Wie Phönix aus der Asche

GeschichteAbenteuer / P18
Harry Potter Hermine Granger
25.12.2007
11.05.2012
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Hey Leuter´s, ihr werdet es nicht glauben, aber ich hab was Neues ausgeheckt. Ist halt so passiert, als ich den HBP endlich auch mal auf deutsch gelesen hatte. Und auch wenn mir nicht unbedingt alle Facetten von JKR zusagen, versuche ich etwas aus der eigentlich ja jetzt schon vorgegebenen Richtung der Bücher etwas zu machen. ( Bei OoP war´s halt doch einfacher.)

Dann wäre da noch der Disclaimer, also hört alle her.

„Nichts von dem hier, was ihr schon aus dem HP-Universum kennt, gehört mir. Es ist alles nur aus Spaß an der Freud.“

So, jetzt aber viel Spaß und wie immer gilt, gebt´s mir.

Euer Mr. Figgs

Kapitel 1

Jedes Jahr, aber auch wirklich jedes seit Harry Potter in Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei, aufgenommen worden war, gab es irgendein schreckliches Ereignis, das sich über den Verlauf des Schuljahres irgendwie angekündigte. Doch diesmal geschah das Unvorstellbare. Etwas, an das bisher nie jemand geglaubt oder es für möglich gehalten hatte. Denn in einer nächtlichen Aktion, unterstützt durch Verräter im Innersten der Schule, waren die Feinde der friedlichen Zaubererwelt und Anhänger des dunklen Lords, die Todesser, ins Schloss eingedrungen und hatten den Direktor getötet.

Diese Gräueltat war nun gut drei Tage her und nachdem sich die verständliche Aufregung und der Zorn über den Verrat ein wenig gelegt hatten, wurde Albus Dumbledore, der wohl beliebteste und laut offiziellen Quellen mächtigste Zauberer des letzten Jahrhunderts, feierlich zu Grabe getragen. Viele waren gekommen, manche zählten sich zu den engsten Vertrauten Dumbledores, wie Remus Lupin, der Werwolf, oder Kingsley Shacklebolt von den Auroren des Ministeriums. Und andere wiederum wollten diesem großartigen Mann einfach nur ihren Respekt zollen. Auf alle Fälle gab es eine Menge Menschen, die ihn vermissen würden.

Die letzten beiden Stunden nach der Beisetzung, bis zu ihrer verfrühten Abreise in die Ferien, verbrachten sämtliche Schüler von Hogwarts in ihren Gemeinschaftsräumen. Ein Großteil war noch immer sehr andächtig, ließ die Worte des Redners sich erst einmal setzen und trauerte. Wobei bei einigen, hauptsächliche den jüngeren Jahrgängen, nur sehr langsam die Bedeutung des heute stattgefunden Ereignisses so wirklich klar wurde. Dumbledore war tot. Die letzte Bastion gegen Voldemort, eine wirklich greifbare Hoffnung, war gefallen.
Jahrelang hatte er gegen die dunklen Künste gekämpft, Hogwarts geleitet und Wissen an die kommenden Generationen weiter gegeben. Doch nun ruhte er in seinem weißen Grabe auf dem Grund und Boden seiner einst so innig geliebten Schule. Er war damit der erste Schulleiter, dem diese besondere Ehre zuteil wurde. Aber Albus Dumbledore war ja auch sein ganzes Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen, etwas... Besonderes.

Der leuchtend helle Marmorstein, der sich während der feierlichen Bestattung um die sterblichen Überreste Dumbledores gebildet hatte, glänzte in den Strahlen der untergehenden Sonne und viele der Schülen schauten ein letztes Mal durch die unzähligen Fester des Schlosses auf ihn hinab. Unter ihnen war auch der Schüler, welcher wohl am meisten mit den schrecklichen und verwirrenden Geschehnissen, die für die Existenz des Grabes verantwortliche waren, zu tun hatte. Sein Name... Harry Potter. Oder, wie ihn viele hinter vorgehaltener Hand nannten, ... der Auserwählte.

