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Ein Weihnachtsmann kommt selten allein

von Blinki
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
20.12.2007
20.12.2007
1
3.292
 
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Viel Spaß beim lesen und über Feedback würde ich mich freuen.

Disclaimer: Alle Charaktere und sämtliche Rechte an der Serie gehören nicht mir. Ich habe sie nur für meine Fanfic ausgeliehen.

Ein Weihnachtsmann kommt selten allein von Blinki


Fünf Tage vor Weihnachten:

„Jungs, ihr müsst mir helfen!“, sagte Geb, als er in die Umkleidekabine hineinstürmte. „Erst mal einen wunderschönen Guten Morgen, Geb!“, kam es grinsend von Demir und die anderen 9er wünschten ihrem Setführer ebenfalls einen wunderschönen Guten Morgen. Nachdem Geb auch seinen Leuten dieses gewünscht hatte, wollte Demir wissen was denn los war.

„Einer von euch muss für Lissy den Weihnachtsmann spielen!“, erklärte Geb. Seine Jungs sahen ihn erst verdutzt an, doch dann fingen sie an zu lachen. „Das ist ein guter Witz!“, lachte Konny. „Das ist kein Witz, dass ist mein voller Ernst!“, kam es von Geb und erzählte seinen Leuten die Geschichte, dass Lissy immer noch an den Weihnachtsmann glaubte, obwohl sie schon 8 Jahre alt war. Maja und er hatten auch schon mehrmals versucht ihr zu sagen, dass es keinen gab, doch Lissy wollte da drauf nicht hören. Sie glaubte weiterhin an den Weihnachtsmann und so musste jedes Jahr irgendjemand diesen spielen.

„Mein Onkel hat das sonst immer gemacht, aber der ist leider vor drei Monaten verstorben. Jetzt brauchen wir einen Ersatz für ihn!“, erklärte Geb weiter. „Und jetzt soll es einer von uns machen?“, hakte Frank ungläubig nach und sah seinen Setführer fragend an. Geb nickte und erzählte ihnen, während sie sich umzogen, wie er sich das vorgestellt hatte.

„Jetzt ist nur noch die Frage, wer das von euch macht!”, beendete er seine Erzählung, als sie sich komplett umgezogen hatten. Doch darauf konnten ihm seine Jungs keine Antwort mehr geben, denn Bender stürmte in die Umkleidekabine und sagte ihnen, dass sie einen Einsatz hatten.

Sofort machten sich die Jungs dafür fertig und vergaßen die Sache, wer den Weihnachtsmann spielen sollte. Auch nach dem Einsatz sprachen sie nicht mehr darüber, denn sie waren einfach zu kaputt und wollten nur noch nach Hause in ihre Betten.

Die nächsten Tage hatten die Jungs nur noch Bereitschaft, worüber sie sich sehr freuten. Sie hofften, dass es zu keinem Einsatz mehr kommen würde und dass sie endlich mal ein wunderschönes Weihnachtsfest mit ihren Lieben feiern konnten. Die letzten Jahre kam immer wieder etwas dazwischen, was diesmal aber nicht der Fall war.

Als Geb, der gar nicht mehr an die Weihnachtsmannsache dachte, am 23. Dezember aufwachte, hörte er seine drei Frauen schon lachen und  singen:

In der Weihnachtsbäckerei
gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch
macht so mancher Knilch
eine riesengroße Kleckerei.
In der Weihnachtsbäckerei
In der Weihnachtsbäckerei

Verwundert sah er auf die Uhr, die neben seinem Bett auf dem Nachttisch stand und fragte sich, was hier los war. Es war gerade erst neun Uhr morgens und seine Frauen waren schon auf. Das kannte er doch überhaupt nicht von seinen Kindern, vor allem nicht von Sophie. Wenn diese Ferien hatte, wollte sie doch immer bis Mittags schlafen.

