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Das Fest der Liebe

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Kwai Chang Caine Peter Caine
27.12.2007
27.12.2007
3
3.202
1
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
27.12.2007 1.036
 
Titel: Der braune Teddy
Autor: Lady Charena
Fandom: Kung Fu TLC
Charaktere: Caine/Laura, Peter
Thema: # 017. Braun
Word Count: 944
Rating: PG, pre-series, het
Anmerkung des Autoren: Vielen Dank an T’Len für’s betalesen.

Summe/Hintergrund: Weihnachten im Hause Caine, Teil 3. Ein „Baby-Peter“-Mehrteiler.
Fortsetzung zu # 092. Das Fest der Liebe und # 013. Kaminfeuer

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern (Warner, Michael Sloan). Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.



Peters Gesicht nahm einen unschuldigen Ausdruck an, als er am Fuß der Treppe unerwartet auf seinen Vater stieß. „Uh-oh, Vadder.“

Caine nahm seinen kleinen Sohn auf die Arme. „Guten Morgen, mein Sohn.“ Ein Lächeln erhellte sein Gesicht, als sich kurze Ärmchen um seinen Hals legten und Peter sich an ihn schmiegte. „Warum bist du denn schon wach?“, fragte er, obwohl er sich denken konnte, dass die Neugier Peter aus dem Bett geholt hatte.

„Uh...“, Peter sah seinen Vater mit schräggelegtem Kopf an. „Wo ist Mami?“

„Deine Mutter schläft. Sie ist sehr müde.“ Caine sah seinen Sohn ernst an. „Und das bedeutet, dass du heute besonders leise sein musst, verstanden?“

Peter nickte. „V’rstanden.“

„Sehr gut.“ Caine stellte ihn auf den Boden. „Dann darfst du jetzt nachsehen, ob etwas... in deinem... Strumpf steckt.“ Das war der Ausdruck, den Laura verwendet hatte und Peter schien zu verstehen, was damit gemeint war, denn mit einem Jubelschrei stürmte Peter los. „Peter! Leise!“ Kopfschüttelnd sah er seinem Energiebündel nach, dann machte er sich daran, ihm zu folgen.

„Ich bin wach, Liebling. Lass’ ihm seinen Spaß.“ Laura kam die Treppe herunter. Sie legte die Arme um die Schultern ihres Ehemannes und küsste ihn auf die Wange. „Ich bin froh, dass er noch so klein ist.“

Caine zog sie zu sich herum und sah sie an. „Laura, du...“

„Pscht!“ Laura legte ihm einen Finger über die Lippen. „Sehen wir lieber nach unserem kleinen Weihnachtskobold.“ Sie schlang den Arm um Caines Taille und zog ihn mit sich.

Peter hatte es inzwischen bereits geschafft, den überdimensionierten Strumpf, den Lauras Eltern als Geschenk für ihren Enkel geschickt hatten, von der Wand zu holen. Sehr zu Caines Verwunderung, der sich sicher gewesen war, ihn außerhalb der Reichweite seines Sohnes befestigt zu haben. Mit höchster Konzentration und unübersehbarer Begeisterung entfernte er das bunte Geschenkpapier von einem unförmigen Gegenstand. Braunes Plüsch quoll aus dem Papier. Mit einiger Mühe befreite Peter den Teddybär und drückte das Kuscheltier begeistert an sich. Dann musterte er es kritisch. „Katze“, verkündete er ernsthaft.

Laura lachte und ging in die Hocke, um ihren Sohn aufzufangen, als Peter auf sie zukam und sie begeistert umarmte. „Nein, mein Schatz. Das ist ein Bär. Wie aus deinem Buch. Erinnerst du dich an Winnie Pooh?“

„Pooh?“, wiederholte Peter. „Pooh!“ Zufrieden betrachtete er das Kuscheltier. „Pooh“, meinte er und hielt es seinem Vater hin.

„Ich freue mich, dich kennen zu lernen, Pooh,“ sagte Caine mit einer Verbeugung, was Peter kichern ließ.

