Shaman King Pleiten, Pech,Pannen und andere Probleme

von Misato-6
GeschichteDrama, Humor / P12
29.02.2008
03.05.2017
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Erst mal hey an alle, die diese FF lesen. Dies ist meine zweite FF und ich hoffe, dass sie euch gefällt. Der Prolog ist nur der Auftakt und bringt jeden erst einmal auf den selben stand. Soviel von mir und jetzt viel Spaß beim lesen.

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Wie alles begann

Es war ein herrlicher Wintertag und überall auf der Straße liefen Kinder herum. Die Eltern sahen lächelnd zu wie die kleinen Schneemänner bauten, rodelten oder Schneeballschlachten veranstalteten. Unter den spielenden Kindern war auch ein 12 jähriger Chinese mit seiner 4 Jahre ältere Schwester. Während die 16 jährige sich blendend mit ihrem Freund Lee vergnügte, saß der 12 jährige nur gelangweilt im Schnee. Nach einigen Minuten jedoch, bekam er einen Schneeball mitten ins Gesicht. Noch bevor einer etwas sagen konnte sprang er urplötzlich auf, ging sofort auf den Jungen, der den Schneeball geworfen hatte, zu und packte ihn am Kragen.
„Sag mal was sollte das denn? Willst du unbedingt ärger mit mir?“
Der blauhaarige sah nur geschockt auf den Jungen, der ihm immer noch am Kragen hielt. Es war nicht seine Absicht gewesen diesen Wütend zu machen. Im Gegenteil es sollte vielmehr eine Aufforderung zum mitmachen sein. Aus diesem Grund und aufgrund der Reaktion versuchte er sich deshalb eine Ausrede einfallen zu lassen.
„T’schuldige, dass ich dich getroffen habe, war keine Absicht. Wenn ich gewusst hätte, was du für ein Spielverderber bist, wäre ich noch nicht mal in deine Nähe gekommen!“
Noch bevor der junge Chinese darauf etwas erwidern konnte, mischte sich ein braunhaariger Junge in das geschehen ein.
„Was bist du so gereizt? Es schneit wir haben Schulfrei und das sollten wir feiern. Wer von euch hat Lust mit mir einen Schneemann zu bauen?“
Der blauhaarige riss sich bei diesen Worten los und ging auf den braunhaarigen zu. Er war mehr als begeistert nicht nur, da er so einen Grund hatte Abstand von dem schwarzhaarigen zu kriegen, sondern auch weil er die Idee genial fand. Was war ein Schneetag schon ohne einen selbstgemachen Schneemann.
„Super Idee, sag mal wie heißt du eigentlich? Mein Name ist Horo Horo aber alle nennen mich Trey.“
„Mein Name ist Yo. Kommst du auch….“
Nach diesen Worten schien Yo zu überlegen was er sagen sollte, doch der schwarzhaarige Chinese kam ihm zuvor.
„Mein Name ist Ren und ich bin für so etwas definitiv zu alt.“
„Wieso, wie alt bist du denn?“
Nun war Trey erst recht verwirrt. Wie konnte man bitte für einen Schneemann zu alt sein. Immerhin war das bei seinen Eltern eine Art Tradition. Um genau zu sein haben alle Einwohner des Dorfes, in dem er lebte, sich an dem Schneemannbau beteiligt. Meistens hatten sie am Ende sogar eine ganze Armee von den weißen Schneemenschen an den Wegen stehen. Und wenn er sich genau umblickte sah er auch hier viele Erwachsene, die sich an einem Schneemann versuchten.
„Ich wüsste nicht was dich das angeht!“
Antwortete der Chinese schnippisch und wollte gerade gehen, als ihn der braunhaarige auch schon wieder zurückhielt.
„Dann nicht, aber willst du dann nicht vielleicht doch mit machen? Mit mehreren macht es doch mehr spaß.“
Ren schüttelte daraufhin nur den Kopf und die anderen zuckten daraufhin mit den Schultern und fingen an einen großen Schneemann zu bauen.