Da er durch das Lachen und die Singerei seiner Frauen nicht mehr schlafen konnte und auch zu neugierig war, was diese machten, stand er auf ging Richtung Küche, von wo die Stimmen herkamen. ‚Was machen die denn da?’, überlegte er sich. Als er bei der Küche angekommen war, öffnete er die Tür und sah, dass Maja mit den beiden Mädchen an dem Tisch saß und einen Teig ausrollte. „Morgen Papa!“, kam es von Sophie und Lissy gleichzeitig, als sie ihren Vater bemerkten. Dieser wünschte ihnen ebenfalls einen guten Morgen und gab seiner Frau dann einen Guten-Morgen-Kuss.

Danach stand Lissy auf und lief auf ihren Vater zu, der sie dann in den Arm nahm. „Was macht ihr denn hier?“, wollte Geb von seiner Jüngsten wissen. „Wir backen Kekse.“, erklärte Lissy freudestrahlend. „Aber ihr habt doch schon genug Kekse gebacken!“, sagte Geb weiter und sah erst Lissy und dann seine Frau und Sophie an. „Ja, dass weiß ich, aber wenn der Weihnachtsmann morgen kommt, dann soll er auch noch ein paar Kekse mitnehmen! Die Anderen sind ja alle für uns und für Oma und Opa!“, sagte Lissy begeistert und wollte von Gebs Arm runter, damit sie endlich mit dem Ausstechen anfangen konnte.

Als Lissy Weihnachtsmann sagte, machte etwas Klick in Gebs Kopf. ‚Scheiße!’, fluchte er in Gedanken und machte ein geschocktes Gesicht, was Maja nicht verborgen blieb. „Ich muss mal kurz telefonieren!“, erklärte er dann kurz und verließ die Küche. Danach ging er ins Wohnzimmer, schnappte sich das Telefon und rief Demir an.

Es dauerte einige Zeit bis Demir abnahm. „Ja?“, fragte dieser verschlafen. „Ich bins Geb!“, sagte Geb, wurde aber gleich von Demir unterbrochen: „Sag mal Geb was soll das? Warum rufst du so früh am morgen an?“ „Stell dich mal nicht so an. So früh ist es nun auch nicht mehr. Wenn wir arbeiten, dann stehen wir noch früher auf. Aber um deine Frage zu beantworten, ich habe noch niemanden, der für Lissy den Weihnachtsmann spielt. Wir haben das ja gar nicht weiter besprochen!“, erklärte Geb und wollte weiter reden, wurde aber wieder von Demir unterbrochen:  „Ich werde das machen. Habe mir das Weihnachtsmannkostüm schon beim Kostümverleih geliehen. Dort habe ich richtiges Glück gehabt, denn dass war das Letzte. Die beim Verleih haben zu mir gesagt, dass sie noch 5 Stück hatten, doch gestern sind sie alle weggegangen. Was ein bisschen verwunderlich für sie war, denn sonst verleihen sie nie so viele Weihnachtsmannkostüme. Aber ist ja auch egal, jedenfalls mache ich es!“

„Das ist nett von dir. Danke Kumpel. Dafür hast du Einen gut bei mir!“, sagte Geb erleichtert und glücklich. „Kein Problem! Hauptsache du lässt mich jetzt endlich weiterschlafen!“, erklärte Demir und musste gähnen.  „Ja gleich darfst du weiterschlafen. Aber vorher wollte ich dir noch kurz sagen, wann und wie das genau morgen ablaufen soll!“, sagte Geb weiter und nachdem Demir einverstanden war, erzählte Geb wann Bescherung war. Danach beendeten die zwei Männer der GSG9 das Telefonat.

Geb ging wieder in die Küche zurück, um seinen Frauen zu helfen. Nach einiger Zeit, wo die ganze Familie Schurlau in der Küche zu Gange war, nahm Maja ihren Mann zur Seite, so dass es Lissy und Sophie nicht hören konnten. Dieser sah sie fragend an. „Hab ich irgendwas verpasst? Du sahst so geschockt aus, als Lissy Weihnachtsmann gesagt hat! Hast du die Jungs etwa nicht gefragt?“, wollte sie dann wissen. „Doch natürlich. Demir macht das. Ich habe ihn nur gefragt, ob er das Kostüm schon hat!“, log Geb ohne rot zu werden. „Dann ist ja gut!“, sagte Maja und sie gingen wieder zu ihren Töchtern zurück, um weiter zu backen, was auch Geb sehr viel Spaß machte.

