedeuteten, fehlte jede Spur. Einzig Blaise Zabini und Lucas Keegan - Slytherins, wie er - waren an seiner Seite. Wortlos sahen sie sich um und schluckten schwer.

Von der einstigen prunkvollen Großen Halle war nicht mehr viel übrig geblieben. Einzig die vier zertrümmerten Haustische und der umgestürzte goldene Direktorenstuhl machten ihnen deutlich wo sie sich befanden. Die Häuserbanner und das große Hogwartswappen schwelten immer noch vor sich her und ein Blick nach oben zeigte ihnen den düsteren Himmel ... doch kein Gebälk war mehr zwischen ihnen und dem Himmel zu sehen - die verzauberte Decke würde nur noch in den Büchern von der Geschichte Hogwarts erwähnt werden - sie war weg, wie so vieles andere.

"Glaubt ihr, es ist noch irgend jemand hier? Es können doch nicht alle tot sein, oder?", wisperte Lucas haltlos zitternd und seine blauen Augen spiegelten das Grauen wider, dass sie alle in den letzten Stunden miterlebt hatte.
Blaise schüttelte den Kopf und fuhr sich erschöpft mit der Hand über sein Gesicht, während Draco sich zweifelnd umsah.
"Draco, lass uns draußen weitersuchen. Ich vertrau den Mauern nicht. Sie machen den Eindruck, gleich komplett einzustürzen", sagte er.

"Jungs!" Lucas war wieder zum Eingang zurück gekehrt.
"Was ist?"
"Granger!"
Draco schluckte. Er hatte sie nie wirklich gemocht, doch das hatte sie nicht verdient. Mit blutüberströmten Gesicht, lag sie neben den herausgerissenen Türen und unweit von ihr Neville Longbottom - tot.

"Ich muss hier raus...", wisperte Draco.
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zum See, ohne die Hoffnung zu haben, doch noch Überlebende zu finden.
"Oh man! Dass ich das mit eigenen Augen sehen darf, entschädigt zwar nicht, doch es fühlt sich gut an." Blaise stand vor dem gefallenen Körper des dunklen Lords - des Menschen, der für dieses Blutbad verantwortlich war.
"Dann hat Potter es also geschafft. Irgendwie würde ich ihm gern die Hand schütteln", knurrte Lucas und machte einen triumphalen Schritt über Voldemorts Leichnam.

Suchend blickte Draco sich um und konnte immer noch nicht glauben, dass nun dieser ganze Irrsinn vorbei sein sollte. Seufzend sah er hoch zum Schloss, das bisher immer so stolz und uneinnehmbar hier gestanden hatte. Nur noch Trümmer waren übrig geblieben, die Riesen hatten ganze Arbeit geleistet. Trocken schluckte er, als er seinen Blick darüber schweifen ließ, ein Stich machte sich in ihm breit, als er die Steine betrachtete, die so vielen Menschen ein zu Hause gewesen waren. Auch ihm war es mehr ein Heim gewesen, als es Malfoy Manor jemals hätte sein können.

Sieben Jahre hatte er hier verbracht und letztendlich, trotz der Vorurteile aller anderen, auf der richtigen Seite gekämpft - nicht weil sie den Sieg versprach, wie manch einer vermutet hätte - sondern weil er tief in seinem Herzen davon überzeugt war, dass Voldemort den falschen Weg verfolgte. Er hatte niemals den Wunsch gehabt sich von einem wahnsinnigen Monster unterdrücken zu lassen, wie viele andere des Hauses Slytherin, nein, davon hatte er von seinem Vater genug gehabt. Still und heimlich hatten er, Blaise und Lucas auf der Seite des Lichts gekämpft, doch wie ein Sieg fühlte es sich dennoch nicht an. Zu viele hatten ihr Leben lassen müssen, als das er sich über den Tod Voldemorts freuen könnte.

Als er vor vielen Stunden über die toten Körper seiner einstigen Freunde gestiegen war - Pansy, Theo, Vincent und Gregory - die alle so verbissen für die dunkle Macht eingestanden hatten, wurde er dennoch das Gefühl nicht los, das Richtige getan zu haben, doch die Erinnerung an Granger und Weasley, Longbottom und all den anderen mutigen Löwen nahm ihm dieses Gefühl schnell wieder. Draco fühlte sich nicht minderwertig, doch der Gedanke, warum er überlebt hatte, und so viele von den Guten - von denen, die von Anfang an auf der richtigen Seite gestanden hatten - nicht, wollte nicht in seinen Kopf.