Der junge Chinese sah den beiden einfach nur gelangweilt zu, bis ein großer Junge mit Elvis-Tolle neben ihm stehen blieb und die Jungs ebenfalls beobachtete. Dieser schien Ren jedoch nicht zu beachten, da er nur Augen für den Schneemann hatte. Doch ohne jede Vorwarnung mischte sich dieser in den Bau des Schneemannes ein.
„Hey, wenn der richtig gut werden soll, müsst ihr ihn auch rund und nicht eckig machen.“
„Versuchen wir doch, wir kommen nur nicht richtig dran.“
Der 16 jährige sah den blauhaarigen daraufhin kurz an, bis er sich zu ihnen kniete und ihnen half. Es war lange her dass er so etwas gemacht hatte, doch es dauerte nicht lange, da war auch er mit voller Begeisterung am Werk.
„Ach übrigens mein Name ist Ryu und wer seid ihr?“
Die beiden beantworteten seine Frage und schon ging die Arbeit an dem Schneemann weiter. Einige Minuten später gesellten sich noch zwei Jungen dazu, die fleißig bei dem Aufbau des Schneemannes halfen. Während des Bauens stellte sich heraus, dass sie Manta und Joco hießen. (Fragt nicht wieso die alle in Japan sind. Ist nun mal der beste Startpunkt.)  Es dauerte nicht lange, da hatten sie ihre Arbeit beendet und einigten sich darauf eine Schneeballschlacht zu veranstalten. Völlig ungehemmt liefen sie zuerst ans eine ende der Straße. Das Ziel war die anderen zu finden und dann abzuwerfen. Trey glaubte als erstes einen Volltreffer starten zu können, da er wenige Minuten später den braunhaarigen sah, der sich mit einem blonden Mädchen unterhielt.
„Jetzt habe ich dich Yo.“
Bei diesen Worten drehten sich die beiden zu dem Schrei um und sahen sofort, was der blauhaarige vorhatte. Zu seinem Glück oder besser gesagt Pech, konnte das auserwählte Opfer gerade noch rechtzeitig ausweichen, weshalb der Schneeball das Mädchen, dass hinter ihm stand traf. Während der Schnee noch ihren von der Kälte geröteten Wangen hinunter lief, warf sie dem blauhaarigen einen geradezu tödlichen Blick zu.
„Sag mal was fällt dir eigentlich ein? Schon mal gehört, dass man eine Private Unterhaltung nicht mit einem Schneeball unterbricht?“
Während der braunhaarige sich bei dem Geschrei die Ohren zu hielt, wusste der Junge, der Trey hieß, nicht was er sagen sollte. Erst hat ihn dieser Chinese angeschrien und jetzt das Mädchen. Heute war echt nicht sein Tag.
„Tut mir Leid ich wollte…“
Doch bevor er weiter reden konnte, traf ihn ein Schneeball direkt am Kopf. Völlig verwirrt fasste er an die getroffene Stelle. Der Schnee lief derweil unbeirrt an seiner Schläfe herunter und er konnte nicht anders als sich die nassen Spuren vom Gesicht zu wischen.