Am Heiligabend schmückten Geb und Maja den Weihnachtsbaum, während Sophie sich um Lissy kümmerte. Den Sack mit den Geschenken stellten sie so hin, dass Demir diesen gleich sehen konnte. Danach schlossen sie das Wohnzimmer ab. Sie ließen aber den Schlüssel stecken, damit Demir herein kam, und machten sich dann für die Kirche fertig, die um 16:00 stattfand. Als sie fertig waren und es Zeit war, fuhr Geb mit Maja und den Kinder los.

Eine halbe Stunde später ging Demir mit einer Tüte, in der das Weihnachtsmannkostüm war, den Weg zu Gebs Haus entlang. Als er am Haus angekommen war, holte er den Schlüssel heraus und schloss die Tür auf, denn er wollte sich dort umziehen und dann, wie besprochen, auf Geb und die anderen Familienmitglieder warten. Auf Lissys Gesicht, wenn sie den Weihnachtsmann sah, freute er sich schon tierisch. Nach 15 Minuten war er komplett umgezogen. Demir musste nur noch den Bart anlegen und die Mütze aufsetzen, was er dann auch tat.  

Als er damit fertig war, betrachtete er sich im Spiegel. ‚Auch in so einem Fummel sehe ich noch richtig gut aus!‘, dachte er und musste grinsen. Doch sein Grinsen verging schnell, denn er hörte plötzlich wie ein Schlüssel in das Schloss gesteckt wurde. ‚Jetzt kommen sie schon wieder? Die Kirche ist doch noch gar nicht vorbei!’, wunderte sich Demir und sah auf seine Uhr. Danach sah er wieder zur Haustür, die gerade geöffnet wurde. Doch die Tür wurde nicht von Geb oder einem anderem Familienmitglied geöffnet, sondern von einem weiteren Weihnachtsmann, der sehr groß war.

„Wer sind sie?“, fragte Demir und ging auf den Weihnachtsmann zu. ‚Die Augen kenne ich doch irgendwo her!‘, überlegte er sich dabei. „Demir bist du das?“, hakte der unbekannte Weihnachtsmann nach. „Woher kennen sie meinen Namen?“, wollte Demir wissen, dem die Stimme auch bekannt vorkam, aber im Moment nicht wusste, wo er sie hin stecken sollte. „Ich bin es doch Frank!“, erklärte dieser und nahm den Bart ab. „Was willst du denn hier?“, wollte Demir von seinem Freund und Kollegen wissen.

„Ich spiele für Lissy den Weihnachtsmann!“, erklärte Frank und wollte dann noch wissen: „Und was machst du hier? Noch dazu im Weihnachtsmannkostüm?“ „Moment mal! Ich soll für Lissy den Weihnachtsmann spielen! Geb hat mich gestern Morgen extra noch mal angerufen, weil wir es ja nicht weiter besprochen hatten!“, sagte Demir und nahm sich den Bart ebenfalls wieder ab, denn dieser störte ganz schön beim Sprechen.

„Deswegen wollte ich das ja auch machen. Ich wusste ja nun nicht, ob das einer von euch Jungs macht!“, erklärte Frank wahrheitsgemäß. „Dann hättest du doch Geb oder einen von uns fragen können, wer das nun macht!“, meinte Demir. „Woher hast du eigentlich den Schlüssel von Gebs Haus?“, hakte Demir dann weiter nach, doch da drauf konnte Frank ihm keine Antwort mehr geben, denn der nächste Weihnachtsmann stand in der noch offen stehenden Tür. „Frank? Demir? Was macht ihr denn hier?“, wollte dieser dann wissen, als er Demir und Frank erkannt hatte, denn diese hatten sich zur Tür gedreht.

