Real Love

GeschichteRomanze / P12
Abby Maitland Claudia Brown / Jenny Lewis Connor Temple Helen Cutter Nick Cutter Stephen Hart
25.05.2008
13.06.2015
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Wahre Liebe kennt keine Grenzen!

Kapitel 1

Da stand Abby nun; alleine und völlig fertig mit der Welt.
Rex umflog sie in weiten Kreisen, konnte sie jedoch nicht aufmuntern.
Was war denn nur passiert?
Caroline war einfach mal wieder unangemeldet aufgetaucht; gerade in dem Moment, als Connor ihr, Abby, etwas sagen wollte.
Jetzt war Caroline weg aber mit Connor, der Abby vor einer Stunde noch „Ich liebe dich“ gesagt hatte.
War das ganze überhaupt passiert?
Die Entführung in diesen furchtbar nassen und kalten Wassertank? Und dann durch die Anomalie in die Zukunft unserer Erde? Diese schrecklichen Wesen mit den langen Zähnen und rasiermesserscharfen Klauen, die versucht hatten, sie zu zerfleischen, bis Connor sie gerettet hatte.
Abby wußte im Moment nicht, was sie tun sollte.
Sie stand im Wohnzimmer, ihre Kleider immer noch feucht und ihr sonst so wunderschönes Gesicht tränenüberströmt.
Sie sank auf ihre Knie und begann hemmungslos zu schluchzen. Abby zitterte am ganzen Körper. Ihre Tränen benetzten den Boden unter ihr.
Sie konnte sich nicht erinnern, jemals so traurig und zugleich wütend gewesen zu sein.
Connor hatte ihr endlich seine Liebe gestanden und war trotzdem wieder auf Carolines süße Worte hereingefallen. „Wir wollten doch ins Theater zur Premiere!?“ hatte sie gesagt.
Aber warum hatte Abby ihn nicht aufgehalten? Ihr Herz sagte ihr: „Du liebst ihn auch. Sag es ihm“. Aber aus irgendeinem Grund konnte sie nicht. Zu schmerzhaft und schrecklich waren die Ereignisse in den letzten Paar Stunden gewesen; eingebrannt in ihr Gedächtnis.

„Abby?“

Sie wußte nicht wie lange sie so auf dem Boden gelegen hatte, als eine vertraute Stimme nach ihr rief.

„Abby, alles OK? Kann ich rein kommen?“ Connor mußte vergessen haben, die Tür abzuschließen.

Stephen kam vorsichtig die Treppe hoch. Er sah sie zusammengerollt auf dem Boden liegen und fragte: „Hey, alles klar?“
Er lief zur ihr und kniete sich neben sie. „Was ist bloß los mit dir?“
Er half ihr auf zu stehen und sie setzten sich auf die Couch. Abby zitterte immer noch am ganzen Körper und weinte leise vor sich hin.
„Was ist los?“ Stephen legte seinen Arm um ihre Schulter und versuchte sie zu beruhigen.
„Komm schon, atme tief durch und erzähl, was los ist“
Abby schniefte laut in ihr Taschentuch. Sie sah zu Stephen und wischte sich die letzten Tränen vom Gesicht.
„Er ist einfach gegangen!“ sagte sie. „Mit IHR“
„Mit wem?“ wollte Stephen wissen.
„Na mit dieser bescheuerten Caroline“ sie mußte einen erneuten Heulkrampf unterdrücken.

„Abby, sieh mich an!“ Stephen nahm ihre Hände, die ganz zerkratzt und wund waren von der Kletteraktion auf den Felsen.
„Abby, ich weiß, das er dich liebt“
Abby traute ihren Ohren nicht: „Was sagt du da?“
„Ich sagte, er liebt dich wirklich und von ganzem Herzen. Seit er dich zum ersten Mal kennen lernen durfte, schwärmt er für dich. Hast du das nie gemerkt?“
Abby nickte langsam und sah Stephen an.
„Hast du mir deshalb nie richtig Aufmerksamkeit geschenkt? Ich meine, letztes Jahr im Krankenhaus, als ich dich nach Hause bringen wollte…weißt du noch?“

„Ja, Abby. Ich wollte Connor nicht in den Rücken fallen. Er sprach jede freie Minute von dir, wenn wir nicht gerade mit irgendwelchen Monstern und Reptilen zu kämpfen hatten.
Ich wußte, was er für empfand.“

Abby stand langsam auf und ging zum Fenster rüber. Sie starrte in die draußen bereits herrschende Dunkelheit und wieder rannen ihr dicke Tränen über ihre jetzt wieder rosigen Wangen.

Stephen sah sie mit großen Augen an. „Weißt du in welches Theater die beiden gehen wollten?“
„Ja ich glaube schon…Warum“? Abby war etwas verwirrt.

„Nun…ich denke du solltest ihm folgen! Sag ihm, was du für ihn empfindest!“

„Aber ich kann doch nicht einfach…“

„Doch Abby, du wirst…“

Sie setzte sich wieder zu Stephen zurück aufs Sofa und starrte jetzt mit ihren blauen Augen den stummen Fernseher an.

Stephen stand auf und sagte: „ Ich möchte, das du ein heißes Bad nimmt, dich umziehst und dann zum Theater fährst und mit Connor redest.“

„Aber…“

Stephen wandte sich zum gehen: „Ich muß noch mal weg, aber warte nicht auf mich.  OK?“

„Ja, OK!“

Er verschwand und Abby ging ins Badezimmer um sich ein Bad einzulassen.

