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Matthew & Frankie

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
01.12.2007
31.10.2009
6
7.446
 
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01.12.2007 1.541
 
Dream a little dream of me.






In dieser Nacht durchlebte Frankie immer und immer wieder dieselbe Geschichte.

*********
Sie sass mit Luke unter einem blütenreichen Wildrosenstrauch; händchenhaltend. Frankie hatte ihren Kopf auf Lukes Schulter gelegt, ihre Augen waren geschlossen und sie lauschte der Stille, welche sie umgab.
Dann, als Frankie ihren Kopf anhob um Luke einen Kuss auf seine hellrosa Lippen zu drücken, stand wie aus dem Nichts Matthew vor ihnen. Tränen liefen über sein Gesicht, seine Augen waren rot gefärbt und immer wieder sagte er: „Bitte…  Tu mir das nicht an Frankie!“
Dann verschwamm das ganze Bild und der Traum begann wieder von vorne.
*********

In Schweiss gebadet erwachte Frankie schliesslich nach einer weiteren Runde dieses verrückten Traumes.
Es brauchte eine Weile, bis sie realisierte wo sie war.
Ohne zu zögern schnappte sich Frankie ihr Handy und wählte die Nummer ihrer besten Freundin.

Kenny nahm nach dem 20igsten Klingeln ab und ihre Stimme tönte schläfrig.

„Was ist los?“, murmelte sie und Frankie konnte hören, wie sich Kenny wieder in die Kissen zurückfallen liess.
„Ich hatte einen verrückten Traum.“, begann Frankie zu erklären.
„Faszinierend.“, grummelte Kenny dazwischen und gähnte.
„Wenn du geträumt hast wer morgen das Fussballspiel gewinnt, höre ich gerne zu. Ansonsten…“

Doch bevor Kenny noch etwas anhängen konnte, hatte Frankie auch schon angefangen ihren Traum in allen Einzelheiten zu erzählen.
Erst als sie fertig war, holte sie wieder Luft.

„Wow.“, sagte Kenny schliesslich, klang jedoch nicht wirklich begeistert. „Das war interessant.“
„Mach dich nicht lustig über mich.“, grinste Frankie. Sie konnte sich Kenny genau in diesem Augenblick sehr gut vorstellen.
Wie sie in ihrem riesigen Bett lag, den Kopf ins Kissen gedrückt, die Augen geschlossen, einfach nur hoffend, dass dieses Gespräch nicht mehr länger als 2 Minuten dauerte.
„Und was genau soll das alles bedeuten?“, fragte Kenny schliesslich wieder.
„Keine Ahnung. Es ist verwirrend.“
„Willst du etwas von Matthew?“, kam urplötzlich die Frage aus dem Nichts geschossen.
Frankie glaubte zuerst nicht richtig zu hören.

„Wie bitte?“, lachte die Brünette und schüttelte stumm den Kopf.
„Ich glaube jetzt spinnst du.“
„Antworte auf die Frage du Nachteule.“, gigelte auch Kenny am andern Ende der Leitung.
„NEIN.“, schrie Frankie durch den Hörer.
Sie konnte hören, wie Kennys vor Schreck aus der Hand schlipfte und mit einem dumpfen Ton auf dem Boden aufschlug.
Einen Augenblick später raschelte es, dann ertönte Kennys Stimme wieder.
„Sag mal hast du noch alle Tassen im Schrank? Für meine Ohrenarztrechnung kommst du persönlich auf Frankie.“, schmunzelte Kenny, dann fuhr sie etwas ernster weiter.
„Ich weiss nicht, warum du das geräumt hast Frankie, ich bin nicht Fliss. Sie kennt sich aus mit diesem ganzen Traumdeutungs-Kram. Frag sie doch am besten Morgen in der Schule. Aber ich glaube nicht, dass du dir Sorgen oder so machen musst. Das hast du bestimmt bloss geträumt, weil‘s heute fast genau so passiert ist!“
„Wahrscheinlich hast du Recht.“, murmelte Frankie und legte sich zurück ins Bett, den Hörer noch immer ans Ohr gepresst.
„Ziemlich sicher sogar.“, sagte Kenny, gähnte laut.
„Ich lass dich dann mal weiterschlafen.“
„Das ist toll. Versuch zu schlafen Frankie, dass war bloss ein Traum.“
„Danke Frau Doktor, ich wird‘ dran denken.“
„Gut so. Wir sehen uns dann morgen!“

Mit einem leisen Klick endete das Gespräch der Beiden und Frankie schmiss ihr Handy quer durchs Zimmer auf ihren riesigen, weichen Sessel.
Kurz hallten Kennys Worte in Frankies Kopf nach, dann schlossen sich auch ihre Augen wieder.