Lucas legte den Kopf schief.
"Leute, spinn ich jetzt, oder hockt da jemand am Seeufer?"
Blaise und Draco folgten seinem Blick.
"Du hast Recht. Lasst uns nachsehen gehen." Draco lief voran, seine beiden besten Freunde folgten ihm.
"Oh man.. ich... Leute ich glaub's nicht!", stieß er hervor. "Das... Blaise! Lucas! Das ist Potter!" Draco rannte unbewusst los.
"Hey, warte!", rief Blaise, sprang über einen Baumstamm und schwer atmend kamen sie beim See an.

"Potter!" Draco ging auf ihn zu, doch Harry reagierte nicht.
Mit starrem Blick, der auf den See gerichtet war, summte er leise eine Melodie.
"Potter, hey, was ist mit dir?", fragte Draco in der üblichen Malfoy-Tonlage.
"Dray, lass mich mal." Lucas schob den Blonden sanft zur Seite. "Potter? Hey, kannst du mich hören?"
Noch immer regte Harry sich nicht, legte lediglich den Kopf zur Seite und summte leise weiter.

"Potter!"
"Draco, hör auf", knurrte Lucas und stand auf. "Sieh ihn dir an. Er ist fertig. Ich glaube, jetzt ist er endgültig am Ende."
Draco sah Harry aufmerksam ins Gesicht, ging vor ihm in die Hocke und sah ihn einfach nur an. Unzählige Male hatte er dem Goldjungen Gryffindors ins Gesicht gestarrt, doch noch nie hatte er solch einen Ausdruck darauf gesehen. Denn der fehlte gänzlich. Potter wirkte auf ihn wie eine leblose Puppe, starr und emotionslos. Die grünen Augen, die früher vor Leben nur gesprüht hatten, wirkten nun leer und völlig glanzlos.

"Potter ... kannst du mich hören?" Wieder kam keine Reaktion, nur das stetige Summen hielt an. Keiner von ihnen kannte die Melodie, doch es klang für sie wie ein einfacher Kinderreim. Blaise ließ sich auf den Boden sinken und Lucas kniete sich neben Draco, der immer wieder auf Potter einredete.

"Dray, lass es ... es sieht nicht aus, als würde er darauf reagieren", meinte der dunkelblonde Slytherin leise und ignorierte Dracos frustriertes Schnauben, als er sich erhob und neben Blaise fallen ließ. Nachdenklich ließ er seinen Blick auf Harry ruhen, der leicht vor und zurückwippte und ansonsten keinerlei Anstalten machte, sich zu rühren.

"Komm, Harry ... du kannst hier nicht sitzen bleiben", sagte Lucas sanft und legte eine Hand leicht auf die Schulter des Gryffindors. Erschrocken nahm er sie sofort wieder weg, als Harry furchtbar zusammenfuhr, ihn panisch ansah und hastig von ihm wegrückte. Angst und Panik standen nun in den grünen Augen, die Pupillen huschten schnell hin und her, als wollten sie sich vergewissern, dass er das nicht wiederholen würde.  

Lucas hob abwehrend die Hände.
"Woow... ganz ruhig. Ich tu dir ja nichts."
Draco und Blaise waren vor Schreck hochgeschossen, noch etwas, was Harry zutiefst verunsicherte. Er wich immer weiter zurück, wimmerte leise.
"Potter... Harry... komm schon. Du musst keine Angst haben. Es ist niemand hier, der dir etwas antun wird", versuchte Lucas ihn mit sanfter Stimme zu beruhigen.
"Man, was haben die nur mit dir gemacht?", murmelte Blaise und hockte sich neben seinen Freund; musterte Harry, der verängstigt und zitternd in der Böschung saß und die drei Jungen nicht aus den Augen ließ.

Draco stand etwas abseits und schüttelte langsam den Kopf.
"Unglaublich. Dafür müsste man Voldemort glatt noch in Stücke hacken."
"Das macht Potter auch nicht fröhlicher", knurrte Blaise. "Kannst du noch reden?", fragte er den Gryffindor.
"Harry? Komm schon. Du kannst nicht hier bleiben." Lucas streckte ihm die Hand entgegen.

Der Schwarzhaarige zitterte immer mehr, Tränen traten in seine Augen, die Arme hielt er fest an seinen Körper gepresst. Langsam öffnete er den Mund.
"Ja?", ermunterte Lucas ihn.
"Wo bin ich?", flüsterte Harry.
"Was?" Lucas schaute er den Gryffindor verwirrt an, dann wandte er sich seinen Freunden zu.
"Wo bin ich?", wiederholte Harry leise.
"In Hogwarts... naja, das, was davon noch übrig ist. Harry, was ist mit dir?", fragte Blaise nun.
"Wer seid ihr?"
Die drei Slytherins starrten den Gryffindor einen Moment lang an und tauschten kurze, entsetzte Blicke, als ihnen Harrys Frage ins Bewusstsein sickerte.

