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Unerwartete Konkurrenz

von ayrenni
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Demir Azlan Freddy Sedlack Konny von Brendorp
24.03.2008
26.05.2008
12
26.783
 
Alle Kapitel
71 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
24.03.2008 1.873
 
Anmerkung der Autorin: Und endlich geht’s weiter mit meinen drei Herzblättern…Jetzt, da ich wieder in die Schule muss, werden die Updates, wie ihr sicherlich schon gemerkt habt, etwas länger dauern, sorry schon mal dafür ^^
Aber vielen, vielen Dank an alle, die Reviews geschrieben haben! Viel Spaß dann noch beim Lesen wünsch ich euch!

Disclaimer: Mir gehört keiner der Charaktere und ich verdiene kein Geld.

Kurzbeschreibung: Demir versucht, mit Konny zu reden…





Klärendes Gespräch?






Irgendetwas stimmte nicht. Demir wusste es einfach, sein Gefühl sagte es ihm – und seinen Instinkten vertraute er immer noch mehr als allem anderen.

Etwas war da zwischen Konny und dem Neuen. Aber was?

Demir hatte den Schrecken in Konnys Gesicht, als er Freddy gesehen hatte, genau erkannt. Doch er hatte noch nie solch große Angst im Blick des anderen wahrgenommen – und Demir hatte Konny schon in einigen wirklich gefährlichen und Angst einflößenden Situationen erlebt.

Also, was machte Freddy so viel erschreckender als eine Sprengladung oder eine geladene Waffe vor der Nase?

Der Gedanke, dass Konny den Neuen kennen musste, wollte ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Aber warum hätte er ihn dann wie einen Fremden begrüßen sollen? Wenn sie sich von früher her kannten, dann wäre es doch nur natürlich gewesen, wenn sie das gesagt hätten, als sie sich wieder sahen…

Also, warum sollte Konny so tun, als wäre ihm Freddy unbekannt? Aber wenn er ihn nicht kannte, warum hatte er dann vorhin so erschrocken ausgesehen. Er merkte, dass seine Gedanken sich im Kreis drehten. Aber Demir wusste, dass ihm Konnys seltsames Verhalten nicht als Einzigem aufgefallen war.

Er hatte Gebs irritierten Blick aufgefangen, als Konny den Neuen angestarrt hätte, als wäre ihm gerade ein zweiter Kopf gewachsen. Das ganze war ein Rätsel, zu dessen Lösung Demir eindeutig zu viele Teile fehlten.

Und das ärgerte Demir ehrlich gesagt ungemein.

„Na, bist du heute wieder normal, oder hast du dich immer noch nicht abgeregt?“, wurde er von Gebs Stimme aus seinen Gedanken gerissen.

„Huh?“, verwirrt schaute Demir auf und traf den Blick seines SET-Leiters.

Erst jetzt wurde ihm klar, was der andere meinte. Verdammt, auf so ein beste Kumpels Gespräch konnte er jetzt wirklich verzichten.

„Ja, alles in Ordnung, der Einsatz gestern hat mich einfach ein bisschen fertig gemacht“, versuchte er auch sofort, den anderen zu beschwichtigen und so vielleicht irgendwelchen weiteren Fragen seines besten Freundes zu entgehen.

Normalerweise war er zu Geb ja immer ehrlich und er wusste, dass er mit ihm über alles reden konnte – doch was Konny und Demirs Gefühle für eben diesen betraf…
Die waren einfach für Demir selbst noch zu neu, als dass er schon mit jemandem darüber reden könnte oder wollte.

Aber natürlich kam Geb seinen Pflichten als bester Freund nach.

„Sag mal, was war gestern wirklich los? Das war doch nicht nur der Einsatz, oder?“, fragte er mit Besorgnis in der Stimme.

Demir zuckte die Schultern und gab sich betont gelassen.
„Na ja, kennst mich ja…“, antwortete er darauf nur allgemein.

Geb erkannte offenbar, dass er aus Demir heute nicht viel mehr raus kriegen würde. Dennoch bedachte er ihn mit einem skeptischen Blick.

Um Gebs forschenden Augen zu entkommen, entschuldigte Demir sich, mit den Worten, dass er kurz zur Toilette wolle. Demir hatte sowieso vorgehabt, mal nachzusehen, wo Konny mit Freddy so lange blieb. Inzwischen waren sie doch schon eine ganze Weile unterwegs.  

Ein kleiner Rundgang durch das Lagezentrum dauerte doch im Leben nicht so lange, wie die beiden schon weg waren. Irgendwie gefiel Demir der Gedanke nicht, dass Freddy mit Konny allein zu zweit unterwegs war…

So hielt er also die Augen offen, als er den Flur im Lagezentrum entlang lief.

