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Unerwartete Konkurrenz

von ayrenni
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Demir Azlan Freddy Sedlack Konny von Brendorp
24.03.2008
26.05.2008
12
26.783
 
Alle Kapitel
71 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
24.03.2008 2.682
 
Anmerkung der Autorin: Wow, ich muss mich echt bei allen entschuldigen, die sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet haben…Tut mir wirklich leid *liebguck*, aber mit dieser Story hatte ich in letzter Zeit ein paar Probleme und ich wollte das Kapitel nicht posten, bevor ich damit nicht wenigstens einigermaßen zufrieden war.

Also, danke für die Reviews und viel Spaß beim Weiterlesen!

Disclaimer: Mir gehört keiner der Charaktere und ich verdiene mit meinen Stories kein Geld (leider… ^^)

Kurzbeschreibung: Der Auftrag verspricht anfangs nicht, besonders aufregend zu werden…




Undercover






„Nicht schlecht die Karre, in der Konny sich da vorfahren lässt, nicht wahr?“, fragte Demir großspurig an Freddy gewandt, der neben ihm in dem kleine Überwachungswagen saß.

Freddy konnte nicht anders, als etwas genervt mit den Augen zu rollen. Man, warum musste Geb ausgerechnet Demir und ihn zur Überwachung einteilen? Jetzt hatte er keine andere Wahl als die nächsten paar Stunden auf engstem Raum mit diesem…diesem Halbprimaten zu verbringen – und von Konny würde er in nächster Zeit auch nichts zu sehen bekommen, da ihre Techniker es nicht mehr geschafft hatten, Kameras innerhalb der Kongresshalle anzubringen.  

Na ganz toll…

„Tja, mit deiner Schrottkiste braucht man bei so einer Veranstaltung auch gar nicht erst aufkreuzen, wenn man ernst genommen werden will…“, erwiderte er also spöttisch.

Grinsend beobachtete Freddy, wie Demir bei diesen Worten vor Wut rot anlief. Vielleicht würden die nächsten paar Stunden doch nicht so langweilig werden, wie Freddy zunächst gedacht hatte. Anscheinend war Demir doch relativ leicht zu reizen…

Und Freddy hatte es schon immer verstanden, die Schwachpunkte anderer Menschen sehr schnell zu finden und sie dann auszunutzen, um den anderen auf die Palme zu bringen.

Im Hintergrund nahm Freddy die Stimmen wahr, die aus dem Lautsprecher drangen. Offenbar war die Konferenz in den fünf Minuten, die Freddy nicht zugehört hatte, noch langweiliger geworden, als sie zuvor schon gewesen war…Wenn das überhaupt noch möglich war.

Und um ehrlich zu sein war Freddy wirklich froh, dass nicht er in diesem Saal sitzen und sich all dieses Gerede über Wirtschaft und dieses heuchlerische Getue antun musste.

Außerdem sah Konny in seinem Armani Anzug wirklich zum Anbeißen aus, das musste Freddy zugeben.

Jetzt konnte er ein kleines Gähnen nicht unterdrücken, als er sich wieder auf die Stimme des Sprechers im Kongresssaal konzentrierte. Dieser Typ laberte bestimmt schon seit mehr als einer halben Stunde darüber, wie toll die Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft doch in der Vergangenheit geklappt hatte…

Wie Konny das aushielt, war ihm echt ein Rätsel. Denn langsam begann Freddy zu verstehen, warum jemand plante, dieses ganze Treffen zu sabotieren – die meisten der Anwesenden würden es den Terroristen wohl noch nicht einmal übel nehmen, wenn sie diesen alten, labernden Sack umlegten….

„Wow, der Typ hat ja echt eine Stimme zum Einschlafen…Irgendwie wie mein Mathelehrer damals…“, meinte Demir dann.

„Tja, das erklärt so Einiges…Aber ich wusste gar nicht, dass du in eine Schule gegangen bist, Demir…“, erwiderte Freddy schlagfertig und grinste den anderen an. Der warf Freddy lediglich einen bösen Blick zu.

Schade.
Offenbar hatte Demir beschlossen, sich von Freddy nicht mehr weiter reizen zu lassen.