„Caspar bist du das?“, wollte Frank wissen, der sofort Caspars Stimme erkannt hatte. „Ja, der bin ich! Was macht ihr denn hier?“, hakte er noch mal nach und nahm auch seinen Bart ab. In diesem Moment kam wieder jemand im Weihnachtsmannkostüm in Gebs Haus. „Was ist denn hier los?“, fragte dieser, als er die Tür geschlossen hatte. Dieser Weihnachtsmann entpuppte sich als Konny, nachdem er sich, wie schon die anderen Jungs auch, den Bart abgenommen hatte. „Das kann ich genauso fragen. Was macht ihr denn alle hier? Geb hat MICH gestern angerufen und gesagt, dass ICH den Weihnachtsmann spielen soll!“, erklärte Demir schon ein wenig wütender.

Die vier Männer der GSG9 fingen an, zu diskutieren, wer denn nun den Weihnachtsmann für Lissy spielen sollte. Dabei merkten sie nicht, dass die Tür erneut geöffnet wurde. Diesmal war es Geb mit seiner Familie, die herein kamen, denn die Kirche war seit 10 Minuten vorbei. „Was ist denn hier los?“, wollte Geb wissen, als er die vier Weihnachtsmänner sah. Diese drehten sich um und sahen Geb und die Frauen geschockt an. Lissy, die sich noch mit Sophie etwas erzählt hatte, hatte die Weihnachtsmänner noch nicht gesehen. Doch jetzt schaute sie zu den Männern herüber und erkannte sie sofort.

„Was macht ihr denn hier? Warum habt ihr alle ein Weihnachtsmannkostüm an?“, fragte sie Demir, Frank, Konny und Caspar. Danach sah sie zu ihrem Vater. „Papa, was machen Demir und die anderen Jungs von deiner Arbeit hier, noch dazu im Weihnachtsmannkostüm?“, wollte sie von ihrem Vater wissen. Geb atmete noch einmal kräftig durch und kniete sich dann zu seiner Tochter herunter, um ihr die Sache zu erklären. „Lissy du weißt doch, dass Mama und ich mit dir schon mal über den Weihnachtsmann geredet haben!“, fing Geb an. „Ja ihr wolltet mir erklären, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt. Aber das stimmt nicht!“, sagte diese und sah ihren Vater ernst an.  

„Doch das stimmt, Lissy. Es gibt keinen Weihnachtsmann!“, erklärte Geb, wurde aber sofort von seiner Tochter unterbrochen: „Aber es war doch jedes Jahr einer da!“ „Ja, dass stimmt. Aber das war Onkel Erwin, er hat immer den Weihnachtsmann gespielt  und da er jetzt nicht mehr da ist, sollte es einer von den Jungs machen, damit du weiterhin deinen Weihnachtsmann bekommst!“, sagte Geb und schaute kurz zu den Erwähnten herüber. Dabei sah er sie böse an, schließlich hatten sie es vermasselt. Geb wollte seiner Tochter eigentlich ein schönes Weihnachtsfest machen, doch das war jetzt vorbei.

Dann sah er wieder zu seiner Tochter. Sie sah ihn erst fragend an, doch als sie begriff, was ihr Vater gesagt hatte, wurde sie wütend. „Du lügst. Es gibt den Weihnachtsmann wirklich!“, schrie Lissy und lief die Treppen zu ihrem Zimmer hoch. „Lissy!“, rief Maja. Bevor sie ihrer Tochter hinterlief, sah sie noch mal sauer zu Geb und den Jungs hinüber.

Während Sophie ihrer Mutter folgte, stand Geb wieder auf und ging auf seine Jungs zu. „Das habt ihr ja richtig gut hinbekommen!“, schnauzte er seine Jungs an. Diese versuchten sich zu rechtfertigen, doch Geb hob die Hand und die vier 9er waren sofort still. „Das ist ja alles nett von euch, aber ich hatte Demir eigentlich gebeten den Weihnachtsmann zu spielen. Aber jetzt ist ja eh alles zu spät. Ich hoffe nur, dass sich Lissy wieder schnell beruhigt und wir trotzdem noch ein schönes Weihnachtsfest feiern können! Zum Glück hat sie eben keinen Asthmaanfall bekommen!“, meinte Geb dann schon wieder etwas ruhiger.

