Der Weg zum Glück

von Zephyr
GeschichteDrama, Romanze / P12
12.05.2008
01.09.2015
27
202693
6
Alle
49 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
 
Erst mal vonrweg: Die FF ist ursprünglich für Animexx geschrieben worden und ich habe dort mit einigen Leuten zusammengearbeitet, von denen ich nicht weiß, ob sie hier auch registriert sind. Erwähnen möchte ich sie dennoch.

Diese Fanfic ist ein Gemeinschaftsprojekt von Klayr_de_Gall und mir. Wem sie gefällt, der möge Klayr bitte genauso würdigen wie mich und wenn wem was nicht gefällt, dann gilt dasselbe in grün ^^: Es gilt immer für uns beide!

Die Beta stammt von KeiraX. Großes Dankeschön an dich, dass du dir die Zeit dafür nimmst! *Ann-chan knuddl* Da weiß man, dass dabei was Anständiges rauskommt ^^.

Und was ich ebenfalls nicht vergessen darf: Die Idee mit den Zitaten an den Kapitelanfängen habe ich von Soul_Diver übernommen. Mir gefiel das bei ihr so gut, dass ich mich mit Klayrie beraten habe, das hier auch zu machen. Ich hoffe, das ist okay für Soul ^^.

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Zur FF selbst: Das ist eine TRC-FF, die unabhängig vom Manga spielt.
Pairing: KuroFye
Genres (weitere): Humor, später Drama

Disclaimer: Die Charas gehören (bis auf wenige Ausnahmen) nicht uns, sondern Clamp. Wir wollen kein Geld damit verdienen, sondern nur unterhalten.

Erstschreiber des Kapitels: Klayr_de_Gall
Kapitel: 0/26

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„Geliebte Menschen kann man nicht wegschicken. Man muss sie gehen lassen.“
(Tommy Schmidle)


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Ein Tag wie jeder…


Schon seit einigen Stunden suchten sich feine Sonnenstrahlen einen Weg durchs Fenster und vertrieben die Dunkelheit der lauen Spätsommernacht und später dann die Dämmerung, bahnten sich ihren langsamen, sanften Weg über eine weiche, orangebraune Bettrecke, glitten, kitzelten über braungebrannte Haut und durchtrainierte Arme, die, entspannt auf dem dünnen Stoff ruhend, leicht zuckten bei den warmen Berührungen und sich schlussendlich unter die Decke zurückzogen. Aber davon ließen sich die frechen Sonnenstrahlen nicht abschrecken, sondern wanderten weiter, über ein markantes Gesicht, dessen ernste Züge selbst jetzt im Schlaf nicht richtig entspannt waren, erforschten jeden Winkel davon und streichelten es mit ihrer Wärme.
Kurogane knurrte missmutig bei der allmorgendlichen Störung und rollte sich auf die Seite, stockte dann aber. Automatisch strichen seine Finger über die andere Seite des Bettes, konnten aber nicht finden, was er dort erwartet hatte. Keinen warmen, schlanken Körper, nicht einmal weiches Haar, das seine Hand umspielen konnte. Irritiert öffnete er seine rubinroten Augen. Die andere Seite des Bettes war leer...schon kalt.
„Oruha...?“ Schlaftrunken rappelte er sich auf und raufte sich durch sein schwarzes Haar. Von der schwarzhaarigen, hübschen Sängerin fehlte jede Spur. Kurogane seufzte. Wo steckte die denn nun schon wieder? Eigentlich war er es gewohnt, vor seiner Freundin aufzuwachen. Nur selten kam es vor, dass sie eher auf war als er und das Frühstück vorbereitete oder sonst etwas tat.
Seufzend hievte er sich aus dem Bett. Es war jetzt kurz nach 8:00 Uhr. Schon ungewöhnlich für Oruha, nach einer so langen Arbeitsnacht jetzt schon auf den Beinen zu sein. Aber na ja. Schweigend suchte der junge Mann sich seine Klamotten zusammen, allesamt schwarz, die er am Abend zuvor nach einem nervtötenden und viel zu späten Feierabend einfach gereizt im ganzen Schlafzimmer verteilt hatte, und zog sich an. Auf seinem Weg ins Bad wunderte er sich etwas, warum es so ruhig in der Wohnung war. Um diese Zeit herrschte hier eigentlich meist schon etwas mehr Lärm. Und überhaupt...es roch nicht nach Frühstück. Die Wohnung wirkte verwirrend leer. Aber Kurogane konnte sich nicht erklären warum. Also schob er den Gedanken beiseite. Hirngespinste! Im Bad spritze er sich halbherzig kaltes Wasser ins Gesicht, um etwas wacher zu werden, verschob aber den Rest der Morgenhygiene auf nach dem Essen. Erneut beschlich ihn jenes seltsame Gefühl der Einsamkeit und leicht irritiert ging Kurogane durch den Flur. Er wusste mit dieser Empfindung einfach nichts anzufangen.
Am fehlenden Geruch des Frühstücks änderte sich auch nichts, als der Schwarzhaarige endlich die Küche betrat. Hier offenbarte sich ihm auch der Grund dafür. Es stand schließlich nichts zu Essen auf dem Tisch. Nur ein kleiner, weißer Zettel zierte das dunkle Holz des Tisches. Eingehüllt von dem süßen, schweren Duft der Kirsche, Oruhas Lieblingsparfüm, dessen letzter Hauch noch immer geisterhaft in der Luft hing, nahm er das Schriftstück zur Hand.
Es waren nur zwei kleine Zeilen, geschrieben in der charakteristischen, fein geschwungenen Handschrift seiner Lebenspartnerin. Dennoch erstarrte er innerlich.

Kurogane,
es tut mir Leid.

Nur das. Aber für Kurogane brach die Welt zusammen.
Es tat ihr Leid? Was sollte das heißen?
„Oruha? Lass die Witze, das ist nicht komisch!“ Suchend glitt sein Blick durch die große Küche, als hoffte er, die schwarzgelockte Frau würde lachend hereinkommen und ihm mit einem Kuss und einer Umarmung gestehen, dass alles nur ein kleiner Scherz gewesen war. Es wäre nicht das erste Mal, dass sie solche Spielchen spielte. Aber in dem großen Drei-Zimmer-Apartment blieb es still.
Still...
Sekundenlang. Ruhe. Stille. Schweigen.
Und immer nur diese Fragen, die dröhnend laut in seinem Kopf widerhallten. Warum? Warum hatte es dazu kommen müssen? Warum war sie gegangen? Warum hatte sie ihm nicht einmal einen Grund genannt? Warum, warum, warum? Und auf keine dieser Fragen wusste er eine Antwort.
Und es war auch niemand da, der ihm eine geben konnte.
Oruha war fort.
Noch einen Moment lauschte er in die Stille hinein, dann wurde sie durch den lauten Schrei eines Babys aus dem Nebenzimmer zerrissen.


TBC...
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