"Du ... du meinst, du weißt nicht, wer wir sind?", hakte Draco vollkommen erstaunt nach und zog die Augenbrauen hoch.
Harry schüttelte darauf nur zaghaft den Kopf und zog die Schultern hoch. Lucas dachte fieberhaft nach, während er versuchte die Lage einzuschätzen. Es war vollkommener Irrsinn, dass der Held der Zaubererwelt hier völlig verängstigt saß und sie nicht erkannte.

"Ähm ... der Schwarzhaarige da, das ist Blaise", fing er leise an sie alle vorzustellen, "der Blondschopf heißt Draco und ich bin Lucas."
Harry sah sie alle nacheinander prüfend an und nickte ihnen dann zu. Kleine Falten erschienen auf seiner Stirn und er machte den Eindruck, als würde er scharf nachdenken, bevor er sich auf die Lippen biss und fast wimmernd fragte: "Und ... und wer bin ich?"

"Oh scheiße, das gibt's doch nicht!", fluchte Draco laut, worauf hin Harry erneut heftig zusammen zuckte. "Entschuldigung...", murmelte Draco, als seine Freunde ihn strafend ansahen.
"Du... du weißt nicht, wer du bist? Wie du heißt?", fragte Blaise sanft.
Harry schüttelte schnell den Kopf.
"Schon mal überlegt, dass er uns vielleicht verarscht?", knurrte Draco.

Lucas wandte sich wütend um.
"So überzeugend?"
"Was weiß denn ich?"
"Okay... gehen wir mal im Moment davon aus, dass er uns nicht verarscht. Sollte es doch der Fall sein, hex ich ihn auf den Mars, einverstanden?"
Draco nickte.
Lucas drehte sich wieder zu dem Gryffindor um und lächelte ein wenig.
"Also... du bist Harry Potter. Kannst du dich an irgendetwas erinnern?"

Harry schluckte ein paar Mal hektisch, sah sich erneut auf den vollkommen zerstörten Schlossgründen um und schüttelte heftig den Kopf.
"Nein ...", wisperte er leise und Tränen traten in seine Augen. "Nein ... da ... da ist nichts." Flehend sah er die drei Slytherins an und schlang die Arme schützend um seine Beine. "Wisst ... wisst ihr, was ich hier mache?"

Frustriert strich Lucas sich durch sein verschwitztes und strähniges Haar und schloss kurz die Augen.
"Harry ... bleib einfach kurz hier, in Ordnung? Ich komm gleich wieder, ja?", sagte Lucas leise und wartete Harrys kaum wahrnehmbares Nicken ab, bevor er aufstand und seine beiden Freunde an den Umhangärmeln ein paar Meter wegzerrte.

"Verdammt, Luc ... lass los!", fauchte Draco unterdrückt auf und riss sich los.
"Halt die Klappe, Dray, wir haben jetzt keine Zeit für dein Primadonnagehabe!", schoss Lucas zurück und unterbrach Dracos mit Sicherheit wütende Entgegnung mit einer knappen Handbewegung. "Was sollen wir mit Harry machen ... ich denke nicht, dass er uns das vorspielt."
"Was macht dich da so sicher?" Blaise runzelte die Stirn und sah zweifelnd zu dem vor und zurück wippenden Gryffindor.

"Sieh ihn dir doch nur mal an! Was für einen Grund sollte er haben und so ein Theater vorzuspielen? Habt ihr Harry Potter jemals so gesehen? Also ich nicht. Ich weiß ja nicht, was ihr machen wollt, aber ich werd ihn nicht hier lassen. Wenn die Reste vom Ministerium hier auftauchen, stecken die ihn doch sofort ins St.-Mungos, wenn sie ihn so sehen!"

"Du bist ein Slytherin, verflucht. Das ist Potter! Ein Gryff...", setzte Draco an, doch erneut wurde er von Lucas unterbrochen.
"Schau dich um, Dray!", schrie er. "Na los. Ist hier noch irgendetwas von Hogwarts übrig? Scheiß was auf Slytherins und Gryffindors! Wäre Harry nicht gewesen, wären wir jetzt tot oder würden vor dem irren, alten Sack da drüber auf den Knien herumrutschen und ihm die Füße küssen! Bestenfalls würden wir hier irgendwo auf dem Feld verrotten! Blutüberströmt, mit gebrochenen Knochen! Scheiße, Dray, ich lass ihn hier nicht so sitzen. Der Kerl hat eine scheiß Angst und deine scheiß Ignoranz steht mir hier!" Symbolisch hielt er sich die Hand über den Kopf und atmete hektisch, wegen seines Ausbruchs.