„Ich glaube, ich lasse euch Männer jetzt allein und kümmere mich um das Frühstück.“ Laura stand lachend auf – und schwankte ein wenig. Caine griff sofort nach ihr. „Ich bin in Ordnung.“

„Laura, warum bleibst du nicht bei Peter und ich mache das Frühstück.“ Er hielt sie fest, als sie sich aus seinem Griff befreien wollte.

Caine führt sie zu einem Sessel und widerwillig nahm Laura Platz. Sie sah ihn nicht an, sondern blickte zu Peter, der Pooh sinken lassen hatte und seine Eltern mit großen Augen anstarrte.

* * *

Nach dem Frühstück wischte Laura ihrem Sohn das Gesicht ab, dann hob sie ihn hoch und drückte ihn Caine in die Arme. „Warum geht ihr zwei nicht ein wenig spazieren, während Mami sich noch mal hinlegt? Ich bin ein bisschen müde.“ Sie schüttelte den Kopf, als ihr Mann sie fragend anblickte. „Nur müde.“ Sie strich über Peters unbändige Locken.

Ein paar Minuten später sah sie durch das Küchenfenster den beiden wichtigsten Menschen in ihrem Leben nach. Laura setzte sich wieder an den Tisch und nahm Pooh in die Hand, den Peter – begeistert über die Aussicht auf einen Spaziergang mit seinem Vater - zurückgelassen hatte. Sie drückte ihr Gesicht in das weiche, braune Plüschfell und begann zu weinen.

Nach einer Weile ließ der eisige Griff der Angst ein wenig nach und Laura wischte sich das Gesicht an. Die Kopfschmerzen waren wieder da und sie machte sich auf die Suche nach Ping His Tee, auch wenn sie nicht daran glaubte, dass er eine Wirkung hatte. Aber die Tabletten, die ihr Dr. Mitchell gegeben hatte, machten sie müde und unaufmerksam. Und sie wollte keinen Moment verpassen, der ihr blieb.

Während die Kräuter in heißem Wasser zogen, holte Laura ein liebevoll verpacktes Geschenk aus einer Schublade im Wohnzimmer. An der roten Schleife, mit der es geschmückt war, hing ein Kärtchen mit dem Namen ihres Ehemannes. Sie war sich sicher, dass es ihm gefallen würde, als sie die Umrisse der silberfarbenen Flöte nachstrich. Es hatte fast ein Jahr gedauert, bis sie genügend Geld zusammen hatte, um sie zu kaufen, aber sie hatte immer gewusst, dass sie sie eines Tages Caine schenken würde.

Sie ließ das Geschenk auf dem Küchentisch zurück, wo er es bestimmt finden würde, bevor sie sich schlafen legte.

* * *

„Du hättest mich nicht so lange schlafen lassen sollen“, sagte Laura leise, als sie zu ihrem Mann trat. Kwai stand am Fenster und sah nach draußen. „Es ist ja schon nach Mittag.“ Sie legte die Arme um ihn, schmiegte sich an seinen Rücken. „Habt ihr etwas gegessen?“

„Ja. Peter schläft jetzt. Er hat sich auf unserem Spaziergang ausgetobt.“ Caine drehte sich um und zog sie an sich. „Wie fühlst du dich?“

„Es geht mir gut.“ Laura zuckte mit den Schultern. Ihr Blick fiel auf die Flöte, die auf der Fensterbank lag. „Wie gefällt dir mein Geschenk?“

„Es ist eine wundervolle Flöte, Laura. Sie ist viel zu kostbar für mich.“

Sie beugte sich rasch vor und küsste ihn. „Unsinn. Wenn du noch einmal so etwas sagst, werde ich böse.“ Laura löste sich von ihm und setzte sich in einen Sessel. „Warum spielst du mir nicht etwas vor?“

Nach einem Moment des Zögerns nahm Caine die Flöte und begann zu spielen.


Ende
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