Der nächste Tag kam schnell und ehe sich Frankie, Kenny, Lyndz, Fliss und Rosie richtig bewusst werden konnten, dass der Freitag angebrochen war, hatten sie auch schon Mittagspause.

„Undglaublich oder? Ich kann mich kaum daran erinnern heute aufgestanden zu sein…“, murmelte Rosie, als sich die fünf Freundinnen an ihren gewohnten Tisch in der Kantine setzten.
Fliss gähnte zur Antwort nur und Kenny nickte.
„Nun ja.“, schmunzelte sie mit einem Seitenblick auf Frankie.
„Immerhin seid ihr nicht mitten in der Nacht aufgeweckt worden und musstet euch Geschichten über Matthew anhören.“
Sie hüstelte kurz, verstummte aber augenblicklich, als sie dem Blick ihrer besten Freundin begegnete.

Mit erstaunten und auffordernden Blicken bestanden die andern Drei auf die Neuigkeiten.

„Nun ja.. Frankie hatte…“
„Klappe halten Kenny.“, zischte Frankie dazwischen, bevor die Dunkelhaarige weitererzählen konnte.
„Komm schon Frankie. Wir sind doch deine Freundinnen, oder etwa nicht?“
„Vertraust du uns nicht oder wie?“
„Nein, das ist es nicht. Ich… na schön. Ich hab geträumt dass ich mit einem Jungen knutsche und Matthew dann plötzlich heulend vor mir steht und sagt ich solle ihm das nicht antun, zufrieden?“

Sie wandte ihren genervten Blick ab und hielt Ausschau nach einem günstigen Ablenkungsthema.

Lyndz hob eine Augenbraue und blickte in die Runde.
Ihre Freundinnen sahen nicht minder verwirrt aus.

„Ist ja sehr interessant…“, begann auf einmal Fliss und es sah aus, als gäbe sie sich die grösste Mühe, sich an etwas zu erinnern.
„Was?“, erhielt sie prompt Frankies Aufmerksamkeit, und somit auch jene der anderen Mädels.
„Ich hatte da mal so ein Buch, über Traumdeutung…“
Kenny warf Frankie einen wissenden Blick zu und Frankie grinste.
„Da hat gestanden, wenn man von zwei Jungs träumt muss man sich auch im wahren Leben zwischen Zweien entscheiden.“
Lyndz und Rosie begannen zu kichern, stoppten jedoch, als sie in Frankies Gesicht blickten.
„Was ist so lustig?“
„Ich… Wir.. nichts.“, lächelte Lyndz und stiess Rosie, welche noch immer schmunzelte in die Seite.

„Du stehst also doch auf Matthew, ja?“, purzelte es unvorhergesehen aus Rosie raus, als sie sich etwas beruhigt hatte.
„Was? Nein! Ihr versteht das alles total falsch. Das war doch nur ein bescheuerter Traum. Und wer bitte, ausser Fliss, glaubt schon an Traumdeutung? Ich jedenfalls nicht. Und… bwäääh, Matthew? Also ehrlich Leute.“
Sie lenkte ihre Stimme wieder in den normalen Tonfall über, als sie sich erhob und in die riesigen Augen ihrer Freundinnen blickte.
„Wer will Nachtisch?“
Der Rest des Sleepoverclubs nickte bloss stumm und sah zu, wie Frankie abzischte, um die Ladung Pudding an der Theke zu holen.