Doch Harry hörte schon lange nicht mehr auf diese Namen, die man ihm gab. Er saß hier am Fenster, sorgenvoll beobachtet von seinen besten Freunden Hermine und Ron, und starrte in die ungewisse Zukunft. Harry wusste, er hatte eine Aufgabe, eine welche nur er erledigen konnte. Doch wie er diese schaffen sollte, dass wusste der fast siebzehnjährige Harry noch nicht. Natürlich würde er sich auf die Suche nach Voldemorts Seelenstückchen, diesen verfluchten Horkruxen, machen und alles daran setzen, um sie zu zerstören.

Aber bisher, so erkannte er Harry schmerzvoll, hatte er immer jemanden gehabt, zudem er aufgesehen hatte, den man notfalls um Rat fragen konnte. Doch Dumbledore war tot und damit erschwerte sich das eh schon durcheinander geratene Leben des Teenagers mit den schwarzen, wirren Haaren und der runden Brille doch erheblich.

Die Dämmerung kam und die pferdelosen Kutschen mit den Schülern von Hogwarts setzten sich in Bewegung. Ihr Ziel hieß Hogsmeade, das kleine Zaubererdorf, wo der scharlachrote Hogwartsexpress schon wartete. Harry eilte, kaum das er aus der Kutsche gesprungen war, in eines der leeren, geräumigen Abteile, dicht gefolgt von Ron und Hermine. Sie alle drei wollten den fragenden Blicken der anderen Schüler entgehen. Denn irgendwie schien im Laufe des Tages durchgesickert zu sein, dass sie alle drei, neben ein paar anderen auch, zu den Schülern gehörten, welche in der Nacht des Angriffs aktiv mit eingebunden waren.
Kaum im Abteil versiegelte Hermine es mit ihrem Zauberstab und ließ sich danach neben Harry auf die mit rotem Leder bezogene Sitzbank nieder.

„Oh man, das Ganze hat sich hoffentlich nach den Ferien beruhigt.“ Stöhnte Harrys beste Freundin und zog ein dickes Buch aus ihrem Rucksack.

„Ja, das hoffe ich auch.“ Erwiderte der Schwarzhaarige und lächelte leicht, über Hermines Art mit Sorgen umzugehen. Scheinbar lebte der Lockenkopf nach der Devise, „Nimm ein Buch, das lenkt ab und bildet.“ Ron musste ebenfalls grinsen und wuchtete seinen Koffer in das Gepäckfach hoch. Allerdings freute er sich innerlich mehr darüber, dass auch Harry das Lächeln nicht verlernt hatte. Zu viel war in den letzten Tagen geschehen und am meisten hatte ihn die Sache mit Ginny geschockt. Er hatte seine kleine Schwester schon fest mit Harry zusammen gesehen. Aber vielleicht war es ja auch besser so.

