Alleingang

von Kathyana
GeschichteAngst, Suspense / P12
Kai Sturm Ruth Westendorp Sunny Labonne Tom Geiger Wolfgang Abendroth
12.03.2008
27.03.2008
6
4.017
 
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12.03.2008 625
 
Fandom: Motorrad-Cops – Hart am Limit
Autorin: Aiyana
Disclaimer: Ich habe keine Rechte an der Serie und verdiene kein Geld damit.


Die Motorrad-Cops – Hart am Limit
- Alleingang -


Verschlafen blinzelte Sunny, als das Telefon auf ihrem Nachttisch zum dritten Mal klingelte. Es war mitten in der Nacht und sie war hundemüde. Erst vor ein paar Stunden war sie ins Bett gekommen und jetzt sollte sie womöglich schon wieder aufstehen. Manchmal hasste sie ihren Job.
Im Halbschlaf tastete sie nach dem Telefon und hob ab.
„Hm?“ murmelte sie, schloss die Augen dabei noch einmal und ließ den Kopf ins Kissen zurücksinken, während sie den Hörer ans Ohr drückte.
„Bist du wach, Sunny?“ tönte ihr die fragende Stimme ihres Chefs und Freundes Tom Geiger entgegen.
„Ja, halbwegs,“ erwiderte sie, obwohl sie das Gefühl hatte, dass das nur ein verdammter Traum sein konnte.
„Gut. Dann komm bitte so schnell wie möglich her,“ er nannte ihr den Ort und machte ihr dadurch bewusst, dass es sich nicht nur um einen Traum handelte. „Die Arbeit ruft.“
„Bin schon unterwegs,“ gab Sunny noch zurück, ehe sie auflegte, einmal tief durchatmete und dann die Füße aus dem Bett schwang. Wenn Geiger sie um diese Zeit aus dem Bett klingelte war es sicherlich wichtig. Das hoffte sie jedenfalls für ihn, denn wenn nicht...

Es war nass, ungemütlich und vor allem tiefste Nacht, als Sunny Labonne den Einsatzort erreichte. Noch hatte sie keine Ahnung, warum ihr Chef sie zu diesem abgelegenen Fabrikgelände bestellt hatte, aber ihr war klar, dass es wichtig sein musste. Sonst wäre sie sicherlich nicht hier.
Schon als sie langsam auf das Gelände gerollt war, hatte sie sich flüchtig umgesehen. Dabei hatte sie die, im Scheinwerferlicht eines parkenden Streifenwagens, abgestellte 900er Ducati entdeckt. Ihr Kollege Kai Sturm war also ebenfalls vor Ort.
Nachdem sie ihr eigenes Motorrad geparkt und den Helm vom Kopf gezogen hatte, trat sie dorthin, wo die meisten Polizisten sich aufhielten. Dort würde sie sicherlich mehr erfahren.
„Hallo, Sunny“, wurde sie wenig später von Kai begrüßt. Ihr Partner hatte sie vor ihr entdeckt. „Hat Geiger dich auch aus dem Bett geklingelt?“
„Hat er.“ Müde lächelte sie und nickte. „Was ist hier eigentlich los?“
„Ein Wachmann hat hier vorhin einen Toten und einen Schwerverletzten gefunden“, berichtete Kai in Kürze.
„Weiß man schon etwas Näheres?“
„Noch nicht“, beantwortete Tom Geiger Sunnys Frage, während er hinzutrat, „aber es sieht nach Mord aus.“

„Danke“, murmelte Sunny und nahm Kai den Kaffeebecher aus der Hand, den er ihr hinstreckte. Das nachtschwarze, heiße und völlig überzuckerte, koffeinhaltige Gebräu konnte den fehlenden Schlaf zwar nicht ersetzen, hielt sie aber wach.
Sie wandte sich wieder dem Aktenberg auf ihrem Schreibtisch zu, noch ehe sie den ersten Schluck trank. Dass Kai, die eigene Tasse in den Händen, vor ihrem Tisch stand und ihr für einige Momente mit nachdenklichem Gesicht beim Arbeiten zusah, störte sie nicht im Geringsten.
Da erwachte das Faxgerät, das in der Ecke ihres gemeinsamen Großraumbüros stand, zum Leben. Sunny hob den Kopf und sah hin. Auch Hauptkommissar Geigers Blicke lösten sich von der Akte, in der er gerade geblättert hatte, und wanderte hinüber.
Schließlich war es Kai, der hinging und dem Gerät die bedruckten Papiere entnahm. Aufmerksam blätterte er sie durch, ehe er sich auf die Kante seines Schreibtisches setzte und Tom und Sunny nacheinander, über den Rand der Papiere hinweg, ansah. Und die beiden verstanden seinen Blick und kamen heran.
Zu seiner linken und rechten machten sie es sich bequem und sahen sich das, was Kai da in den Händen hielt, interessiert an.
„Es sieht so aus, als wären die Opfer die Täter“, bemerkte Tom nach einer Weile. Diese Tatsache irritierte ihn nicht weniger als seinen Teamkameraden.
„Richtig“, stimmte der ihm zu. „Wer hätte auch gedacht, dass beide professionellen Hacker waren?“
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