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Piece of my heart

GeschichteHumor / P12 / Gen
13.05.2008
13.05.2008
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2.931
 
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Es gab viele Dinge, die Dr. Addison Montgomery durch den Kopf gingen, als sie vor dem Seattle Grace, in dem sie einst gearbeitet hatte, stand.
Zu viele, um sie aufzuzählen.
„Willkommen zurück“ Dr. Miranda Baileys Stimme riss sie prompt aus ihren Gedanken.
„Ich bin nicht zurück.“, antwortete Addison, „ Ich bin nur für eine Operation hier.“
„Ah ja.“, entgegnete Dr. Bailey lächelnd, dann fiel ihr Blick auf das kleine Grüppchen von Leuten, die schweigend hinter Addison standen und sich umsahen. „Gehören die zu ihnen??“
Addison drehte sich um, als wäre ihr gerade erst wieder eingefallen, dass sie nicht alleine hier war.
„Oh, die…“, meinte sie verlegen grinsend und strich sich durch die Haare, „Tja, die gehören wohl zu mir.“
Miranda warf Addison einen fragenden Blick zu.
„Das… war so eine Art Dominoeffekt. „, erklärte sie, „ Naomi kam mit, um sicherzugehen, dass ich auch wieder zurück nach L.A. komme und nicht hierbleibe, dann kam Sam mit, weil Naomi mitwollte, und als Dell erfahren hat, dass Sam und Naomi mitkommen,  wollte er auch mit, woraufhin Pete erst von der ganzen Sache Wind bekommen hat und auch spontan mitkommen wollte und dann hat er Violet gefragt, ob sie nicht auch mitkommen will und nachdem Violet zugesagt hat, war klar, dass Cooper auch mitkommt und… fragen sie mich nicht, wieso Charlotte jetzt auch mitgekommen ist, aber...-„
„Schon gut, schon gut. „, sagte Miranda Bailey schnell, der die Erklärung mit den ganzen Namen, die sie den Personen ohnehin nicht zuordnen konnte und das auch eigentlich nicht wollte, langsam zuviel wurde.
„Tja.“, meinte Addison grinsend, „ jetzt sind sie jedenfalls alle da…“
„Okayyy.“, sagte Dr. Bailey und setzte ein etwas künstliches freundliches Lächeln auf, „ und was haben sie nun mit ihnen vor?“
Das Grinsen verschwand aus Addisons Gesicht und sie senkte ihre Stimme etwas.
„Ehrlich gesagt… ich weiß es nicht.“
„Na fabelhaft!“, meinte Miranda überschwänglich, wurde dann wieder ernst und flüsterte Addison zu: „Wehe sie stellen das Krankenhaus auf den Kopf.“
Mit diesen Worten drehte sie sich um und ging.
„Klar…“, sagte Addison zu sich selbst und sah Miranda nach.
„Was ist nun?“, fragte Charlotte King ungeduldig, „ Gehen wir heute noch rein oder stehen wir hier weiter herum wie die Topfpflanzen?“
Addison drehte sich um. Die Chefin des St. Ambrose Krankenhauses war wie immer reizend ehrlich.
„Wieso sind sie überhaupt hier? Wollen sie die Konkurrenz ausspionieren?“, fragte Addison und starrte sie an.
„Nein, ich bin einfach so hier.“ Sie vermied es, Cooper anzusehen, damit auch ja niemand herausfand, dass er der Grund gewesen war, dass sie mitgekommen war.
„Aha.“, meinte Addison und ließ ihren Blick über das Grüppchen ihrer Kollegen schweifen, „ Also dann, lasst uns gehen. Und wenn wir da drinnen sind, gelten MEINE Regeln, verstanden?“
„Deine Regeln? Was soll das denn heißen?“, fragte Naomi und musste sich ein Lachen verkneifen.
„Untergrab nicht ihre Autorität, Naomi.“, raunte Violet ihr zu, „ so etwas kann heftige psychische Schäden als Folge haben.“
Addison ignorierte das Geflüstere gekonnt und stemmte die Arme in die Seiten. „Ihr werdet mich da drinnen nicht blamieren, verstanden? Am besten redet ihr gar nicht mit meinen alten Kollegen.“
Addison wusste, dass ihre neuen Kollegen peinliche Dinge über sie erfahren konnten, die nicht jeder wissen musste.
„Wieso nicht? Hast du was zu verbergen?“, fragte Pete grinsend, woraufhin ihm Addison am liebsten eine verpasst hätte. Natürlich hatte sie etwas zu verbergen. Zum Beispiel, mit wem sie im Bett gewesen war. Besonders Pete musste das nicht erfahren.
„Okay, wenn wir da drin sind, werde ich gleich davon rauschen und ihr seid auf euch allein gestellt. Denkt ihr, ihr werdet das hinkriegen, keinen Unsinn zu machen und mich nicht zu blamieren?“, fragte sie.
7 Augenpaare starrten ihr entgegen, als hätte sie nicht mehr alle Tassen im Schrank. „Okay..dann schlage ich vor wir gehen.“
Mit diesen Worten drehte Addison sich um, schlug die blaue Mappe auf, die Miranda ihr in die Hand gedrückt hatte und steuerte auf den Eingang des Seattle Grace zu.


