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Happy Birthday Elphaba!

GeschichteDrama / P6 / Gen
Elphaba Thropp Glinda/Galinda Upland of the Upper Uplands
12.03.2008
15.03.2008
3
5.546
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12.03.2008 1.527
 
Kapitel 3: Happy Birthday Elphaba!


An heißen Sommertagen
Bin ich fast erfroren
Vor Stress und Hektik
Die täglich in mir wohnten
Der ganze Scheiß von gestern
Nervt mich immer noch
Keine Zeit für Träume wenn ich morgens aus meinem Zimmer kroch



Die Uhr schlug 12 und der Mond erhellte die Erde, die Welt wenn alles in Dunkelheit gehüllt wurde. Die grüne Frau, die es genoss in der Dunkelheit nicht gesehen zu werden war die ganze Zeit wach gewesen. Ja sogar jetzt lag sie nun wach in ihrem Bett und lächelte, während ihr Tränen die Wange hinunter flossen. Sie hatte sich geschworen nicht mehr darauf zu warten jemand zu finden der ihr das schenken würde was sie benötigte. Liebe. Aufmerksamkeit. „Ich frage mich ob du heute auch so ignorant sein wirst. Ob du heute auch in die Kirche gehen wirst, lieber Vater. Oder hast du mich schon vergessen?“ Sprach sie vor sich hin, als sie aus dem Fenster sah und das Wolkenspiel in der Dunkelheit beobachtete. Die Sterne sehnsüchtig betrachtete. Blickte ihre Mutter vielleicht gerade auf sie hinunter?? „Happy Birthday Elphaba..“ flüsterte sie bevor sie ihre Augen schloss und versuchte zu schlafen.
Überall waren Geräusche, die sie kaum zu deuten wusste. Doch schließlich erkannte sie es. Das Laufen von Füßen auf dem Holzboden, das Knarren der Tür und schließlich das quietschen ihres Bettes. Blitzartig öffnete sie ihre Augen, doch bevor sie irgendetwas sagen konnte wurde ihr Mund zugehalten. Sie sah Glinda vor sich, die sie verschmitzt ansah. „Pst. Sei ruhig. Ich bin’s nur.. Beeil dich und zieh dich an.. ich muss dir etwas zeigen.“ Das war das einzigste was sie nun zu sagen hatte bevor sie lachend das Zimmer verließ und eine verwirrte Frau zurückließ.

Und wie viel mal
Hab ich mir vorgestellt
Ich hätte Zeit für dich
Und ich hätte Zeit für mich
Aber der ganze Teufelskreis
Lässt mich nichts weiter sehen
Außer wenig Zeit
Und zuviel Einsamkeit



„Wo gehen wir hin?“ Elphaba trug ihr schwarzes Kleid und war jedoch barfüßig, wie Glinda, die sie bereits an der Hand genommen hatte und durch den Schulhof zog, vorbei an allen Gebäuden, an den Zaun. Durch das kleine Loch hindurch, das bereits frei geschnitten wurde um jedes Mal, sobald man wollte, unbemerkt verschwinden konnte. „Du weißt dass das verboten ist was wir hier tun.. und was hast du eigentlich vor Glinda? Es ist mitten in der Nacht..“ ihre genervte Stimme hallte durch die Nacht und Glinda konnte sich ihr Lächeln nicht verbergen. Ihre Freundin wusste wirklich nicht was sie vorhatte. Doch wie sollte sie es auch ahnen? „Wir sind gleich da.. nurnoch ein kleines Stück..“ Sie gingen einen Hügel hinab, durch ein kleines Waldstück. Doch anstatt durch das Gestrüb sich kämpfen zu müssen spürte Elphaba bereits den weichen Sand unter ihren Füßen, roch den salzigen Geruch des Meeres und die sanfte, jedoch kaum merkliche Brise umspielte ihre Haare, ihr Gesicht sanft. Sie schloss ihre Augen während Glinda sie entlang eines schmalen Weges zog und sie ahnte bereits wohin sie die Freundin bringen wollte. Und obwohl sie es kaum gedacht hätte das sich dieses Gefühl einmal in ihr ausbreiten würde lächelte sie nun. Den sie vermutete weshalb sie hier waren. Und schließlich blieb Glinda auch stehen. Nun deutlich inmitten eines Strandes, wie Elphaba es fühlte. Das Rauschen des Wassers. Die Stimme ihrer Freundin, die ihr sagte das sie die Augen öffneten konnte und das Gefühl das nun kaum zu beschreiben war.

Mit Dir chill'n
Das ist was ich will
Heut Abend ist nichts wichtig
Nur das ich mit dir chill'
Lass die Zeit einfach mal still stehen
Und die Leute ohne uns durchdrehen
Mit Dir chill'n
Das ist was ich will
Heut Abend ist nichts wichtig
Nur das ich mit dir chill'
Lass die Zeit einfach mal still stehen
Und die Leute ohne uns durchdrehen