Wenig später setzte sich der Hogwartsexpress in Bewegung und schnell verschwanden die vielen Lichter des Schlosses hinter den Bäumen des verbotenen Waldes.
Es war schon eine sehr ungewöhnliche Fahrt in die Ferien, zumal man zum ersten Male des Nachts fuhr und somit viele der Schüler ruhig in ihren Abteilen blieben und größtenteils schliefen. Harry war dies nur recht. Hatte er doch unzählige Gedanken in seinem Kopf und immer wieder kamen die Bilder vom Turm und Dumbledores Tod hoch. Da brauchte er nicht unbedingt Besuch von sämtlichen Freunden.
Schließlich überkam aber auch ihn die Müdigkeit und fast wäre er eingenickt, als plötzlich der Lautsprecher, der sich über der Tür befand, anfing zu rauschen. Sofort zuckten Ron und Hermine ebenfalls hoch und lauschten.
Werte Gäste, es ist nun kurz vor Neun und um ihnen eine angenehme Nacht zu ermöglichen, wird das Licht in wenigen Minuten gedämpft. Wir wünschen ihnen einen erholsamen Schlaf, danke.“
Harry atmete erleichtert auf, hatte er doch für einen Moment befürchtet, dass womöglich etwas Schlimmeres geschehen war. Auch Rons und Hermines Gesichter entspannten sich ein wenig. Wobei sich das von Hermine im gleichen Augenblick wieder verhärtete, als es an der Tür leise klopfte und Parvati ihren Kopf herein steckte.
„Kann ich dir helfen ?“ Fragte der Lockenkopf mit einer für Harry ungewohnt harten Art.
„Ähm, na ja, ich würde gern mal mit Ron sprechen.“ Erwiderte Parvati unsicher und Harry glaubte sogar einen leichten Rotschimmer in ihrem Gesicht zu erkennen. Dies konnte aber auch täuschen, denn das Licht war doch schon sehr fahl.
Harry schaute neugierig zu Ron und sein bester Freund blickte überrascht zur Tür. Dann aber nickte er kurz und verließ das Abteil.
Kaum war der Rotschopf außer Sichtweite wanderte Harrys Blick vorsichtig in Richtung Hermine. Wie reagierte sie auf diese Situation ? Denn schließlich hatte Harry das Gefühl, dass sich zwischen seinen besten Freunden etwas anbahnte. Jedenfalls sah es auf der Beerdigung so aus.
Doch der braune Lockenkopf atmete nur kurz tief ein und schaute auf. Dabei trafen sich ihre Blicke und Hermine fragte unsicher, „Was ?“
Harry, etwas überrascht über diese Reaktion, machte ein ertapptes Gesicht und sah sie unsicher an.
„Ähm, na ja, ich dachte... ähm... nachdem ihr so eng bei Dumbledores Beerdigung standet und Ron dich getröstet...“
„Du denkst, wir sind zusammen, Harry ?“, lächelte Hermine. „Vergiss es, das wird nie geschehen. Dafür sehe ich in Ron zuviel einen Bruder, als einen Freund.“
Dieser Satz überraschte Harry dann doch ein wenig, machte ihn aber in irgendeiner Weise auch etwas froh. Schließlich hatte er eine Aufgabe für die er Freunde brauchte, die nicht unbedingt mit ihren Lippen zusammen gewachsen waren.
„Entschuldige Hermine, so hatte ich es nicht gemeint. Es sah halt nur so aus, als...“ Harry wurde nun leicht rot und drehte sich zum Fenster.
Hermine allerdings wollte es damit nicht auf sich beruhen lassen und setzte sich ihm gegenüber.
„Weißt du Harry, ich kenne all die Gerüchte und auch diese dumme Wette der Zwillinge, von wegen, ich und Ron gehörten zusammen. Aber sei doch selbst mal ehrlich, wie auch ich es in den letzten Wochen zu mir war. Dass was unser lieber Ron braucht, kann ich ihm nicht wirklich geben. Er braucht eine Freundin, die zu ihm aufsieht, ihn bewundert und dann irgendwann nebenbei diesem Sturkopf beibringt, dass er ein guter Mensch ist, so wie er ist. Ich glaube ich könnte dies niemals tun. Schließlich ist meine Art viel zu direkt und endet zu neunzig Prozent im Streit. Nein, Harry, ich will und kann nicht mehr als eine Schwester für ihn sein. Dafür ist mein Leben zu kompli...“
Hermine brach mitten im Satz ab und bemerkte, dass Harry mit geschlossenen Augen gegen die Fensterscheibe lehnte. Sie lächelte und drückte den Gryffindor sanft zurück gegen der Rückenlehne seiner Bank. Dann nahm sie eine Decke aus dem Netz über ihren Köpfen, breitete sie über Harry aus und setzte sich wieder auf ihren Platz.
Zwei Minuten später kam Ron zurück ins Abteil und sein Gesicht leuchtet rot in die Dunkelheit hinein. Hermine ahnte, was geschehen war und grinste. Allerdings konnte sie sich nicht verkneifen, zu fragen, was los ist und somit platzte es aus ihrem Freund heraus.
„Parvati... Parvati und ich... wir... also wir beide...“
Hermines Grinsen wurde breiter und sie fragte mit gespielt genervter Stimme,
„Und wieso bist du dann noch hier ? Schnapp dir deine Sachen und sieh zu, dass du nicht alle aufweckst.“
Ron starrte den Lockenkopf mit weiten Augen an, stammelte nach unendlichen Sekunden leise „Danke“ und verschwand mit samt seines Koffers. Hermine lächelte immer noch, als sie ihr Buch weglegte. Dann machte auch sie sich schlaffertig und entschwand ins Land der Träume.
* * *