„So… und nun?“, fragte Sam. Kurz nachdem sie das Seattle Grace betreten hatten, war Addison auch schon wie versprochen verschwunden. Sie hatte mit den Vorbereitungen der äußerst komplizierten Operation mehr als genug zu tun.
Pete grinste. „Ich weiß ja nicht, was ihr jetzt macht, aber ich werde versuchen herauszufinden, mit wem Addison alles im Bett war.“
Sam starrte ihn an.
Pete zuckte mit den Schultern. „Sie stellt mich doch immer als Aufreißer hin, wollen doch mal sehen, ob sie so unschuldig ist, wie sie tut.“
Mit diesen Worten hatte er sich auch schon von den anderen entfernt und war auf gut Glück in irgendeine Richtung losgegangen.
Naomi schüttelte nur den Kopf.
Sam war der nächste, der Anstalten machte, zu gehen.
„Was hast du vor?“, fragte Naomi ihn.
„Oh, ich hab einige meiner selbstgeschriebenen Bücher mitgenommen und werd mal versuchen, ob ich sie hier an den Mann bringen kann.“, antwortete er.
„Ach, das schleppst du also in deiner riesigen schwarzen Tasche mit herum.“, meinte Cooper.
„Was dachtest du denn?“
Cooper winkte ab. „Nichts, nichts.“
Sam erwiderte nichts, sondern machte sich mit seiner Tasche auf den Weg.
Dell schaute zu Naomi, die seinen Blick bemerkte und grinsen musste.
„Vergiss es, Dell. Hier rennen bestimmt genug Mädchen in deiner Altersgruppe herum. Versuchs mal bei denen.“, meinte sie, dann rannte sie Sam nach.
Dell schaute zu Cooper, Charlotte und Violet, die noch übrig geblieben waren.
„Na komm schon, du bist angehende Hebamme. Darauf fahren die Mädchen ab.“, redete Cooper ihm ein.
„Wenn es um Mädchen geht, nimm nie einen Rat von Cooper an.“, meinte Violet.
Dell stand unschlüssig da, entschloss sich dann aber, alleine loszuziehen und sich umzusehen.
„So, da warens nur noch drei…“, murmelte Cooper, „ Moment… wieso starrt ihr mich beide so an??“
Es dauerte nicht lange, bis ihm ein Licht aufging. Violet erwartete natürlich, dass er mit ihr loszog, weil sie befreundet waren. Was Violet aber nicht wusste, war, dass er seit kurzem eine Art Beziehung mit Charlotte hatte, die sich mehr und mehr vertiefte und nun erwartete auch diese von ihm, dass Cooper mit ihr losging, weil sie wiederum nicht wusste, dass Cooper in Violet verliebt war.
Schöne Sache.
Cooper schaute zwischen Charlotte und Violet hin und her und wurde nervös.
„Ich… muss aufs Klo!“ Eine bessere Ausrede war ihm nicht eingefallen, aber das verhalf ihm erst mal zur Flucht.
Jetzt standen nur noch Violet und Charlotte da, die sich nicht gerade freundschaftlich anfunkelten. Sie drehten sich beide im selben Moment um und gingen getrennte Wege.


Addison hatte auf ihrem Weg mittlerweile das, wie sie meinte, glückliche Pärchen Meredith und Derek getroffen und dann ein kurzes Gespräch mit Mark geführt. Nun war sie wieder auf dem Weg zu Dr. Bailey.
Pete hatte inzwischen noch keine Erfolge verzeichnet.
Er war dabei, von einem Arzt zum nächsten zu gehen und ihn direkt zu fragen, ob er Sex mit Addison Montgomery gehabt hatte. Doch bis jetzt hatten sie alle mit „Nein“ geantwortet und Pete hatte aus ihren Blicken deuten können, dass es kein „verlegenes, verräterisches“ Nein war.
Nun steuerte er gerade auf einen hübschen, wichtig aussehenden Arzt zu.
„Hatten sie Sex mit Addison Montgomery?“
Der Arzt blieb stehen, wandte sich ihm zu und starrte ihn an.
Volltreffer!
Pete grinste leicht und blieb vor ihm stehen. „Heißt das ja?“
„Ich bin ihr Ex- Mann, also was denken sie?“
„Sie sind ihr Ex- Mann? Ich bin ihr neuer Kollege, Dr. Pete Wilder.“ Er hielt ihm die Hand hin.
„Derek Shepherd.“ Der Arzt schüttelte seine Hand.
„Fein.“, meinte Pete, „ sie haben sicher einen Moment Zeit, um über Addison zu reden, nicht wahr?“
„Nun, eigentlich habe ich Patienten und- „
Pete ließ ihn gar nicht erst ausreden und zog ihn mit, während er schon begann, ihn in ein Gespräch zu verwickeln.



