Dilemma

GeschichteDrama / P16 Slash
27.02.2008
25.01.2009
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Dieses Kapitel
20 Reviews
 
 
 
Titel: Dilemma
Autor(en): BiLLsSwEeTy; BlueButterfly
POV: Bill (BiLLsSwEeTy); Tom (BlueButterfly)
Pairing: Bill x Tamara; Tom x Denise ; Bill x Tom [?]
Inhalt: Bill & Tom sind schon lange beste Freunde. Sie gehen durch dick & dünn. Doch auf einmal scheint Etwas zwischen ihnen zu stehen. Werden die beiden damit umgehen können? Und wo liegt eigentlich genau das Problem?
Disclaimer: Bill & Tom gehören leider nicht uns. Wir verdienen auch kein Geld mit der Story.
Claimer: Tamara & Denise, sowie andere Personen gehören uns, genau wie die Idee und die Ausführung. Also Finger weg vom Kopieren und Neu-Veröffentlichen!
Anmerkung: Bill & Tom sind in dieser Fanfic keine Brüder! - Es ist eine Partner-Fanfic.


Wir wünschen euch nun ganz viel Spaß und sind gespannt auf eure Reaktionen in Form von Kommentaren! Hihi.
Unser Cover findet ihr hier:
http://img145.imageshack.us/img145/6976/dilemmacovermd3.jpg


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»  Phase Eins.


~Teil Eins.~


» POV: Bill

„Bill!“, rief mich jemand.
Ich hob meinen Kopf und pustete den Rauch aus meinen Lungen, sofort stahl sich ein Lächeln auf mein Gesicht.
Tamara, meine Freundin, kam auf mich zugerannt. Sie umarmte mich und gab mir einen Kuss auf den Mund.

Jeden Morgen trafen wir uns vor der Schule.
Da ich mit dem Bus kam, war ich meist eher da als sie.
Ich wohnte in einem öden Dorf. Es war so langweilig und gar nichts für mich. Da meine Mutter aber Künstlerin war, bevorzugte sie in die Natur zu ziehen. Toller Gedanke. Vor allem so egoistisch, wenn man einen 17-jährigen Sohn hatte, der nun alles andere als normal war.
Aber dazu später.

„Wie war’s gestern noch?“, fragte Tamara schmunzelnd. Ich grinste und schüttelte den Kopf, erzählte dann aber doch von dem Besuch meiner Großeltern.
Tamara lehnte sich neben mich gegen die Wand des Schulgebäudes. Es war 07:52 Uhr.
Langsam müsste er doch mal kommen…
Ich rauchte meine Zigarette auf, schmiss sie auf den Boden und wollte sie gerade austreten, als ein Nike-Schuh schneller war. Ohne Zweifel gehörte dieser Schuh zu meinem besten Freund.
„Tom“, grinste ich. Er grinste zurück. Im Arm hielt er seine Freundin Denise.
„Hey“, freute sich Tamara und gab Toms Freundin einen Kuss auf die Wange. Sofort begannen die beiden Mädchen zu tratschen und gingen schon mal vor ins Schulgebäude. Da die beiden in einer Klasse waren, so wie Tom und ich, gingen sie oft vor. Wir trafen uns dann alle in den großen Pausen wieder.
Tom zündete sich eine Zigarette an, immerhin hatten wir noch 8 Minuten Zeit.
„Was hast du gestern so gemacht?“, fragte ich ihn.
Er zuckte mit den Schultern und grinste. „Rate mal.“
Ich lachte. „Jetzt schon?“
„Klar, nach drei Wochen wurde es auch langsam mal Zeit…“
„Typisch du“, grinste ich und er hielt mir seine Kippe hin. Ich nahm einen Zug und gab ihm die Zigarette zurück. Nun rauchte er weiter.
Hatte er also schon nach drei Wochen den ersten Sex mit seiner jetzigen Freundin. Es war eigentlich ein Wunder, dass er es drei Wochen mit einem Mädchen aushielt. Tom war eher der einmal-ficken-weiterschicken-Typ. Ich hatte damit im Großen und Ganzen kein Problem; mir taten nur die Mädchen Leid.
„Fertig“, sagte Tom und trat seine Zigarette auf dem Asphaltboden aus. Zusammen schlenderten wir zum Eingang.
„Was ist eigentlich mit der Party am Wochenende?“, fragte ich Tom. Er sah mich an und grinste schelmisch. „Geht klar. Meine Eltern sind weg.“
Tom wohnte in einem großen Haus mit Keller. Außerdem wohnte er hier in der Stadt, nicht so wie ich in einem Dorf.

