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Die Kinder des Wüstenplanetes (D)

von Anne-Rose
GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
19.03.2008
31.10.2011
4
3.955
 
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19.03.2008 966
 
Dune – der Wüstenplanet
Diese FF spielt auf Arakis, dem Wüstenplaneten.
Die Tochter/ Schwester des Muhadips soll den Prinzen von Farad´n heiraten, um den Frieden des Universums zu sichern. Hier soll ihre Geschichte erzählt werden. Insbesondere soll es darum gehen, wie Farad´n das Herz von Ghanima gewinnt.
Der Film „Die Kinder des Wüstenplaneten“ endet mit folgender Szene: Ghanima steht am Fenster und schaut nach draußen, während Farad´n auf sie zugeht und sagt: „Es ist alles nur Politik.“ „Ja, es ist alles nur Politik, aber mein Bruder hat noch nicht einmal das.“ Mich als Tolkien-Fan erinnert diese Szene an eine ähnliche mit Faramir und Eowyn. Deshalb werde ich diese Szene verwenden. Vergleiche zwischen den beiden Szenen sind beabsichtigt.
Damit mein Rechtschreibprogramm nicht meckert, verwende ich die deutschen Ausdrücke. Da, wo ich für bestimmte Ausdrücke keine besseren gefunden habe, kennzeichne ich sie mit: (?)

Wie immer der Hinweis: Alles Frank Herbert (Autor) bzw. Greg Yaitanes (Regie), mir nix.

Als Farad´n gerade vom Training kam, reichte seine Mutter ihm ein Bild (Hologramm?). „Schau sie dir genau an, das ist Ghanima – die Erbin des Wüstenplaneten. Du wirst sie heiraten, damit der Frieden in der Galaxie einkehrt.“ Farad´n nickte. Er wusste, dass ihm nichts anderes übrig blieb. Wie er es hasste, wenn seine Mutter so in sein Leben eingriff. Aber er wusste, dass ihm jetzt keine Wiederrede nützen würde, sonst würde er die künftigen Jahre in einem Kerker verbringen. Stattdessen fiel sein Blick auf das Bild. Es zeigte eine junge, hübsche Frau. Er konnte sich eine schlimmere Wahl vorstellen. So fasste er einen Entschluss: Er würde Ghanima heiraten, um den Frieden in der Galaxie zu sichern.
In den folgenden Tagen und Wochen las er alles über den Wüstenplaneten und über Ghanima, was er finden konnte. Er hatte die richtige Entscheidung getroffen. Der Prinz von Farad´n würde Ghanima vom Wüstenplaneten ehelichen. Diese Ehe würde nicht nur den Frieden in der Galaxie sichern, sondern er könnte sich auch endlich von seiner Mutter befreien. Er würde nicht länger unter ihrer Knute stehen. So reiste Farad´n mit seiner Mutter zum Wüstenplaneten.
Dort wurde er bereits von Ghanima mit ihrem Gefolge erwartete. Kaum erblickte Farad´n Ghanima, da wusste er, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte. Denn er spürte sofort als er sie sah, dass sie ihm gefiel. Nicht nur ihr Aussehen, sondern auch ihre Kraft und ihre Nachdenklichkeit beeindruckten ihn. So fiel es ihm leicht sich gegen seine Mutter aufzulehnen und seinen Anspruch auf den Thron zu erheben, ohne dass seine Mutter eingreifen konnte. Endlich war er frei von ihr.
Es war ein unglaubliches Gefühl, dass seine Mutter nie wieder in sein Leben eingreifen würde. Er nie wieder fürchten musste, bei Wiederworten seine Freiheit oder sein Leben zu verlieren. So konnte Farad´n den Wachen befehlen, dass seine Mutter abgeführt wurde. Wenig später wurde sie in einem Frachter vom Wüstenplaneten gebracht. Er war frei – er konnte um Ghanima werben, ihr zeigen, dass ihre Ehe nicht nur auf Pflicht beruhen würde. Denn er hatte sich auf den ersten Blick in sie verliebt.
So trat er zu ihr, als sie nachdenklich auf die Wüste blickte. „Es ist alles nur Politik, aber mein Bruder hat noch nicht einmal das.“ „Nein, ich werde dir zeigen, dass nicht nur alles Politik sein wird. Ich werde mich bemühen dir zu beweisen, dass ich mich in dich verliebt habe. Ich möchte nicht, dass unsere Ehe nur auf Politik beruht.“ Ghanima reagierte nicht darauf. Lange stand sie an diesem Tag noch am Fenster und betrachtete die wandernden Dünen.

Ghanima
„Ghanima, Ihr müsst aufstehen. Heute ist eure Hochzeit.“ Mit diesen Worten weckte eine Dienerin sie. Sofort erhob sie sich. Gestern hatte sie ihren zukünftigen Mann kennengelernt. Er sah ja ganz gut aus, und wie er sich gegen seine Mutter behauptet hatte, beeindruckte sie. Nicht nur das, sie war auch gespannt, wie er um sie werben wollte.
Sie stand auf, ließ sich ankleiden und für die Hochzeit zurechtmachen.
Wenig später stand sie Farad´n gegenüber und reichte ihm die Hand zum Bund der Ehe. Nach den Feierlichkeiten ging sie wieder in ihr Gemach zurück. Farad´n folgte ihr. „Ich weiß, eigentlich müssten wir schon heute unsere Ehe vollziehen, aber ich werde warten bis du mir signalisierst, dass du auch soweit bist. Bis dahin werde ich eigene Räume bewohnen. Aber vergiss nicht, ich bin immer in deiner Nähe.“ Wieso sagt er das?, schoss es ihr durch den Kopf. Hatte er keine andere Frau kennengelernt, um die er werben konnte?
Jeden morgen warte Farad´n schon auf Ghanima, um mit ihr spazieren zu gehen und mit ihr die täglichen Pflichten zu besprechen. Allmählich begann Ghanima sich darauf zu freuen, ihn jeden Tag wiederzusehen. Es wurde ein alltägliches Ritual. Ghanima merkte bald, dass Farad´n ein gebildeter Mann war, der ihr viele Ratschläge geben konnte. Auch wenn sie manchmal gegenteilige Ansichten vertraten, konnte sie immer seine Argumentation nachvollziehen und beide konnten sich meist auf einen Kompromiss einigen.
Jeden Morgen trafen sich die Beiden auf der Empore und blickten gemeinsam auf die Wüste.
Eines Morgens stand Ghanima am Fenster: „Es ist zu viel Wärme in der Sonne, und es ist so schrecklich heiß.“
„Es ist nur der Dunst eines Sandsturms, ich glaube nicht, dass der Orkan noch länger andauert.“ Ghanima blickte in seine warmen Augen, die so ganz anders waren als die der Wüstenbewohner. Sie konnte seine Gefühle darin erkennen. Diese erschreckten sie, denn sie entdeckte eine ungeahnte Zärtlichkeit. In diesem Moment spürte sie, dass sie gerne mit ihm zusammen war. Wie von selbst glitt ihre Hand in seine, Farad´n zog sie näher zu sich, seufzte und lehnte seine Kopf gegen ihre Stirn. Ghanima genoss seine Nähe, spürte wie seine Wärme auf sie überging. In diesem Moment wusste sie, dass sie ihm vertrauen konnte. Er hatte so sanft und doch unerbittlich um sie geworben, sodass sie schließlich ihre Liebe zu ihm entdeckt hatte. [1]
 
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