Und tatsächlich erkannte Demir, kaum hatte er das Büro verlassen, Freddy und Konny, die gerade in den Umkleideräumen verschwanden. Also beschloss Demir, auf die beiden zu warten – Konny musste dem anderen ja nur kurz seinen Spind zeigen.

Vielleicht hatte er jetzt endlich die Chance, Konny schnell abzufangen und mit ihm über gestern zu reden. Eigentlich hatte er das ja vor dem Dienst machen wollen – aber Konnys ungewöhnliches, zu spätes Eintreffen hatte das verhindert.

Ungeduldig wartete Demir. Warum kamen die zwei nicht wieder raus? Was machten die da drin eigentlich so lange?

Das ungute Gefühl in Demir wurde zusehends stärker. Schließlich ging er kurz entschlossen auf die Umkleide zu. Ein seltsames Gefühl ließ ihn gar nicht über sein Verhalten nachdenken, er tat einfach, was es ihm sagte.

Kurz lauschte er an der Tür. Doch von drinnen konnte er kein Geräusch wahrnehmen. Also betrat er den Raum.

Ein seltsames Bild bot sich ihm. Und das unerfindliche Gefühl, dass ihn dazu bewogen hatte, einfach in die Umkleide zu stürmen, ohne sich darüber Gedanken zu machen, kehrte zurück – stärker denn je.

Konny und Freddy standen einander gegenüber, sie standen zwar nicht ganz eng beieinander, doch die Distanz, die sie voneinander trennte, erschien Demir doch etwas geringer, als sie es hätte sein sollen.

Im Raum lag eine Spannung, die Demir ganz und gar nicht behagen wollte. Sie erinnerte ihn einfach zu sehr an die gestrige Szene in genau dem gleichen Raum, die sich zwischen Konny und ihm abgespielt hatte.

Er bemerkte, dass Freddy und Konny ihn mit fragendem Blick ansahen. Ach ja. Er war hier ja einfach hereingeplatzt, eigentlich ohne einen wirklichen Grund zu haben. Und hatte sie offenbar bei irgendetwas Vertraulichem gestört…

„Geb hat mich geschickt, dass ich euch hole“, saugte er sich jetzt also aus den Fingern, „Wir sollen bald runter zum Schießtraining, meint er…“

Offenbar schienen sich die beiden mit Demirs Worten zufrieden zu geben. Gott sei Dank. Dennoch schienen Konny und Freddy nicht gewillt, sofort darauf zu reagieren. Auch gut.
Also drängte Demir sich vor Freddy, um Konnys Aufmerksamkeit von dem anderen abzulenken und auf sich zu ziehen.

„Hey, sag mal, können wir vielleicht mal reden?“, fragte er und blickte hoffnungsvoll in die grauen Augen seines Gegenübers.

„Ja, klar, was ist los?“, fragte Konny nur kühl.

Diese Stimme gab Demir einen kleinen Stich. Offenbar wollte Konny es ihm nicht leicht machen. Aber er würde diese Gelegenheit jetzt nicht ungenutzt lassen – er würde mit Konny reden, auch wenn das bedeutete, sich jetzt vor dem Neuen lächerlich zu machen.

„Unter vier Augen vielleicht?“, meinte er also gespannt.

Ein Räuspern hinter ihm zog Demirs Aufmerksamkeit auf Freddy.

„Ist schon gut“, wandte der Neue ein, als er sah, dass Konny zögerte, Demir zu antworten, „ich geh schon mal vor zu den anderen, den Weg weiß ich ja gerade noch“, lächelte er Konny kurz zu und warf dem Blonden dabei noch einen langen, durchdringenden Blick zu.

Wieder rührte sich ein Gefühl in Demir, das er bisher kaum gekannt hatte, als er den Besitz ergreifenden Ausdruck in Freddys Augen sah.

An Demir ließ Freddy seine Augen nicht länger als ein paar Sekunden hängen, dennoch fühlte der sich, als würde der andere versuchen, ihn mit diesem einen Blick komplett zu durchschauen und ihn als Gegner abschätzen. Und das gruselige war, es schien ihm auch noch zu gelingen.

Freddys fast feindseliger Ausdruck, als er in seine Richtung blickte, blieb Demir nicht verborgen. Er konnte sich allerdings noch immer keinen rechten Reim darauf machen. Aber es machte Demir wütend. Was bildete sich dieser Kerl überhaupt ein, hier einfach so aufzutauchen? Und Konny so anzusehen? Und Demir dann anzusehen, als wäre er der Eindringling und nicht anders herum?

