Black Stalkers - Antares IV

von DWG
GeschichteAbenteuer / P16
17.01.2008
17.01.2008
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17.01.2008 1.131
 
UNSC Raumer Rainbow’s End
29 01 2531 1050
Kurs Port Heaven



„Sicherheitstrupps 23 bis 32. Begeben Sie sich sofort zu Dockingbay 02 und unterstützen Sie Trupps 01 bis 10 gegen Covenant Entermannschaften.“ hallte die Stimme der Schiffs AI aus den Deckenlautsprechern. „Sicherheitstrupps 38 bis 44, sichern Sie Dockingbay 03, schicken weitere Einheiten zu Ihrer Unterstützung.“
„Hier Trupp 50. Sie brechen durch. Können Position nicht halten. Es sind einfach zu Viele.“ Hallte dieses Mal eine männliche Stimme aus den Lautsprechern.

Rebecca löste ihren Blick von dem metallenen Drahtgitter an der Decke und drückte sich fester gegen die Wand. Sie saß auf dem Bett in ihrem Quartier und immer stärker wurde die Angst, die durch ihren Körper fuhr. Dan, ihr Ehemann, wüßte bestimmt eine Lösung, um aus dieser Situation hinaus zu kommen. Doch er war weit weg.

„Hier spricht der Captain.“ Hallte einmal mehr eine männliche Stimme aus dem Lautsprecher. „Bitte begeben Sie sich sofort zu Ihrer nächstgelegenen Evakuierungskapsel. Wir verlassen das Schiff. An alle Sicherheitstrupps: Schützen Sie während der Evakuierungsprozedur zivile Personen und gehen Sie dann mit den letzten Kapseln von Bord.“

Sanft strich Rebecca über ihren Bauch und fällte dann eine Entscheidung. Langsam stand sie auf und schritt zur Tür. Gerade als sie die Tür öffnen wollte, glitt diese schon zur Seite. Augenblicklich schreckte sie in der Erwartung zurück, vor einem Covenant Soldaten zu stehen. Sie wirkte sichtlich erleichtert, als ein Marine in die Tür trat. Er sah sichtbar mitgenommen aus. In seinem Gesicht waren mehrere Abschürfungen zu erkennen. Er hatte die Ärmel seiner Uniformjacke nach oben gekrempelt und auch an seinen Unterarmen zeigten sich abgeschürfte Stellen auf seiner Haut. Auf seinem Helm war deutlich sichtbar das Wort ‚Livingstone‘, anscheinend sein Name, zu lesen.

„Ma’am. Folgen Sie mir. Ich werde Sie zu einer Evac Kapsel bringen. Seien Sie unbesorgt.“ er nickte Rebecca zu und lief los. Ohne weitere Zeit zu verschwenden folgte sie dem Soldaten durch die verwinkelten Gänge des Raumschiffes. Aus weiter Entfernung hallte Waffenfeuer, vermischt mit Explosionsgeräuschen und Schreien durch die Korridore.

Plötzlich stoppte der Marine an einer Korridorkreuzung. Rebecca, von diesem plötzlichen Stop vollkommen überrascht, lief fast in ihn hinein.

Der Soldat lugte um die Ecke und drehte sich dann zu Rebecca. „Ich gehe zuerst, wenn ich drüben bin, gebe ich Ihnen Deckung.“
Rebecca nickte schweigend. Der Marine drehte sich wieder nach vorne und lief los. Er hatte kaum die Hälfte des Korridors überquert, als von links unzählige leuchtende Projektile auf ihn zu jagten, ihn am gesamten Körper trafen und letztendlich von den Beinen rissen. Zuckend schlug sein Körper auf dem kühlen Metallboden auf. Unter einem lauten Schmerzensschrei drückte sich der Soldat vom Boden weg und kroch auf allen Vieren zu Rebecca, die noch immer im Schutz der Ecke stand.

Immer stärker schoß das Blut des Marines aus zahlreichen Wunden und färbte den grauen Metallboden dunkelrot. Mit zusammengekniffenen Augen drückte er sich gegen die Wand und griff in sein Oberschenkelholster. Seine Hand war vollkommen mit Blut verschmiert, als er Rebecca die Pistole hinhielt.

