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Eisiger Zorn und brennende Leidenschaft

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Jonathan Palmer Richard Rokeby
08.01.2008
08.01.2008
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Eisiger Zorn und brennende Leidenschaft
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Jonathan war im Waschraum und kam gerade von der Dusche. Mit einem Handtuch um seine Hüfte, ging er rüber zu den Waschbecken, wo er sein Waschtasche stand und sein Bademantel an einem Haken hing.

Eine leise Vorahnung beschlich ihn und ein eisiger Schauer ging über sein Rücken, weswegen Jonathan hart schlucken musste. Es gab nur eine Sache, weshalb sein Körper so reagieren würde. Oder besser gesagt, nur eine Person.

Richard Rokeby.

„ Jonathan “ hörte er die vertraute und kalte Stimme hinter sich.

Angespannt blieb Jonathan am Waschbecken stehen. Schaffte es kaum zu atmen, geschweige denn einen Muskel zu bewegen. Dabei schrie alles in ihm, wegzulaufen. Doch wie immer brachte er keinen Mut dazu auf.

Ja, er war feige. Schon immer gewesen. Deswegen hatte er Richard auch immer bewundert. Wie er sich über die anderen stellte. Mit seiner kalten Art, seinem undurchdringlichen Wesen und seiner abweisenden Ausstrahlung die er sein Gegenüber spüren ließ, war Jonathan mehr und mehr von diesem Jungen fasziniert gewesen.

„ Jon “ hörte er wieder diese Stimme. Diesmal näher und… viel weicher.

Scheu blickte Jonathan auf und erblickte Richard im Spiegel. Der größere Junge stand jetzt direkt hinter ihm.

„ Warum bist du mir heute ausgewichen? “ fragte ihn Richard sanft.

Auch wenn seine Stimme so liebevoll und ruhig klang, konnte Jonathan in Richards Augen ein brodelndes Feuer entdecken. Das war gar nicht gut, wie Jonatahn bemerkte. Wenn er eins gelernt hatte, seit er mit Richard befreundet gewesen war, dann das man ihn niemals wütend machen sollte.

Kalte Finger holten Jonathan aus seinen Gedanken. Richard hatte seine Hände auf Jonathans Schulter abgelegt und beugte sich nah an sein Ohr hinab. „ Jon “ hauchte er hinein, während seine Hände sich über den bebenden Körper unter sich fuhren.

Langsam glitten sie über die weiche Brust seines dunklen Engels, wie Richard ihn gedanklich immer nannte und hielten erst bei seinen Brustwarzen an. Diese nahm Richard zwischen seinen Fingern und massierte sie sanft, während er weiter flüsterte: „ Wieso wendest du dich von mir ab? “

„ Tu… tu ich doch gar nicht “ murmelte Jonathan verlegen und versuchte ein zittern zu verbergen. Was allein durch Richards Anwesenheit schwer war, zudem es langsam im Bad kalt wurde.

„ Jon “ erwiderte Richard nun streng und kniff hart in die zarten Knospen vor sich.

Jonathan quietschte kurz auf, als ihm Richard seine Fingernägel in seine Brustwarzen stieß. Ein leichter Schmerz breitete sich davon aus und er musste seine Tränen zurückhalten. Nur nicht wieder schwach werden, redete sich Jonathan ein, du musst stark bleiben.

Auch wenn sich Jonathan gerne wie ein kleines Kind in eine Ecke verkrochen hätte und seinen Tränen freien lauf gegeben hätte.

Wütend drehte Richard den Kleineren um und stützte sich mit einer Hand am Waschbecken neben Jons Hüfte ab, während seine andere Hand hart Jons Kinn festhielt. Eiskalte Augen blickten auf den bebenden Körper vor sich.

„ Lüg mich nicht an Jon “ zischte ihm Richard entgegen. „ Du weißt das mag ich nicht. “

Jonathans Pulsschlag beschleunigte sich zunehmend, während sich Richards Fingernägel in seine Haut bohrten. „ La- lass los Richard “ bat Jonathan sein Gegenüber verzweifelt und vollkommen ausgelöst. „ Bitte… du tust mir weh. “

„ Ich tue dir weh “ wiederholte Richard spöttisch, ehe er sich etwas beruhigte.

Dabei löste er entschuldigend seine Hand von Jonathans Kinn und umfasste stattdessen mit seinen beiden Händen die Hüfte des Kleineren, welchen er besitzergreifend an sich zog.