„Sag mal, was läuft da eigentlich zwischen diesem Typen und dir?“, fragte Demir also an Konny gewandt, nachdem die Tür hinter Freddy sicher geschlossen war – heftiger als eigentlich beabsichtigt. Doch die Frage ließ ihm keine Ruhe. Dieser Freddy hatte irgendetwas an sich, das Demir nicht gefiel.

„Wie kommst du auf die Idee, dass da was laufen sollte?“, fragte Konny sofort scharf.

Doch Demir entging nicht, dass der andere angestrengt versuchte, seine Stimme unbewegt klingen zu lassen. Er kannte Konny inzwischen einfach zu gut, um sich von so etwas täuschen zu lassen.

„Ach komm schon! Ich hab doch gesehen, wie du ihn gerade eben angestarrt hast, als Geb ihn dir vorgestellt hat…oder siehst du immer aus, wie ein Kaninchen, das wartet, bis die Schlange es frisst, wenn dir jemand Neues vorgestellt wird?“, meinte Demir also nur spöttisch – und am liebsten hätte er sich selbst dafür geohrfeigt, da er wusste, dass er auf diese Weise nie etwas aus dem anderen herauskriegen würde.

Aber seine Gewohnheiten legte man eben schwer ab. Und Demir war es nun mal gewohnt, mit Konny zu streiten und ihn gekonnt auf die Palme zu bringen.

„Sag mal, hast du sie noch alle?“, erwiderte Konny, jetzt tatsächlich die Fassung verlierend, „Was willst du eigentlich von mir? Das ist doch wohl meine Sache, oder?“

„Ach ja? Es ist also deine Sache, wenn du deinem Team etwas verschweigst, das mit unserem neuen Mitglied zu tun hat? Und was habt ihr eigentlich so lange hier drin gemacht, was hattet ihr denn so Geheimes zu besprechen – irgendwie schon verdächtig, findest du nicht?“, gab Demir zurück. Inzwischen war ihm egal, was er genau daher redete. Er ließ es zu, dass sein Zorn ihm die Worte in den Mund legte – sein Ärger ging mal wieder mit ihm durch.

„Heißt das etwa, dass du uns beobachtet hast, als wir hier rein sind?“, schlussfolgerte Konny ungläubig und starrte Demir jetzt ebenfalls mehr als wütend an.

Als Demir darauf nicht antwortete, wertete Konny das offenbar als Bestätigung.  

„Wie kannst du es eigentlich wagen, mir hier irgendwelche Vorhaltungen zu machen?“, schrie Konny Demir jetzt an, „wenn du selbst nichts Besseres zu tun hast, als mir nach zu spionieren? Und außerdem…Was geht es dich schon an, mit wem ich wo wie viel Zeit verbringe? Du bist weder mein Vater noch sonst irgendwie für mich verantwortlich…also lass mich verdammt noch mal in Ruhe“

„Tja, das würde ich vielleicht, wenn du dich endlich mal wieder normal aufführen würdest“, meinte Demir jetzt hitzig, „Aber du benimmst dich echt nicht wie sonst. Jetzt mal ehrlich, was hast du gestern Nacht eigentlich getrieben, du siehst aus als hättest du sie durchgesoffen – und jetzt das mit diesem Neuen. Was ist los?“, zum Ende hin wurde Demir immer ruhiger, sein Ärger begann, sich langsam zu verflüchtigen.

Und er erinnerte sich schließlich wieder daran, was er mit diesem Gespräch eigentlich hatte erreichen wollen.

Doch Konny schien jetzt eindeutig genug zu haben.

„Das fragst ausgerechnet du? Weißt du, nach gestern hast du eigentlich echt kein Recht dazu…“, antwortete der Blonde nur leise, drehte sich um und wollte an Demir vorbei den Raum verlassen.

Doch das konnte Demir jetzt nicht zulassen. Er hatte es sich vorgenommen, mit dem anderen zu reden, sich ihm zu öffnen…

„Konny, ich…“, fing er an und hielt den Adligen am Arm fest, so dass sich dieser wieder zu ihm umdrehen musste.

„Fass mich nicht an“, fauchte Konny darauf allerdings nur und riss sich von Demir los.

Obwohl Demir es hätte verhindern können, dass Konny seine Hand abschüttelte, ließ er es doch zu. Er sah ein, dass es im Moment keinen Sinn hatte, mit ihm reden zu wollen. Konny war einfach zu aufgewühlt – und Demir selbst war schuld daran.

Er beobachtete, wie Konny den Raum verließ.

Und dieses Mal war er es, der dem anderen nur machtlos hinterher starren konnte.


*****


Wenn ihr ne Minute Zeit habt, seid doch so nett, und lasst mich wissen, was ihr von dem Kapitel haltet!
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