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Matthew & Frankie

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
01.12.2007
31.10.2009
6
7.446
 
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01.12.2007 1.584
 
Strange(r) ...


Frankie erschrak, als sich hinter ihr plötzlich jemand räusperte und sich dann neben sie auf die Bank setzte.
Ohne ein Wort zu sagen starrte Frankie in die entgegengesetzte Richtung; absichtlich natürlich.

„Tut mir Leid.“, sagte der Junge, und in seiner Stimme lag so viel Ehrlichkeit, dass Frankie ihn einfach ansehen musste.
Es genügte ein Blickwechsel.
Er rutschte näher zu ihr heran, betrachtete ihr Seitenprofil für einige Augenblicke, dann murmelte er: „Ich wollte nicht… Verzeih mir!“
Frankie zuckte mit den Schultern.
„Sag mir, wie ich es wieder gut machen kann.“
Frankie schenkte ihm einen Seitenblick, und zuckte erneut die Schultern.
Ihr Gegenüber lächelte, flüsterte: „Wie wär‘s damit zum Anfang.“, lehnte sich nach vorne und küsste sie.

Erschrocken riss Frankie die Augen auf. Völlig überrumpelt sass sie da, ihre Lippen auf seinen.
Sie konnte sich nicht mehr bewegen, ihr ganzer Körper war wie erstarrt.
In ihrem Innern jedoch schien ihr Magen einige Rückwärtssaltos zu schlagen und ihr Herz schlug so schnell, dass Frankie das Gefühl hatte bald in Ohnmacht zu fallen.


„Mhhhm…“, machte der Junge, als sie sich wieder voneinander gelöst hatten.
„Schmeckt nach lecker Schokopudding.“
Er zwinkerte und seine braunen Augen leuchteten verspielt.
„Sei bloss still.“, jammerte Frankie und lachte. „Ich muss nach Hause; mich duschen und umziehen!“
Ihr Gegenüber reckte sich und fuhr sich mit einer Hand durchs Haar.
„Phu, wie wär’s wenn ich mitkomme und dir helfe?“
Frankie stutzte, dann grinste sie und boxte ihm spielerisch in den Oberarm.
„Hättest du wohl gerne Luke.“
Der Angesprochene legte einen Arm um Frankie und lächelte schelmisch.
„Nun ja. Ja!“
Er erwiderte einen Blick Frankies, dann begann er mit seinen Fingern gegen ihren Arm zu trommeln.
„Sag mal…“, begann er zögernd.
„Dieser Matthew-.“
„Was ist mit ihm?“, fuhr im Frankie dazwischen.
„Ich… will jetzt nicht aufdringlich sein, aber… Lief da mal was zwischen euch?“
Frankie runzelte die Stirn.
„Wie kommst du denn jetzt darauf?“
„Nun ja.. So wie er dich ansieht...“
Frankie stutzte.
„Warum? Wie sieht er mich denn an?“, fragte sie, leicht gereizt.

Sie mochte es nicht, über Matthew zu sprechen. Und in den letzten Tagen musste sie das, wohl oder übel, immer öfters tun.

„Er sieht dich an wie… wie ich es auch tue.“, antwortete Luke ein wenig leiser.
Frankie lachte.
„Ja super. Und was soll das heissen?“
„Ich nehme an ich will damit sagen, dass ich glaube Matthew ist  verliebt in dich.“
Das Mädchen biss sich verstohlen auf die Unterlippe.
„Nein. Matthew und ich können einander nicht ausstehen. Das war schon immer so, und wird auch immer so bleiben, glaub‘ mir.“
„Du wirst wütend…“, stellte Luke auf einmal fest und nahm Frankie damit den Wind aus den Segeln.
Sie wusste vorauf er hinauswollte.
Denn was sich neckt, dass…