Plötzlich drang heftiges Husten über den Lautsprecher an Freddys Ohr. Konny hörte sich wirklich an, als würde er gleich einen äußerst schmerzhaften Erstickungstod sterben – oder gleich einen Lachanfall kriegen...

Und ehrlich gesagt tippte Freddy eher auf Letzteres. Er grinste leicht. Aha. Anscheinend war Konny doch nicht so beherrscht und cool, wie er allen immer glauben machen wollte…
     
„Hey, Konny, alles in Ordnung?“, fragte Demir also besorgt in den Lautsprecher, der mit dem Knopf in Konnys Ohr verbunden war.

Doch natürlich erhielten Freddy und Demir keine Antwort von ihrem Kollegen. Konny konnte ja auch schlecht antworten. Das würde immerhin aussehen als würde er Selbstgespräche führen – das wäre wohl doch etwas zu auffällig gewesen, vor allem, wenn alle anderen Anwesenden andächtig den Worten des Sprechers lauschten…

Tja, die Aufklärungsarbeit in diesem Fall war wirklich alles andere als toll – und Konny hatte auch nicht wirklich viel Zeit gehabt, um sich auf seine Undercoverrolle vorzubereiten…Insgesamt keine guten Voraussetzungen für den Einsatz. Aber eigentlich glaubte Freddy ja gar nicht, dass der Tipp, den Anhoff und die Analystin, wie hieß sie noch mal…?

Ach ja, Helmholtz oder so…

Jedenfalls hatte Freddy in der ganzen Umgebung nichts Verdächtiges sehen können, als er und die anderen Neuner das unmittelbare Gebiet abgesucht hatten. Es sah also nicht wirklich danach aus, dass sich die Vermutung bestätigen würde.

Aber Vorsicht war bekanntlich besser als Nachsicht. Und Befehl war nun mal Befehl – und Freddys Befehl lautete eben, jetzt die Funkverbindung mit Konny zu halten und so die nächsten paar Stunden einfach in unglaublicher Langeweile – und zusätzlich dazu, auch noch mit Demir - zu verbringen.

Freddy hasste es wirklich, so gar nichts zu tun zu haben. Und dabei war er extra hierher nach Berlin gekommen, weil er gedacht hatte, hier endlich mehr erleben zu können, endlich mehr Action im Job zu haben. Aber anscheinend gehörte auch zur Arbeit der GSG 9 hin und wieder die ganz normale Überwachungsarbeit.

Seufzende lehnte Freddy sich in seinem Sitz zurück. Vielleicht hatte die Sache ja auch was Gutes. Immerhin konnte er sich jetzt Gedanken darüber machen, wie er Konny dazu kriegen könnte, doch noch mit ihm auszugehen…

Zumindest hatte er jetzt die Möglichkeit, hier seinen Feind zu studieren und den ein bisschen besser kennen zu lernen. Sein Blick wanderte hinüber zu Demir, der ebenfalls mehr in seine eigenen Gedanken versunken zu sein schien. Und Freddy hätte es nicht gewundert, wenn seine eigenen Gedanken sich im Moment gar nicht viel von Demirs’ unterschieden hätten.


******


Endlich.

Das war der einzige Gedanke, der Konny durch den Kopf schoss, als der Sprecher Doktor sonst was endlich aufhörte, zu reden. Noch eine Minute länger und Konny hätte für nichts mehr garantieren können…

Wie konnte man nur so lange immer über das Gleiche reden – ohne dabei wirklich etwas zu sagen? Genau solche Leute waren auch der Grund dafür, warum Konny um keinen Preis der Welt jemals ins Geschäft seines Vaters hatte einsteigen wollen.

