Die Rache ist mein!

GeschichteKrimi / P16
Caspar Reindl Demir Azlan Frank Wernitz Gebhard Schurlau Konny von Brendorp Petra Helmholtz
15.01.2008
05.04.2010
102
125.385
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15.01.2008 1.492
 
Die Rache ist mein!!

So, mal etwas ganz was anderes von mir. Habe mich an einer GSG 9 Story versucht.

Rating: denke mal normal, könnte aber eventuell etwas kriminell werden. Allerdings habe ich mir das Medizinische ausgedacht, das kann also dann nicht der Wahrheit entsprechen.

Spoiler: nein, bin Sat 1 Gucker der Serie GSG 9

Team: die Jungs, Anhoff, Petra und eventuell andere Charas von anderen Serien, die aber zweckentfremdet sind.

Pairing: Konny/Petra, allerdings steht Konny ziemlich im Mittelpunkt

Inhalt: Wie der Titel schon sagt...

Betaleser: Anja -  Danke für deine Tips, Danke für deine Geduld, Danke für ...ach...einfach alles! Ohne dich wäre die Story nicht so geworden, wie sie jetzt hier steht. *Knuddel*

Status: FF ist fertiggeschrieben. Hat jetzt 101 Teile plus den Epilog


Teil 1

Dienstagmorgen

Es war ein wunderschöner Frühlingstag in Berlin. Morgens war schon eine angenehme Temperatur und die Sonne tauchte die gläserne Kuppel des Reichstags in eine goldene Farbe. Bereits jetzt hatten sich einige Personen wie Rentner, Touristen und Schüler angestellt, um in das Innere zu gelangen. Auf der weiten Fläche davor standen einige Grüppchen zusammen und unterhielten sich.
Auch hatten sich Besucher bereits auf die Barkassen verirrt, die auf dem Fluss langsam an den Sehenswürdigkeiten entlang schipperten.
Am Lagezentrum der GSG 9 herrschte ebenfalls reges Treiben. Die Autos der Beamten trafen nacheinander auf dem Parkplatz ein und stellten sich auf die ausgezeichneten Plätze, an denen sich ihre Nummernschilder befanden. Die Plätze des Set 50 befanden sich nahe dem Eingang, so brauchte das Team nie weit zu laufen.
Wer ihr Team so bevorzugt behandelt hatte, wusste niemand, denn die Parkplätze der anderen Sets befanden sich alle wesentlich weiter entfernt, nur die der höher gestellten Beamten befanden sich noch bei ihren.
An so manchen Regentagen war das Team ihrem Gönner deshalb sehr dankbar gewesen, blieben ihnen doch so einige nasse Klamotten erspart.