„Herzlichen Glückwunsch, sie sind schwanger.“, berichtete Dr. Izzie Stevens gerade erfreut einer Frau, die mit ihrem Mann im Wartezimmer saß.
Die werdende Mutter allerdings schien nicht so sehr erfreut von dieser Neuigkeit zu sein, denn sie brach in Tränen aus.
„Ich will eine Abtreibung….“, erklärte sie der verblüfften Ärztin, „ am besten noch heute.“
Violet stand etwas abseits und hatte sie Szene zufällig beobachtet.
„Oh… aber…“, Dr. Stevens rang sichtlich mit den Worten, sie konnte nicht verstehen, dass die Frau sich nicht über das Baby freute.
„Ich bin HIV positiv.“, erklärte ihr diese. Natürlich, sie wollte kein krankes Kind zur Welt bringen.
Violet haderte kurz mit sich selbst, dann gewann die Psychiaterin in ihr die Oberhand und sie schritt auf die drei zu.
„Kann ich helfen?“, fragte sie freundlich und setzte sich neben die werdende Mutter.
Dr. Stevens sah sie überrascht an.
„Wer sind sie?“
„Ich bin Psychiaterin. Violet Turner, eine Kollegin von Addison, falls sie sie kennen.“
Izzie nickte. „Izzie Stevens.“ Die beiden schüttelten sich die Hände.
Ein leises Schniefen der Frau erinnerte sie wieder daran, weshalb sie gekommen war.
„Ist schon gut.“, meinte Violet zu Izzie, „ lassen sie mich einen Moment mit den beiden allein reden.“
Izzie warf ihr einen Blick zu und beschloss dann, zu gehen.
Violet lächelte und wandte sich dann den Eltern zu.


Cooper war gerade aus einem der Klos gekommen, in dem er sich versteckt hatte und sah Violet mit den beiden Leuten reden. Er glaubte, seinen Augen nicht zu trauen. Zog Violet tatsächlich gerade ihr Psychoding mit Krankenhauspatienten ab, die definitiv nicht ihre Patienten waren???
Er überlegte, ob er zu ihr gehen und sie da wegholen oder sie lassen sollte. Seine Überlegungen wurden jäh unterbrochen, als Charlotte von hinten an ihn herankam.
„Hey… da bist du ja.“, sagte sie lächelnd, „ Ich hab einen leeren Abstellraum gefunden, falls du Lust hast….“
Nein, eigentlich hatte er im Moment keine Lust. Er sah immer noch zu Violet und erwiderte nichts.
„Cooper… du darfst auch der böse Bulle sein…“, hauchte Charlotte verführerisch.
Cooper drehte sich um und sah sie an.  Warum eigentlich nicht?
„Okay, lass uns gehen“, meinte er schulterzuckend.


