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Die Liebe übersteht alles

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Herr Gevatter Juro Kantorka Krabat Lobosch Meister
14.05.2008
06.07.2008
2
3.531
 
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14.05.2008 1.958
 
heyy^^
ich dachte mir, ich hasse das alte Ende des Buches.
Es ist langweilig, scheiße und hat das ganze Buch versaut....
Naja, das wird sich jetzt ändern^^
viel Spaß, Reviews?


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sachen halt
*...* Gedanken
"..."reden
... (kursiv) Träume
...(fett) Erinnerungen // dingens-kirchens
~*~ Ort- oder Zeitwechsel
-Flashback-

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Krabat überkam Angst. Was sollte er jetzt tun? Mit so einer Aufgabe, nein, damit hatte er weiß gott nicht gerechnet! Sie sollte ihn - ohne ihn zu sehen - herausfsichen? Wie sollte er ihr nur klar machen, das er es war? Was würde passieren, wenn die Kantorka den falschen aussuchte? Fragen über Fragen fielen wie große, kalte Wellen über Krabat zusammen und was sollte er tun?
Er bekam Zweifel!
Zweifel an sich, an der Kantorka und an Juros Plan!
Juro war intelligent, ohne zweifel, aber, ob sein Plan so intelligent war, daran zweifelte Krabat nun doch.

~*~

Die Kantorka lies sich vom Meister die Augen verbinden. Sie schien nur so vor Selbstvertrauen zu strotzen, doch genau wie den jungen Krabat, beschlichen sie leise zweifel. Vor Krabat hatte sie die gemimt, die keine Angst vor dem Meister und seinen Strafen hatte. Doch nun, sie war sich nicht mehr sicher!...
Wenn sie ihren geliebten Krabat nicht erkannte, dann war es aus!
Sowohl mit ihr, als auch mit ihm!
aber, sie wollte ihn nicht gefährden!
Vorsichtig schritt sie auf und ab. Sie ging nach links und nach rechts.
Immer vor der Reihe, die die Gesellen bilden mussten.

~*~

Was jetzt? Auch Juro erkannte nun die zweifel der Kantorka und seines Freundes Krabat. ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken, als er das Gesicht des Meisters sah. Dem Meister sah man an, dass er siegesgewiss war. In Juro breitete sich eine riesiege Wut aus, die sich auf den Meister bezog. Abgrundtiefer Hass, aber, Juro durfte sich dies nicht anmerken lassen. Die Kantorka schritt vor ihm zum 3. Mal. dann blieb sie stehen. Sie atmete tief durch. Juro durchfuhr ein kalter Schauer.
Krabat sah sich verzweifelt zu Juro um, doch dieser konnte nichts für ihn tun...
*bitte, bitte liebe Kantorka!*, dachte sich der hübsche Gesell, *Finde den richtigen unter uns Gesellen heraus!*
Zwar hatte er schreckliche angst um seinen freund und die Kantorka, doch sein Gesicht glich einer Maske. Einer eiskalten Maske, die keiner zu verändern vermochte.

~*~

Krabat war sich nun sicher. Die Kantorka würde es nicht schaffen, hätte er es nicht besser wissen können? Er hätte nur sich opfern können und die Kantorka shcön raushalten sollen! Aber was hatte er getan? Er hatte sich geweigert! wären die anderen nicht hier gewesen, würden dem Jungen nun die Tränen über die kräftigen Wangen laufen.
Als die Kantorka in der Mitte der Reihe aus gesellen stehen blieb dachte sie angestrengt nach, wie es Krabat schien.
*bitte, liebe Kantorka, wähle den richtigen! Und zwar mich!*, schoss es ihm in die Gedanken.

~*~

Nun war die Kantorka sich sicher, der Geselle, auf den sie gleich deuten würde, wäre Krabat. Aber, was wenn es nicht stimmte? Was würde das Hübsche Mädchen dann erwarten? Wieder überkam sie die Angst. Der Meister machte es nicht besser...
"Du weißt ja, Junges Mädchen, wenn du Krabat aus meinen Gesellen nicht ausfindig machst, erwarten dich und den Jungen der Tod!", sagte er bereits mit Grabesstimme. ein kalter Schauer jagte dem Mädchen über den Rücken. Die Kantorka richtete sich zu ihrer vollen Größe auf und stellte sich vor den Gesellen, der ihrer Meinung nach Krabat war.
"Ist das deine letzte Wahl, Schätzchen?", fragte der Meister mit seiner Grabesstimme und ein amüsiertes Grinsen zeigte sich auf seinen eiskalten Zügen - doch die Kantorka sah es nicht, die Augenbinde versperrte ihr jeden Blick...