Das 50er Set unterhielt sich noch ein bisschen, doch dann verabschiedeten sich die vier Jungs bei ihrem Setführer. Sie wünschten sich noch gegenseitig ein schönes Weihnachtsfest und verließen das Haus von den Schurlaus. Nachdem Geb die Haustür geschlossen hatte, ging er nach oben zu Lissys Zimmer, doch auf halben Weg traf er auf Maja und Sophie. „Lissy möchte alleine bleiben!“, erklärte Maja.

„Echt ein tolles Weihnachten! Deine Jungs haben es ja richtig schön vermasselt!“, kam es von Sophie und sah ihren Vater wütend an. „Sophie!“, mahnte Maja und schaute ihre ältere Tochter ernst an. „Ist doch wahr. Wenn sie es richtig besprochen hätten, dann wäre das nicht passiert und wir hätten jetzt ein schönes Weihnachtsfest!“, sagte Sophie und ging in die Küche. Sie deckte den Tisch, damit sie bald das Essen, was Maja schon vorgekocht hatte, essen konnten.
„Vielleicht beruhigt sich Lissy schnell wieder!“, hoffte Geb. „Hoffentlich!“, meinte auch Maja und gemeinsam gingen sie in die Küche. Doch leider war es nicht der Fall. Lissy kam nur kurz zum Essen hinunter und ging danach wieder in ihr Zimmer. Während des Essens sprach sie mit niemanden ein Wort. ‚Das ist das schlimmste Weihnachten überhaupt!‘, dachte sich Geb. Lissy war nämlich immer noch sehr wütend auf ihren Vater, aber auch traurig. Sollte es wirklich keinen Weihnachtsmann geben?

In ihrem Zimmer lag sie auf dem Bett und überlegte sich, ob das stimmte, was ihr Geb gesagt hatte. Dabei liefen ihr einige Tränen die Wange herunter. Sie konnte es einfach nicht glauben, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gab. Zwischendurch kamen ihre Eltern hoch und wollten mit ihr reden, doch sie wollte nicht mit ihnen reden.
Nach einiger Zeit des Grübelns schlief Lissy ein und wurde erst wieder wach, als sie ein Geräusch, was von unten kommen musste, hörte. Sie war sofort hellwach und sah auf die Uhr. Diese zeigte gerade erst 3 Uhr morgens an. Lissy stieg aus ihrem Bett, zog sich die Hausschuhe an und schlich die Treppe herunter. Aus dem Wohnzimmer konnte sie ein schwaches Licht sehen. Da sie sehr neugierig war, schlich sie sich an die Tür heran und drückte dann die Türklinke herunter. Leise öffnete sie die Tür und erkannte jemand, der aussah wie – wie der Weihnachtsmann! Dieser stand am geschmückten Tannenbaum und legte einige Geschenke darunter.

„Wer bist du und was machst du hier?“, wollte Lissy von dem Mann wissen. Dieser erschrak sich und dreht sich langsam um. „Ich bin der Weihnachtsmann!“, erklärte dieser. „Das glaube ich dir nicht. Mein Papa und meine Mama haben mir gesagt, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt!“, erklärte Lissy dann. „Das sagen viele Eltern. Aber mich gibt es wirklich!“, sagte dieser weiter. „Kannst du es beweisen?“, hakte Lissy nach, denn sie konnte es immer noch nicht glauben, dass dieser wirklich der Weihnachtsmann war. „Ich weiß einige Dinge über dein Leben, Lissy!“, sagte der Weihnachtsmann und erzählte einige Geschichten, die Lissy schon alle erlebt hatte. Lissys Augen wurden immer größer. „Dann bist du wirklich der Weihnachtsmann, oder?“ fragte sie noch mal nach und sah den Weihnachtsmann an. „Ja und wenn du es mir immer noch nicht glaubst, dann kannst du ruhig mal an meinem Bart ziehen!“, kam es von diesem.

