Einfach nur Lex

von Sarina
GeschichteAbenteuer / P16
Clark Kent Cloe Sullivan Lana Lang Lex Luthor Lionel Luthor Martha Kent
06.04.2008
11.10.2009
13
34.740
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06.04.2008 1.510
 
Autor: Sarina
Titel: Einfach nur Lex
Pairings/Hauptcharas: Lex, Clark und viele andere Smallviller
Disclaimer: Smallville und alle damit verbundenen Charaktere gehören den Machern von Smallville.
Mir gehören einzig und alleine Konstantin von Bern, Jane Martin und Tony. Wer sie sich ausleihen möchte, muss sich vorher bei mir melden!
Inhalt: Nach einem Streit mit seinem Vater erleidet Lex einen Unfall. Clark hilft dem Freund. Als er sich weiter um ihn kümmern möchte, stellt er fest, dass sich einige Schwierigkeiten ergeben. Denn nicht nur Lionel nimmt keinerlei Rücksicht auf Lex, der mit gesundheitlichen Problemen kämpft.
Anmerkung: Diese FF ist die zweite Story gewesen, die ich geschrieben habe. Als ich mit der Arbeit anfing, war ich noch kein Clex-Fan. Eine Leserin bemerkte damals, dass es aber clexige Momente geben würde. Tatsächlich hat sich die FF in eine solche Story verwandelt. Vom Inhalt her geht es stark um die Freundschaft von Clark und Lex.
Beta: eine Beta war nicht beteiligt. Wer Rechtschreib- oder sonstige Fehler findet, darf sie deswegen behalten.


                                                                                *1*


Lionel Luthor war wieder einmal völlig überraschend in der Mansion aufgetaucht, um dort nach dem Rechten zu sehen. Lex hasste diese Art der Kontrolle, die einer Überwachung gleichkam.
Leider war er dagegen machtlos und so konnte er nur versuchen das Beste aus diesen Besuchen zu machen. Lex war dieses Mal völlig ahnungslos, weshalb sein Vater gerade jetzt hierher kam.
Auf ein Gespräch mit ihm war er keineswegs vorbereitet und so sah er dem Beginn mit Unbehagen entgegen.
Herrisch hatte Lionel das Arbeitszimmer seines Sohnes betreten. Breitbeinig stand er nun Lex gegenüber und musterte ihn wie immer kritisch.

„Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell du es immer wieder schaffst, für mich eine Enttäuschung in jederlei Hinsicht zu sein. Kaum zu glauben, dass du mein Sohn sein sollst!"

Lex war ja einiges von seinem Vater gewöhnt, doch diese Begrüßung verschlug ihm dann doch für ein paar Sekunden die Sprache.
Eigentlich kannte er ja solche Worte zur genüge, doch heute setzen sie ihm leicht zu. Er überlegte immer noch, was er darauf erwidern sollte, als sein Vater auch schon fortfuhr.

„Wenn du nicht den Namen Luthor tragen würdest, würde ich mich wohl niemals mit dir abgeben. Aber so bleibt mir ja nichts anderes übrig, als immer wieder die Familienehre, der du dich ständig als nicht würdig erweißt, aufrecht zu erhalten. Es ist schon eine Schande, dich als Sohn zu
haben!"

Hier stoppte Lionel und wartete eine Reaktion auf seine Worte ab.
In Lex brannte eine unbändige Wut und am liebsten wäre er auf seinen Vater losgegangen. Doch er beherrschte sich meisterhaft.

„Komm endlich auf den Punkt, Vater. Weshalb bist du hier?", erwiderte er kühl, ohne auf die Provokation einzugehen.

Leise seufzte Lionel auf.

„Noch nicht einmal darüber bist du dir im Klaren? Eigentlich solltest du wissen, dass mich der geplatzte Vertragsabschluß mit Mr. von Bern sehr geärgert hat.
Es ist wirklich nicht schön, so einen Versager wie dich als Sohn zu haben.
Wenn ich mir vorstelle, dass du einmal an meine Stelle treten und meine Position einnehmen sollst.
Der Alptraum schlechthin! Wie willst du jemals fähig die Firma leiten? LuthorCorp wird innerhalb weniger Tage den Bach hinuntergehen!
Glaub mir, ich werde nicht zulassen, dass all die Arbeit, die Generationen von Luthors in unsere Firma investiert haben, von dir zunichte gemacht wird! Das wäre eine Schande sondergleichen!"

Lex musste schlucken. Er wusste, wie sein Vater über ihn dachte und was er von ihm hielt. Mehr als einmal hatte er ihm das mit seinem lieblosen Verhalten spüren lassen. Aber dass ihn das nicht zustande gekommene Geschäft so sehr in Wut versetzt, verstand Lex nicht.
Die zu übernehmende Firma war unbedeutend und er hatte es als nicht so schlimm empfunden, dass er und der Besitzer sich nicht einigen konnten.

Doch wahrscheinlich hatte sein Vater ihm wieder etwas Wichtiges verheimlicht und die Firmenübernahme wäre von großer Bedeutung für LuthorCorp gewesen.
Also hatte er seinen Vater wieder einmal enttäuscht, dieses Mal scheinbar wegen des geplatzten Vertragabschlusses.

Lex hatte schon oft Worte über sein Versagen zu hören bekommen und eigentlich war er es auch gewöhnt. Es hätte ihn also nicht so sehr belasten dürfen. Aber heute war es anders.
Lex trafen die Worte mehr als sonst und sie verletzten ihn heute. Vielleicht lag es ja daran, dass heute der Todestag seiner geliebten Mutter war. Lex erinnerte sich gerne an sie zurück, sie war der Lichtblick in seiner nicht einfachen Kindheit gewesen. Sie war viel zu früh gestorben und hatte ihn alleine bei seinem gefürchteten Vater gelassen.