„So. Das sieht doch ganz gut aus…“ Sam betrachtete sein Werk.
Er hatte seine Bücher sorgfältig in einem interessanten Muster auf dem Boden ausgebreitet und zwar, ohne es zu wissen, direkt vor dem Eingang eines wichtigen Op- Saals.
Naomi nickte. „Hier kommen viele Leute vorbei. Die Chancen stehen gut, dass du was verkaufst.“
Sam nickte zufrieden. Genau das dachte er auch.
„Hey schöne Asiatin!“, rief er gleich darauf.
Die Ärztin, die etwas hektisch wirkte, blieb stehen, drehte sich zu ihm und starrte ihn an. „Meinen sie mich??“, fragte sie mit gehetzter Stimme.
„Ja, genau sie.“, sagte Sam strahlend, „ Wollen sie nicht eins meiner Bücher kaufen?“
„Nein.“ Ohne ein weiteres Wort eilte Dr. Yang weiter. Sie war beschäftigt und hatte keine Zeit für so etwas.
Sam fand Trost, als ein älterer Patient vorbeikam und ihm ein Buch abkaufte.
„Wer sagts denn, das Geschäft floriert.“
„Du hast ein einziges Buch in einer Stunde verkauft.“, erwiderte Naomi skeptisch.
„Hey, was soll denn das? Machen sie sofort den Eingang zum Op frei!“
Sam wandte sich von Naomi ab und  drehte sich in die Richtung aus der die Stimme gekommen war.
Ein Arzt kam angelaufen, gefolgt von einer Liege mit einem Patienten, der wie verrückt lachte und von Krankenschwestern umgeben war. Dr. Shepherd hatte es allen Anscheins doch noch geschafft, Pete abzuwimmeln und sich seinem Tumorpatienten zu widmen.
„Wollen sie ein Buch kaufen?“, fragte Sam den Arzt und setzte sein bestes Zahnpastalächeln auf.
„Nein, ich will in den Op!“
„Op?“ Er und Naomi schauten sich verwundert um, erst dann entdeckten sie die Tür, die vor lauter Büchern fast nicht mehr zu sehen gewesen war.
„Oh, mein Fehler.“, murmelte Sam und begann in aller Ruhe, seine Bücher wegzuräumen.


„Dr. Montgomery.“
„Dr. Karev!“
„Hey.“
„Hey.“, Addison zögerte kurz, dann machte sie eine einladende Bewegung und umarmte den einstigen Kollegen, welcher ihre Umarmung etwas zurückgehalten erwiderte.
Pete stand einige meter entfernt an die Wand gelehnt und beobachtete die Szene. Zufrieden rieb er sich die Hände. Na, wenn das nicht nach was aussah!
Er wartete, bis Addison verschwunden war und ging dann auf den Arzt zu. Dass sich dieser mittlerweile mit einer anderen Schönheit unterhielt, kümmerte ihn nicht.
„Haben sie mit Addison geschlafen??“, fragte er ihn.
Die Frau neben Karev drehte sich zu Pete um und starrte ihn an.
„Hy auch „, sagte Pete freundlich zu ihr.
„Hyyy…“, meinte sie überrascht und wusste nicht, was sie davon halten sollte.
Dr. Karev sah Pete nur mit einem überlegenen Grinsen an.
„Und wenns so wäre?“
„Würde ich es wissen wollen.“
„Okay, ja, ich hab mit ihr geschlafen. “
„Wusste ich es doch!“, meinte Pete triumphierend.
„Was? Mit ihr hast du auch geschlafen???“, die Stimme der Frau klang nicht sehr erfreut.
„Ava, das-„
„Ich heiße Rebecca.“, entgegnete sie wütend.
Pete drehte sich um und ging wieder.


„Und dann sagte ich: Sie werden keinen finden, der einen besseren Genitalabstrich macht, als ich. Ich hätte ihnen den Genitalabstrich ihres Lebens verpasst.  Na ja, ungefähr so waren meine Worte.“
Dells Gegenüber lachte. „Und was ist dann passiert?“
Dell grinste. „Sie hat es mich machen lassen.“
„Das ist doch toll“
„Ja.. und.. äh, wie heißt du?“, fragte Dell sichtlich nervös.
„Oh, ich bin Lexie Grey.“, das Mädchen reichte ihm die Hand, die er erfreut schüttelte.
„Dell Parker.“
„Freut mich.“
„Ja, mich auch.“
Einen Moment lang standen die zwei sich verlegen gegenüber und sahen sich nur an.
„Und, äh, was war die ärgste Sache, die du je gemacht hast?“
„Ich habe zugesehen wie einem Patienten die Halsschlagader geplatzt ist und sie dann ungefähr eine Stunde lang zugehalten.“
„Oh…“ Dell starrte sie überrascht an. Dagegen waren seine Erlebnisse, die er in der Praxis gemacht hatte, ja gar nichts.
„Wie auch immer… hast du Lust, einen Kaffee mit mir trinken zu gehen?“
„Ja“ Dell strahlte.
„Okay.“