Doch an diesem wunderschönen Morgen verschwendeten sie keinerlei Gedanken an schlechtes Wetter. Als ob sie sich abgesprochen hätten, kamen sie nacheinander angefahren und stellten ihre Fahrzeuge ab. Die Fahrzeuge an sich konnten nicht unterschiedlicher sein. Als erstes knatterte Demir mit seinem heißgeliebten Motorrad auf den ihm zugewiesenen Parkplatz. Danach kamen Frank und Caspar, sie fuhren völlig normale Marken, ließen nicht heraus hängen, dass sie Fahrzeugfanatiker waren. Fast zeitgleich traf der Anführer ein. Geb besaß einen praktischen, dunkelblauen Familienkombi, immerhin hatte er zwei Kinder, die zu ihren vielen Terminen, wie Sportunterricht usw. gebracht werden wollten.
Einzig der Adlige im Team, Konstantin *Konny* von Brendorp, lenkte einen sportlichen Edelschlitten, der silbern, top gepflegt und frisch poliert im Sonnenlicht glänzte. Als letzter bog er rasant in die für ihn reservierte Parklücke ein, stellte den Wagen ab und schwang sich aus diesem heraus. Vom Rücksitz nahm er sich noch seine Sporttasche, die mit dem nötigsten gepackt war, was man eventuell gebrauchen konnte.
Demir parkte mit seinem Motorrad fast am Eingang, schwang sich lässig von seinem Sitz und warf sich seine Tasche salopp über die Schulter. Danach wartete er auf seine vier Freunde, die so nach und nach eintrudelten. Frank schlenderte gähnend heran, konnte seine Augen kaum offen halten. Geb war gutgelaunt und kam pfeifend daher. Einzig Caspar kam mit einem undurchdringlichen Gesichtsausdruck näher, man konnte nicht sagen, ob er noch müde oder putzmunter war. Konny war mal wieder der letzte, der zu ihnen aufschloss. Eine ernste Miene lag auf seinem Gesicht. Schon musste er von dem Türken wieder einen Kommentar über sich ergehen lassen, ohne den dieser gar nicht mehr existieren konnte.
„Guten Morgen, Frau Gräfin. Haben sie wohl geruht? Allein oder in Begleitung? Tippe da aber eher auf allein, so wie ihr Gesichtsausdruck beweist, habe ich Recht?“ Dabei klopfte er dem Blonden mit offener Hand auf den Rücken, als dieser an ihm vorbei gehen wollte.
„Ach, halt doch einfach deine Klappe, du Quotentürke.“ Knurrte er zurück und schüttelte die Hand ab. Zum Glück hatten sie jetzt den Eingangsbereich erreicht, so konnte Demir keine passende Antwort zurückgeben. Aber er würde an diesem Tag noch genügend Zeit und den richtigen Augenblick finden, um ihm erneut Paroli zu bieten. Nach dem Umziehen in der Umkleide verzogen sie sich in ihr Büro, wo noch so einige Aktenstapel auf Erledigung warteten. Sehr zum Leidwesen der fünf Neuner, die diese langweilige Bürotätigkeit am liebsten zum Teufel schicken würden.
Auch Petra, die Koordinatorin, hatte ihren Kopf kurz zur Tür hereingesteckt und sie begrüßt.
Ein freudiges *Hallo* war die Folge, denn ihre Kollegin war bei ihnen sehr gern gesehen. Sie mochten ihre toughe Art, ihre Professionalität und natürlich ihr Wesen, welches immer freundlich und kumpelhaft war.

Nachdem sie sich verabschiedet hatte, widmeten sie sich erneut der stupiden Arbeit, die sie laut stöhnen ließ, als sie abermals allein waren. Doch durch die vielen Hände hatten sie es bis kurz nach Mittag geschafft und Anhoff den ganzen Stapel auf den Tisch gelegt.
Ständig den Pieper dabei, gingen die Fünf in die Kantine, setzten sich an einen freien Tisch, nachdem sie sich etwas des ungesunden Essens geholt hatten und unterhielten sich leise. Denn die Kantine war leider nicht gut besucht und so hallte jedes Wort unangenehm laut durch den großen Raum. Natürlich durfte auch das Gekabbel zwischen Demir und Konny nicht fehlen, was die restlichen drei missmutig zur Kenntnis nahmen. Konnten die beiden denn nicht mal Frieden schließen? So langsam konnte einem das auf den Nerv gehen. Der Adlige hatte mal wieder eine unpassende Bemerkung über das ungesunde Essen gemacht, worauf der Türke sofort angesprungen war. Die  Folge war ein verbaler Schlagabtausch, bei der keiner als Sieger hervor gehen würde, so wie es aussah. Geb beschloss schließlich, der Kinderei ein Ende zu setzen.

