Nur drei Worte

GeschichteRomanze / P12
Abby Maitland
18.05.2008
31.05.2008
8
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In letzter Zeit habe ich festgestellt, dass es viel zu wenig ConnorxAbby-Storys auf dieser Welt gibt. Was tut Frau also? Genau, die Sache selbst in die Hand nehmen ^^
Die Geschichte ist schon fertig geschrieben auf meinem Computer (etwas, dass ich noch nie vorher bei einer Story mit mehreren Kapiteln gemacht hab), weil ich sicher gehen wollte, dass ich sie auch wirklich beende. Deshalb wird es wahrscheinlich alle paar Tage regelmäßig ein Update geben. Übrigens hebt es meine Update-Lust ungemein, wenn ich Reviews bekomme :D
Ansonsten kann ich nur sagen, dass es meine erste Primeval-Story ist (evtuelle Fehler bitte berücksichtigen) und dass ich sehr gespannt auf eure Meinungen bin :)
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„Ich kann nicht! Ich liebe dich…“

Immer und immer wieder ließ Connor Temple die Szene, die sich auf der anderen Seite der Anomalie abgespielt hatte, Revue passieren. Und mit jedem Mal wurde im klarer, was für ein verdammter Idiot er doch war. Er hatte ja schon immer ein Talent dafür besessen, sich in die peinlichsten, misslichsten und blödesten Situationen überhaupt zu manövrieren, ehe er sich versah. Doch niemals – wirklich niemals – war es so schlimm gewesen wie dieses Mal.
Dass er wirklich etwas für Abby empfand, konnte er wohl nicht leugnen (da es anscheinend sowieso jeder wusste), aber das hatte er ihr nicht so  klarmachen wollen. Eine unromantischere Situation hätte es wohl nicht geben können. Und eine unpassendere ganz nebenbei auch nicht.
Und außerdem war da noch Caroline… Aber die war im Moment sein kleinstes Problem. Es war nicht einmal die Tatsache, dass er Abby geradewegs gesagt hatte, was er für sie empfand, die ihn so aufregte – nein, vielmehr war es eher, dass er nun vor ihr nicht dazu stehen konnte. Und gleich danach ins Theater abhaute. Mit Caroline.
Er war sich sicher, dass Abby ihn jetzt hasste, auch wenn sie es nicht zeigte. Connor seufzte. Da war er mal wieder in was Schönes hineingeraten. Stephen hatte ihn beraten und sie waren zu dem Schluss gekommen, dass er Abby einfach sagen musste, was er empfand und mit Caroline Schluss machen sollte. Und zumindest letzteres hatte er sich fest vorgenommen. Zum ersten Punkt musste er sich noch einige Gedanken machen. Auf jeden Fall musste er selbstbewusst an die Sache rangehen. Denn Selbstbewusstsein ist sexy.
Conner warf einen Blick auf die Uhr. Es war schon fast 12 Uhr mittags und wie er Caroline kannte, würde sie bald vor der Tür stehen, oder besser gesagt einfach ungefragt hereinkommen und sich ganz wie zu Hause fühlen. Aber es war nicht ihr zu Hause. Genaugenommen war es auch nicht sein zu Hause. Es war Abbys zu Hause (zumindest derzeit) und mittlerweile empfand er Caroline als eine Art Eindringling. Natürlich mochte er sie, aber er fand es nicht schön, dass sie Abbys Reich wie ihres behandelte.
„Connoooor!“, turtelte eine Fraunestimme von unten herauf. Connor erwischte sich dabei, wie er die Augen rollte. War er wirklich so ignorant gewesen und hatte nicht gemerkt, wie sehr diese Frau nerven konnte? Aber gut, das würde ja ab heute aufhören. Hoffentlich.
Er hörte Absätze die Treppe hoch klacken und stand seufzend auf. So schlimm würde es schon nicht werden – oder? Die Tür flog schwungvoll auf und Caroline stöckelte hinein. Wie immer figurbetont und modebewusst gekleidet. Als er sie so sah, stiegen wieder die Zweifel in Connor auf. Konnte er das Caroline wirklich antun? Ja, er konnte. Er musste. Denn er liebte Abby und nicht sie.
„Hey!“ Caroline kam hereingestürmt und wollte ihn umarmen, doch Connor stoppte sie. „Was ist?“, fragte sie leicht beleidigt.
„Caroline, wir müssen reden.“ Connor sah seine Noch-Freundin ernst an.
„Oh nein“, stöhnte sie genervt. „Sag bitte nicht, dass du Schluss machen willst. Das fängt nämlich immer mit ‚Wir müssen reden’ an.“ Connor zwang sich zu einem schiefen Lächeln. Nervös spielte er mit seinen Händen.
„Nun ja… ich würde sagen, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.“ Carolines Gesichtszüge entgleisten, fingen sich im gleichen Moment wieder und verfinsterten sich.
„Was?“, fragte sie bedrohlich. „Du willst dich allen Ernstes von mir trennen?!“
„Ich fürchte ja.“ Connor zuckte entschuldigend mit den Schultern. „Ich mag dich Caroline. Aber nicht mehr. Es gibt da jemand anderen, den ich…“
„Oh, lass mich raten: Die kleine blonde, mit der du ständig rumhängst, nicht wahr?“, unterbrach ihn Caroline wütend. „War ja klar, dass dich die kleine Schlampe auf einmal doch will, sobald du eine Freundin hast.“
„Rede gefälligst nicht so von ihr!!“, schrie Connor aufgebracht und erschrak dabei selber über seine Lautstärke.
„Sie ist es also wirklich.“, bemerkte Caroline trocken. „Na dann viel Spaß euch beiden. Aber glaub nicht, dass du bei mir wieder angekrochen kommen kannst, wenn sie dir zu nervig wird!“
Auf jeden Fall wird sie nicht nerviger als du, fügte Connor in Gedanken hinzu. Caroline fuchtelte noch einmal wütend mit den Händen und kehrte dann auf der Stelle um. „Denk nicht, dass das alles war!“, fauchte sie noch, als sie die Wohnung verließ. Die Tür fiel mit einem Knall ins Schloss.
Connor blieb zurück und starrte noch eine Weile in die Richtung, in die Caroline verschwunden war. Großartig. Er hatte gerade die einzige gutaussehende Frau, die sich jemals für ihn interessiert hatte, in den Wind geschossen. Aber er hatte es für Abby getan und deshalb ärgerte er sich nicht allzu sehr. Selbst wenn Abby ihn ablehnen würde, konnte die Befreiung von Caroline eigentlich nur etwas Gutes bedeuten. Oder?

A/N: Tut mir Leid, aber ich hasse Caroline... sie ist eine böse Hexe >:(
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