Ein lautes Pfeifen erklang und Harry schreckte aus seinem Schlafe hoch. Sein Blick ging suchend durch das Abteil und es dauerte noch einige Sekunden, bis er erkannte, wo er sich befand.
Hermine wünschte ihm einen guten Morgen, während sie von ihrem Buch aufschaute und leicht lächelte. Harry fragte sich allerdings eher, wie sie es immer schaffte vor ihm munter zu werden und begann langsam die Decke, von der er sich fragte, wie sie auf seinen Schoss kam, zusammen zu legen.
„Wo ist Ron ?“, fragte der Schwarzhaarige, als ihm die Abwesenheit seines Freundes auffiel und Hermine sagte,
„Er wird bei Parvati sein. Jedenfalls denke ich das, nachdem er gestern Abend noch freudestrahlend verkündet hat, dass sie jetzt ein Paar sind.“
Harry glaubte seinen Ohren nicht zu trauen, doch gleichzeitig freute es ihn auch für seinen Kumpel. Auch wenn er nicht so recht verstehen konnte, dass Hermine so gut deswegen aufgelegt war. Doch schon im nächsten Moment hatte Harry keine Zeit mehr, um sich darüber Gedanken zu machen, denn etwas, oder besser jemand trat in sein Blickfeld, der seine Gefühle leicht durcheinander brachte.
Es war Ginny und hinter ihr lief ein Junge, den Harry als Huffelpuff erkannte. Rons Schwester schaute kurz ins Abteil hinein und fragte, ob Harry mal kurz Zeit hatte. Hermine stand daraufhin auf und meinte, sie müsste eh kurz ins Bad. Somit waren die beiden allein im Abteil und nur der Huffelpuffjunge stand etwas unsicher vor dem Abteil und beobachtete sie.
„Ähm Harry“ begann Ginny etwas unsicher, „ich weiß, wir haben gestern erst beschlossen, nicht mehr miteinander zusammen zu sein... und ich weiß, was du mir und ich dir bedeutet...“
Harry ahnte was jetzt kam und unterbrach Ginny in ihrem Redefluss.
„Ginny, schon gut, ich verstehe dich, auch wenn es überraschend schnell kommt und schmerzt. Dann wiederum war ich es, der Schluss gemacht hat und nicht du. Alles was zählt, ist dass du glücklich wirst. Ja, ich bin sogar froh, wenn du weiterlebst...“
Harry hätte nie geglaubt, dass es so schnell gehen könnte. Deshalb log er und versteckte seinen Gefühle so gut es nur ging. Ginny aber kannte ihn nach all den Jahren zu gut. Sie trat etwas näher an ihn heran, küsste Harry sanft auf die Wange und sagte leise „Danke“.
Dann verschwand sie auch schon wieder und ließ einen den Tränen nahen Harry Potter zurück. Der Schwarzhaarige sank auf seine Bank und starrte stur geradeaus. Wie konnte dies nur geschehen ? Wo waren all die Gefühle hin, die sie beide bis zum gestrigen Tage verbunden hatten ?
Bevor Harry sich aber weiter Gedanken machen konnte, lief der Zug in London ein und ein Tumult brach unter den Schülern und ihren eintreffenden Eltern aus. Ron kam noch mal kurz ins Abteil, verabschiedete sich von Harry und Hermine, wünschte ihnen schöne Ferien und dass sie ja zu Bills Hochzeit kommen sollen.
Dann wurde auch Hermine von ihren Eltern abgeholt und letztendlich standen nur noch Harry, Remus und Tonks auf dem Bahnsteig des Gleises neundreiviertel. Harrys beide erwachsenen Freunde waren die Fahrt über mit im Zug gewesen, um auf Nummer sicher zu gehen. Und jetzt hieß ihre Aufgabe, Harry zu seiner Tante in den Ligusterweg zu bringen.
„Komm schon Harry, alles wird sich zum Guten wenden.“ Sagte Remus, trat an den schwarzhaarigen Jungen und legte seinen Arm väterlich auf Harrys Schultern.
„Ja genau, Harry, du wirst es schon schaffen.“ Unterstütze Tonks Remus und zog Harry aufmunternd in eine Umarmung. Dann, wenige Sekunden später, apparierten sie alle Drei, Seite an Seite, in den Ligusterweg und Harry begann seine letzten Tage im Haus seiner Tante, das niemals wirklich ein Zuhause für ihn gewesen war. Sein Herz gehörte nun mal nach Hogwarts, auch wenn er es nach all den Ereignissen, wohl nie wieder sehen würde.
