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Milch

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor / P16 / Gen
Maito Gai Neji Hyuga Rock Lee TenTen
03.05.2008
03.05.2008
1
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03.05.2008 1.466
 
Nach dem Lesen einer anderen FF über Neji und Tenten, die in der Küche miteinander schlafen (welche wir bedauerlicherweise nicht mehr finden können),
kam uns die Idee für diese kleine Geschichte hier.
Wir hoffen, die Autorin der anderen FF fühlt sich nicht angegriffen
Ist ja nicht böse gemeint und dient nur zur allgemeinen Erheiterung.... ;)



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Tentens Mutter kam mit Einkaufstüten bepackt nach Hause. Ächzend schleppte sie ihre Last in die Küche.
„Ich bin wieder da, Schätzchen!“, rief sie und stellte ihre Einkäufe auf dem Küchentisch ab.
„Was möchtest du denn heute Abend gerne essen, Liebes?“, fragte sie, während sie ein verdächtiges Kleidungsstück zwischen Zeigefinger und Daumen klemmte, um es vor ihr Gesicht zu heben.
Leicht irritiert zog sie ihre Augenbrauen zusammen, verengte ihre Augen zu Schlitzen, als sie versuchte, sich zu erklären, was besagtes Kleidungsstück, das verdächtig an Boxershorts erinnerte, in IHRER Küche verloren hatte.

„Schatz, du hast da deine Unterhosen in der Küche liegen lassen…“, rief sie. „Seit wann trägst du überhaupt Boxershorts?“
*Und das auch noch über deiner normalen Unterwäsche*, fügte sie in Gedanken hinzu, als sie, nun aufmerksam geworden, ihren Blick durch die Küche gleiten ließ. Erst jetzt hatte sie kaum einen halben Meter von besagten Boxershorts entfernt, den Slip ihrer Tochter entdeckt. Ganz langsam setzte sich das Puzzle Stück für Stück zusammen. Sie biss sich schmerzhaft auf ihre Unterlippe und versuchte krampfhaft nicht das zu denken, was sie schon die ganze Zeit unterschwellig befürchtet hatte.
„Bitte sag mir, dass du hier Milch verschüttet hast!“, wimmerte sie nahe einem psychischen Zusammenbruch und krallte leicht angeekelt (okay, sie war mehr als nur leicht angeekelt) ihre Finger in das Holz ihrer entweihten Anrichte.

*Das ist alles nur Milch. ALLES. NUR. MILCH!*, redete sie sich verzweifelt ein, während sie mit zunehmend wackeligen Beinen ihre Küche durchforstete und auf immer mehr Kleidungsstücke traf, die sie eindeutig noch nie an ihrer Tochter gesehen hatte.
„Bitte, lass mein Kind von mit aus ein Faible für Männerkleidung UND -Deo entwickelt haben. Lass sie vielleicht diese Kleider UNTER ihrem normalen Gewand tragen, aber lass nicht zu, dass die das getan hat, was ich denke, dass sie in MEINER Küche getan hat.“, murmelte sie kurz bevor sie im Geiste hinzufügte:
*Das ist aber verdammt VIEL Milch und an verdammt VIELEN Stellen in MEINER einst so sauberen und unschuldigen Küche! Ich glaube ich werde hier nie wieder etwas kochen können, ohne mich zu übergeben.*

Nicht bestrebt, sich einen weiteren verdächtig milchigen Fleck am Boden genauer anzusehen, und damit ihre rettende Illusion zu zerstören, stieg sie darüber hinweg. Gerade wollte sie zusammenbrechen, als ein lauter Aufprall und ein mehr oder weniger unterdrücktes Fluchen ihre Aufmerksamkeit auf sich zog.
Obwohl sie ahnte, dass es ihrer geistigen Gesundheit vielleicht nicht wirklich förderlich war, drehte sie sich um, packte die ominösen Boxershorts und wandelte in ängstlicher Erwartung hinaus in den Garten.

