Stolz, Selbstwert und Heldenmut

GeschichteRomanze, Familie / P12
Elizabeth Bennet Fitzwilliam Darcy
12.02.2008
24.08.2008
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Elisabeth Bennet, eine ansehnliche junge Frau  ging wie oft an späten Nachmittagen bei schönem Wetter spazieren. In ihren Händen hielt sie ein Buch. Es war eines ihrer Lieblingsbücher.
Es ging um Lyrik und Poesie.
Es waren Zitate und Sätze von ihrer Lieblingsautorin Jane Austen.
Sie las die Sätze laut vor. Den Sie klangen immer viel besser, so fand die junge Frau, wenn man sie aussprach und ihnen Bedeutung und Ton verlieh, als nur still im Kopf zu lesen.

„Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.“

„Ich verlange von den Leuten nicht, dass sie mir angenehm sind, weil es mich vor dem Problem bewahrt, sie zu mögen.“

„In neun von zehn Fällen sollte eine Frau lieber mehr Zuneigung zeigen, als sie verspürt.“

Elisabeth blieb stehen. Sie war am Fluss angekommen. Dieser Fluss trennte sie vom Anwesen der Familie Thompsons. Ihre Schwester würde bald den Sohn der Familie  heiraten. Henry.
Er war ein netter junger Mann und er liebte ihre Schwester Ruth, das wusste Elisabeth und so hatte sie nie irgendwelche Einwände gegen diese Hochzeit gehabt. Ja, Ruth würde dann in diesem Anwesen leben und nicht mehr bei ihr im Zimmer, wo sich beide schon von klein auf ein Bett teilten.
Elisabeth strich sich eine ihrer lockigen Haarsträhnen wieder unter die Haube, die sie auf hatte und blickte ins Buch, bevor sie wieder weiterging.

„Glück in der Ehe ist allein eine Sache des Zufalls.“

„Wenn irgendetwas Unerfreuliches passiert, kommen die Männer mit Sicherheit drum herum.“

„Sie war vernünftig genug einzusehen, dass ein Mann von fünfunddreißig die Zeit der über schwenglichen Gefühle und ausschweifenden Amüsements wohl bereits hinter sich gelassen hatte.“

Elisabeth ging oft Spazieren. Es gehörte zu ihren Liebsten Dingen, welche sie im Leben tat.
Sie reiste gerne und ging gerne spazieren. Aber sie kam nicht oft zum Reisen. Ihre Mutter wünschte es nicht. Aber immer wenn ihre Tante, die Schwester ihrer Mutter zu Besuch kam, nahm sie Elisabeth und oft auch Ruth mit. Aber sie hörte immer den spannenden Geschichten ihres Vaters zu, wenn er von seinen Seereise sprach.
Er liebte das Erzählen und sie liebte das Zuhören. Sie hörte gerne die Geschichten von fernen Ländern und Menschen.

„Freundschaft ist sicherlich der beste Balsam für die Wunden einer enttäuschten Liebe.“

Gewiss war sie ein anders als ihre Schwestern.
Sie liebte ihre Schwestern Ruth, Mary und Jane, wobei ihr Ruth am liebsten war. Mit ihr konnte sie viel mehr erzählen. Mary und Jane waren zwei Mädchen, die oft unerzogen erschien, was ihre Mutter oft den Verstand raubte.
Ruth war die liebevolle und aufrichtige in der Familie. Sie wollte immer nur das Gute für andere und würde nie ein schlechtes Wort über Jemanden sagen, auch wenn sie der gleichen Meinung war.
Elisabeth, war die Lieblingstochter ihres Vaters. Als sie das erste Mal nach einem seiner Bücher fragte, reichte er sein Lieblingsbuch, was sie sehr stolz machte. Und ihn ebenso.
Frauen sollten nicht unbedingt lesen, meinte ihre Mutter, das verzog sie nur und das würde dann wieder rum ein schlechtes Bild auf die Familie werfen.
Aber ihr Vater dacht e nicht so. Er sagte immer, warum soll sie nicht lesen.

„Die eine Hälfte der Welt kann die Freuden der anderen nicht verstehen.“

Mit ihrem Bruder hatte Elisabeth nicht viel zu tun. Er war ab und an da und ab und an  eben nicht.
Sein Vater schickte ihn gleich als er 6 Jahre alt war auf die Militärschule, er sollte anständig und mit guten Regeln erzogen werden.
Natürlich hatte die Familie Bennet eine Gouvernante, aber ihr Vater hielt nicht viel davon, dass eine Frau einen Jungen erzog und so geschah es nach seinen Willen. Ihre Mutter war vermutlich auch darüber sehr erleichtert, dass sie sich um ein Kind zuhause weniger Gedanken machen musste.

„Dass uns eine Sache fehlt, sollte uns nicht davon abhalten, alles andere zu genießen.“

„Wieso gönnen wir uns den Genuss nicht sofort? Wie oft wird die Freude durch Vorbereitungen verdorben, durch törichte Vorbereitungen!“

Elisabeth blieb wieder stehen.
Sie blickte von ihrem Buch auf, klappte es zu, doch sie hatte, auf der Seite wo sie war, ihren Finger reingesteckt, damit sie diese Seite nicht wieder verlor.
Sie blickte auf das Sommerhaus von Mr. Darcy. Er lebte eigentlich in Pemberley, aber seiner Schwester zu liebe, so erzählte er, wählte er ein Sommerhaus in Sumerset. Henry verweilte oft bei seinem Freund.
Ja sie waren gute Freunde. Sie unternahmen sehr viel zusammen. Ritten aus und machten gemeinsame Jagden oder gingen angeln. Was Elisabeth sich gar nicht so recht vorstellen konnte.

„Es gibt sicherlich nicht so viele Männer mit großem Vermögen auf der Welt wie hübsche Frauen, die sie verdienen.“

„Allmächtiger Vater, gib uns die Gnade, so zu beten, dass wir Gehör verdienen.“
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