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Love is Rock ´n´ Roll

von yakkochan
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Gen
13.12.2007
28.05.2009
20
44.974
2
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13.12.2007 1.575
 
Meine liebste Yakko,
Nun bin ich schon einen Monat auf Tournee und ich vermisse dich sehr. Aber in einer Woche werde ich wieder bei dir sein, denn wir sind über Weihnachten zwei Wochen in Japan. Ich liebe dich mein kleiner Liebling
Dein Joe
P.S. Drück Hashizo ganz lieb von mir.

Yakko faltete den Brief zusammen. Viel hatte er nicht geschrieben, aber das war egal. Bald würde sie ihn wiedersehen und schon das reichte aus um sie überglücklich zu machen. In dem Monat hatte er vielleicht zweimal angerufen, da er immer so viel zu tun hatte, doch leider konnten sie sich nie ungestört unterhalten, da das Telefon unten im Restaurant stand und ihr Vater deswegen alles mithören konnte. Ihm war es sowieso nicht so recht, dass Yakko in Joe verliebt war. Er konnte ihn nie so richtig akzeptieren. „Zottelkopf“ und „Haarmonster“ hat er ihn immer genannt. Er wollte nur das Beste für sie und schließlich musste er einsehen, dass sie und Joe sich lieben und gab ihnen seinen Segen. Sie würde nie den Moment vergessen, als er um ihre Hand anhielt.

Sie waren auf der Geburtstagsparty von Meiko gewesen. Um zehn sollte sie wieder zu Hause sein, hatte ihr Vater gewettert. Doch als sie von Joe erfuhr, dass die Bee Hive für ein halbes Jahr nach Amerika auf Tournee gehen würden, wollte sie doch noch einige Zeit mit Joe verbringen. Sie fuhren zum Hafen. Es fing gerade an mit schneien, als er sie von hinten umarmte und in ihr Ohr flüsterte: „Bitte werd meine Frau!“…

„Yakko! Was treibst du denn so lange da oben? Komm runter und hilf deinem Vater!“ rief Shigemaru und riss sie damit aus ihrem Tagtraum.
„Argh, hat man denn nie seine Ruhe! Ja ich komme gleich!“ reif sie nach unten.
„Aber beeil dich, der Laden ist voll und du musst noch einkaufen gehen!“
Yakko versteckte den Brief in ihrem Schreibtisch und lief dann eilig nach unten.

Im Kindergarten
„Sag mal Hashizo, weißt du schon, dass die Bee Hive ein Weihnachtskonzert im Kaufhaus Asahino geben. Meine Schwester Meiko hatte gestern mit Sammy telefoniert und da hab ich es mitbekommen. Sie freut sich schon riesig über seine Rückkehr!“ sagte Kaoru.
„Was wirklich, dass ist ja toll, ich werde es gleich Yakko erzählen! Endlich kommt Joe wieder nach Hause!“
„Magst du deinen Bruder etwa lieber als mich!“
„Was erzählst du denn da? Natürlich hab ich meinen Bruder ganz doll lieb. Magst du deine Schwester denn nicht auch so sehr?“ fragte Hashizo.
„Doch schon. Aber nicht so wie dich. Dich möchte ich später heiraten!“
„Aber Kaoru, sag so was doch nicht.“
„Wieso denn? Wenn es doch die Wahrheit ist.“
Auf einmal kam Gonta hinzu: „Was? Du willst den Waschlappen da heiraten?“ fragte er. „Der ist doch nicht mal ein richtiger Mann!“
„Aber er ist viel netter als du und überhaupt wirst du niemals heiraten mit deinen buschigen Augenbrauen! Bäh!“
Hashizo wurde rot, sagte nichts mehr und lies die Sache auf sich beruhen. Nach dem Mittagessen lief er gleich ins Mambo um die Neuigkeit Yakko zu erzählen.

