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My beloved dark angel

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Jonathan Palmer Richard Rokeby
30.01.2008
10.08.2008
13
29.212
 
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30.01.2008 1.360
 
So hier mal ein größeres Projekt dazu, welches mir vor kurzem durch den Kopf ging. Da das hier sozusagen der Prologe ist, ist es nicht sehr lang. Das wird sich in den nächsten Chaps ändern **grins**.



Prologe
---------

Ein schmächtiger, junger Mann durchschritt die großen Hallen des Altertümlichen Museums und machte sich auf den Weg in die Arbeitsräume. Er hatte vor ungefähr fünf Minuten Schluss gehabt, weshalb er ein wenig schneller ging.

Dort angekommen packte er schnell seine Sachen zusammen, zog seinen Mantel an und verließ dann wieder den Raum. Wenn er rennen würde, könnte er es noch rechtzeitig schaffen, überlegte sich der junge Mann.

So ging er los, Richtung Ausgang, als ihm eine Person entgegenkam.

Charles Miles.

Ein Arbeitskollege von ihm, der immer mit einem Dauergrinsen im Gesicht herumlief und eins war, mit sich und der Welt. Dafür, dass der blonde Italiener nicht gerade wie ein Super Modell aussah, hatte er doch den gewissen Charme, weswegen ihn die Leute und Arbeitskollegen so mögen, wie er eben war.

„ Hey Jonathan “ rief ihm Charles entgegen und trat zu ihm. „ Gehst du schon? “

„ Äh… ja “ entgegnete Jonathan schüchtern.

Selbst nach der langen Zeit wo er hier schon arbeitete, war er gegenüber den anderen immer noch verschlossen und zurückhaltend. Doch konnte er nun mal nicht aus seiner Haut raus, zumal er Angst davor hatte, jemanden näher kennen zulernen.

„ Schön für dich “ meinte Charles breit grinsend. „ Hey, hast du eigentlich Lust nachher mit uns in den Dark Flowers zu kommen? Ein bisschen Trinken und Reden? “

„ Danke Charles “ erwiderte Jonathan schüchtern und innerlich gerührt.

Allein das er gefragt wurde, ob er mit anderen etwas unternehmen würde, fühlte sich Jonathan wichtig. Das er nicht alleine und nur von IHM abhängig war. Und er hätte auch ja gesagt, wenn nicht vor seinem geistigen Auge zwei stahlblaue Augen entgegenblickten, in denen nur Kälte und Wut zu sehen war.

„ Ähm, ich glaube nicht “ gab John betrübt zurück. „ Es tut mir Leid. “

„ Ach was Jon “ winkte Charles fröhlich ab. „ Ist halb so wild, vielleicht ein anderes Mal nicht? Was hast du denn heute noch vor? “

„ Nun ich muss… also weißt du… ich… “ druckste John herum, als dabei sein Blick auf die Wanduhr vor sich viel. Augenblicklich vergrößerten sich seine Augen und eine leise Angst kroch in ihm hoch. „ Äh ich… ich muss jetzt los. Tschau. “

Damit ging John schnell an Charles vorbei und stürzte nach draußen. Denn ganzen Weg zurück rannte er ohne eine Pause und hoffte bloß, dass er es noch irgendwie schaffen könnte. Wenn er doch nur die Zeit anhalten könnte. Oder wenn er gar die Zeit zurückdrehen könnte, damit er etwas anders gemacht hätte.

Doch lebte er im hier und jetzt. Und wenn er nicht gleich… ah da war seine Haustür. Etwas erleichtert und trotzdem mit pochendem Herzen ging Jonathan die Treppen hoch, betrat den Hausflur, ehe er die zwei Stockwerke so hochging, ohne den Fahrstuhl zu benutzen. Bis der eintreffen würde, wäre Jonathan eh oben, weswegen er gleich lief.

Er holte gerade seinen Wohnungsschlüssel heraus und wollte die Tür aufschließen, als sie schon vor ihm geöffnet wurde. Ruhig, sagte sich Jonathan, verdammt beruhige dich! Doch als er in die kalten Irden seines Gegenübers sah, blieb ihm kurzzeitig das Herz stehen, während seine Augen groß wurden.

Verdammt!!! Er hatte Angst!!! Und wollte nur noch weg!!!

Doch kam ihm Richard zuvor und zog ihn grob in die Wohnung und schloss hinter ihnen die Tür. Kalt blickte er zu dem Kleineren und fixierte ihn mit seinen Augen.

„ Wo warst du? “ fragte ihn Richard streng.

Ein Peitschenhieb wäre sogar noch freundlicher gewesen. Leicht zitternd ging Jonathan einen Schritt zurück, während er leicht nervös erklärte: „ Auf Arbeit. “

„ Ach ja? Du kommst zehn Minuten zu spät “ meinte Richard kalt. „ Wieso hat es so lange gedauert Jon? “

WAS? Zehn Minuten? Bei der Aussage stahl sich eine Träne aus Jonathans Auge und lief über seine Wange. Denn Richard sah nicht sehr erfreut aus. Das sah man allein an seiner Haltung, die ziemlich bedrohlich wirkte und Jonathan einschüchterte. Was Richard wohl beabsichtigte.

Schließlich konnte er sich denken, was Richard jetzt wohl vorhatte. Als Jonathan es mal gewagt hatte, drei Minuten zu spät zu kommen, hatte ihn Richard drei Mal in den Magen geschlagen. Allerdings lag Jonathan schon beim ersten Schlag auf den Boden.

’Für jede Minute, in der mein Herz nach dir verlangt hatte’ hatte ihm Richard hinterher sanft zugeflüstert und zärtlich in seine Arme genommen.

Wenn Richard sauer war, dann mobilisierte er Kräfte, die Jonathan immer unheimlich waren.
Aber selbst im ruhigen Zustand war Richard stärker als er, weswegen er es nie schaffte, sich von ihm zu befreien oder sich zumindestens zu wehren. Okay, Richard war kein wirklicher Schlägertyp, da er die meiste Zeit eher nur böse guckte. Aber manchmal konnte er auch sanft zu ihm sein konnte.

Und genau diese Stimmungsschwankungen verwirrten Jonathan. Genauso wie sie ihn Angst machten. Wusste er doch nicht, was als nächstes passieren würde.

Richard selbst tat es nicht gern seinen dunklen Engel zu verletzen. Doch die Ungewissheit die an ihm nagte, wenn Jonathan nicht pünktlich nach Hause kam, machte ihn fast Krank vor Sorge. Auch heute hatte er schwer mit sich zu kämpfen, seinen Engel nicht wieder wehtun zu müssen.

Sah er das beben und die hektischen Atembewegungen, von dem schmalen Körper vor sich.

„ Jon? “ hakte Richard ruhig, aber immer noch kühl nach.

Erschrocken wich Jonathan einen Schritt zurück und gelangte an die Wand. Er fühlte sich zurzeit wie ein Hase der in der Falle saß. Stammelnd brachte er nur hervor: „ Äh ich… ich habe noch etwas länger gebraucht. Wirklich es… es tut mir leid Richard. Morgen beeile ich mich auch, versprochen. “

„ Mhm “ nachdenklich sah Richard zu seinem Engel.

Blickte in seine scheuen und zugleich verschreckten Augen. Konnte darin keine Lüge sehen, weshalb er innerlich zufrieden war. Denn wenn Richard eins nicht mochte, dann war es wenn man ihn belügt oder hinterging. Aber das wusste sein Engel und wenn er ihm doch untreu wurde oder ihn hinterging… tja dann konnte er für nichts mehr garantieren.

„ Okay mein Engel “ meinte Richard schließlich und ging auf den Kleineren zu.

Bei Richards näher kommen, schluckte Jonathan. Würde er ihn doch schlagen? Jonathan wusste es nicht, doch als Richard seine Hand hob, kniff Jonathan verängstigt seine Augen zusammen.

Richard war Gewalttätig ihm gegenüber gewesen. Nur in seiner Besitzgier und Eifersucht nahm die dunkle Aura von ihm mehr Kontrolle, weshalb Richard dann unberechenbar wurde.

Oh Gott, wieso passierte denn nichts? Nicht das sich Jonathan beschweren würde, doch je länger es Richard hinauszögerte, desto schlimmer wurde die Panik, welche sich in Jonathan ausgebreitet hatte.

Und dann  spürte er Richards Hand, jedoch nicht an seiner Wange oder in seinem Magen. Stattdessen um seine Hüfte, die ihn sanft nach vorn holte und an einen anderen Körper drückte. Richards Brust.

Zaghaft öffnete Jonathan seine Augen und blickte Richard entgegen, der ihm ein warmes Lächeln schenkte… Moment Mal! Warmes Lächeln? Hatte Jonathan etwas verpasst? Anscheinend, denn sonst würde Reichard ihn nicht so gütig anblicken.

„ Äh Richard? “ fragte ihn Jonathan vorsichtig. Hatte Angst dass er etwas Falsches sagen könnte.

„ Verzeih mein Engel “ meinte Richard mit seiner ungewohnten sanften Stimme, die er nur für eine Person übrig hatte. Genauso wie sein Lächeln, welches nur seinem dunklen Engel gehörte. „ Ich wollte dich nicht erschrecken. Willkommen zu Hause Schatz. “

Dann überbrückte er ihren kurzen Abstand und nahm die immer noch leicht bebenden Lippen vor sich in Besitz. Saugte erst genüsslich an ihnen, bevor er etwas ungeduldig um Einlass bat, damit er die Mundhöhle vor sich plündern konnte.

Hatte zu lange auf sie verzichten müssen. Seit heute morgen genau genommen. Doch dafür würde er sie jetzt länger in Beschlag nehmen. Und wenn er dabei ersticken würde, solange er nicht so schnell von diesen schmalen Lippen getrennt werden würde.

Denn süßlichen Geschmack in sich aufnehmen, welcher von Jonathan ausging. Dasselbe prickelnde Gefühl was er bei einem anderen geliebten Menschen schon gespürt hatte, der ihn später verlassen hatte. Doch nicht Jonathan. Darauf würde Richard achten, dass sich sein dunkler Engel nicht einfach davon machte.

Dafür war Jonathan ihm zu wichtig geworden. So zog er den kleinen Körper vor sich noch fester an sich, als würde er ihn nie wieder loslassen wollen. Seinen dunklen Engel…


TBC
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