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Schwarzer Panther, rotes Blut

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
08.02.2008
27.03.2008
6
7.067
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08.02.2008 207
 
Memoiren sind etwas für alte Männer.
Zumindest war ich bisher dieser Ansicht. Verständlich, nicht wahr? Hört man dieses Wort, so kommen einem zunächst halbblinde Greise in den Sinn, die mit brüchiger Stimme ihrem Privatschreiber die ach so lustige Geschichte diktieren, wie sie damals ihrem Bruder die Kröte ins Bett gesteckt haben. Oder dem Vetter. Ach, menschliche Erinnerungen sind trügerisch, also reicht auch eine Geschichte, die „so passiert sein könnte“.
Wenn man es so sieht, bin ich etwas zu früh dran mit meiner Lebensgeschichte. Ich bin vierundzwanzig Götterläufe alt und kann kaum behaupten, auf ein langes und erfülltes Leben zurückzublicken. Die Dinge, von denen ich berichten kann, werden wohl auch kaum den Geschmack der Massen treffen – es gibt keine herzzerreißenden Liebesgeschichten, keine philosophischen Betrachtungen der menschlichen Existenz und keine Kröten im Bett.
Warum schreibe ich dann trotzdem?
Eine gute Frage. Vielleicht, um anderen ein Beispiel zu geben – ein positives, negatives, warnendes, wie auch immer man es auffassen will. Vielleicht, damit meine Stieftochter es irgendwann einmal liest und mich vielleicht ein bißchen besser versteht. Vielleicht auch aus der rein menschlichen Eitelkeit heraus, das eigene Leben für so wichtig zu halten, daß die Nachwelt sich daran erinnern soll.
Und natürlich um Euch zu beweisen, daß Korgeweihte doch schreiben können.
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