Und dann waren da auch noch Freddy und Demir – die mit ihm über Funk verbunden waren. War ja wieder mal typisch für die beiden, dass die nichts anderes zu tun hatten, als sich die gesamte Zeit über ständig zu provozieren und übereinander lustig zu machen…

Verdammt, warum nahmen die zwei keine Rücksicht auf Konny, der mit ernster Miene im Kongresssaal sitzen musste, während Freddy und Demir sich gegenseitig Vorwürfe an den Kopf knallten?
Ein paar Mal hätte Konny doch tatsächlich lauthals losgelacht bei Freddys und Demirs Frotzeleien…

Zum Glück hatte er das zwar jedes Mal gerade noch als Husten tarnen können, doch die Leute, die neben ihm gesessen hatten, mussten ihn jetzt wohl für entweder asthmakrank oder für die schlimmste Bazillenschleuder im ganzen Saal halten – keine der beiden Optionen gefiel Konny so recht, vor allem, da es seine höchste Priorität war, sich möglichst unauffällig zu verhalten.

Na ja, egal, Hauptsache, dieser Teil des Tagesplans war für den Moment vorbei…
Endlich konnte Konny sich schließlich darauf konzentrieren, die anderen Gäste zu beobachten und seinen Job machen.

Jetzt stand für den restlichen Tag nur noch ein lockerer Sektempfang an, bei dem sich die Gäste kennen lernen konnten – und wo, wie Helmholtz es ihm erklärt hatte, die wirklichen Deals abgeschlossen wurden.


*******


„Endlich haben wir ein Bild!“, meinte Demir jetzt.

Er hatte schon die gesamte Zeit über auf den Bildschirmen die verwaiste Eingangshalle des Gebäudes betrachtet, die sich jetzt langsam füllte.
Die Techniker hatten es nämlich nicht mehr geschafft, Kameras im Konferenzraum anzubringen – doch die Lobby war inzwischen zumindest so gut wie möglich mit Kameras ausgestattet.

Aufmerksam beobachtete Demir – und inzwischen auch Freddy, der sich, nachdem Demir ihm Bescheid gegeben hatte, hinter Demir aufgebaut hatte und ihm jetzt über die Schulter blickte – wie die Gäste der Konferenz zum Teil in kleinen Grüppchen, zum Teil allein oder zu zweit die Halle betraten.

Auf der Hinterseite der Eingangshalle war ein Buffet aufgebaut und inzwischen hatten sich auch einige Kellner und Kellnerinnen, die Sektgläser auf Tabletten servierten, unter das Volk gemischt.

„Wow, das ist ja echt ein Haufen alter Säcke…“, meinte Freddy beiläufig und Demir konnte nicht anders, als bei dieser Bemerkung zu grinsen. Denn da hatte der andere eindeutig Recht.

„Oh ja, da sagst du was…“, drang plötzlich Konnys Stimme aus dem Lautsprecher zu Freddy und Demir.

„Hey, Konny – endlich hört man von dir mal wieder was!“, meinte Demir jetzt freudig. Und im gleichen Augenblick erkannte er seinen blonden Kollegen auch auf einem der Bildschirme vor ihm. Konny hatte sich ein bisschen von den restlichen Gästen entfernt und tat so, als würde er mit dem Handy telefonieren.

„Ja, ich hab mir gedacht, im Moment fällt das nicht so auf wie da drin in einem stillen Saal“, gab Konny sarkastisch zurück, „…wollte nur wissen, ob euch bis jetzt irgendetwas aufgefallen ist…?“

„Nein, bis jetzt nicht, aber wir haben auch erst seit ein paar Minuten die Videoübertragung am Laufen“, erwiderte Demir daraufhin, „Wieso, hast du irgendetwas für uns, das wir ans Lagezentrum weiterleiten sollten?“

„Nein…im Moment glaub ich ja eher, dass der Tipp, den wir da gekriegt haben nicht ganz sauber war“, meinte Konny jetzt, „…dann hätte ich mich ganz umsonst hier stundenlang gelangweilt und irgendwelchen Idioten bei ihrer Selbstbeweihräucherung zugehört…“

„Tja, das wäre wirklich schade, da wir in dieser Zeit eigentlich schon hätten auf dem Weg zu diesem kleinen, netten italienischen Restaurant hätten sein können, das ich gestern Abend in meiner Nachbarschaft entdeckt habe…“, sprach Freddy daraufhin in den Lautsprecher und beugte sich dabei über Demir.

Demir konnte nicht anders, als bei diesen Worten wieder einen Stich von Eifersucht zu spüren. Was bildete sich dieser Idiot eigentlich ein? Auch noch während einem Einsatz von so was anzufangen?