Wie oft hatte Lex sich in seinen seltenen Tagträumen einen liebevollen, einfühlsamen und verständnisvollen Vater gewünscht, der ihm wohl gesonnen gegenüberstand. Aber das war Lionel wirklich nie gewesen. Lex hatte ihn so nie kennen gelernt. Das war es, was er seit seiner Kindheit hatte vermissen müssen und auch heute noch tat.
Sehr oft hatte Lex sich gewünscht, in eine andere Familie hineingeboren worden zu sein, um dort all die Liebe und Zuwendung erfahren zu können, die ihm nie zu Teil geworden war.
Stattdessen war er ein Luthor und als Vater hatte er einen Tyrannen. Lex hätte auf der Stelle all seinen Reichtum gegeben, um in einer intakten Familie aufwachsen zu können. Oft hatte er überlegt, ob sein Leben anders verlaufen wäre, wenn das Geld bei den Luthors nicht so eine große Rolle spielen würde. Er wusste es nicht. Aber er wusste, dass man sich Liebe, Freundschaft und Zuneigung nicht erkaufen konnte.

Er fragte sich auch, wie sein Vater es nur ertragen konnte, ständig so einsam zu sein. Lex hielt diese Gefühlskälte nicht aus und er war froh, wenigstens eine Person zu haben, die ihm Vertrauen und Freundschaft entgegenbrachte.
Das war etwas so wertvolles, dass Lex sehr darauf bedacht war, sie zu schützen. Durch ihn hatte er auch erlebt, was eine glückliche Familie bedeutete und er beneidete sie oftmals dafür.
Was hätte er gegeben, Teil von ihnen zu sein. Doch leider brachten ihm die Eltern seines Freundes nicht dieselben Gefühle entgegen, wie dieser. Das war sehr schade, aber Lex arbeitete seit einiger Zeit daran, sein Verhältnis zu ihnen zu verbessern.

Lex riss sich aus seinen Gedanken und mit aller Anstrengung gelang es ihm sich zu beherrschen und seinem Vater nicht zu zeigen, wie sehr ihn dessen Worte verletzt und mitgenommen hatten.

„Ich bin nun mal ein Luthor und dein Fleisch und Blut. Daran lässt sich nichts ändern. Aber um nur das von mir zu hören, bist du wohl nicht extra nach Smallville gekommen."

Lionel warf Lex einen abschätzenden Blick zu.

„In der Tat, es führt mich noch etwas anderes her. Nachdem ich mich vor Ort mal wieder von deiner Unfähigkeit überzeugen konnte, habe ich eine Entscheidung getroffen. Wie du ja weißt, werde ich morgen eine längere Geschäftsreise antreten.
Ich kann mich aus diesem Grund nicht persönlich um die Firmen hier und in Metropolis kümmern. Dir werde ich die Verantwortung dafür auch nicht übertragen können, dass würde zweifelsohne in einem Desaster enden. Deswegen wird für die Zeit meiner Abwesenheit mein Vertrauter Dominic Sanatory alle Befugnisse über LuthorCorp erhalten.                    
Du bist damit so lange aus deinen Aufgaben entbunden und wirst so keine Dummheiten machen können.
Deine Eskapaden reichen mir langsam und ich habe keine Lust mehr, ständig deine Fehltritte wieder in Ordnung bringen zu müssen!"

Lionel bedachte an dieser Stelle seinen Sohn mit einem abwertenden Blick. Dann drehte er sich um.

„In spätestens 3 Wochen bin ich zurück. Dann werden wir sehen, ob du mir während meiner Abwesenheit keine Schande bereitet hast und ob du würdig bist, deine ursprüngliche Position einzunehmen!", sagte er im gehen.

Dann war er weg und ließ einen völlig fassungslosen Lex zurück, der das Geschehene nur langsam verdauen konnte.
Minutenlang stand er einfach nur da und starrte die Stelle an, an der zuvor sein Vater gestanden hatte. Schließlich hielt er es nicht mehr länger aus.
Ohne anzuhalten stürmte er zu den Ställen, sattelte sein Pferd und ritt gleich darauf in wildem Galopp in die Natur hinaus. In wenigen Minuten hatte er den nahen Wald von Smallville erreicht und preschte einen der Wege entlang.
Er hatte kein festes Ziel, er wollte einfach nur weg. Weit weg von der Mansion, welches ihn an das belastende Aufeinandertreffen mit seinem Vater erinnerte.

Immer mehr trieb er sein Pferd an und veranlasste es, alles zu geben. Sein Ritt kam einer Flucht gleich und das war es in gewisser Weise auch. Er wollte weit weg sein und sich nicht an das Geschehen erinnern.
Er wollte die Demütigungen und den damit verbundenen Schmerz abschütteln. Es musste ihm einfach gelingen, wieder zu seiner früheren Beherrschtheit und Gelassenheit zurückzufinden. Wie immer wollte er sich hinter einer Maske der Kühle und Unnahbarkeit verstecken. Keiner sollte wissen oder merken, wie sehr ihn die Worte seines Vaters aufs tiefste gekränkt und geschmerzt hatten.

Wieder trieb er sein Pferd an und hoffte, dass es ihm durch den rasanten Ritt gelingen würde seine Gefühle und Gedanken zu verarbeiten. Der Rausch der Geschwindigkeit erfassten ihn, während er das Pferd immer schneller laufen ließ. Auf seine Umgebung achtete er schon lange nicht mehr, zu sehr war er mit sich selbst beschäftigt.
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