Sie bog mit tödlicher Zielsicherheit um die Hausecke und prallte prompt gegen einen noch immer recht erhitzten Männerkörper. Ihre Augen weiteren sich im Schock der bereits überfälligen Erkenntnis, und ihr betäubtes Hirn schrie empört auf.
Sowohl ihr Gesicht als auch das des jungen Mannes in ihrem Garten verlor jegliche Farbe, als sie gleichzeitig erkannten, wem sie da gerade jeweils gegenüberstanden. Ohne dass sie etwas dagegen unternehmen konnte, wanderte ihr Blick automatisch in tiefere Regionen, wobei sie sich widerstrebend insgeheim eingestehen musste, dass sie ihre Tochter wenigstens ein kleines Bisschen verstehen konnte.
Von schlechten Eltern war sein Körper jedenfalls nicht.

Aber als ihre Augen an einer Stoffbahn hängen blieben, die sie als Laken ihrer bisher noch geliebten Tochter identifizierte, war es aus mit dem Verständnis.
Mit einem Blick, der selbst die Hölle dazu veranlasst hätte, sich selbst einzufrieren, wandte sie sich dem nun dunkelrot angelaufenen Gesicht des jungen Mannes zu, der laut ihrem Gedächtnis Neji hieß, und hielt ihm beinahe vorwurfsvoll seine eigenen Boxershorts unter die Nase. Aus jeder Pore ihres Körpers pulsierte nun heiß glühende Wut, die sie nur mühsam zurückhalten konnte.
Genauso wenig konnte sie verhindern, dass die Hand, welche die Boxershorts hielt, zitterte, und sie kniff die Lippen dermaßen zusammen, dass sie eine schmale Linie bildeten. Argwöhnisch beobachtete sie, wie der entgeisterte Neji seine Unterwäsche ergriff und mit einem hastig gemurmelten ‚Arigatou’ an ihr vorbeiraste.

Erst als er fort war, blinzelte sie heftig und schickte sich an, wieder ins Haus zurück zu kehren. Ihre Tochter konnte sich auf etwas gefasst machen, und es käme einem Weltwunder gleich, wenn sie diese Konfrontation unbeschadet überstehen würde. Mit einem irren Grinsen im Gesicht ließ sie die Haustür ins Schloss fallen und rief mit zuckersüßer Stimme:
„Tenten, Schatz? Kommst du mal bitte runter zu mir?“
Keine zwei Minuten später erschien das leicht beunruhigte (um nicht zu sagen ängstliche) Gesicht ihrer Tochter im Vorraum. Es präsentierte sich der psychisch schon sehr strapazierten Mutter eine Tenten, die zwar hastig, aber zumindest vollständig angezogen war. Unsicher trat ihr Kind näher, und versuchte dabei einen möglichst arglosen Ausdruck auf das  schuldbewusste Gesicht zu zaubern.

„Schätzchen, ich glaube du hast in der Küche etwas Milch verschüttet. Würdest du sie bitte aufwischen?“, zwitscherte ihre Mutter und zwang ein wahnsinniges Lächeln auf ihre Lippen.
„Ach ja, ich glaube auch, du hast deine Wäsche in der Küche verloren. Ich wusste gar nicht, dass du neuerdings Männerkleidung trägst“, rief sie ihrer Tochter noch hinterher, als Tenten schon auf halbem Weg in die Küche war und nun paralysiert mitten in der Bewegung innehielt.

°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°

Das hatte Konoha noch nie gesehen:
Ein mit Bettwäsche bekleideter Neji Hyuga, der mit Boxershorts in der Hand quer durch die Stadt rauschte und dabei versuchte, noch möglichst unauffällig zu wirken.
Plötzlich zerriss ein Schrei die in der Sommerhitze flirrende Luft und der junge Mann zuckte ertappt zusammen.

„NEJI!“

Ihm schwante Böses, als er sich langsam umdrehte und ein „Hi… Gai-sensei“ hauchte.