Während das Wasser einlief, machte sie sich Musik an und suchte sich ein paar frische Sachen raus. Was gar nicht so einfach war. Sie hatten in den letzten Paar Tagen gegen so viele Urzeitmonster kämpfen müssen, das der größte Teil ihrer Sachen noch nicht einmal gewaschen war.
Sie fand ein paar saubere Jeans und eine gelbes T-Shirt und ging zurück ins Badezimmer.

Es tat gut im warmen Wasser einfach mal Geist und Körper zu entspannen und sich um nichts Gedanken machen zu müssen.

Sie döste vor sich hin als ein Geräusch sie aus ihren Träumen riß…

„ABBY??“

War das Connor Stimme? Sie zuckte zusammen und lies dummerweise auch das Handtuch, welches auf dem Wannenrand lag, ins Wasser fallen.
„Nein, so ein Mist..“

„Abby, wo bist du? Ich muß mit dir reden!“

„Ich bin im Bad!“ murmelte sie kaum hörbar.
Wahrscheinlich hatte er auch wieder Caroline mitgebracht. Das Theater war sicher schon zu Ende.

„Abby, bitte…“

„Ich habe es nicht länger ausgehalten. Ich habe dir vorhin nicht alles sagen können!“
Er lehnte jetzt an der anderen Seite der Badzimmertür und wartete auf ein Zeichen.
„Ich wußte nicht, was ich tun sollte, als Caroline plötzlich auftauchte.“
Er hörte ein leises Schluchzen durch die Tür und klopfte vorsichtig.
„Abby? Kann ich rein kommen?“ Keine Antwort…

„Abby, ICH LIEBE DICH“ rief er und stürmte ohne zu zögern ins Bad.

Beide sahen sich mit erröteten Wangen an.
Abby, weil sie nackt in der Wanne saß und der vorher reichlich vorhandene Schaum so langsam an Volumen verlor und Connor, weil er ihr endlich sagte: „ Ich liebe dich“

„Oh…Sorry Abby, ich wußte nicht, das du…“ Connor drehte sich um und wollte gerade wieder die Tür hinter sich schließen, als Abby fragte: „Connor, gibst du mir bitte ein Handtuch? Ich habe das andere in die Wanne fallen lassen!“
Ohne zu überlegen, griff er nach seinem roten Bademantel, der an der Tür hing.
„Hier bitte.“
Abby stieg aus der Wanne und zog sich den Bademantel über. „Danke“
Instinktiv schloß sie den Bademantel bis zu ihrem Kinn und ohne es zu wollen, roch sie daran. „Connors Duft“, dachte sie bei sich und fühlte sich schon viel besser.
„Du kannst dich jetzt umdrehen.“

„Abby, ich muß mich bei dir entschuldigen; wegen vorhin. Es tut mir leid. Ich hatte es Caroline versprochen!“
Da war er wieder, dieser Name, den Connor in letzter Zeit so oft erwähnt hatte und den sie haßte, seit sie ihn das erste Mal hörte.
„Connor, bitte… Ich möchte jetzt nicht darüber reden; zumindest nicht über SIE!“

„Abby, ich habe sie im Theater stehen lassen und bin zurück gekommen. Ich liebe sie nicht. Das habe ich nie getan. Ich wollte dich nur ein bißchen eifersüchtig machen. „
Connor sah sie mit flehendem Blick an: „ Ich liebe DICH, Abby, nur dich alleine.
Das was ich heute gesagt habe, in dieser Anomalie, das war ernst gemeint! Ich dachte schon ich hätte dich verloren!“ Jetzt liefen ihm Tränen übers Gesicht. Abby entging das nicht. Sie setzte sich auf den Wannenrand und versuchte, sich über diese neue Gefühlsregung Connors klar zu werden. Das hatte sie nicht erwartet.
Er stand da mit seinen feuchten dunkelbraunen Augen, die sie ansahen, so voller Zuneigung und Liebe für sie; die Hände in den Hosentaschen, weil er nicht wußte wohin damit.

Langsam stand Abby auf und ging zu Connor rüber. Sie nahm seine Hände in die ihren, zog ihn an sich und küßte ihn. Er schmeckte süß und seine Lippen waren so weich…
„Ich liebe dich auch“ hauchte sie ihm zärtlich ins Ohr.
Connor drückte sie fester an sich, eine Hand ruhte auf ihrer Taille und die andere fuhr sanft durch ihre blonden Haare. Ihre Blicke trafen sich und es brauchte keine Worte mehr, um die Gefühle zu beschreiben, welche in den beiden aufstiegen.
Endlich hatte sie ihm gestanden, was sie für ihn empfand und es war ein schönes Gefühl.

Nach endlos scheinenden Sekunden in denen sie sich nur tief in die Augen schauten, gingen sie zusammen ins Wohnzimmer. Sie machten es sich auf dem Sofa bequem.
Abby rollte sich zusammen, legte ihren Kopf auf Connors Schoß und schlief fast sofort ein; mit einem Lächeln auf Ihren Lippen und in Connors Bademantel gekuschelt.
Connor konnte nicht schlafen. Er schaute sie nur an. Wie sie so friedlich dalag und schlief. Seine Fingerspitzen glitten sanft durch ihr Haar.
Irgendwann muß auch er eingeschlafen sein, ganz unbequem halb liegend und halb sitzend aber mit einem zufriedenen Ausdruck auf seinem Gesicht.

Nach so langer Zeit hatten sie endlich zueinander gefunden und sich ihre wahren Gefühle füreinander gestanden.
Abby und Connor…denn wahre Liebe kennt keine Grenzen.

Das zweite Kapitel folgt auch bald
Viel Spaß beim Lesen
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