„Yakko!“
„Yakko!“
Die Tür zum Restaurant wurde aufgerissen und Hashizo kam aufgeregt herein.
„Hallo Hashizo! Was ist denn los? Du wirkst so aufgeregt.“ fragte Shigemaru.
„Ich muss unbedingt mit Yakko sprechen! Mein Bruder Joe wird zu Weihnachten nach Hause kommen!“
„Was wirklich? Das freut mich für dich!“
„Ich habe Hunger!“ rief Juliano, Hashizos dicker getigerter Kater.
„Wo ist Yakko denn?“ fragte Hashizo
„Sie ist noch einkaufen. Eigentlich müsste sie schon längst wieder hier sein. Wo treibt sie sich nur wieder rum!?“
„HUNGER!!!!“ schrie Juliano.
„Ja doch mein Dickerchen. Was soll’s denn sein? Okonomiyaki mit Fleisch? Aber sicher doch. Für dich auch Hashizo?“
„Au ja lecker!“
Die beiden saßen fröhlich mampfend am Tisch als Yakko das Mambo betrat. Links und rechts jeweils mit einer Einkaufstüte im Arm.
„Ach, da bist du ja endlich.“ rief ihr Vater.
„Was regst du dich so auf? Ich musste langsam gehen um nicht im Schnee auszurutschen! Außerdem habe ich heute bestimmt nichts vergessen.“
„Yakko, gut dass du da bist! Weißt du was?“ sagte Hashizo.
„Nun sag schon Hashizo!“
„Joe wird bald nach Hause kommen! Kaoru hat es mir heute erzählt. Freust du dich?“
„Natürlich freue ich mich. Dann ist er Weihnachten zu Hause! Apropos Weihnachten, hast du deinen Wunschzettel schon fertig Hashizo?“ fragte Yakko.
„Nein noch nicht, ich mach’s dann  gleich nach dem Essen.“
Von dem Brief wollte Yakko lieber nichts erzählen, ihr Vater würde sonst wieder dumme Fragen stellen, also spielte sie lieber die Überraschte.
Am Nachmittag wurde es im Restaurant etwas ruhiger. Hashizo saß oben in Yakkos Zimmer und schrieb seinen Wunschzettel. Yakko machte gerade den Abwasch als Isuzu die Tür zum Restaurant öffnete. „Hallo ihr beiden!“ sagte sie.
„Oh hallo Isuzu!“ begrüßte Yakko ihre Freundin. „Was schlägt dich denn hier her?“
„Ich bin sicher, du hast die freudige Nachricht schon erhalten.“
„Ja hab ich. Du freust dich bestimmt Eichi wiederzusehen!“
„Und ob! Du Yakko, ich würde gern mit dir unter vier Augen etwas besprechen! Hast du kurz Zeit für mich?“ fragte Isuzu.
„Aber klar doch. Komm wir gehen auf mein Zimmer. Paps du kommst doch auch alleine klar, nicht wahr?“
Isuzu ging Yakko hinterher auf ihr Zimmer. Was sie ihr wohl sagen wollte? Hashizo saß immer noch an ihrem Schreibtisch. „Hallo Hashizo.“ sagte Isuzu. „Was malst du denn da Schönes?“
„Hallo Isuzu. Ich mache gerade meinen Wunschzettel für den Weihnachtsmann fertig.“ sagte Hashizo.
„Na dann hoffe ich, dass du in diesem Jahr auch immer schön artig warst.“
Juliano drehte sich grimmig zu Isuzu um. Er mochte keine Frauen, außer Yakko.
„Hashizo, würdest du uns einen Augenblick allein lassen?“ bat Yakko ihn.
„Na klar.“ sagte er und ging mit Juliano aus dem Zimmer. Isuzu ging zum Schreibtisch und sah sich Hashizos Brief an. „Na so was!“
„Was ist denn?“ fragte Yakko und kam herüber. Isuzu zeigte Yakko das Bild, was Hashizo gemalt hatte. Da drauf war ein Brautpaar abgebildet, welches deutlich als Yakko und Joe zu erkennen war. „So wie es aussieht wünscht er sich, dass du und Joe bald heiratet! Aber das wünscht du dir sicherlich auch, oder Yakko?“
„Ach sag doch so was nicht. Ich werde noch ganz rot…“
„Hat er sich eigentlich mal bei dir gemeldet? Eichi hat vielleicht drei mal angerufen. Du kommst doch auch nächste Woche zum Bahnhof, oder?“
„Ich würde schon gerne, doch dazu muss ich erst meinen Vater überreden. Wolltest du mir nicht etwas Wichtiges erzählen?“
„Achso ja, das hätte ich doch glatt vergessen.“
Die beiden setzten sich auf Yakkos Bett und Isuzu wusste nicht so recht wie sie anfangen sollte Yakko von der Nachricht zu erzählen.
„Ja, also….es war so..“
„Was ist denn los Isuzu? Du bist doch sonst nicht auf den Mund gefallen!“ sagte Yakko.
„Tja, wie soll ich sagen…In den ersten Woche als Eichi auf Tournee war, hab ich mich irgendwie nicht ganz wohl gefühlt. Mir war dauernd übel und auf Arbeit bin ich sogar eingeschlafen. Als es dann nicht besser wurde, gab mir meine Kollegin einen Schwangerschaftstest.“
Yakko bekam große Augen. „Du bist schwanger Isuzu?“
„Ähm, ja irgendwie schon.“ sagte Isuzu mit schuldigem Blick.
„Das ist ja fantastisch! Gratuliere! Meine Güte!“ rief Yakko.
„Danke, dass du dich mit mir so freust. Ich kann es selbst noch gar nicht glauben.“
„Hast du es schon Eichi gesagt?“
„Nein noch nicht. Am Telefon fand ich es nicht richtig ihm zu sagen. Wenn er wieder da ist, werde ich ihm sein Lieblingsessen kochen und dann vermutlich mit der Tür ins Haus fallen. Ich glaube bei so was gibt es keine Art es jemandem schonend beizubringen, oder?“
„Da hast du glaub ich recht, Isuzu.“
Schon bald verabschiedete sich Isuzu von Yakko und ging nach Hause. Yakko sah ihr noch eine Weile nach. Irgendwie beneidete sie die beiden. Sie haben ohne Probleme geheiratet, wohnten zusammen und waren bestimmt sehr glücklich. Und nun würde sogar bald Nachwuchs im Anmarsch sein. Sie seufzte. Ach Joe, ich vermisse dich…