~*~

Dem Meister gefiel, was er da sah. Die Kantorka hatte sich vor den Richtigen getellt, aber als sie seine Stimme und seine Worte vernahm, dachte sie darüber nach und ging nochmals vor den Gesellen auf und ab. Da passierte es auch schon, sie blieb vor dem - irgendwie seltsam aussehenden - Juro stehen und nickte dem Meister zu. Juro entglitten die Züge für einen Augenblick, Krabats Gesicht zog sie vor Schmerz zusammen und der Meister lachte. Sein Lachen hallte in dem kleinen, schwarzen raum wider und auch die Kantorka bemerkte ihren fatalen Fehler... Sie riss sich die Augenbinde von den Augen und starrte Juro vor ihr entsetzt an. Mit einigen Blicken suchte sie Krabat, ihren geliebten Krabat, als sie ihn endlich entdeckte, erkannte sie ihrn zweiten Fatalen Fehler. sie hatte sich von ihm abgewandt, in dem Glauben falsch zu liegen...

~*~

Sie hatte es tatsächlich hinbekommen... Sie hatte sich und Krabat nicht nur in Gefahr gebracht, die Gefahr brach nun wie große, schwere und vor allem dustere Wellen über dem zu Tode verängstigten Mädchen. Erst dachte sie, sie würde auf der Stelle tot umfallen, doch, es passierte rein gar nichts. Der Meister blieb kaltherzig - und immer noch lachend - vor den gesellen und dem Mädchen stehen. Krabat sah man die trauer und den Schmerz an, doch was die Kantorka nicht mitbekam, waren die entschuldigenden Blicke, die er dem Mädchen zuwarf.

Plötzlich machte sich eine Taubheit in ihr Breit. Es war eine Taubheit, vor der das Mädchen sich fürchtete. Der Taubheit folgte die Kälte, die eiseskälte. Sie wollte nicht sterben, nicht, wenn sie nicht wusste, was mit ihrem Krabat geschah. Doch in diesem Moment sah sie in des Meisters Auge, was er vor hatte. In seinem auge spiegelte sich Hass wieder. Er wollte Krabat leiden lassen... Das hatte die Kantorka begriffen, doch wie?
Im ersten moment war es der Kantorka nicht klar, doch dann erkannte sie auch diese Absicht des Meisters und presste zwischen den Zähnen, aus den tauben Lippen hervor: "Selbst, wenn Krabat mich sterben sieht, unsere Liebe kann alles überdauern und nicht mal der Tod kann uns aufhalten!"

~*~

Krabat war wie gelähmt - ob er das dem Meister zu verdanken hatte, war ihm unklar. Die Worte der Kantorka - die leise und kalt geklungen hatten -, waren nicht bis zu ihm durchgedrungen. Dumpf hallten die Worte der Kantorka in seinem Kopf wider...

"Selbst, wenn Krabat mich sterben sieht, unsere Liebe kann alles überdauern und nicht mal der Tod kann uns aufhalten!"

unsere Liebe...

nicht mal der Tod...

alles überdauern...


Die Starre löste sich aus seinen Gleidern, als das Mädchen zu Boden fiel. Schnell hechtete Krabat auf die Kantorka zu und fing sie auf. Angst überfiel ihn wieder und sie leckte mit eiskalten zungen um sein Herz - welches, wie er glaubte, nicht mehr lange Schlagen würde...
Entsetzt sank er auf den Boden und legte den schlaffen, schlafend wirkenden Kopf auf seinen Schoß.
Die Gesellen um ihn sahen betreten in der Gegend herum, vermieden den Blick zu ihm oder zu ihrem Meister...

Nun konnte auch der Junge die Tränen nicht zurück halten...
Die tränen rannen ihm über die Wangen...
Die Salzige Flüssigkeit verband sich an seinem Kinn...
Dann tropfte sie hinunter auf die Stirn der Toten...
Die Dunklen Haare der Kantorka glänzten matt im sperrlichen Licht.
Krabat wollte einfach nur weg!
Weg von der Toten!
Weg vom Meister!
Weg von den gesellen!
und vorallem: weg von Juro!

Juro hatte Krabat doch eingeredet er solle es tun!
Juro war an alledem schuld!

Wieder rannen Tränen über seine glühenden Wangen...

Sanft legte er den Kopf der Toten kantorka neben sich auf den Boden, sprang auf und rannte an dem Meister vorbei aus der Mühle. Der Meister machte sich nicht dir Mühe den Aufgebrachten Krabat einzufangen. Denn er glaubte fest daran, das krabat nicht fliehen konnte, ob das wirklich so war, wer wusste es schon?

