Ein fast normaler Tag

von Kathyana
GeschichteDrama, Familie / P6
Mary Camden Matt Camden Ruthie Camden
20.02.2008
04.03.2008
6
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Fandom: Eine himmlische Familie (7th Heaven)
Autorin: Aiyana
Disclaimer: Ich habe keinerlei Rechte an „Eine himmlische Familie (7th Heaven)“ und mir die Charaktere lediglich für diese Story ausgeliehen.


Eine himmlische Familie
„Ein fast normaler Tag“


Endlich hatte Eric Camden Feierabend, wenngleich sein Beruf als Pastor keinen Feierabend kannte. Auch zuhause, das wusste der Vater der neunköpfigen Familie, würde er keine Ruhe finden, denn da war immer was los.
Als er das Haus erreichte sah er, dass der schwarze Camaro seines ältesten Sohnes Matt davor parkte. Demnach war er schon von der Universität, an der er studierte, heimgekommen. Vermutlich hatte er beschlossen, seinem Job als großer Bruder nachzukommen, denn einen großen Bruder, das hatte er selbst oft gesagt, kann man wohl immer brauchen.
Eric Camden hatte das Haus kaum betreten, als er auch schon von Happy, der schneeweißen Hündin, die zur Familie gehörte, begrüßt wurde. Und wie immer war Simon, dem das Tier gehörte ebenfalls ganz in der Nähe.
„Hi Dad“, rief er ihm zu, dann stürmte er auch schon an ihm vorbei in den Garten. Die Hündin folgte ihm auf dem Fuß.
„Ich bin wieder zuhause!“ ließ der Familienvater sich vernehmen. Annie, seine Frau, schien das als Aufforderung zu verstehen, ihm kurzerhand eines der beiden Zwillingsbabys in den Arm zu drücken, die noch nicht sehr lange zur Familie gehörten. Allerdings hatten sich die übrigen fünf Kinder mit der Weile an Sam und David gewöhnt.
„Hi, Mr. Camden“, wurde der Pastor in dem Moment von zwei Jungen gegrüßt, die zusammen mit seinem beiden Töchtern Mary und Lucy auf dem Weg zur Eingangstür waren.
„Guten Tag zusammen“, murmelte Eric noch, dann waren alle vier schon zur Tür hinaus. Es schien hier mal wieder zuzugehen wie in einem Taubenschlag, aber das war ja nichts Neues mehr, denn so ging es hier fast täglich zu.
„Daddy!!!“ kreischte es da aus dem oberen Stockwerk, und Eric wusste sofort, dass seine jüngste Tochter Ruthie die ‚Geräuschquelle’ war.
„Was ist denn, Kleines?“ rief er hinauf, während er sich mit dem Baby im Arm auf den Weg nach oben machte.
„Simon hat meine Buntstifte versteckt“, beschwerte die Achtjährige mit dem dunklen Wuschelkopf sich empört bei ihrem Vater und stemmte die Ärmchen in die Hüften.
„Dann werde ich wohl mit ihm reden müssen“, lenkte Eric ein und hoffte, dass es damit abgetan sei, doch Ruthie hatte noch mehr auf dem Herzen.
„Und Matt hat versprochen mir eine Geschichte vorzulesen. Dann ist Shana gekommen und sie sind zusammen in sein Zimmer gegangen. Und wer liest mir jetzt eine Geschichte vor?!“ teilte seine jüngste Tochter ihm aufgebracht mit. Aber der Pastor kannte seine Kinder und wusste nur zu gut, dass es Ruthie höchstwahrscheinlich nicht einmal um die Geschichte ging, sondern darum, dass Matt sich mit seiner Freundin beschäftigte und nicht mit ihr. Wenn man es genau betrachtete, dann war sie rasend eifersüchtig auf Shana. Dennoch, vielleicht konnte er ja etwas einlenken.
„Soll ich dir eine Geschichte vorlesen?“ fragte er vorsichtig an.
„Aber nur, wenn ich dabei Eiskrem essen darf“, stellte Ruthie sofort zur Bedingung.
„Deine Mutter wird nicht begeistert sein...“ begann der Familienvater, „aber... in Ordnung, du bekommst die Eiskrem.“
„Okay. Dann darfst du mir jetzt was vorlesen“, beschloss die Achtjährige und grinste überlegen.
„Gut, aber zuerst bringe ich Sam in sein Bettchen“, teilte Eric seiner Jüngsten noch mit, ehe er wieder mit dem Baby verschwand. Murrend sah Ruthie ihm nach. An Tagen wie heute hasste sie es wieder, dass die Zwillinge auf der Welt waren. Immerzu kümmerten sich alle um die beiden und hatten keine Zeit mehr für sie.
Doch ihr Vater hielt Wort und erschien schon weniger Minuten später wieder in ihrem Zimmer.
„Wo ist dein Märchenbuch?“ fragte er und blickte sich suchend um. Da streckte Ruthie, die es bereits hervorgezogen hatte, es ihm auch schon entgegen. Dann musste Eric zu lesen beginnen, während die Achtjährige sich in ihr Bett zurückzog und ihn aus erwartungsvollen, großen braunen Augen ansah. Und Eric Camden las und las... bis Ruthie schließlich einschlief. Als er bemerkte, dass sie Morpheus in die Arme gesunken war, klappte er das Buch zu und legte es auf ihren Nachtisch. Danach betrachtete er sie für einen Moment lang und lächelte dabei still vor sich hin, ehe er sich erhob und leise ihr Zimmer verließ und die Tür hinter sich schloss.
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