Tom und ich kannten uns jetzt schon vier Jahre. Als wir aufs Gymnasium gekommen sind, wurden wir zusammen in eine Klasse gesteckt. Und da wir ein bisschen anders waren als die anderen, haben wir uns sofort gut verstanden und angefreundet. Mit jedem Jahr wuchs das Vertrauen und ich glaube, Tom ist der beste Freund, den ich je hatte. Ich kann mit ihm über alles reden, wir haben zusammen Spaß, gehen weg und feiern zusammen.
Äußerlich waren wir glatte Gegensätze (Tom hatte Dreads, verstaute diese unter einem coolen Cap und trug ausschließlich weite Hip Hop Klamotten, wobei ich eher der Typ war, der in dunklen und engen Klamotten rum lief) und auch hatten wir oft andere Ansichten, trotzdem hielten wir zusammen wie Pech und Schwefel.

Zusammen betraten wir jetzt nun das Gebäude, wurden von anderen Freunden begrüßt.
Wir gingen in den zweiten Stock, da wir jetzt in den ersten beiden Stunden Physik hatten. Zum Kotzen, sag ich euch. Bei dem Fach versteh ich echt kein Wort. Genau wie bei Mathe. Dieser naturwissenschaftliche Kram ist einfach nichts für mich. Dafür bin ich in Sprachen recht gut.

Nach den beiden Stunden schlenderten wir die Treppenstufen wieder herunter, gingen durch die Aula und wieder raus auf den Pausenhof. Dort warteten schon unsere Freundinnen auf uns.
Ich nahm Tamara an die Hand, spürte wieder diese gewisse Wärme und setzte mich mit ihr auf eine Bank. Die anderen beiden gesellten sich zu uns.

Ich liebte Tamara wirklich sehr. Sie war einfach unbeschreiblich. Seit drei Monaten waren wir nun schon zusammen. Sex hatten wir aber noch nicht, was nicht heißt, dass ich noch nie Sex hatte.
Aber ich hatte das Gefühl, dass wir bald welchen haben würden.

„Was macht ihr heute?“, fragte Tamara und sah zu den anderen beiden.
„Keine Ahnung, wir hatten noch nichts geplant“, antwortete Denise.
„Hmmm… wollen wir Vier nicht Eis essen gehen? Heute ist so schönes Wetter!“

Oh ja.
Sonnenschein.
Es war Sommer und noch zwei Wochen Schule, dann waren Sommerferien.
Und für diese hatten wir vier schon etwas geplant. Nämlich Zelten auf einem Campingplatz.
Aber erstmal stand Toms Party am Wochenende vor der Tür.

„Klar, können wir machen“, meinte Tom und ich sah ihn an.
Sein Lippenpiercing glänzte in der Sonne. Er bemerkte meinen Blick und ich lächelte. Er grinste zurück.
„Ich würde sagen, wir treffen uns um 15 Uhr dann an unserer Stammeisdiele“, bemerkte Tamara und wir anderen nickten.

Noch 4 Minuten, dann war die Pause auch schon wieder vorbei.
Deswegen zog ich meine Zigarettenschachtel aus meinem Rucksack und zündete sie mir an.
Kräftig zog ich den Rauch in meine Lungen und pustete ihn nach einiger Zeit wieder aus.
Tamara mochte es nicht mich zu küssen, wenn ich geraucht hatte. Aber damit musste sie leben.

Meine Freundin schmiegte sich gerade an mich und ich strich ihr durchs Haar. Wunderbar weiches Haar hatte sie. Sie schloss für kurze Zeit ihre Augen und seufzte.
„Was ist?“, fragte ich.
„Noch ganze zwei Wochen Schule…“
„Ja, aber dann machen wir Vier uns doch erstmal ein paar schöne Tage.“
Sofort zuckten ihre Mundwinkel in die Höhe und sie gab mir einen Kuss auf die Wange.
Hach, Liebe kann so schön sein…
Ich rauchte auf und wir erhoben uns von der Bank.
Ich legte einen Arm um meine Freundin, schaute zu Tom und sah, dass er genau dasselbe machte.
„Nachmacher“, neckte ich ihn und er zeigte mir grinsend den Mittelfinger. Ich streckte ihm die Zunge raus und wir beide verfielen in Gelächter. Unsere Freundinnen schüttelten nur mit dem Kopf.

