Einmal mehr

GeschichteAllgemein / P12 Slash
22.12.2007
22.12.2007
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Titel: Einmal mehr
Fandom: LdF
Autor: Akane
Warnings: [slash]

Disclaimer: Die Charaktere und die vorhergehenden Umstände gehören Rebecca Gablé und ich mache keinerlei Profit mit dieser Story.
Kommentar: Es gibt nicht viel, was man zu Mortimer und Raymond noch schreiben kann, finde ich, aber das musste sein. Mein erster Versuch zu diesem Paar.
Kritik und Anregungen sind immer gerne gesehen!

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Mortimer Dermond saß auf einem Holzblock und ließ sich die Sonne ins Gesicht scheinen. Es war erstaunlich warm für Oktober und beinahe windstill, trotzdem hatte Agnes darauf bestanden, dass er sich eine warme Decke um die Schultern legte.
Aber das nahm er gerne in Kauf, immerhin hatte er lange genug darauf warten müssen, endlich wieder alleine an die frische Luft zu dürfen. Die langwierige Genesung machte ihn ruhelos und so war er unendlich froh gewesen, als sie ihm am Morgen erlaubt hatte, ohne eine wachsame Begleitung das Haus zu verlassen – wenn auch unter der Bedingung, sofort wieder hinein zu kommen, wenn er sich müde oder unwohl fühlte, ein Rückfall war das letzte, was er gebrauchen konnte.

Von beidem war er aber in diesem Moment weit entfernt. Er genoss die wärmenden Strahlen auf seiner Haut und die Düfte und Geräusche um sich herum. Zwar würde er Raymonds Liebe zu Pferden niemals teilen können, aber ihre Anwesenheit wirkte selbst auf ihn beruhigend.

Mortimer machte sich nicht die Mühe, die Augen zu öffnen, als er einen Reiter auf den Hof galoppieren hörte. Erst, als er seinen Namen hörte, hob er den Kopf und stand dann schnell auf, um den Neuankömmling zu begrüßen.

Raymond sprang behände vom Pferd und lief ihm freudestrahlend entgegen. „Es ist so schön, dich zu sehen.“
Sie umarmten sich, vielleicht eine Spur länger, als dass es nur eine Begrüßung unter Freunden hätte sein können. Ihre Beziehung war schon seit ihrer Kindheit sehr eng, aber die gemeinsame Gefangenschaft und die durchgestandenen Strapazen hatten in ihnen beiden und vor allem zwischen ihnen etwas verändert.
„Ich freue mich auch, dich zu sehen, Raymond.“
„Wie geht es dir?“
„Oh, bestens. Deine Tante kann tatsächlich Wunder vollbringen, es könnte mir fast unheimlich sein.“
„Sollte es aber nicht. Agnes ist ein guter Mensch.“
„Ich weiß.“

„Redet ihr über mich?“
Die beiden jungen Männer traten erschreckt einen Schritt voneinander weg, als Agnes aus dem Gutshaus kam und ihren Neffen fest in die Arme schloss.
„Raymond. Schön, dass du da bist. Komm doch rein, du hattest sicher eine lange Reise.“

Dann schaute sie von Raymond zu Mortimer. „Das heißt, ihr wartet am besten, bis ich die Mädchen etwas in Schwung gebracht habe.“
Damit ließ sie die beiden stehen, die sich etwas ratlos ansahen und das wissende Lächeln nicht sahen, das Agnes’ Lippen umspielte.
Anne hatte Recht gehabt. Einmal mehr.
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