Mit Argusaugen beobachtete er auf dem Bildschirm Konnys Reaktion auf Freddys Worte. Anscheinend schien der jedoch auch nicht sonderlich angetan von diesem Angebot zu sein.

Also drängte Demir sich vor Freddy an den Lautsprecher und meinte zu Konny: „Okay, sobald du irgendetwas bemerkst, sagst du uns sofort Bescheid, in Ordnung?“

„Ja, geht klar 5.3. Ich melde mich wieder!“, verabschiedete sich Konny und Demir beobachtete, wie sein Kollege das Handy zurück in seine Tasche steckte und sich dann wieder den anderen Gästen zuwandte.

Genau so war es geplant. Konny sollte sich unter die Menschen mischen, sollte sich als einer von ihnen ausgeben, um so irgendwelche etwaigen Gefahren so früh wie möglich erkennen zu können.

Jetzt wandte Demir sich wütend an Freddy: „Sag mal, musste das eben sein?“, fragte er schlecht gelaunt.

Freddy antwortete nur mit einem kleinen, desinteressierten Schulterzucken.

Man, der Kerl brachte Demir wirklich auf die Palme…


*******


„Und in welchem Wirtschaftszweig sind Sie noch mal tätig?“, wurde Konny inzwischen wohl zum zwanzigsten Mal an diesem Abend gefragt. Dieses Mal von einem kleinen, schmächtigen Mann mittleren Alters mit russischem Akzent. Irgendwie erinnerte dieser Kerl Konny an eine Ratte…

Doch nichtsdestotrotz setzte Konny sein gewinnendes Lächeln auf, und antwortete mühelos: „Ich bin der Vertreter von Deutschlands größter Export-Internetfirma im Augenblick – im Moment sind wir gerade dabei, unseren Einfluss über Europa hinaus noch weiter nach Amerika und vor allem nach Südostasien ausbauen…Marcell Borchert, es ist mir ein Vergnügen, sie kennen zu lernen!“

Konny versuchte, nicht so zu klingen, als wäre der Name noch immer fremd auf seinen Lippen und streckte dem anderen die Hand hin. Und anscheinend gelang ihm das auch wirklich gut, denn der Mann ihm gegenüber, der Konny gerade eben noch etwas unfreundlich gemustert hatte, griff nach Konnys Hand und drückte sie leicht, bevor er begann, Konny in eine Debatte über den momentanen Aktienmarkt zu verwickeln.

Gott sei Dank kannte Konny sich was das betraf gut genug aus, um keinen Verdacht zu erwecken…Ganz im Gegenteil schien der russisches Unternehmer sehr angetan von Konnys Einsichten in die Wirtschaftslage zu sein.

Doch eigentlich hatte Konny nicht vor, so viel Zeit hier mit dieser Unterhaltung zu verbringen. Sein Befehl lautete, sich in der Eingangshalle umzusehen und zu versuchen, mit so vielen Leuten wie möglich zu reden.  

Also kam es ihm ganz gelegen, dass er plötzlich an der linken Schulter angetippt wurde und er so eine Möglichkeit hatte, sich bei Yuri – denn so hatte der Russe sich Konny schließlich vorgestellt – zu entschuldigen und sich umzudrehen.

„Marcell!“, schallte ihm da eine Stimme entgegen, die einen eindeutigen französischen Akzent aufwies.

Konny erkannte Monsieur Chevallier, den er gerade eben schon kennen gelernt hatte. Der Franzose war Konny im ersten Moment sofort alles andere als sympathisch gewesen, wobei er nicht so genau sagen konnte, woran das genau lag.

Vielleicht an der Ähnlichkeit, die dieser Mann mit Konnys Vater hatte. Genau wie Bernd von Brendorp hatte auch Monsieur Chevallier etwas Patriarchenhaftes an sich, das Konny sich dem anderen sofort unterlegen fühlen ließ. Genau wie bei seinem eigenen Vater.

Doch offenbar schien Monsieur Chevallier diese Ansicht was Konny betraf nicht zu teilen, ganz im Gegenteil.