Wieder im Gebäude sank meine Laune.
Nach Physik kam jetzt nämlich eine Stunde Mathematik…




» POV: Tom

Mathe.
Gibt es etwas Langweiligeres auf dieser Welt? Wohl kaum. Seufzend malte ich kleine Kreise in mein Mathematikheft, während unser Lehrer weiter über irgendwelche Zahlen und Formeln redete, die ich eh nicht verstand. Sehnsüchtig sah ich zum Fenster, durch das strahlender Sonnenschein hereinfiel und wollte einfach nur, dass diese blöde Stunde endlich zu Ende ging.
Neben mir hörte ich ein Seufzen und wand schmunzelnd den Kopf in die Richtung meines Sitznachbarn.

Bill hatte sich zurückgelehnt und summte leise vor sich hin, während seine rechte Hand munter auf den Tisch klopfte. Seine Stirn wurde von tiefen Falten durchzogen und nachdenklich starrte er auf die Tafel. Ich wusste aber, dass er sich garantiert nicht am Unterricht beteiligte. Er verstand das alles doch genauso wenig wie ich. Nachdenklich musterte ich meinen besten Freund. Irgendwie konnte ich Tamara ja verstehen. Immerhin sah er nicht gerade schlecht aus. Sein schwarzes Haar hing ihm über die Schultern, durchzogen von blonden Strähnen, seine Augen waren wie immer schwarz geschminkt und er trug ziemlich enge, schwarze Sachen. Für mich selbst würde sowas nicht in Frage kommen, aber ihm stand es halt.

„Tom?“
„Hm?“

Irritiert hob ich den Blick und sah fragend zum Lehrer, der jetzt die Hände in die Hüften stemmte und mich mit einem strengen Blick bedachte.
„Pass gefälligst auf, oder kannst du mir die Lösung nennen?“
„Nö“, sagte ich unbeeindruckt und Bill neben mir musste grinsen. Mit einem Seufzen drehte sich unser Lehrer um und ich ließ den Rest der Stunde irgendwie an mir vorbei ziehen.


Mit einem Klingeln wurde die Stunde beendet und aufatmend packte ich meine Sachen ein. Bill tat es mir gleich und zusammen schlenderten wir aus dem Klassenzimmer.
„Was haben wir jetzt?“, fragte ich eher uninteressiert, während ich die Hände in meinen Hosentaschen vergrub und in der Menge von Schülern nach Denise Ausschau hielt.

„Keine Ahnung…Englisch glaub ich.“
„Och nee, das ist nicht dein Ernst?!“, sagte ich wehleidig und Bill grinste.
„Und wie es das ist! Komm jetzt, vielleicht kommen uns die Mäd - “
„Tohom!“

Grinsend drehte ich mich um und prompt lief Denise in mich hinein.
„Hey, nicht so voreilig“, grinste ich und als sie rot anlief, gab ich ihr lachend einen Kuss. Sie sah dann irgendwie immer niedlich aus. Verlegen strich sie sich eine ihrer blonden Strähnen aus der Stirn und lächelte leicht.
„Was habt ihr jetzt, Nischen?“, fragte ich und legte einen Arm um sie, folgte Bill und Tamara, die schon Händchenhaltend auf die Treppe zusteuerten.

„Kunst“, kam prompt die Antwort.
„Habt ihr es gut“, brummelte ich leise und begann die Treppen hoch zu steigen.


Ich hasste Englisch. Nicht nur, weil ich das nicht wirklich konnte. Wir mussten dann immer so weit hoch laufen und das ist so anstrengend.
Ein Stockwerk höher verabschiedeten sich die Mädchen mit jeweils einem Kuss von uns. Nachdenklich starrte Bill zur Treppe; ich tat es ihm gleich.
„Auf in den Kampf“, sagte ich und lachend folgte mir Bill auch noch die letzten beiden Treppen hinauf.
Wir waren wie immer die letzten, die vorm Klassenzimmer ankamen, aber unsere Englischlehrerin war noch nicht da. Wir ließen uns auf unsere Plätze nieder und ich packte lustlos meine Sachen aus.