„Ich habe noch nie.“ Sagte sie mit zitternder Stimme, während sie auf die Waffe hinab sah.
Der Soldat hustete. „Das macht nichts. Halten Sie sie einfach in die Richtung, in der sich das Ziel befindet und drücken Sie ab.“ Wieder hustete er und der Fluß an Blut aus seinem Mund nahm weiter zu. „Gehen Sie den Korridor hinunter, aus dem wir gekommen sind. Dann biegen Sie rechts ab und folgen diesem Korridor. Sie erreichen dann die Longsword Bay. Möglich, daß Sie an Bord eines Bombers gehen können. Ich werde Ihnen Rückendeckung geben.“ Er nickte in Richtung der Kreuzung, aus der er eben gekrochen war. „Drehen Sie sich nicht um. Laufen Sie! Jetzt!“ schrie er.

Rebecca erhob sich und rannte so schnell sie konnte. Das Klappern ihrer Schuhe auf dem Metallboden wurde von Gewehrfeuer und Schreien übertönt, die hinter ihr aus dem Gang drangen.

Da war sie! Rebecca stoppte und blickte auf die Wand der T-Kreuzung, ‚Longsword Bay‘ las sie vom Oberen der beiden Schilder ab. Vorsichtig lugte sie in den Gang hinein, blickte erst nach links und dann nach rechts. Nichts

Sie war gerade in den Gang eingebogen, als sie ein eigenartiges Gurgeln hinter sich hörte. Langsam drehte sie sich um und blickte auf drei Covenant in blauen Rüstungen. Um sie herum standen mehrere kleinere Soldaten in gelblichen Anzügen, die Gasmasken trugen. Rebecca riß die Pistole nach oben und zog den Abzug durch. Einige ihrer Schüsse trafen und brachten zwei der kleineren Covenant zu Fall. Schließlich war da nur noch ein Klicken, als Rebecca den Abzug der Waffe durchzog. Die verbleibenden Soldaten stellten den Tot ihrer Kameraden und die Wehrlosigkeit des Menschen gegenüber von ihnen nur nebenbei fest, als sie ihre Plasmawaffen zogen und das Feuer eröffneten.

Immer und immer wieder hagelten Plasmageschosse auf Rebecca und die Wände neben ihr ein. Unter Schmerzen sank sie auf die Knie und sah auf ihre Hände hinab. Die komplette Haut war verbrannt und aus unzähligen kleinen Wunden floß Blut ihre Arme hinab.
     Wieder zogen die Covenant Soldaten die Abzüge ihrer Waffen durch und wieder trafen heiße Plasmatreffer auf die verbrannte Kleidung und ihre fast komplett verbrannte Haut auf. Ihn ihr gab es nur noch einen einzigen Gedanken: Der Wunsch nach dem Tod.

Langsam trat einer der blauen Covenant auf sie zu und richtete seine Waffe auf ihr Gesicht. Ohne eine Regung oder einen Laut sah er auf den fast komplett verbrannten Körper hinab, der da vor ihm kniete.
„Dan, ich liebe d....“ ein merkwürdiges Leuchten im Lauf der Waffe und letztendlich nur noch Dunkelheit. Leblos kippte der Körper Rebeccas zur Seite. Zuerst schlug ihr Kopf auf den metallenen Boden und dann ihr Oberkörper.


Mit einem gurgelnden Laut traf der Fuß des Elite auf den Oberkörper Rebeccas auf und schob ihn auf die Seite, so als wolle er ein Stück Müll aus dem Weg befördern. Ohne den toten Körper eines weiteren Blickes zu würdigen, folgte der Covenant dem weiteren Verlauf des Ganges.
Der zweite Elite wollte gerade vorüber gehen, als er etwas Interessantes bemerkte. Er bückte sich hinunter und augenblicklich stieg ihm der Geruch von verbranntem Fleisch in die Nase. Er atmete nochmals tief ein und ein genießendes, leises Gurgeln drang aus seinem Brustkorb. Er legte den Kopf leicht schief und betrachtete, was seine Aufmerksamkeit erweckt hatte.

     Von dunklen Schmauchspuren überzogen, glitzerte eine goldene Brosche an der verkohlten Kleidung Rebeccas. Der Elite sah sie einige Sekunden lang an, wurde dann aber plötzlich durch ein lautes Brüllen seines Anführers aus seinen Gedanken gerissen. Er erhob sich wieder und wollte gerade weitergehen, als er sich nochmals herunter beugte und die Brosche ohne Rücksicht vom leblosen Körper riß, der da vor ihm lag. Dann erst folgte er seinem Anführer und den anderen Covenant in den dunklen Gang.