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Das echte Leben

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Alexandra Rietz Michael Naseband
10.02.2008
17.03.2008
10
10.922
 
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10.02.2008 774
 
Als ich aufwache, liegt Alex schlafend in meinen Armen und ich habe Zeit nachzudenken. Was ist gestern nur in mich gefahren? Ich liebe Kathrin doch, oder? Aber warum habe ich Alex dann nicht widerstehen können? Wie geht es jetzt weiter? Mit mir und Kathrin und meiner Freundschaft mit Alex? Wir sollen wir uns einander gegenüber verhalten? Ich greife zu meinem Handy, das auf dem Nachttisch liegt, um Gerrit eine SMS zu schreiben, als ich feststelle, dass bereits eine angekommen ist.
Ey, man, was war denn das gestern in der Show? Weißt du, wie sich das für den Zuschauer angehört hat? Als wenn du und Alex was miteinander hättet!? Weißt du, wie scheiße das für Kathrin gewesen sein muss? Das wird noch richtig Ärger geben, Micha… Lg, Gerrit
Ja, toll, so schlau war ich auch schon. Ich weiß, dass das eine Scheißaktion war, aber es ist ja nur die Wahrheit und lässt sich auch nicht mehr rückgängig machen. Also schreibe ich ihm zurück.
Ja, man, das weiß ich auch. Aber das wäre ja alles nicht so schlimm…Alex und ich haben echt Scheiße gebaut! Nach der Show hat Kathrin mir voll die Szene gemacht und ich bin wütend mit Alex ins Hotel gefahren. Da haben wir dann miteinander geschlafen. Wir wissen beide nicht, wie es soweit kommen konnte, aber es war voll schön. Was machen wir denn jetzt? Wenn das rauskommt…Wenn uns irgendeiner gesehen hat, dann…oh, man! Kathrin flippt aus! Ich werde mit Alex heute direkt wieder nach München an den Set fliegen. Ich kann jetzt nicht nach Düsseldorf. Das krieg ich nicht hin und Alex, glaub ich, auch nicht. Wir müssen das erst mal verarbeiten. Boah, man, bitte, komm so schnell wie möglich auch nach München. Ich halte das nicht aus…Lg Michael
"Morgen, Michi!", sagt Alex leise und dreht sich. Ihr Haar kitzelt an meinem Hals und als ich es sanft wegstreiche, sehe ich den Knutschfleck an ihrem Hals. Ein eindeutiges Merkmal! Jeder halbwegs intelligente Mensch, der eins und eins zusammen zählen kann und gestern die Show gesehen hat, weiß, dass der von mir stammen muss, da Alex ja zurzeit solo ist. Oh, man, was haben wir da nur gemacht? "Hey, wir kriegen das hin!", meint sie und rutscht etwas höher, damit sie mich ansehen kann. "Ich hoffe nur, dass du Recht hast. Ich frage mich nur, wie es dazu kommen konnte?" Alex lächelt leicht. "Keine Ahnung, aber du hast doch damit angefangen. Da konnte ich mich auch nicht zurückhalten, Michi, denn du weißt, dass du ein attraktiver Mann bist, 'ne Topfigur hast und wir beide super miteinander klarkommen. Da geht das nicht so einfach Nein zu sagen, wenn das Herz ganz eindeutig dafür ist." Ich nicke. "Ich weiß, Alex. Du warst aber gestern Abend so anders. Und als ich dann deine Haut gesehen hab…!" Alex lacht. "Jetzt hör aber mal auf. Du hast mich schon mal nackt gesehen, also tu' jetzt nicht so, als sei das gestern das erste Mal gewesen." Ich sehe sie irritiert an. "Wann das denn?" "Na, am Set. Weißt du nicht mehr? Die Folge mit meinem Stalker. Meinst du, ich hab nicht gemerkt, wie du mich da angesehen hast. Das war zwar nur ein ganz kurzer Seitenblick, aber der hat gereicht!" Ich tippe grinsend an meine Stirn. "Du spinnst ja!" "Gar nicht. Da kannst du Gerrit fragen. Der hat das direkt gesagt!" Da muss ich mit Gerrit doch mal drüber reden. Mein Handy klingelt und schon ertönt Mikes Stimme. "Papa, ich bin heute Nachmittag in München. Wir beiden haben zu reden. Ciao!" Damit ist das Telefonat auch schon beendet und Alex lacht sich halb tot. "Tja, viel Spaß!" Ich kitzele sie. "Hör mal, du Fruchtzwerg. Mach dich nicht über mich lustig!" Sie kichert und irgendwann stehen wir dann doch auf. "Willst du was essen?", frage ich sie, nachdem wir uns beide fertig gemacht haben. "Nee, eigentlich nicht. Ich will nur noch nach München zurück und den Rest des Tages entspannen!" Ich nicke. "Gut, okay. Dann ruf ich jetzt den Chauffeur an und lass uns abholen." Gesagt, getan. Wenig später sitzen Alex und ich im Wagen auf dem Weg zum Flughafen. "Alex, meinst du, dass wir da weitermachen können, wo wir gestern Morgen aufgehört haben?", frage ich leise. Alex versteht. "Michi, ich weiß es nicht. Ich glaube, wir müssen uns beide über unsere Gefühle erst einmal klar werden, bevor wir irgendetwas entscheiden können." Ich nicke. "Okay."
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