„ Und was ist mit mir? “ flüsterte ihm Richard sachlich. „ Du weißt doch dass ich dich brauche, Jon. Bitte… hab keine Angst vor mir Kleiner. “ Dabei löste er eine Hand um die Hüfte von Jonathan und fuhr sanft über den blonden Haarschopf vor sich. „ Nur hast du mir heute sehr wehgetan weißt du? Du bist meinen Blicken ausgewichen und hast dich im Klassenraum wieder auf deinen alten Platz gesetzt. Und als ich mit dir darüber reden wollte, bist du einfach weggerannt. Ich habe dich die ganze Zeit gesucht und mir Sorgen um dich gemacht. Für mich sah es beinahe so aus, als wolltest du mich loswerden… aber das willst du nicht, oder Jon? “

Jon brauchte nichts auf die Frage zu beantworten, da Richard eh nur eine antwort hören wollte. Würde er nämlich jetzt JA sagen, würde ihn Richard fertig machen, wenn nicht sogar umbringen.

Im Gegensatz zu Wheatly und seinen Leuten, schaffte es Richard die Leute allein durch seine Anwesenheit zu quälen. Sie mit seinen Blicken zu ängstigen und seinen Worten zu verletzen. Und dann war noch diese dunkle Aura die von Richard ausging, welche Jonathan erst viel zu spät aufgefallen war… und vor der er sich fürchtete. Genauso wie den Jungen, welcher nun direkt vor ihm stand.

Ein zaghaftes Nicken brachte Jon zu stande. Er würde Richard bestimmt nicht sagen, dass er Freiwillig bei ihm blieb. Am Anfang vielleicht, aber jetzt… es war so viel geschehen und Jonathan wünschte sich, er könnte die Zeit wieder zurückdrehen. Nur das er sich diesmal von Richard fernhalten würde.

Doch ginge das nicht mehr. Jetzt war er mehr oder weniger an diesen Jungen gebunden, wenn er nicht ebenfalls in verderben stürzen will, wie die Leute, welche Richard auf dem gewissen hatte. Und… er auch.

„ Gut “ hörte man Richards ungewohnte sanfte Stimme darauf. Dann löste er seine Hand aus Jonathans Haar und griff wieder nach Jonathans Kinn, aber zärtlicher. „ Du weißt dass ich dich nicht mehr hergebe, Jon. Du brauchst mich, genauso wie ich dich brauche. “ Langsam fuhr Richard über die kalte Wange vor sich. „ Zieh dich an Jon, nicht das du dich noch erkältest. Wir sehen uns morgen und nach dem Unterricht kommst du mit zu mir. “

Dabei zierte ein dunkles Lächeln Richards Gesicht. Am liebsten hätte Jonathan ein NEIN herausgeschrien, doch brachte er nur ein unterdrücktes Schlucken zustande. Es war auch nicht als Bitte von Richard gedacht, sondern eher einer Aufforderung.

„ Gute Nacht Jon “ verabschiedete sich Richard von ihm und drückte kurz seine Lippen auf Jonathans schmalen Mund. Wie jeden Abend nahm er diese lieblichen Lippen in seinen Besitz, bevor er sich wieder von seinem dunklen Engel löste.

Mit einem zufriedenen und siegessicheren Grinsen löste sich Richard dann ganz von Jonathan und ging dann aus dem Waschraum. Zurück blieb Jonathan, der wartete, bis er die Tür hörte, welche ins Schloss fiel.

Erst dann löste er sich aus seiner Starre und brach zusammen. Kauerte sich auf Steinboden und bettete sein Gesicht in seinen Händen. Seinen Tränen ließ er freien lauf, während er immer noch Richards Stimme in seinem Kopf hörte. Seine Kälte spürte und seine Hände auf seiner Haut spürten. Es fühlte sich so an, als hätte Richard Brandmale bei ihm hinterlassen.

Worauf hatte er sich da nur eingelassen? Es war ein dunkles Spiel, von dem man lieber die Finger lassen sollte. Er hätte niemals in den Ferien mit zu Richard fahren sollen. Jonathan hätte ihn niemals ansprechen sollen oder gar Interesse für ihn zeigen sollen.

Und nun… nun war er gebunden an diesen Jungen, ohne sich von ihm befreien zu können.

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Owari
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