Denn Konny erkannte jetzt, dass der Franzose einen jungen Mann – wahrscheinlich ein paar Jahre jünger als Konny selbst es war – vor sich mehr oder weniger her und in Konnys Richtung schob.

„Monsieur Borchert…Isch wollte ihnen nur meinen Sohn Edouard vorstellen“, meinte der groß gewachsene, grauhaarige Mann jetzt, jedoch ohne dass auch nur die Spur eines Lächelns auf seinem Gesicht erschienen wäre, „Isch dachte mir, es ist vielleischt eine gute Idee, sie einander vorzuschtellen, vielleischt bringen sie meinen Jungen dazu, sich…Wie sagt man…für mein Geschäft zu interessieren…ein erfolgreicher, junger Geschäftsmann wie sie…“

Konny konnte nicht anders, als den jungen Mann, Chevalliers Sohn mit mitleidigem Blick zu mustern.

Der andere sah unleugbar gut aus, hatte tiefe, braune Augen, schwarze Locken und hätte bestimmt auch ein einnehmendes Lächeln gehabt – wenn er nicht aussehen würde, als ob ihm dieses ganze Gespräch mehr als nur zuwider wäre.

Und Konny konnte nur zu gut nachempfinden, was der andere gerade fühlte. Er kannte das Gefühl, seinen Vater ständig zu enttäuschen…

Genau so gut wie das Gefühl, wenn jemand, den man wirklich aufrichtig liebte, ständig versuchte, einen zu etwas zu bewegen, das man selbst auf keinen Fall wollte. Das konnte von Zeit zu Zeit wirklich an die Substanz gehen – und im Augenblick hätte Konny nichts lieber getan, als dem Jungen gesagt, er solle unter keinen Umständen auf seinen Vater hören und stattdessen tun und aus seinem Leben machen, was er wollte…

Andererseits war das mit seiner Tarnung wohl absolut unvereinbar.

„Ähm…Konny, vielleicht solltest du mal antworten!“, vernahm Konny da die Stimme von Demir oder Freddy – er war sich gerade nicht genau sicher, wer von beiden es war.

Ach ja…Vielleicht sollte er das wirklich tun…

Konny bemerkte den stechenden Blick von Chevalliers Sohn, den dieser ihm plötzlich zuwarf. So schnell, wie dieser komische Ausdruck allerdings in Edouards Augen aufgeblitzt war, so schnell war er auch schon wieder weg.

„Na…natürlich werde ich gerne mit ihrem Sohn reden, wenn Sie das wünschen, Monsieur Chevallier!“, erwiderte Konny also lächelnd.

„Merci beaucoup, Monsier Borchert“, antwortete der Franzose – und zum ersten Mal schien überhaupt so etwas wie ein Lächeln auf seinem Gesicht zu erscheinen, auch wenn es ein äußerst kleines und nicht besonders lang anhaltendes war…

„Wenn sie misch dann entschuldigen würden…isch werde sie jetzt wohl ein wenisch alleine lassen“, meinte Edouards Vater also, drehte sich um und ließ Konny zusammen mit dem anderen, junge Mann zurück.

Etwas unschlüssig betrachtete Konny den jungen Mann vor sich. Sollte er jetzt tatsächlich mit ihm reden? Oder sollte er ihn doch besser einfach stehen lassen…?

Doch schließlich fällte Konny eine Entscheidung. Immerhin hatte er ja sowieso vorgehabt, den Außenbereich hinter der Eingangshalle noch zu checken – gerade eben hatte Konny bemerkt, dass es offenbar auch einen Terrassenbereich gab…

Also konnte es ja wohl nicht schaden, wenn er Edouard dorthin mitnahm und es würde außerdem einiges weniger verdächtig aussehen, wenn er nicht alleine irgendwo herumlief und sich umsah…

„Na gut, wollen wir uns vielleicht nach draußen auf die Terrasse setzen?“, fragte er schließlich an den jungen Franzosen gewandt. Der nickte und zusammen machten sich die zwei also auf den Weg auf den verlassenen Terrassenbereich.


********


Tja, sorry, dass in diesem Kapitel nicht soooo viel passiert, aber im nächsten geht’s mehr zur Sache, versprochen ^^

Reviews fände ich wie immer ganz toll!
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