„Matthew ist doch sowieso egal hier; und ich will ganz sicher nichts von ihm. Sonst wäre ich ja nicht hier, oder?“
Luke lächelte.
„Wahrscheinlich.“
„Ganz sicher.“
„Na schön, dann muss ich mir also keine Sorgen machen?!“
Frankie kicherte.
„Als hätte dieser Schwachkopf auch nur im Geringsten eine Chance gegen dich.“, zwinkerte sie und erhob sich.
„Du.. weisst doch wer Kenny ist? Oder Lyndz, Fliss oder Rosie?“
Luke nickte.
„Ich weiss. Dein Gefolge.“
Er grinste und seine Lippen formten ein schelmisches Lächeln.
„Genau. Kannst du ihnen bitte sagen, dass ich nach Hause bin um mich…“ Sie überlegte.
„Frisch zu machen?“, gab Luke einen Input und Frankie lächelte.
„Wir sehen uns später.“, rief sie, als sie sich schon einige Meter weit von ihm entfernt hatte und bevor Luke noch etwas erwidern konnte, war sie auch schon verschwunden.


******************

Umgezogen und gewaschen machte sich Frankie wieder auf den Weg zur Schule.
Sich beeilen musste sie nicht mehr, hatte sie doch ohnehin schon eine ganze Doppellektion verpasst.

Während ihr noch nicht ganz trockenes Haar in der sanften Brise wehte und ein kühles Schaudern ihren Rücken hinab sandte, war Frankie mit ihren Gedanken an einem ganz anderen Ort.

Gerade als sie für einige Sekunden die Augen schloss um sich das Gesicht, an welches sie die ganze Zeit denken musste näher zu holen, rempelte sie jemand von der Seite an.

„‘Tschuldige.“, murmelte dieser jemand leise und ging, ohne einen Blick oder ein Wort weiter.

Aus ihren Gedanken gerissen, blieb Frankie für einen Augenblick stehen und sah der eingeknickten Gestallt hinterher. Als sie sich wieder gefangen hatte, beschleunigte sie ihre Schritte, bis sie schliesslich nebeneinander gingen.

„Warum bist du nicht in der Schule?“, fragte Frankie und beobachtete, wie sich Matthews Kopf langsam hob, ihr einen undefinierbaren Blick aus den Augenwinkeln zuwarf und sich dann wieder senkte.
„Aus demselben Grund wie du.“, sagte er und seine Stimme klang merkwürdig leise. Der sonst so vorlaute Matthew schien irgendwie seine Stimme nicht richtig zu finden.
Frankie erinnerte sich an ihren Unfall vor wenigen Stunden. Natürlich, Matthew hatte auch eine ganze Ladung Schokoladenpudding abbekommen.

Wieder kehrte Stille ein, und Frankie hatte kurz Zeit sich zu überlegen, ob ihn wohl ihre Beschimpfungen so leise gestimmt hatten…

Seid ihr zusammen?“, fragte der Junge schliesslich murmelnd.
Frankies Kopf schnellte zur Seite und sie starrte ihn an.
„Wer?“
„Na wer wohl… Du und dieser Sport-Freak Luke.“
Frankies Augen verengten sich. Sie mochte den Tonfall in Matthews Stimme nicht, wie er Lukes Namen aussprach. Es hörte sich abschätzig und genervt an, und Frankie hatte keine Ahnung, warum Matthew Luke nicht mögen könnte.
„Was hast du gegen ihn?“, fiel die Frage aus ihr heraus wie Wortkotze.
Matthews Gesicht erstarrte, während seine Beine ihn weitertrugen.
„Nichts… Ich- beantworte meine Frage.“
„Warum interessiert dich das?“, stellte die Brünette geschickt die Gegenfrage.
Matthews Blick wanderte wieder Richtung Boden und sein Mund blieb geschlossen.
„Matthew?“, wiederholte Frankie und stiess ihn mit dem Ellenbogen an.
„Was ist?“, fragte der Junge gereizt zurück.
Bist du wütend?“
Nein, ich bin nicht wütend. Warum sollte ich auch wütend sein?“
„Keine Ahnung.“, stutzte jetzt Frankie und lenkte ihren Blick ab, geradeaus, unwissend ob sie jetzt enttäuscht oder verwirrt war.