„Könnt ihr nicht wenigstens hier mal mit dem Unsinn aufhören? Ich komme mir vor, als wäre ich im Kindergarten. Da sind ja meine beiden Mädels nicht so schlimm wie ihr zwei“, knurrte er die beiden Streithähne an. Die Beschuldigten sahen sich an und schließlich betreten zu Boden. Waren sie wirklich so schlimm gewesen? Das war ihnen gar nicht aufgefallen.
Leider ging auch die Mittagspause einmal zuende und ohne große Lust verzog sich das Team in ihren Aufenthaltsraum. Dort lümmelten sie sich auf den Sitzen herum, hatten sich etwas zu trinken besorgt und schielten ständig auf die Uhr, dessen Zeiger sich nur minimal zu bewegen schienen.
Auch Petra hatte ihnen kurz Gesellschaft geleistet, sie unterhielten sich eine Weile über dies und das und schließlich musste die junge Frau wieder an ihren Arbeitsplatz, denn auch die anderen Teams wurden von ihr unterrichtet. Die fünf Jungs vom Set 50 langweilten sich fast zu Tode, sie warteten und warteten, doch bis zum Ende ihrer Schicht gab es leider keinen Einsatz mehr.
Doch eigentlich war ihnen dies jetzt gar nicht mehr unangenehm, konnten sie so doch pünktlich um 15.30 Uhr Feierabend machen. Eine Viertelstunde früher waren sie in die Umkleide gegangen, um wieder in ihre Freizeitkleidung zu schlüpfen.

Gemeinsam verließen die fünf das Lagezentrum und begaben sich zu ihren Fahrzeugen. Gut gelaunt, endlich Feierabend zu haben, schwatzten sie munter drauf los, nur der ewig schweigsame Adelige des Teams beteiligte sich nur sporadisch am Gespräch. Die meisten hatten nach Feierabend noch etwas vor, so wie Geb, der noch mit seinen Kindern ins Schwimmbad wollte. Frank und Caspar wollten sich mit ihren Freundinnen treffen und mit diesen shoppen gehen, wie Frank stöhnend von sich gab. Und Demir? Er hatte nichts Besonderes vor, wie er betonte. Nur was genau, verriet er einfach nicht. Der fünfte im Team, Konny, zuckte nur die Schultern und meinte, dass er so schnell wie möglich nach Hause, sich einfach entspannen wollte. Sie waren mitten auf dem Parkplatz stehen geblieben, hatten sich dann voneinander verabschiedet und waren jeder für sich zu ihren Fahrzeugen gegangen.

Als der Adlige sein Auto erreichte, bemerkte er einen kleinen weißen Zettel, der unter einem der beiden Scheibenwischer geklemmt war. Zögernd betrachtete Konny diesen und warf noch einmal einen Blick auf die anderen Autos, ob sich eventuell an den anderen Fahrzeugen ebenfalls so ein Zettel befand. Doch nichts…keine Zettel auf den Wagen, nur bei ihm steckte einer.
Was hatte das zu bedeuten? Hatte er als einziger auf dem firmeneigenen Parkplatz einen Strafzettel bekommen? Doch warum? Falsch parken konnte man hier doch nicht und eine Begrenzung der Zeit gab es auch nicht. Oder hatte ihm jemand eine Nachricht zugesteckt? Nachdem er seinen Blick von den anderen Autos losgerissen hatte, griff der Blonde entschlossen danach und zog ihn unter dem Scheibenwischer hervor. Aus den Augenwinkeln bemerkte er, dass seine Teamkollegen nacheinander langsam vom Parkplatz fuhren. Demir auf seinem Motorrad als erster. Keiner nahm mehr Notiz von dem verwirrt an seiner Windschutzscheibe stehenden Kamerad.
Einerseits war Konny froh darüber, blieb ihm doch so ein dummer Spruch von dem Türken erspart. Er hätte gleich wieder vermutet, dass er einen Liebesbrief bekommen hätte und wäre darauf aus gewesen, ihn in die Hände zu bekommen.
Langsam faltete er ihn auf und las den Text, der anscheinend mit dem Computer geschrieben und ausgedruckt worden war.

NIMM DICH IN ACHT, WENN DIR DEIN LEBEN LIEB IST – DIE RACHE IST MEIN!!!!
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