Tonks und Remus winkten Harry ein letztes Mal und zogen sich danach zurück. Wahrscheinlich, so vermutete es der Schwarzhaarige, hatte jemand anderes heute Wache. Denn bei einem war sich der Gryffindor sicher, allein lassen würde ihn hier keiner.
Langsam ging Harry auf die weiße Haustür zu, vorbei am penibel gestutzten Rasen und den einladend blühenden Beeten. Dann war es soweit und er drückte die Klingel und sofort ertönte das schrille Geräusch, welches seiner Tante verriet, er ist wieder da.
Schritte waren hinter der Tür zu hören, leise, jedoch schwere Schritte, die eindeutig Onkel Vernon zuzuordnen waren und wenige Augenblicke später sah Harry auch in das rote und berechnend wirkende Gesicht seines Onkels.
„Bist du endlich da ? Komm rein und sieh zu, dass dein Koffer nicht die neue Tapete zerkratzt.“ Waren die einigsten Worte der Begrüßung, die Harry hörte und der Farbe in Vernons Gesicht zu urteilen, war es besser, seinen Anweisungen rasch Folge zu leisten.
Vorsichtig wuchtete Harry seinen schweren Schrankkoffer in den Flur und zum Fuße der Treppe. Dann schaute er etwas unsicher in Richtung Wohnzimmer und sagte leise „Hallo“ zu seiner Tante. Petunia blickte kurz von ihrer allmorgendlichen Zeitung auf und nickte streng zurück.
Harry atmete tief durch. Was hatte er erwartet ? Dachte er wirklich, sie würden ihn mit offenen Armen begrüßen ? Das würde wohl nie geschehen.
„So, Potter, hat euch eure vermaledeite Schule für Irre also eher in die Ferien geschickt ? Oder stimmt es wirklich, dass dieser alte Narr, der dich letztes Jahr abgeholt hat, ins Gras gebissen hat.“
Harry sah seinen Onkel mit weiten Augen an. Hatte er dies wirklich gesagt ? Hatte dieses Walross Albus Dumbledore gerade vor seinen Augen beleidigt ?
Wut stieg in Harry auf. Wie konnte er es nur wagen ? Vernon allerdings schien die Gefühle seines Neffen nicht deuten zu können. Nicht, dass es ihn auch im Geringsten interessiert hätte. Deshalb fuhr er mit seiner Ansprache fort.
„Wenn das nämlich stimmt, Bürschchen, dann brauchst du deinen Koffer gar nicht weiter nach oben zu bewegen. Denn ohne diesen Spinner im Nacken, sehe ich keinen Grund, dich länger hier zu behalten.“
Während Vernon dies in den Raum spie, bewegte sich sein fetter, nashorngleicher Körper langsam auf Harry zu und schien nur darauf zu warten, dass Harry widersprach. Denn dann konnte er seiner Wut so richtig freien Lauf lassen. Etwas, dass ihm seit gut zehn Monaten verwehrt wurde.
Zur Überraschung aller Anwesenden erhob sich aber plötzlich Tante Petunia und trat in den Flur. Sie sah ihren Mann und ihren Neffen an und sagte mit fester Stimme.
„Nein, Vernon, er bleibt hier. Hier in diesem Haus, wie ich es Dumbledore versprochen habe.“
„PETUNIA“, rief Vernon Dursley geschockt und sah seine Frau mit weiten Augen an.
„Nein Vernon, ich habe mich entschieden und du tuest gut daran, diese Entscheidung zu akzeptieren. Es sind nur noch vier Wochen. Vier Wochen in denen wir den Schutz des alten Zauberers brauchen und ich bin nicht gewillt, die damit verbundene Sicherheit für unseren Sohn, leichtfertig wegzuschicken.“
Dann wandte sie sich an Harry und befahl ihm in einem Ton der keine Widerrede zuließ, sich auf sein Zimmer zu begeben. Harry nickte immer noch leicht geschockt über diesen Ausbruch seiner Tante, machte sich dann aber sofort auf den Weg in das kleine Zimmer, welches wohl mit Sicherheit wieder mit allerlei alten, kaputten Spielsachen seines Cousins überquellen würde.
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