Erst danach blickte er sich zu dem Angreifer um und stellte mit Entsetzen fest, dass es ein breit grinsender Yo war. Doch wie konnte das sein immerhin stand dieser doch direkt vor ihm. Nun konnte Trey mit Bestimmtheit sagen, dass er absolut gar nichts mehr verstand.
„Was? Wie bist du…was hast du…Seid ihr…?“
Trey sah bei den abgehackten Sätzen von dem einen zum anderen. Erst jetzt fiel ihm auf, dass der Junge, den er abwerfen wollte wesendlich längere Haare hatte und auch andere Sachen trug. Doch bevor einer auf seine nicht beendeten Fragen antwortete, wendete sich Yo an den langhaarige.  
„Sag mal wieso verwechseln uns immer alle miteinander?“
Der Angesprochene sah nur zu Yo, zuckte dann aber mit den Schultern.
„Keine Ahnung, vielleicht weil wir Zwillinge sind?“
Der Langhaarige drehte sich bei diesen Worten kopfschüttelnd um, nur um beinah in vier Leute hinein zu laufen. „Sorry hab dich nicht gesehen Yo. Ähm…wieso hast du dich eigentlich umgezogen und wieso sind deine Haare jetzt auf einmal so lang?“
Ryu sah den langhaarigen fragend an, welcher langsam mit seinen Nerven am Ende war.
„Erstens ich heiße nicht Yo. Zweitens lautet mein Name Hao und drittens verabschiede ich mich jetzt. Yo vergiss nicht, dass wir um elf zu Hause sein müssen!“
Bei diesen Worten richtete sich die Aufmerksamkeit auf Yo. Joco sah nur geschockt von Yo zu Hao und wieder zurück.
„Ist ja irre. Wer von euch ist der Klone?“
„Wir sind Zwilling, du Idiot. Oder ist dir das Wort unbekannt?“
Alle Anwesenden außer das blonde Mädchen und Yo wichen bei diesen Worten einige Schritte zurück und hoben abwehrend die Hände.
„Reg dich doch nicht so auf, ich wollte doch nur einen Scherz machen. Yo hat ihn doch auch verstanden!“
„Klar. Er ist auch der jenige, der in der Schule ständig einschläft und immer mit einem blauen Auge davon kommt, nur weil die Lehrer uns immer verwechseln! Nach ’ner Zeit nervt es einfach.“
Bei diesen Worten wollte der langhaarige sich gerade wieder zum gehen umwenden, als plötzlich zwei große Männer vor ihm standen.

Die Männer hatten die kleine Gruppe seit einiger Zeit beobachtet und sind zu dem Schluss gekommen, dass sie mehr als nur perfekt für ihr vorhaben waren.
„Hey Jungs, ich bin Regisseur für den neuen Film Shaman King und bräuchte noch ein paar Hauptdarsteller. Hättet ihr Lust so berühmt wie die großen Stars zu werden?“
Alle aus der Gruppe sahen den Sprecher, mit einigen Ausnahmen, strahlen an. Doch bevor einer der Anwesenden etwas sagen konnte mischte sich der Langhaarige ein.
„Mein Bruder und ich müssen leider absagen. Yo, wir sollten langsam zurückgehen!“
Der braunhaarige sah seinen Bruder kurz an, folgte ihm aber mit gesenktem Kopf.
„Sag nicht, dass du nicht wie dein Vorbild sein willst!“
Der langhaarige sah den Regisseur daraufhin nur kurz an. Insgeheim fragte er sich ob diese noch ganz bei Trost waren, denn soweit er zurückdenken konnten, gab es für jeden Film offene Castings, es sein denn die werten Regisseur hatten schon einen berühmten Schauspieler für die Rolle im Sinn. Aus diesem Grund äußerte er sich auch mit einer recht skeptischen Mine dazu.
„Bedauerlicherweise sind meine Helden alle Märtyrer und sterben will ich jetzt noch nicht! Außerdem bräuchten wir die Einverständniserklärung unserer Eltern und die sind der Meinung, dass die Schule vorgeht.“
Die Männer sahen den langhaarigen kurz an. Wenn sie ehrlich waren, dann hätten sie nicht mit so viel Abgeklärtheit bei einem Jungen in diesem erwartet. Allerdings waren sie entschlossen genug um über diese Tatsache zu ignorieren und die Schwierigkeiten in Angriff zu nehmen. Aus diesem Grund holten sie auch sofort eine Visitenkarte heraus und übergaben sie dem Skeptiker.
„Falls ihr es euch anders überlegt ruft mich an! Denn ich bin mir sicher, dass ich eure Eltern rumkriege.“
Yo fing bei diesen Worten an zu strahlen und sah seinen Bruder flehend an.
„Ich werd’s erwähnen, versprechen kann ich nichts!“
Mit diesen Worten, ging jeder, nach dem er eine Visitenkarte bekommen hatte, seine eigenen Wege. Die  meisten mit der Hoffnung im Herzen, dass sie demnächst selber zu den Teenie-Stars gehört.

