Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Stumme Blicke

GeschichteLiebesgeschichte / P6 / Gen
Jonathan Palmer Richard Rokeby
03.12.2007
03.12.2007
1
628
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
03.12.2007 628
 
Hier mal ne kurze FF zu dem Buch von Patrick Redmond. Ich finde seine Bücher immer so toll und spannend beschrieben, dass ich mindestens am Ende nur noch mit Taschentüchern da sitze **snif** und weiter lese **süchtig jede Seite aufsaug**. Einfach genial.

Dabei hatte ich mir schon immer Gedanken darüber gemacht, wie Richard zu Jonathan stand. Wie es in Richards Inneren aussah und so… Nun, für diejenigen die das Buch kennen, ich beschreibe ihn zu der Zeit, wo er mit Jonathan bei sich zu Hause ist, sprich in den Ferien.


Nun, das erst mal von mir und los geht’s mit der Story.
Mal sehen, ob sie jemandem gefällt **grins**.

----------------------

Unruhig wachte ich in der Nacht auf.

Leise stand ich auf und verließ mein Bett. Schlafen konnte ich jetzt nicht. Seit ER bei mir war, kreisten sich meine Gedanken nur um ihn.

„ Jonathan “ flüsterte ich leise zu dem Schlafenden und setzte mich zu ihm auf dem Bett.

Sanft strich ich ihm eine Haarsträhne aus seinem Gesicht und saugte dabei jedes Detail von ihm auf, welches durch den Mondschein erhellt wurde und ihn wie ein Engel aussehen ließ. Er war nicht einer jener Leute, denen die Schönheit in die Wiege gelegen worden war. Im Gegenteil.

Er war klein und zierlich, was mich eher an ein Mädchen erinnerte. Und doch war er ein Junge. Auch wenn er ängstlich war und schüchtern, so hatte er etwas, was ihm selbst wohl gar nicht bewusst war. Denn wo andere von außen heraus zu strahlen begannen, so kam seine wahre Schönheit doch von innen.

Mein kleiner Engel machte sich immer sorgen um seine Freunde und versuchte nicht auffällig zu sein, um Wheatly und seiner Gang nicht zu sehr aufzufallen. Und vor allem, hatte ER den Mut gehabt, mich anzusprechen, obwohl die meisten einen großen Sicherheitsabstand zu mir gewahrten.

Nun abgesehen von diesem Dummkopf Wheatly, der immer wieder versuchte mit mir zu reden. Obwohl anschleimen besser passen würde. Ein ziemlicher Clown wie ich fand, denn interessierte mich seine Aufmerksamkeit nicht. Sein geheucheltes Interesse, eine Freundschaft zu mir herzustellen.

Diese dummen Schafe, welche sich nur von den anderen Herdentieren treiben ließen und nicht selber anfingen zu denken... sie INTERESSIERTEN mich einfach nicht.  

Aber Jonathan.

Er war irgendwie anders. Etwas Besonderes. Warum sonst hätte er mich mit seiner zwar schüchternen, aber doch sturen Art so fasziniert? Vielleicht lag es aber auch daran, weil mich ein Teil von ihm an meine Mum  erinnerte. Ich hatte sie genauso abgöttisch geliebt, wie diesen dunklen Engel hier vor mir. Beide waren schutzbedürftig und schwach. Und doch waren es zwei Bedeutende Menschen in meinen Leben, deren Nähe ich nie missen wollte.

Ich musste leicht Schmunzeln, als ich seinen Schlaf beobachtete und wie sich Jonathan dabei im Bett rekelte. Ob es bei ihm eine Angewohnheit war oder ob er sich hier sicher fühlte, weshalb er sich nicht in seine Decke einkuschelte, wusste ich nicht. Nur dass ich ihm stundenlang zuschauen konnte, wie er flach Atem holte, während sein Mund einen Spaltbreit offen stand und zu mehr verlockte. Wie seine Brust sich schwach hob und senkte.

Sobald Jonathan bei mir war, bekam ich das Gefühl zu Hause zu sein. Nicht das ich in seinen Armen liegen wollte, nein. Denn viel lieber würde ich diesen zierlichen Jungen selbst in meine Arme nehmen, um ihn vor all dem Übel zu beschützen, denn es auf der Welt gab.

Angefangen bei dieser Schule, den Lehrern und den Schülern.

Doch nicht mehr lange. Dann hätte ich mich an all denjenigen gerächt, welche es gewagt hatten, sich an meinen Engel zu vergreifen. Und dann…

„ … dann gehörst du endlich mir, Jonathan “ flüsterte ich ihm rau zu. Mit einem letzten, liebevollen Lächeln, strich ich kurz über sein Gesicht, ehe ich wieder meine kühle Maske aufsetzte und das Zimmer verließ.



Owari
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast