... doch mehr als beide eine verständige Frau

GeschichteAllgemein / P12 Slash
26.01.2008
26.01.2008
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Titel: "Freund und Gefährte leiten zur rechten Zeit, doch mehr als beide eine verständige Frau." - Jesus Sirach 40, 23
Fandom: LdF
Autor: Akane
Rating: G - PG-13
Disclaimer: Robin, Anne, Joanna, Constance, Agnes und Blanche gehören Rebecca Gablé, Lancaster, Henry und die anderen gehören sich selber
Kommentar: Die Frauen in LdF sind viel zu vernachlässigt, dabei sind sie auch tolle Charaktere. Daher diese kleine Serie. Eine Frau, ein Drabble bzw. Ficlet. Die Prompts sind nach der "schlage eine Seite auf und nimm das erste Substantiv"-Methode gewählt.

Alle diese Frauen beschäftigen sich mit der Beziehung zwischen Robin und Lancaster.


Blanche of Waringham – Die Sterne vom Himmel
Blanche, Robin | 124 | PG-13 | slash, sap | kein Prompt

„Manchmal habe ich das Gefühl, du liebst ihn mehr als mich.“
„Was?“ Robin stützte sich auf einen Ellenbogen und schaute irritiert auf seine Geliebte hinab. „Wie war das?“
„Du liebst ihn mehr als mich. Sobald er ruft, eilst du an seine Seite. Sobald er etwas verlangt, zögerst du nicht, es auszuführen. Du solltest deiner Geliebten die Sterne vom Himmel holen, nicht deinem Dienstherrn.“
„Blanche…“
„Ich weiß, ich weiß. Das sind Dinge, die eine Frau wie ich nicht verstehen kann. Aber ich bin nicht blind Robin. Und es gibt Dinge, die nur eine Frau verstehen kann.“
Verwirrt schaute Robin sie an, aber Blanche ignorierte seinen fragenden Blick und öffnete die Schenkel.
„Beweist du mir, dass du mich liebst? Sonst werde ich wirklich eifersüchtig auf ihn.“


Katherine Swynford - An seiner Seite
Katherine, Lancaster | 100 | PG-13 | slash, sad, death | kein Prompt

„Ich bin froh, dass ich bei dir sein darf.“ Noch nicht einmal gezwungen lächelnd streichelte Katherine seine Hand.
Lancaster runzelte die Stirn. „Warum denn… nicht?“ Seine Stimme war schwach.
„Das ist nicht so wichtig, mach dir keine Gedanken. Ruh dich aus, schlaf.“
Er nickte langsam und schloss die Augen.

Eigentlich war sie der Meinung, dass nicht sie es verdient hatte, an seiner Seite zu wachen, sondern Robin.
Aber weder er noch Lancaster hätten das jemals zugelassen.

Und vielleicht war das besser so. Sie hatten das Offensichtliche niemals gesehen. Warum sollte man jetzt, wo es zu Ende war, noch Wunden reißen.


Constance Froissant - Information
Constance, Lancaster | 109 | PG-13 | - | Schoß

„Und du bist dir absolut sicher?“
„Natürlich bin ich mir sicher, Mylord. Die Information ist mir quasi in den Schoß gefallen.“
„Natürlich. Verzeih.“
Lancaster trat ans Fenster und ließ seinen Blick nachdenklich über den Hof streifen. „Robert of Waringham.“
„Habt Ihr sonst noch eine Verwendung für mich, Mylord?“
Er schaute über die Schulter zu ihr zurück und war sich sicher, dass wohl jeder andere Mann an diesem Hof diesen Satz anders aufgefasst hätte, als er.
„Nein, danke, Constance. Du kannst gehen.“
„In Ordnung. Ach, Mylord?“
„Ja?“
„Peter de Gray lässt Robin nicht aus den Augen.“ Sie knickste tief und verließ den Raum.
Lancaster fluchte unschön und ging ihr nach.


Agnes of Waringham - Was tun für ihn
Agnes, Robin | 100 | PG-13 | death, sad | Hand

„Hör auf, dich zu grämen. Du bist bei ihm gewesen.“
„Nicht, als es darauf ankam.“
„Du hast seine Hand gehalten.“
„Nicht beim letzten Atemzug.“
„Er hat sich dir anvertraut.“
„Aber ich bin gegangen.“
„Verdammt, Robin!“ Erstaunlich behände sprang Agnes auf und funkelte ihren Bruder wütend an. „Was verlangst du denn noch? Du warst in seinen letzten Stunden bei Lancaster und egal, wie sehr du an ihm gehangen hast, mehr als das konntest du nicht tun.“
„Aber…“
„Widersprich mir nicht ständig.
Du bist genauso wie er.“
Robin hob ruckartig den Kopf.
„Was?“
„Du begehrst ebenfalls Dinge, die du nicht erreichen kannst.“


Joanna of Fernbrook - Bücher
Joanna, Robin, Lancaster | 140 | G | - | Bücher

Eigentlich hatte sie die Bücher schon fast vergessen. Nein, vergessen nicht, eher verdrängt in den tiefsten Winkel ihres Gedächtnisses, auf dass sie nie wieder hervorkommen und sie wieder in Unsicherheit und Schuldgefühle stürzen würden.
Joanna genoss ihre Ehe, sie erfreute sich an ihren Kindern und sie liebte ihren Mann. Es war nichts so, wie sie es sich ausgemalt hatte, aber alles viel schöner als in ihren kühnsten Träumen.

Es war tief in der Nacht, als sie die Treppe hinunter in die Halle schlich. Lancaster war überraschend mit einem kleinen Gefolge in Fernbrook aufgetaucht und das improvisierte Festmahl hatte lange gedauert. Doch dass Robin noch immer nicht ins Bett gekommen war, verwunderte sie.

Die Halle war fast vollkommen dunkel, nur noch wenige Scheite glommen schwach im Kamin. Doch sie sah die beiden Männer deutlich.

Und dachte unwillkürlich an eines der Bücher.


Anne of Fernbrook - Vater
Henry, Lancaster | 100 | G | Vater

Sie verbrachten viel Zeit zusammen, aber niemals mehr, als angemessen gewesen wäre.
Henry konnte sich entspannen bei diesem Mädchen, das so sonderbar und so verständnisvoll war und konnte vergessen, was ihn belastete.
Die Jahre vergingen, ohne dass er es merkte, doch irgendwann schaute er auf, und sah nicht mehr die kleine Anne, sondern eine wunderschöne erwachsene Frau.

„Anne? Robins Tochter?“
„Ja, Vater.“
„Niemals. Du wirst Mary de Bohun heiraten, und niemanden sonst.“
„Aber Vater…“
„Nein, Henry.“

Lancaster schüttelte den Kopf. Er konnte dieser Ehe nicht nur aus politischen Gründen nicht zustimmen. Dazu war Henry ihm zu ähnlich und Anne... Anne.
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