Während ein Großteil der Eltern auch schnell zu sagte, blieben die Eltern der Zwillinge hart. Hao hatte das Thema nur Kurz angeschnitten, doch schon bei der Antwort war zu erkennen, dass sie die Idee nicht gut hießen. Doch bevor Hao die Gelegenheit hatte seinem Bruder zu liebe noch einmal darauf zu sprechen zu kommen, hatte dieser ihm bereits die Visitenkarte abgenommen und den Regisseur angerufen. Dieser kam auch sofort mit seinem Kollegen vorbei und versuchte sofort mit den Eltern der Zwillinge zu verhandeln, doch genau diese Tatsache machte diese noch sturer in ihrer Entscheidung. Letzten Endes mischte  Hao die Situation ein wenig auf, da er das herum Geschreie im Haus nicht mehr ertragen konnte. Kurzer Hand nahm er seine Decke und verließ das Haus. Sein Ziel war das altbewährte Baumhaus, auf das er immer verschwand, wenn seine Großeltern mal zu Besuch kamen und an allem rumzumeckern hatten und ihren Lärmpegel nicht untern halten konnten. Erst bei dieser Aktion sahen die Erwachsenen auf die Uhr und stellten entsetzt fest, dass es schon zwei Uhr morgens war.
„Wie kann man sich so lange an einem Thema festbeißen? Wie auch immer ich beende diese Unterhaltung und hol den Jungen wieder rein!“
Mit diesen Worten stand ein braunhaariger Mann auf und wollte gerade nach draußen gehen, als er von dem schwarzhaarigen Regisseur zurückgerufen wurde.
„Und was ist jetzt mit dem Ergebnis.“
„Das sage ich ihnen.“
Bei diesen Worten richteten sich alle Blicke auf die schwarzhaarige Frau, die vor kurzen noch besorgt nach draußen gesehen hatte.
„Wenn die beiden bei diesem Film mitmachen wollen, dann erlauben wir es ihnen, aber nur wenn sie die Schule nicht vernachlässigen. Und sollte ich den Eindruck bekommen, dass die Jungs überfordert werden, war dass das letzte Mal, dass sie sie gesehen haben.“
Die beiden Regisseure nickten sofort eifrig und erhoben sich von ihren Stühlen.
„Versprochen. Wir werden sie nicht von der Schule abhalten und auch nicht überfordern.“
Die Frau nickte nur und wendete sich dann zu ihrem Mann, der auch ohne dass sie ein Wort sagte verstand, was sie wollte.

Sofort verließ er das Haus und holte Hao, der mittlerweile im Baumhaus eingeschlafen war wieder rein und legte ihn anschließend in dessen Bett. Erleichtert darüber, dass er nicht aufgewacht war, ging er wieder zu den anderen und verabschiedete sich von den Regisseuren. Sie wussten nicht, was aus dieser Entscheidung folgen würde, doch eines wussten sie und zwar, dass sie alles dafür tun würden um sicher zu stellen, dass es den Jungs gut geht. Immerhin gehört das zu den Aufgaben, wenn man Kinder hat, auch wenn sie selber solche Entscheidungen als Kind immer gehasst haben. Sie wussten nicht ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatten. Im Moment wollten sie die beiden Regisseure nur loswerden, doch im Nachhinein war diese Vereinbarung mehr als nur fair. Immerhin würden die beiden dann etwas mehr mit anderen unternehmen und nicht nur bei Gruppenarbeiten in der Schule oder Feiern mit anderen Kindern zu tun haben. Doch sie waren nicht die einzigen, die bedenken an ihrer Entscheidung hatten, auch die anderen Eltern sahen der Zukunft besorgt entgegen. Die einzigen, die sich auf den ersten Termin freuten waren die Kinder, die so groß wie ihre Idole werden wollten. Für sie war dieser Film der Schlüssel zum Erfolg und der erste Schritt zum Ruhm.

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So das war's erst einmal. Im Moment sind noch keine Pannen ect. enthalten, dies wird sich aber in den darauffolgenen Kapitel ändern. Wie gesagt, der Prolog ist nur der Auftakt, die Katastrophen, Quängeleien ect. beginnen im ersten Kapitel. Also bis dann.

Eure Misato
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