„Ich glaube, sie mag es nicht besonders, wenn wir sie mit Matthew aufziehen. Seit dieser Sache..“, flüsterte Fliss leise.
„Ach komm schon. Ich hatte nie den Eindruck gehabt, dass sich ihr Verhalten ihm gegenüber seither gross verändert hat.“
„Naja, so ganz stimmt das nun auch wieder nicht Kenny, immerhin ist sie viel netter zu ihm als früher.“
„Was nach dieser ganzen Geschichte ja auch irgendwie normal ist, oder nicht? Ich meine, die Beiden haben sich geküsst…“, klärte Lyndz die Grundlagen.
„Aber… Das hatte doch nichts zu bedeuten oder? Das hat sie nur getan um…“ „Sich bei ihm zu bedanken? Ich glaube nicht, dass du mit dieser Theorie auf dem richtigen Weg bist Kenny. Immerhin hätte sie ihm auch einfach.. keine Ahnung, eine Schachtel Pralinen schenken können.“
„Ich muss Rosie zustimmen.“, sagte Fliss. „Frankie hatte seit dieser ganzen Tanznummer eh plötzlich viel mehr Interesse an ihm gezeigt.“
„Was noch lange nichts bedeuten muss. Matthew hat Frankie aus dem Meer gefischt. Ohne ihn wäre sie womöglich ertrunken. Sie wollte sich mit diesem Kuss bloss bedanken.“, war sich Kenny mehr als sicher.
„Ausserdem weiss ich, dass sie nichts von Matthew will, weil…“

„Wer will nichts von Matthew?“
Die vier Mädchen schreckten hoch.
Vor ihnen stand ein braungebrannter, gutaussehender Junge. Die schwarzen Haare zur Seite gekämmt, mit einem  Lächeln, dass Eis zum Schmelzen gebracht hätte.
„Hi Luke.“, murmelte Fliss verträumt und hatte sofort wieder diesen Blick.
„Hey. Ist Frankie nicht hier?“, ignorierte Luke die begierigen Blicke von Frankies Freundinnen und sah sich um.
„Doch, die holt den Nachtisch. Warum?“
Diese Frage war wohl jene, welche momentan allen auf der Zunge gelegen hatte; allen ausser Kenny.
„Weil.. ich sie gerne sprechen möchte.“
„Da hast du aber Glück…“
Fliss deutet mit dem Finger an Luke vorbei, wo Frankie sich gerade einen Weg durch die Tische zurück an ihren suchte.

Mit einem breiten Lächeln im Gesicht beschleunigte sie ihre Schritte, und als sie Luke beinahe erreicht hatte-

BUMM*

Ganze fünf Ladungen Schokoladenpudding landeten auf Frankies Kleidern und in ihrem Gesicht, die Schalen landeten mit lautem Klirren auf dem Boden und die ganze Schülerschaft beobachtete prustend vor Lachen, wie Frankie wütend  dem Verursacher dieser Misere eine Handvoll Pudding mit den Worten: „Du bist der grösste Idiot dieser Welt.“ ins Gesicht schleuderte.

Matthew stand indes wie angewachsen auf dem Fleck, wo er mit Frankie zusammengeknallt war und strich sich resigniert den Pudding aus dem Gesicht.
„Tu… tut mir Leid, das war keine Absi-.“
Weiter kam er jedoch nicht, denn Frankie suchte, nach einem kurzen Blick auf Luke, welcher sein Grinsen ebenfalls nicht verstecken konnte, blitzschnell das Weite.

„Was für ein Trottel.“, lachte Luke und haute Matthew kumpelhaft auf die Schultern.
„Hat dir noch niemand gesagt, dass Frauen es nicht mögen, wenn man ihre Kleider bekleckert, Mann.“

Matthew starrte zur Tür, wo Frankie eben verschwunden war, schüttelte Lukes Hand von seiner Schulter und murmelte: „Dich hat niemand gefragt.“
Kurz wechselte er einen  Blick mit Luke, dann verliess auch er den Raum.
Und hinterliess einen verwirrten Luke und vier ziemlich beeindruckte Sleepover-Girls.


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Hello guys & ladys*

Tja, ich weiss, es hat fast über ein Jahr gedauert mit dem neuen Kapitel.
Hatte mich für längere Zeit aus dem Fanfiction-Schreiben zurückgezogen.
Für alle, die meine Geschichte verfolgt haben, SORRY*
Jetzt bin ich jedoch zurück und habe vor, schnell weiterzufahren.!

Reviews sind immer willkommen!
LG
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