Violet hatte die Eltern soweit beruhigt und sie dazu überredet, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. Sie fühlte sich besser, sie hatte eine gute Sache getan, sie hatte geholfen und ohne dafür Geld zu bekommen.
Und nun streifte sie alleine durchs Krankenhaus und war auf der Suche nach Cooper. Wo war der Kerl, wenn man ihn mal sehen wollte?
Plötzlich ging eine Tür vor ihr auf und eine ziemlich zerzauste Charlotte stolperte heraus. Ihre Haare standen in alle Richtungen ab und sie war dabei, ihre Bluse zuzuknöpfen. Violet konnte sie nur überrascht anstarren.
„Dr. King???“, fragte sie verwundert und Charlotte schien noch mehr zu erschrecken, als sie Violets Stimme hörte. Ohne zu antworten, rannte sie einfach davon.
Violet war mehr als verwundert und näherte sich der Tür, aus der Charlotte gekommen war. Sie öffnete sie und…
„Cooper? Was zum… Cooper!!“
Ihr Freund schaute ihr erschrocken entgegen. Er war gerade dabei, sich seine Hose wieder anzuziehen.
Violet musste keine übersinnlichen Kräfte haben, um zu erraten, was in dieser Abstellkammer passiert war.
„Oh mein Gott!“, schrie sie angewidert, „ du und Charlotte King???“ Sie konnte es nicht fassen. Hatte Cooper nicht immer böse Scherze über die Krankenhausdirektorin gemacht? Und jetzt das….
Ihr Freund zog sich schnell fertig an und ging auf sie zu.
Violet wich zurück. „Du und Charlotte?“, presste sie wieder ungläubig heraus und starrte ihn an.
„DU UND CHARLOTTE???“
Cooper hob seine Hände und versuchte, sie zu beschwichtigen. „Es war nur Sex.“
„Na toll! Du kannst mit Charlotte schlafen, aber mit mir konntest du es nicht?!!“, fauchte sie ihn wütend an.
Cooper raufte sich die Haare. Violet verstand wieder mal gar nichts. Bevor er Anstalten machen konnte, irgendetwas zu erklären, hatte sie sich wütend umgedreht und war hinausgestürmt.


Addison atmete erleichtert auf. Die Operation war gut verlaufen und draußen wurde es nun bereits dunkel. Es hatte gut getan, wieder einmal hier gewesen zu sein und es hatte ihr bestätigt, dass es richtig gewesen war, gegangen zu sein. Trotzdem hatte sie heute Spaß gehabt, sie hatte sich mit ehemaligen Kollegen und alten Freunden unterhalten können und wieder viel Neues erfahren.
Nun war es wohl an der Zeit, ihre neuen Kollegen einzusammeln.
Sie musste nicht lange suchen, bis die Dell entdeckte, der sich angeregt mit einem hübschen Mädchen unterhielt. Sie musst schmunzeln und ging auf die beiden zu. „Feierabend, Dell.“

Gemeinsam suchten die beiden nun das Krankenhaus nach dem Rest der Truppe ab.
Sam und Naomi fanden sie auf ein paar Stiegen sitzend, Sam zog ein langes Gesicht, weil er nur 2 Bücher verkaufen hatte können. Naomi zog ein langes Gesicht, weil Sam ein langes Gesicht zog.
Violet saß in der Lobby. Auch sie sah alles andere als glücklich aus, die Wut über Cooper stand ihr ins Gesicht geschrieben.
Als nächstes fanden sie Pete, der sich, zu Addisons Entsetzen gerade grinsend mit Mark Sloan unterhielt. Das konnte nichts Gutes bedeuten.
Sie ging zu ihm, packte ihn und zerrte ihn von Mark weg.
Cooper saß irgendwo am Boden herum, mit einem Blick wie drei-Tage- Regenwetter.
„Wieso seid ihr denn alle so mies drauf??“, fragte Addison verwundert, „ ihr seid doch freiwillig mitgekommen.“
Dell war der Einzige, der etwas erwiderte. „Also ich bin gut drauf.“, meinte er strahlend.
Die anderen warfen nur finstere Blicke auf ihn.
„Fehlt nur noch Charlotte.“, sagte Addison und sah sich um.
„Wir können ja auch ohne sie gehen.“, murrte Violet, der Vorschlag fand allerdings keine Zustimmung von Addison.
Schließlich wurde Charlotte schlafend auf einem Sessel nahe des Ausganges gefunden.
„Okay.“, meinte Addison und setzte ein Lächeln auf, um die anderen zu motivieren, „ Und jetzt gehen wir noch mit meinen alten Kollegen was trinken. Das wird lustig.“
„Ach? Kommen da auch Dr. Shepherd, Dr. Karev und Dr. Sloan?“, fragte Pete grinsend, woraufhin Addison das Lächeln verging.
„Was weißt du???“, fuhr sie ihn an.
„Alles.“, erwiderte er amüsiert.
„Ich will zurück nach L.A.“, maulte Violet.
„Ich auch.“, schloss Cooper sich an.
„Hör gefälligst auf mir zuzustimmen.“
Addison seufzte und ging voran.
„Nichts da, wir amüsieren uns jetzt!“
„Wird Lexie Grey auch da sein?“, fragte Dell gutgelaunt.

Ende….
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