Es war mehr als nur unerwartet. Das Wort Überraschung passte perfekt. Und das Gefühl von Freude, Zuneigung, Wärme, Liebe und Freundschaft durchströmten jede Faser ihres Körpers. Sie konnte kaum glauben was sie vor sich sah. Überall waren Kerzen. Grüne Kerzen de bereits brannten. Und in dem Kreis der Flammen fanden sich eine Decke. Ein Picknick wieder. Doch die größte Überraschung war der Hut, der sich dort wiederfand. Ohne einen fehlenden Stofffetzen. „Ich hoffe es gefällt dir. Ich habe lange daran gearbeitet und mir Mühe gegeben das es so perfekt wie möglich wird.. ich wollte dir nur das schönste und beste schenken.. Wir haben die ganze Nacht zu feiern und können frei sein. Ohne gestört zu werden. An deinem Geburtstag.“ Die Kalte verschwand und die Wärme machte sich breit. „Der Hut..“ stotterte Elphaba. Es war das einzigste was sie nun herausbringen konnte. Glinda versuchte ihre Finger zu verbergen was jedoch kaum möglich war, denn nachdem Elphaba es gesehen hatte legte sie die weißen weichen Hände in ihre und betrachtete sie. „Du hast das selbst gemacht?“ Ihre Stimme krächzte und sie versuchte schwer nicht zu weinen, obwohl das gute Gefühl seinen Tribut und Preis zahlen sollte. „Ja.. aber es tut kaum noch weh.. die Nadeln haben nur gepiekst..“ Sie lachte auf und sah der grünen tief in die Augen. „Danke..“ sagte diese und Tränen flossen ihre Wangen hinab. „Du musst nichts sagen. Hör nur zu. Das ist dein Geschenk.. doch es gibt noch mehr.. Setzt dich erst mal... Ich will nur hier mit dir sitzen und reden.. du wirst noch erfahren was ich meine..“ Beide lächelten als sie Platz nahmen und den Moment auskosteten.


Komm wir wandern aus
Und ziehen in dieses Lied
Ich spür die Sonne schön zu wissen, dass es sie noch gibt
Wieder mal weit weg
Von der Wirklichkeit
1000 Mal cooler als in den Alltagstrott eingereiht



„Ich habe gehört was du gesungen hast.. Jedes einzelne Wort.. und es tut mir Leid, dass ich es nie gesehen habe wie es ist. Ich habe es ignoriert, obwohl es vor mir lag. Ich will nur das du weißt wie viel du mir bedeutest.. und ich habe einen Plan gefasst.. Lass uns unsere Träume träumen.. Unseren Zielen nachjagen. Ich habe einen Entschluß gefasst.. Wir werden von hier verschwinden, wir werden gehen und all das hinter uns lassen. Wir ziehen in eine Stadt in der du keine Verstoßene sein wirst. Du kannst das tun was du schon immer wolltest. Triff den Zauberer und ich werde das machen was mir liegt.. ich werde in eine Schule gehen die Menschen wie mich ausbildet. Ich werde Stylingberaterin!“ sie lachte auf bevor sie weitersprach. „Wir beginnen ein ganz neues Leben. Was kann schlechter werden als es sowieso schon ist?! Mach mit.. bitte Elphie.. Komm mit mir.. wir wandern aus und verschwinden hier.. Alles kann besser werden. Dort wo die Leute sind wie du. Grün. Zusammen schaffen wir alles.“ Sie sah ihre Freundin an und hatte ihre Hand in ihre genommen. Ja, der Entschluß war gefasst und Elphaba würde nun nichtmehr zögern. Es fühlte sich wie der beste Tag ihres Lebens an. All ihre Wünsche die sie damals gehegt hatte waren wahr geworden. Durch sie und ihre Freundschaft.

Dazustehen,
Ohne dich
Schon der Gedanke lässt mich Zittern, nein ich will das nicht
Ich war schon da
Und hab das alles schon erlebt
Ich will hier bleiben, mir mit dir die Zeit vertreiben.
Mit Dir chill'n
Das ist was ich will
Heut Abend ist nichts wichtig
Nur das ich mit dir chill'
Lass die Zeit einfach mal still stehen
Und die Leute ohne uns durchdrehen
Komm wir wandern aus
Und ziehen in dieses Lied
Ich spür die Sonne, schön zu wissen das es sie noch gibt



„Ja.. lass es uns tun.. Gehen wir.. Zusammen..“ Elphaba stotterte und doch lächelte sie ebenso. „Ich danke dir Glinda.. Danke..“  Sie umklammerte die Hand ihrer Freundin noch fester, als sie ihre Körper eins mit dem Sand wurden und in den Himmel sahen.
Ich hätte nie gedacht dass es ein mal wieder so sein kann wie mit dir Mutter.. ich habe jemanden gefunden.. Ja.. ich weiß wieder wie es ist zu fühlen. Keinen Hass.. Liebe. Keine Feindschaft.. Freundschaft.. Nicht schwarz, sondern weiß. Gut statt Böse. Heute Abend ist der Beginn meines restliches Leben.. und ich liege hier.. in dem bereits kalten Sand.. doch es stört mich nicht. Nein.. den wenn mein Herz in Wärme getaucht ist, bringt mich nicht mehr zum zittern.. nur der Gedanke sie einmal zu verlieren.. Doch so weit wird es nicht kommen.. Ein langer weg steht uns bevor, den wir zusammen gehen.

Eine Sternschnuppe flog über ihren Köpfen vorüber. Ihr Glück kaum fassbar. Und dieser einzelne Stern der eine Heerschar von blitzenden Funken hinter sich herzog deutete ihren Weg. „Das ist ein besonderer Tag.. ein besonderer Moment.. Happy Birthday Elphaba.“ sagte Glinda und so hatte sie der Grünen Frau diesen Tag wieder gegeben. Ihr die Hoffnung und die Freude Geschenkt. Ihren Geburtstag.
Ein feierlicher Tag ist heut,
wo wir beisammen sind.
Doch wer sich heut am meisten freut,
ist das Geburtstagskind.

Wir zünden ihm die Lichter an,
die leuchten hell and klar.
So froh, wie dieser Tag begann,
sei nun das ganze Jahr.

Das ganze Jahr sei schön and bunt
wie unsre Blumen hier.
Bleib immer fröhlich und gesund.
Wir gratulieren dir!

Erika Engel
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