Als Lissy nickte, beugte sich der Weihnachtsmann ein wenig herunter, damit diese an seinem Bart ziehen konnte, was sie auch kurze Zeit später tat. „Du bist wirklich der Weihnachtsmann!“, stellte sie dann freudestrahlend fest, denn der Bart ging einfach nicht ab. „Glaubst du es mir jetzt?“, hakte er dann noch mal nach. „Ja jetzt glaube ich es dir. Wie heißt du denn richtig? Ich kann dich ja nicht immer mit Weihnachtsmann anreden!“, sagte Lissy. „Ich heiße Santa Claus, aber nenn mich einfach Santa!“, sagte dieser schmunzelnd. „Okay mach ich. Aber warum kommst du erst so spät? Gestern war doch schon Heiligabend!“, wollte Lissy dann wissen und sah Santa fragend an.

„Ich habe zu Weihnachten immer sehr viel zu tun! Weißt du wo ich überall bin, um die Geschenke zu verteilen?“, fragte Santa Lissy, doch diese wusste es nicht und schüttelte mit dem Kopf. Deshalb erzählte er ihr, wo er überall schon war. „Da hast du aber wirklich viel zu tun!“, kam es erstaunt von Lissy. „Ja, dass stimmt und ich muss auch gleich wieder los, damit alle Kinder Geschenke zu Weihnachten bekommen!“, sagte Santa und griff in seinen Sack. „Hier habe ich übrigens noch ein Geschenk für dich!“, erklärte er dann und zog ein großes Päckchen heraus. Lissys Augen wurden wieder größer. „Das ist wirklich für mich?“, wollte sie wissen und sah Santa an, der nickte. „Ja, aber erst möchte ich noch ein schönes Gedicht von dir hören!“, sagte dieser dann. Lissy überlegte kurz und sagte schließlich: „Lieber guter Weihnachtsmann, schau mich nicht so böse an, steck die Rute wieder ein, ich will auch immer artig sein!“ „Das hast du aber schön gesagt. Hier ist dein Geschenk! Aber erst später mit deinen Eltern und deiner Schwester aufmachen!“, sagte Santa und übergab Lissy das Geschenk. „Dankeschön Santa. Moment ich habe auch noch ein Geschenk für dich!“, sagte Lissy, holte die Kekse und überreichte sie dem Weihnachtsmann, der sie dankend annahm.

In diesem Moment kamen Geb, Maja und Sophie die Treppen herunter geschlichen, denn sie hatten Stimmen gehört. Als sie unten waren, sahen sie, dass die Wohnzimmertür auf war und Lissy sich mit jemanden in einem Weihnachtsmannkostüm unterhielt. Bevor Geb fragen konnte, was los war, hatte Lissy sie auch schon entdeckt. „Mama, Papa, Sophie. Darf ich euch den echten Weihnachtsmann vorstellen. Er heißt Santa Claus!“, erklärte Lissy dann freudestrahlend und zeigte auf Santa. „Das ist also der echte Weihnachtsmann?“, hakte Geb grinsend nach, sah zu Maja und Sophie, die ebenfalls grinsen mussten, und dann zu Lissy. „Ja, dass ist er und wenn du mir nicht glaubst, dann kannst du ruhig an seinem Bart ziehen. Der geht nämlich nicht ab!“, erklärte Lissy und sah ihren Vater an. Danach drehte sie sich wieder zu Santa um, doch der war nicht mehr da.

„Wo ist er denn hin?“, wollte Lissy verwundert wissen. „Das möchte ich auch gerne wissen. Eben war er doch noch da!“, gab Geb ebenso verwundert von sich und sah sich um. Plötzlich hörten sie einige Geräusche, die von draußen kamen. Sie gingen zum Fenster, öffneten es und schauten hinaus. Dort konnten sie am Himmel den Weihnachtsmann auf einem Schlitten, vor dem Rentiere gespannt waren, entdecken.  „Frohe Weihnachten ihr Lieben!“, rief dieser noch hinunter und verschwand dann mit seinem Schlitten. Die Schurlaus sahen ihm noch kurz hinterher, doch dann machten sie sich über die Geschenke her.

Jetzt wurde es doch noch ein wunderschönes Weihnachtsfest.

Ende


Wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
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