„Mich interessiert nur, was du so toll an ihm findest? Damit ich weiss wie ich die Mädels aufreissen kann, dass ist alles…“, sagte Matthew plötzlich.
Frankie lachte.
„Versuch’s gar nicht erst Matthew. So einer wie du kann sich nicht ändern! Du wirst immer ein Idiot bleiben. Lass die armen weiblichen Geschöpfe in Ruhe.
Der Junge blieb verdattert stehen und Frankie tat es ihm gleich.
Glaubst du das echt?“, stutzte er und seine Augen wurden zu kleinen Schlitzen.
Frankie sah in seine stechend blauen Augen, die sie beinahe um eine Antwort anzuflehen schienen und verlor kurz beinahe ihre Kühnheit.
„Was soll das Matthew? Ich kann dich nicht ausstehen, was erwartest du denn jetzt für eine Antwort?“
Sie lachte erneut auf.
„Keine Ahnung.“, murmelte der Junge wieder in Richtung Boden und ging weiter.
„Irgendwie bist du komisch heute!“, stellte Frankie fest, während sie versuchte mit ihm Schritt zu halten.
Er ging schnell. Sehr schnell sogar.
„Wie meinst du das?“, fragte Matthew, ohne den Blick vom Boden zu nehmen. Peinlich darauf beachtet Frankie weder zu berühren noch anzusehen.
„Naja, du bist netter, irgendwie ziemlich ruhig und du hast mich nach meiner Meinung gefragt.“
„Na und?“, grub Matthew weiter, ohne eigentlich genau zu wissen warum er sie das fragte und was er damit bezweckte.
„Na und? Du hast mich im Leben noch nie irgendwas gefragt, geschweige denn meine Meinung verlangt. Noch dazu zu so einem Thema, ich bin verwirrt.“
„Warum bist du verwirrt? Kann schon mal vorkommen dass ich nett sein kann.“
„Aber warum zu mir? Und warum heute? Damit hättest du auch schon früher anfangen können…“
„Wieso? Du bist es doch, die immer Streit sucht, was soll ich denn dann machen? Klein beigeben?“
„Nein.. Ja… Vielleicht, was weiss ich.“
„Siehst du, du weisst es selber nicht besser.“
Er ging schneller.
Frankie tat es ihm gleich.
„Ich bin verwirrt. Total verwirrt. Ich… Du verwirrst mich, hör auf damit.“
„Ich tu doch nichts.“
Sein Blick klebte wieder auf dem Boden.
Frankie hatte keine Ahnung was dort so interessant war, aber er starrte ununterbrochen auf den doofen Asphalt vor sich. Als hätte er Angst über irgendetwas zu stolpern.

Bis zur Schule sprachen sie Beide kein Wort mehr miteinander, sondern gingen stumm nebeneinander her.
Erst als sie das Schulzimmer von Frau Thompson erreicht hatten, blieb Matthew stehen und drehte sich zu Frankie, welche einige Schritte hinter ihm ging, um.

„Ich weiss, ich erzähle viel Mist und ich bin manchmal wirklich der grösste Idiot dieser Welt, aber glaub mir Frankie, ich kenne Lu… Leute wie Luke. Er ist… Bleib… Bleib weg von ihm Frankie.“
Die Jugendliche sah ihn fassungslos an.
Was soll dass den jetzt?“, fragte sie, die Klinke der Tür schon in der Hand, aber noch nicht bereit das Zimmer jetzt schon zu betreten.
„Das… nichts. Denk einfach daran, okay?“
Schon wieder hatte Matthews Stimme diesen komischen Tonfall, welchen Frankie in keine Schublade stecken konnte. Verarschte er sie? Meinte er es wirklich ernst? Und wenn dem so war, warum war es dann so?
Viele Fragen schwirrten in Frankies Kopf herum, doch warum sollte sie Matthew denn plötzlich trauen? Das war bestimmt wieder so ein doofer M&M’s Streich; und sie war tatsächlich drauf und dran in diese Falle zu tappen.
Frankie runzelte die Stirn und meinte: „Du solltest Schauspieler werden!“
Dann drehte sie sich ab, öffnete die Tür und trat ein.

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Bri-bruh-brääh*  Sorry, hat mal wieder zuuu lange gedauert, hoffe aber das Kapitel gerfällt euch!!
Wenn ja, lasst Comments da :D
(Wenn nein, lasst auch welche da und verzapft mir doch, warum nicht ^^)

DANKESCHÖÖN. LG emily*




























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