„Ich wusste gar nicht, dass Leintücher der letzte Schrei in Sachen Mode sind!“, flötete Gai sichtlich amüsiert.
Mit seinem besten Zahnpastalächeln auf den Lippen holte er seinen Schützling ein und reckte seinen Daumen in die Höhe, als er des verschwitzten Oberkörpers seines Gegenübers gewahr wurde.

„Die Kraft der Jugend brennt lichterloh in dir!“, strahlte er. „Weiter so!“
Neji blinzelte verwirrt, und sein Gesicht nahm eine noch dunklere Rotschattierung an, als sein Name ein weiteres Mal in ohrenbetäubender Lautstärke erklang.
Das hatte er jetzt wirklich nicht verdient!
Es reichte ja schon, dass sein Sensei seinen ‚Kraft der Jugend’ Unsinn so laut durch die Gegend brüllen musste, dass sicher die halbe Stadt über sein Sexualleben Bescheid wusste, aber Lee auch noch über den Weg zu laufen, war einfach unmenschlich.

„Sind Bettlaken mit rosa Blümchen jetzt in?“, fragte sein Teamkollege auch schon lauter als es Neji lieb sein konnte, sobald er zu ihm aufgeschlossen hatte.
„Schhht!“, zischte der Hyuga sofort den in ganz grün Gewandeten und mit Pilzfrisur geschmückten Lee an, welcher aber sichtlich nur Bahnhof verstand, bis ein wissendes Grinsen auf seinem Geicht erblühte.
Der junge Hyuga wurde vom Aufblitzen der strahlend weißen Zähne der Gai-Imitation geblendet, welches der Erkenntnis auf dem Fuße folgte.
„Wer war die glückliche Frau, die die Kraft deiner Jugend spüren durfte?“
War Nejis Gesicht zuvor schon rot gewesen, erblasste diese Farbe augenblicklich vor der, die jetzt ihre Stelle einnahm.
„Was hast du gesagt?“, konnte er noch zwischen seinen zusammengepressten Zähnen mit brüchiger Stimme hervorbringen, bevor sich der Sensei auch schon wieder einmischte.
„Rock Lee! Die junge Frau, die in seinen Genuss gekommen ist, kann natürlich nur unsere Tenten sein! Siehst du nicht die roten Kratzspuren, die die Kraft ihrer Jugend auf seinem Rücken hinterlassen hat?“
„Hai, Gai-sensei!“, rief Lee augenblicklich und warf sich gleichzeitig mit Gai in seine Zahnpasta-Werbungs-Pose.

Endlich meldete sich Nejis Überlebenstrieb zurück, denn er drehte sich ruckartig um und floh so schnell er konnte in Richtung Hyuga-Anwesen. Ihm war inzwischen egal, dass ihn alle anstarrten, da er nur mit einem Bettlaken um die Hüfte nach Hause hetzte. Gai und Lee folgten ihm wie ein Wirklichkeit gewordener Albtraum, mit ihrem ‚Kraft der Jugend’ – Singsang, und stellten dabei sicher, dass in kürzester Zeit alle über seine Beziehung zu Tenten informiert waren.  

°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°

Tentens Vater stocherte schon seit geschlagenen fünf Minuten in dem bereits erkalteten Reis herum und schielte immer wieder nervös zu seiner Frau, deren irres Lächeln eingefroren zu sein schien.
Sie hatte keinen Bissen angerührt, und die Augen seiner Gemahlin ruhten die ganze Zeit über auf ihrer gemeinsamen Tochter.

„Schatz? Warum hast du heute eigentlich nicht selbst gekocht?“, traute er sich nach langem Zögern schließlich zu fragen.
Als sie ihren Kopf in seine Richtung drehte und durch ihn hindurchstarrte bereute er sofort, überhaupt den Mund aufgemacht zu haben.

„Wir brauchen eine neue Küche, Liebling…“, hauchte sie und brach dann in wahnsinniges Gelächter aus.



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huhähähähähäh :D
comments sind wie immer gern gesehen! :3
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