"Du hast einen scheiß eingeschränkten Sprachschatz, Kumpel", grinste Draco.
"Helft ihr mir nun?", fragte Lucas ruhig.
"Ja, klar."
"Draco?" Lucas schaute ihn fragend an.
"Lass mich nachdenken. Helfen? Dem großen Helden und Goldjungen? Klar, warum nicht. Hab im Moment nichts zu... jaah, schon gut. Ich wollte die Stimmung etwas auflockern!"
Lucas verdrehte die Augen.
"Wahnsinnig witzig, Dray. Also, ich denke, wir apparieren zu mir. Meine Eltern liegen irgendwo da auf dem Feld, ich bin also seit heute alleiniger Hausbesitzer. Glückwunsch Keegan!", murmelte er sich selbst zu.

"Zu dir?", fragte Draco zweifelnd nach und runzelte die Stirn.
"Ja, hast du ein Problem damit? Ich hab keine Lust in euren riesigen, düsteren Kästen zu hocken. Entweder ihr kommt mit, oder ihr lasst es bleiben. Dann kümmere ich mich eben allein um ihn", fauchte Lucas nun ernsthaft genervt und drehte sich um, um zu Harry zurückzugehen. Draco und Blaise warfen sich einen erstaunten Blick zu, denn so kannten sie den sonst so besonnenen Lucas nicht. Jedoch beeilten sie sich ihm hinterher zugehen, da er schon wieder vor Harry kniete und leise auf ihn einredete.

"Harry ... kommst du mit mir mit? Du kannst doch nicht hier bleiben, hm?", sagte er sanft und streckte dem Schwarzhaarigen eine Hand entgegen. Harry sah sie an, biss sich auf die Unterlippe und schluckte, bevor er zögernd seine Hand hob und Lucas` ergriff. Langsam standen die beiden auf und gesellten sich zu Draco und Blaise. Harry hielt den Kopf gesenkt, zitterte haltlos und schlang die Arme um sich selbst.

"Na los, gehen wir ... hier gibt es für uns nichts mehr zu tun, darum sollen sich andere kümmern", schnaubte Draco und lief los. Kurz stockte er, als er bei Voldemorts Leiche vorbei kam, blieb stehen und hob etwas vom Boden auf. Blaise rannte hinter ihm her, während Lucas langsam mit Harry hinterher lief.
"Was hast du da, Dray?", keuchte Blaise und presste sich eine Hand an die Seite. Der Tag forderte langsam seinen Tribut und er wünschte sich nichts weiter, als eine Woche lang schlafen zu können.

Draco hob langsam die Hand, in der er einen Zauberstab hielt.
"Erkennst du ihn nicht? Ich schon, ich hatte ihn oft genug vor der Nase", sagte er leise und warf einen Blick zu Harry, der völlig unbeteiligt an ihm vorbeilief und keine erkennbare Reaktion auf den Zauberstab zeigte. "Der gehört Potter", erklärte der Blonde knapp und steckte den Stab ein. Blaise nickte nur und lief dann weiter, während Draco ihm nachdenklich folgte.

"Wo willst du eigentlich hin, Luc?", rief Blaise.
"Vor die Tore um zu apparieren, was denkst du denn?"
"Luc, hast du dich mal umgeschaut? Denkst du wirklich der Apparierschutz ist hier noch aktiv?", schnaubte Draco und machte eine weit ausholende Handbewegung.
Abrupt blieb Lucas stehen und klatschte sich die Hand auf die Stirn.
"Daran hab ich nicht gedacht", murmelte er. "Okay ... ihr wisst wo ihr hin müsst, oder? Ich nehme Harry mit."

Draco und Blaise nickten, doch bevor sie apparieren konnten, stieß Harry einen lauten Schrei aus.
"Was ist denn nun?", fragte Blaise verwirrt.
"Er lässt sich nicht anfassen", erklärte Lucas. "Harry, ich will nur, dass wir hier verschwinden. Ich tu dir nicht weh, versprochen. Bitte, vertrau mir!"
Harry kauerte am Boden, hatte die Arme um die Knie geschlungen und wimmerte. Zudem wich er immer wieder vor Lucas ausgestreckter Hand zurück. "Bitte Harry... komm mit mir..."

"Okay, jetzt reicht's. In's kalte Wasser werfen. Schlimmer kann's doch nicht werden."
Bevor Lucas und Blaise reagieren konnten, hatte Draco seine Arme um Harrys Taille geschlungen, ihn hoch - und fest an sich gezogen und war appariert.....



Tja, das war mal der Anfang. Was haltet ihr davon? Das würde uns brennend interessieren. Die Bestechungen könnt ihr bei dieser Story zwar stecken lassen, aber über Kommis freuen wir uns natürlich trotzdem! *g*

Bis nächste Woche!
Jules & Silver
 
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