„Ich seh dich lange schon
Wie eine Illusion
Werd´ ich irgendwann dich sehen?
Ich brauch dich so sehr
Mach’s mir nicht so schwer
Ich fühl mich ohne dich leer

Die Liebe Tag und Nacht
Hat mich verrückt gemacht
Denn ich lebe nur für dich
Könntest du mich sehn
Würdest du versteh’n

Glaub mir ich brauche dich
Und du brauchst mich!

Baby I love you
Mein Leben bist nur du
Baby I need you
Mein Leben bist nur du
Hast du kein Gefühl
Schluss mit diesem Spiel
Mir wird’s zuviel…

Nach dem Konzert waren die Bee Hive in ihrer Umkleide, als ihr Manager herein kam. „Ihr habt heute eine super Show gegeben! Ich bin stolz auf euch!“
„Tja, das liegt bestimmt an der Vorfreude auf zu Hause, nicht wahr Jungs?“ rief Sammy in die Runde.
„Macht nur weiter so, dann könnt ihr es noch weit bringen.“ sagte Sakatake und verließ wieder den Raum. Sammy ging näher zu Joe und fragte: „Hast du Yakko schon Bescheid gegeben wann wir ankommen werden?“
„Nein noch nicht, ich werde dann gleich mal versuchen bei ihr anzurufen. Aber ungestört werde ich ja doch nicht mit ihr reden können, das Geschrei von ihrem Vater wird immer als Echo zurück hallen.“
Sammy lachte: „Ja ihr Alter hat eine ziemlich nervtötende Stimme. Keine Sorge, der wird sich schon irgendwann einkriegen, das kommt schon noch alles wieder ins Lot.“
„Tja, ich hoffe du behältst recht, Sammy! Wünsch mir Glück.“ sagte Joe, zog den Reißverschluss seiner Jacke zu und machte sich auf zum nächsten Telefon.
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