Krabat dachte gar nicht daran, das er immer noch den Pakt mit dem Meister hatte und rannte weiter. Immer Schneller und schneller, er achtete nicht das geringste auf irgendwelche Tiere, die Pflanzen ritzten in die nackte Haut auf... doch Krabat merkte von alledem nichts.
Bis in's Morgengrauen (1) hinein. er rannte immer weiter. Schwarzkollm lag bereits hinter ihm, doch als er den Waldrand erreicht hatte, blieb er stehen. Wenn er jetzt weiter gehen würde, würde er doch sicher nur wieder auf der Lichtung landen!
Die Tränen auf Krabats wangen waren inzwischen versiegt. Viele Stunden waren vergangen, seit er hinfortgelaufen war.
Nun stand er da und dachte nach.
Sein gehirn umgab ein dichter Neben, der nur ab und zu ein paar Fetzen früherer Gedanken oder Erlebnisse durchlies.
*Wenn ich es nicht wage, dann werde ich es nie herrausbekommen!*, dachte sich der Traurige Junge und setzte seinen Weg unbeirrt fort....

~*~

Juro stand wie angewurzelt da. Die tote Kantorka lag vor ihm auf dem harten Holzfußboden. Die anderen gesellen blieben ruhig und vermieden es, ihren Blick auch nur in die Richtung der toten oder des Meisters zu richten.
Der Meister lachte immer noch kalt und erbarmungslos...
Auch war Juro der Hasserfüllte Blick Krabats nicht entgangen.

Das Schlechte Gewissen machte sich in dem jungen Mann breit.
*was habe ich getan?*, dachte er immer wieder, doch er kam zu keinem Ergebnis...
Nun konnte Juro nichts mehr tun, oder?
*denk nach Juro! Denk nach!*

~*~

-Flashback-

Die Taubheit in der Kantroka hatte sich immer weiter ausgebreitet. Die Kälte folgte sogleich. Bald wurde ihr schwarz vor den Augen.
Samtene und wohltunde Schwärze empfing sie... An Krabat oder Juro, den Meister oder die Gesellen - an alle diese konnte sie in diesem Moment nicht denken...
Ihr eigenes Schicksal war ihr nicht ganz so wichtig wie das der anderen, doch sie musste doch wissen, was sie im Tode erwartete...
Irgendwas nasses berührte ihre kalte Stirn, es war kühl und gleichzeitig doch warm...
Sie fühlte sich tot und gleichzeitig lebendig...
Was war es nur, was sie gerade so quälte?

Zwischen Leben und Tod, musste es doch noch etwas geben! Etwas, was sie erlangt hatte... Doch was war dies?

Als die Kantorka zu Boden blickte, stutzte sie. *was ist das?*, schoss es ihr durch den Kopf...

Das Verunsicherte das hübsche Mädchen nur noch mehr.

Wie konnte sie denken?
wie konnte sie sehen?
War sie nicht Tot?
War dieser Körper, der dort unten, unter ihr lag nicht ihrer?
War der Junge, auf den sie hinabblickte nicht Krabat?
War der lachende Mann nicht der Meister?
War der Schuldbewusste Mann dort nicht Juro?

all diese Fragen schwirrten ihr durch den Kopf...
Da sprang der Junge auf und stürmte aus der Mühle. Der Meister sah ihm hinterher, Juro ebenfalls.
Juro empfand dabei etwas entschuldigendes, etwas, was sich die Kantorka nicht erklären konnte.
Der Meister dagegen, der empfand Hass, fühlte sich mit seiner Rache sicher und dachte sich insgeheim, er habe dem jungen Krabat ein schnippchen geschlagen...

Die Kantorka versuchte zu weinen...
Versuchte Juro zu rufen...
Versuchte sich zu bewegen...
doch jeder einzelne Versuch war vergeblich...

Angst überkam sie!
Was sollte sie nun tun?
Doch da, etwas zog sie hinfort, es war angenehm, etwas warmes zog sie zu sich. Sie wusste nicht, wie sie sich hätte wehren sollen und lies es geschehen.
Sie lies sich von der Macht mitziehen...
Ergab sich dem Sog des mächtigen Etwas...

-Flashback Ende-

Nun stand die Kantorka vor ihm. Die Angst stand ihm ins Gesicht geschrieben. Sie kannte den Jungen vor ihr nicht, doch er sah sie ebenfalls. Ängstlich wich er vor dem schönen Mädchen zurück und zitterte am ganzen Leibe.

"Ich will dir nichts tun... aber... wieso hast du mich gerufen?"

wollte die Kantorka den Jungen fragen, doch sie brachte keinen Ton über die bleichen Lippen. Sie schloss den - zum Sprechen geöffneten - Mund und sah den Jungen ausdruckslos und trotzdem vielsagend an.
Doch dieser verstand ihre stummen Hilferufe nicht...

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(1) ich wieß leider nicht, ob es der/die/das Morgengrauen heißt
   Gomen^^

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Also, thX das ihr den ersten Teil MEINES Endes gelesen habt^^
*Bestechungscookies hisntell* ich hoffe, ihr lest den zweiten Teil auch^^
ich weiß, das Ende ist ziemlich Traurig bis jetzt, aber es wird sich noch ändern^^
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