„Englisch“, nuschelte ich.
„Ist besser als Physik und Mathe und der ganze Scheiß.“

„Du kannst es ja auch“, sagte ich und lehnte mich im Stuhl zurück. Bill stützte sein Kinn in die linke Hand und blickte mich nachdenklich an.
„Geb ich dir halt Nachhilfe“, sagte er nach einer Weile und ich grinste.
„Ja klar, wie letztes Mal. Da haben wir nach 10 Minuten auch nicht mehr gelernt, falls es dir entfallen sein sollte.“

„Wir haben echt nicht gelernt? Die Arbeit hattest du drei“, sagte Bill jetzt ebenfalls grinsend.
„Weil ich bei dir abgeschrieben hab, Schlauberger.“
„Tatsächlich? Hab ich gar nicht gemerkt?“


Wir mussten beide loslachen. Die restlichen fünf Minuten machten wir Späße und konnten uns so gerade einkriegen, als unsere Englischlehrerin das Zimmer betrat.
„Tut mir Leid, aber ich wurde aufgehalten. Es war wichtig.“
Bill beugte sich zu mir und flüsterte mir grinsend ins Ohr:
„Das sie immer denkt, dass sie sich rechtfertigen muss.“
Schmunzelnd nickte ich, als Zeichen der Zustimmung und wandte mich dem Unterrichtsstoff zu. Allerdings erschien der mir eben so langweilig, wie der Mathematikunterricht.


Als es kaum noch zum aushalten war, holte ich das Löschblatt hinten aus meinem Heft und schnappte mir einen Stift.
Würdest du vielleicht wirklich mit mir lernen? Ich glaub ich habs nötig *grins*
Kritisch betrachtete ich das Blatt einmal, nickte dann zufrieden und tippte Bill an. Überrascht hob er den Kopf und ich schob ihm den Zettel hin. Schnell legte er einen Ellenbogen über das Geschriebene und warf einen prüfenden Blick nach vorne. Unsere Lehrerin stand gerade mit dem Rücken zu uns und kritzelte etwas an die Tafel. Bill zog den Zettel näher und überflog die Worte kurz. Schmunzelnd schüttelte er den Kopf und schrieb zurück.
Klar, wann denn?

Kein Plan, schreiben wir überhaupt noch einen Test? Eigentlich nicht oder? Ich mein Zeugnis ist doch schon bald!
Bill legte den Zettel unter sein Heft, als sich das graue Ungetüm umdrehte und einen prüfenden Blick durch die Reihen gleiten ließ. Er lächelte sie freundlich an und blätterte kurz durch sein Heft, blieb irgendwo weiter vorne hängen und zog den Zettel wieder hervor.
Ich weiß nicht so genau, kann natürlich sein, dass sie noch einen Unangekündigten schreibt, um uns zu ärgern.
Ich seufzte und und schrieb zurück.
Echt mal, die will mich ärgern. Ich bin froh, wenn endlich Ferien sind.
Bill lächelte erneut, versteckte den Zettel allerdings schnell wieder unter seinem Heft, als unsere Lehrerin durch die Reihen ging, um zu gucken, ob wir auch schrieben.

Neben mir blieb sie wie immer stehen und zog die Augenbrauen hoch.
„Hast du die Aufgabe nicht verstanden, Tom?“
„Doch, doch. Ich denke nur schon mal nach, wissen sie, ich komm im Kopf einfach besser klar, als auf dem Papier.“
„Natürlich“, sagte sie kühl und ging weiter. Bill schrieb schnell zurück, während ich schwer an den ersten Sätzen zu nagen hatte.

Und ich erst. Also kein lernen?

Vergiss es. Kein Bock.

Bill schmunzelte und schob mir sein Heft zu.
„Hier, schreib ab.“
Dankbar lächelte ich ihn an. Bill ist echt der Beste, ich weiß wirklich nicht mehr, was ich ohne ihn machen soll. In Windeseile waren die Sätze abgeschrieben und Bill das Heft zurück geschoben.

Hoffentlich endete das schnell…